CH108500A - Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoffbrei. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoffbrei.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoffbrei. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Hohl körpern, zum Beispiel von Verpaekungs- und Gebrauchsgegenständen aus Faserstoffbrei, zum Beispiel von Holzstoff-, Zellstoff- oder Textilfasern.
Es sind Verfahren bekannt, namentlich unter Verwendung von Papierbrei, bei denen unter Zuhilfenahme eines erhitzten, luftför migen Druckmittels, wie Druckluft, Dampf usw., in Formen mit durchlässigen Wan dungen Hohlkörper erzeugt werden. Nach diesen bekannten Verfahren. war es bishin nicht möglich, Hohlkörper mit glatter Innen fläche in wirtschaftlicher Weise herzustellen.
da man sich über die erforderliche Dichte des Faserstoffbreies, über das Verhältnis von Formung durch Flüssigkeitsdruck zur Formling vermittelst eines erhitzten luftför migen Druckmittels nicht klar war und da auch nicht klargestellt war, in welcher Ar beitsrichtung das erhitzte luftförmige Druck mittel zugeführt werden müsse, um brauch bare Innenflächen zu erzielen. Die Beschaf- fenheit der Innenfläche ist aber von. aus schlaggebender Bedeutung für die allgemeine Verwendbarkeit dieser Hohlkörper, zum Bei spiel bei der Verpackung von Nahrungsmit- teln oder für technische Bedürfnisse.
Die Vorbedingungen der Erzeugung -glat ter Innenflächen sind: Einmal darf der Fa- serstoffbrei höchstens ein Prozent Faserstoff enthalten. Ferner muss die Formung weitest möglich durch Flüssigkeitsdruck (Eigen oder Pressdruck) erfolgt sein, bevor das er hitzte luftförmige Druckmittel zugelassen wird.
Schliesslich muss die aus dem Zulauf in die Form einströmende Luft gezwungen wer den, oben in die Form einzutreten und in der Richtung der Wandung von oben nach unten die Form zu durchstreichen, wobei Schläge und Wirbelungen dieses Druckmittels, die eine Rauheit der Innenfläche herbeiführen, zu vermeiden sind.
Zu diesem Zwecke ist das Verfahren ge mäss Erfindung vorgesehen; dasselbe kenn zeichnet sich dadurch, dass Faserstoffbrei in einer Dichte von höchstens einem Prozent durch einen zur Erhöhung des Flüssig1Leits- druckes vorgeschalteten Yorbehälter, der ein Vielfaches der Hohlform fasst, in eine diesem untergelagerte Form fällt, und an den Wän den der durchlässigen Form in möglichst weitgehendem Masse geformt wird, bevor ein erhitztes luftförmiges Druckmittel eingelas sen wird, das die Form in der Richtung ihrer Wandung von oben nach unten durch streicht,
den restlichen Teil der Formung bewirkt und den an der Wandung der Form gebildeten Hohlkörper trocknet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäss Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt das Ausführungsbeispiel in senkrechtem Aclisialschnitt; Fig. 2 zeigt denselben Schnitt in Verbin dung mit einer Hilfsvorrichtung.
Eine Zuleitung a dient für die Zufuhr von Faserstoffbrei in einen Vorbeliälter b. Ein in der Zuleitung<I>a,</I> vorhandener Hahn<I>g</I> dient zur Dosierung der zuzulassenden Menge Faserstoffbrei. Ein Rohr e, reguliert durch einen Hahn lt ermöglicht, dass ein erhitztes luftförmiges Druckmittel in das Zuleitungs rohr a eintritt, um von da in den Vorbehäl- ter b einströmen zu können.
Der Vorbehälter b ist mit einer Form c. die durchlässige Wan dungen aufweist, :durch ein Einlassrohr f verbunden, welches Rohr f und welche Form c ungefähr gleichen Durchmesser haben.
Das Verfahren gemäss vorliegender Er findung wird nun beispielsweise mit der vor stehend beschriebenen Vorrichtung wie folgt ausgeübt: Faserstoffbrei mit höchstens 1 Faserstoffgehalt gelangt, reguliert durch das Ventil g, durch Eigengewicht in den Vorbe- hälter b und durch das Einlassrohr f in die Form c.
Hat der Vorbehä leer zum Beispiel 2500 cm' Inhalt und soll ein Hohlkörper von 25 Gramm Gewicht geformt werden mit einem Inhalt von 500 cm' und verwendet man einen Faserstoffbrei mit 1 ö Faserstoffgehalt, so werden ?000 cm' Faserstoffbrei durch die durchläs@:igen Wandungen der Form durch- treten, wob@-i s'cli f@:
st der gesamte Faser stoff an der Innenseite der Hohlform c fest setzt. Da die Form selbst mir 500 cm' Inhalt hat, erhält man eine Verdichtung des Breies von rund 80 %. Soll aber die Verdichtung mehr als 80 iö betragen, zum Beispiel 92 \o, und das ist zum Erzeugen glatter Innenflä chen anzustreben, so müssen von den 500 cm' noch 300 cm' Fliissigheit entfernt wer den.
Diese grössere Dichte der in der Form zurüclzbleibeii-den Breimasse kann entweder durch Vergrösserung des Vorbehälters b er reicht werden, oder aber, weil dies in der Praxis vielfach lästig sein würde, durch Ein satz eines Körpers c.1 von 300 cm' Inhalt in die Foren c Wig. 2), welcher Körper den Boden der Form nicht berühren darf.
Das erhitzte luftförmige Druckmittel wird durch das Einlassrohr feingeführt, wo bei ein ruhiges Einströmen ohne störende Expansion möglich ist, weil der Durchmes ser der Form nicht wesentlich grösser ist, als derjenige des Einlassrohres f. Hierdurch kön nen gleichzeitig jVirbelungen oder Schläge des erhitzten luftförmigen Druckmittels, die eine raube Innenfläche des zu erzeugenden Körpers im Gefolge haben würden, nicht eintreten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Hohlkör pern aus Faserstoffbrei mit Hilfe einer Hohl form mit durchlässiger Wandung, dadurch gekennzeichnet, dass Faserstoffbrei in einer Dichte von höchstens einem Prozent durch einen zur Erhöhung des Flüssigkeitsdruckes vorgeschalteten Vorbehälter. der ein Viel faches der Hohlform fasst, in eine diesem untergelagerte Form fällt und an den @@rän- den der durchlässigen Form in möglichst weitgehendem Masse geformt wird,bevor ein erhitztes luftfiirmime, Druckmittel eingelas sen wird. das die Form in der Richtung ihrer @Vanduna von oben nach unten durchstreicht, den restlichen Teil der Formung bewirkt und den an der Wandung der Form gebildeten Hohlkörper trocknet. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass man zwecks Verkleine- rung des Vorbehälters in die Hohlform einen Körper einsetzt, der den Boden der Hohlform nicht berühren darf.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE108500X | 1922-11-16 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH108500A true CH108500A (de) | 1925-01-16 |
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ID=5651374
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH108500D CH108500A (de) | 1922-11-16 | 1923-09-24 | Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Faserstoffbrei. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH108500A (de) |
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1923
- 1923-09-24 CH CH108500D patent/CH108500A/de unknown
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