CH108355A - Induzierte Wicklung für Kaskadenmotoren. - Google Patents

Induzierte Wicklung für Kaskadenmotoren.

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CH108355A
CH108355A CH108355DA CH108355A CH 108355 A CH108355 A CH 108355A CH 108355D A CH108355D A CH 108355DA CH 108355 A CH108355 A CH 108355A
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  Induzierte Wicklung für Kaskadenmotoren.    Es sind bereits induzierte Wicklungen  (Läuferwicklungen) von Wechselstrom-Induk  tionsmotoren bekannt, welche zusammenwir  kend mit geeigneten induzierenden Wicklun  gen (Ständerwicklungen) die     Greschwindig-          keitsänderungen    und sonstigen Vorteile zweier  in Kaskade geschalteten Motoren verschiede  ner Polzahl an einem einzigen Motor ergeben  und zwar dadurch, dass die in einer solchen  Wicklung induzierten Ströme je nach Ver  bindung der Wicklungsteile gleichzeitig zwei  Drehfelder verschiedener Polzahl oder nur  eines von diesen erzeugen.  



  Diesen bereits bekannten Wicklungen haf  ten ihre praktische Verwendbarkeit in Frage  stellende Nachteile an, hauptsächlich ihre auf  zusätzlichen Leitern oder Zusatzwicklungen  beruhende Kompliziertheit, ferner unvollstän  dige Ausnützung der Wicklungsteile bei ein  zelnen Umlaufzahlen usw.  



  Die im Folgenden beschriebene Anord  nung vermeidet die angegebenen und weitere  Nachteile.  



  Die Beschreibung erfolgt beispielsweise  für eine dreiphasige Läuferwicklung, welche    in einem zwei- oder vierpoligen induzieren  den Drehfelde entweder gleichzeitig ein     zwei-          und    ein vierpoliges induziertes Drehfeld oder  nur ein zwei- oder vierpoliges erzeugt. Die  behufs praktischer Verwendung notwendige  Erweiterung des beschriebenen Falles auf  Vielfache der Polzahlen zwei und vier ist  ohne weiteres durch das Folgende gegeben.  



  Die Figuren 1 und 2 zeigen, und zwar  Fig. 1 als Schaltungsschema, Fig. 2 als Wick  lungsbild, dass die Wicklung im betrachteten  Falle aus sechs Wicklungsteilen (Spulen)  I bis VI besteht, von welchen die Paare  I-IV, III-VI und V-II, abgesehen vom  Vorzeichen, je zu gleicher Phase der vom  induzierenden zwei- oder vierpoligen Dreh  felde induzierten elektromotorische Kräfte  (E M K) gehören; Wicklungsteil I ist mit II,  III mit IV, V mit VI gegensinnig verbun  den, an den Verbindungspunkten I-II,  III-IV, V-VI liegen mittelst der Schleif  ringe S fixe oder veränderliche in Stern oder  Dreieck geschaltete Widerstände     W    Die  den Wicklungsteilen beigesetzten Ziffern 1,  2, 3 bedeuten die Phasen der vom induzie-      renden zweipoligen Felde darin induzier  ten E M K.  



  Die Wirkungsweise der Anordnung nach  Fig. 1 und 2 in einem zweipoligen induzie  renden Felde lässt sich wie folgt beschreiben  In den Wicklungsteilen I bis VI werden  vom zweipoligen induzierenden Drehfelde der  Reihe nach elektromotorische Kräfte (E M K)  von folgender Form induziert: I. E ein wt = e1,  II. E sin (wt - 60 ) = es, III. E sin  (wt-120 ) = e2, IV. Esin (wt-180 ) = - e1,  V. E ein (wt - 240 ) = e3, VI. E ein  (wt - 300 ) = - e2, wobei w = 27.nv und  nv die Periodenzahl ist.  



  Bei geöffnetem Sternpunkt der vorherge  nannten Widerstände W (siehe Fig. 1), wel  cher Fall unendlich grossen äussern Wider  standswerten entspricht, sind nur drei aus  je zwei Wicklungsteilen bestehende Strom  kreise vorhanden und zwar: I II, III, IV  und V VI; in diesen ergeben sich aus den  obigen Werten wegen des gegensinnigen An-    schlusses der Wicklungsteile II, IV, und VI der  Reihe nach die E M K: e1 - (- e3) = e1 + e3,  e2 - (- e1) = e2 + e1, e3 - (- e2) = e3 + e2  oder E ein (wt + 60 ), E ein (wt - 60 ),  E ein (wt - 180 ).  



  Diese E M K folgen zeitlich mit einem  Phasenabstand von je 120 Grad 1/3 Periode  aufeinander; ebenso folgen die in den drei  Stromkreisen I II, III IV und V VI da  durch erregten Ströme von gleicher Amplitude  j1 = 2a, j2 = 2b, j3 = 2c in demselben  Phasenabstande zeitlich aufeinander, so dass  jederzeit 2a + 2b + 2c = 0, also auch  a+b+c=0 ist.  



  Die in gleichen räumlichen Abständen  angeordneten Wicklungsteile I bis VI führen  unter Berücksichtigung der gegensinnigen  Stromrichtung in II, IV und VI die Ströme:  2a -2a 2b -2b 2c -2c  Diese können wegen der Beziehung  a + b + c = 0 auch folgenderweise geschrie  ben werden  
EMI0002.0000     
  
    I. <SEP> 2a <SEP> = <SEP> a <SEP> + <SEP> a <SEP> = <SEP> a <SEP> - <SEP> (b <SEP> + <SEP> c) <SEP> = <SEP> - <SEP> c <SEP> + <SEP> (a <SEP> - <SEP> b)
<tb>  II. <SEP> - <SEP> 2a <SEP> = <SEP> - <SEP> a <SEP> - <SEP> a <SEP> = <SEP> - <SEP> a <SEP> + <SEP> (b <SEP> + <SEP> c) <SEP> = <SEP> b <SEP> +(c <SEP> - <SEP> a)
<tb>  III. <SEP> 2b <SEP> = <SEP> b <SEP> + <SEP> b <SEP> = <SEP> b-(c <SEP> + <SEP> a) <SEP> = <SEP> - <SEP> a <SEP> + <SEP> (b <SEP> - <SEP> c)
<tb>  IV.

   <SEP> - <SEP> 2b <SEP> = <SEP> - <SEP> b <SEP> - <SEP> b <SEP> = <SEP> - <SEP> b <SEP> +(c <SEP> + <SEP> a) <SEP> = <SEP> c <SEP> + <SEP> (a <SEP> - <SEP> b)
<tb>  V. <SEP> 2c <SEP> = <SEP> c <SEP> + <SEP> c <SEP> = <SEP> c <SEP> - <SEP> (a <SEP> + <SEP> b) <SEP> = <SEP> - <SEP> b <SEP> + <SEP> (c <SEP> - <SEP> a)
<tb>  VI. <SEP> - <SEP> 2e <SEP> = <SEP> - <SEP> c <SEP> - <SEP> c <SEP> = <SEP> - <SEP> c <SEP> + <SEP> (a <SEP> + <SEP> b) <SEP> = <SEP> a <SEP> + <SEP> (b <SEP> - <SEP> c)       Das in Fig. 3 dargestellte Stromdiagramm  zeigt diese Stromzerlegung; die Umlaufrich  tung des induzierenden zweipoligen Dreh  feldes ist durch den äussern Pfeil gegeben.  Aus der analytischen Stromzerlegung und  dem Stromdiagramme ist Folgendes ersicht  lich  1.

   Die Stromteile -c, b, -a, c, -b, a  folgen in den Wicklungsteilen I bis VI mit  je 60  = 1/6 Periode Phasenabstand gleich  sinnig mit dem induzierenden zweipoligen  Drehfelde aufeinander und erzeugen daher  ein mit Letzterem gleichlaufendes zweipoliges  induziertes Drehfeld.  



  2. Die Stromteile (a-b), (c-a), (b-c),  (a-b), (c-a), (b-c), folgen mit je 120  = 1/3  Periode Phasenabstand gegensinnig zum in  duzierenden zweipoligen Drehfelde aufeinan-    der; da sich hierbei in den Wicklungsteilen  IV, V und VI die Stromteile der Wicklungs  teile I, Il, III wiederholen, entsteht dadurch  ein zum induzierenden zweipoligen Drehfelde  gegenläufiges vierpoliges induziertes Drehfeld.  



  Die beschriebene induzierte Wicklung er  zeugt also in einem induzierenden zweipoli  gen Drehfelde bei geöffneten Sternverbin  dungen der mittleren Widerstände W (siehe  Fig. 1), (also bei offenen mittleren Abzwei  gungen) gleichzeitig zwei Drehfelder, ein zwei  poliges und ein dazu gegenläufiges vierpoliges.  



  Im Falle eines vierpoligen induzierenden  Drehfeldes lässt sich durch eine der vorher  durchgeführten ähnliche Stromzerlegung zei  gen, dass die beschriebene induzierte Wick  lung in diesem Falle bei offenen mittleren  Abzweigungen gleichzeitig wieder zwei Dreh-      felder, ein vierpoliges und ein dazu gegen  läufiges zweipoliges erzeugt.  



  Bei Kurzschluss der mittleren Abzweigun  gen (Verbindungspunkte I-II, III-IV,  V-VI untereinander kurzgeschlossen, also  Widerstände W gleich Null) zerfällt die be  schriebene induzierte Wicklung in sechs von  einander unabhängige Stromzweige, die Pha  sen und die Phasenfolge der in letzteren in  duzierten Ströme werden durch das jeweils  vorhandene induzierende Drehfeld bestimmt  und muss sich, wie ohne weiteres ersichtlich,  die Wicklung in einem induzierenden zwei  poligen Drehfelde wie eine normale     zwei-          polig-sechsphasige    Kurzschlusswicklung, in  einem induzierenden vierpoligen Drehfelde  wie eine normale vierpolig-dreiphasige Kurz  schlusswicklung verhalten, sie erzeugt also  in diesem Falle nur das der Polzahl des in  duzierenden Drehfeldes entsprechende gleich.

    laufende induzierte Feld und kein gegen  läufiges von doppelter oder halber Polzahl.  



  Durch Veränderung des Wertes der mitt  leren in Stern oder Dreieck verbundenen Wi  derstände kann das jeweilige Verhältnis der  maximalen Feldstärken der beiden gleich  zeitigen Läuferfelder verändert werden, da  die allmähliche Veränderung dieser Wider  stände von unendlich bis Null das allmäh  liche Verschwinden des gegenläufigen Läufer  feldes bewirkt.  



  Durch passende Wahl der Daten der  Wicklungsteile, ihrer Nutenzahlen, Windungs  zahlen, Widerstände usw. wird das erwähnte  Verhältnis für bestimmte Werte der Wider  stände vorteilhaft eingestellt. Es können  beispielsweise sämtliche Wicklungsteile mit  gleicher Nutenzahl und gleichem Gesamt  kupferquerschnitt pro Nut ausgeführt sein.  



  Sämtliche Wicklungsteile werden im gan  zen Verwendungsbereiche ausgenützt und mit  Stromwärme belastet.  



  Von den Verwendungszwecken der vor  beschriebenen Wicklung seien Folgende an  geführt  Mit derselben werden die Geschwindig  keitsänderungen zweier in Kaskade geschal  teten verschiedenpoligen Motoren an einem    einzigen Motor erzielt, ebenso mehrere wirt  schaftliche Umlaufstufen desselben im an  genäherten Verhältnisse. von 1/3 : ¸ : 1 bei  auf die doppelte Polzahl umschaltbarer und  von 1/3 : ¸ oder von 1/3 : 1 bei nicht um  schaltbarer induzierender Wicklung.  



  Die Verbindung der vorbeschriebenen Läu  ferwicklung mit einer in jeder Phase aus  zwei parallelen Stromzweigen bestehenden  Ständerwicklung ergibt einen zwischen zwei  bestimmten wirtschaftlichen Umlaufstufen  mittelst der mittleren Widerstände-regelbaren  Motor.  



  Weiters kann die vorbeschriebene Läufer  wicklung dazu dienen, das Anlaufmoment des  Motors zu erhöhen, da der Motor mittelst  dieser Läuferwicklung das Anlaufmoment  einer Kaskadenschaltung erhält.  



  Ein weiterer Verwendungszweck der vor  beschriebenen Läuferwicklung besteht darin,  eine geringere wirtschaftliche Umlaufzahl zu  erhalten, als sie bei normalen Wicklungen  zufolge deren Polzahl vorhanden wäre und  die Herstellung der Ständer- und Läufer  wicklung durch Verminderung ihrer normalen  Polzahl zu vereinfachen und zu verbilligen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Wicklung des induzierten Teils von Wech selstrom-Induktionsmotoren zur Erzeugung zweier gleichzeitiger Drehfelder verschiede ner Polzahl oder nur eines derselben, da durch gekennzeichnet, dass verschiedenpha- sige Wicklungsteile miteinander gegensinnig verbunden sind, und von den Verbindungs punkten Abzweigungen zu Widerständen füh ren, zum Zwecke möglichst einfacher Her stellung der Wicklung und Ausnützung sämt licher Wicklungsteile im ganzen Verwen dungsbereiche, sowie der Regelung der Feld stärke der verschiedenpoligen Läuferfelder, ferner um die Geschwindigkeitsänderungen und sonstigen Wirkungen zweier in Kaskade geschalteten verschiedenpoligen Motoren, wie mehrere wirtschaftliche Umlaufzahlen, regel bare Umlaufzahl,
    höheres Anlaufmoment usw. an einem einzigen Motor zu erhalten. UNTERANSPRUCH: Wicklung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass alle Wicklungsteile gleiche Nutenzahl und gleichen Gesamtkupferquer schnitt pro Nut besitzen.
CH108355D 1922-11-28 1923-11-19 Induzierte Wicklung für Kaskadenmotoren. CH108355A (de)

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