CH108559A - Viertaktmotor. - Google Patents
Viertaktmotor.Info
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Description
Viertaktmotor. Die Erfindung betrifft einen Viertakt motor.
Der Erfindung gemäss kann eine Seite des Arbeitszylinders zur Vorkomprimierung der Ladung mit einem Arbeitsraum der 'Maschine durch eine Rohrleitung ohne Sammler in Ver bindung gesetzt werden. Ausserdem ist eine Regelvorrichtung für die Kompressorförde- rung vorgesehen.
Auf der Zeichnung sind beispielsweise .Iusführungsformen des Erfindungsgegen standes dargestellt, und zwar zeigt: Abb. 1 schematisch die erste Ausfüh rungsform eines Vierzylindermotors, Abb. 2 einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform, Abb. 3 schematisch einen Längsschnitt durch vier Zylinder der zweiten Ausfüh rungsform. In den Zylindern 1, 2, 3, 4 (Abb. 1) sind die Arbeitskolben 5, 6, 7, 8 angeordnet.
Je zwei Kolben 5 und 7 bezw. 6 und 8 sind durch eine Kolbenstange 9 bezw. 10 mitein ander starr verbunden. Mit jeder Kolben- Stange ist eine nicht gezeichnete Pleuelstange verbunden, welche auf eine nicht gezeichnete Kurbelwelle wirkt.
Die Arbeitsräume der Zylinder sind mit Zündkerzen 11, Einlassventilen 12 und Aus- lassvent;len 13 versehen. Die Ventile werden durch Nockenwellen 14 gesteuert.
Auf der andern Seite ist jeder der Zylin der gleichfalls geschlossen. und die Kolben stange ist durch eine Stopfbüchse geführt. Diese andere Zylinderseite ist mit einem Saugventil 15 und einem Druckventil 1.6 ver sehen, die durch die Nockenwelle 14 ge steuert werden. Diese Ventile könnten, wenn der Motor nur mit geringer Tourenzahl Iau- fen soll, als Rückschlagvent#le ausgebildet sein. Selbstverständlich erfolgt die Steue rung dieser Ventile durch andere Nocken als die Steuerung der Arbeitszy lindere entile.
Za dem Saugventil 15 führt eine Saug leitung 17 vom Vierwegeumschalthahn 18. An das Gehäuse des V;erwegeumsclialthahnes ist eine in die Atmosphäre mündende Rohr leitung 19, der Vergaser 20 und eine vierte Rohrleitung 21 angeschlossen; letztere führt zu einem andern Umschalthahn 30 bezw. 31.
Weiterhin führt von dem Kompressor raum über das Druckventil 16 eine Druck leitung 22 bezw. 27 zu einem Ringkanal 23. Durch eine Rückflussleitung 24 ist die Druckleitung 22 bezw. 27 mit dem Kompres- sorraum unter Umgehung des Druckventils 16 verbunden. In der Rückflussleitung 24 ist ein Hahn 25 eingeschaltet, durch dessen Ver stellung die Leitung 24 entweder ganz abge schlossen oder mehr oder weniger gedrosselt werden kann.
In den gleichen Ringkanal 23 münden die Leitungen 22 bezw. 27 von den Kompressor räumen zweier Zylinder.
In dem Ringkanal 23 ist ein gesteuerter Dreiwegehahn,26_ angeordnet, durch den der Ringkanal 23 selbsttätig durch Rohrleitun- ,gen 28 und 29 abwechselnd mit den Arbeits räumen der beiden Zylinder in Verbindung gebracht wird.
In die Rohrleitungen 28 und 29 sind die Vierwegehähne 30 bezw. 31 eingeschaltet, die entweder, wie für die Rohrleitungen der Zylinder 2 und 3 dargestellt, den Durchlass durch die Rohrleitungen 28 und 29 freigeben, oder, wenn sie um 45 gedreht sind, wie es für die Rohrleitungen der Zylinder 1 und 4 dargestellt ist, die Einlassrohre 28b und 29b mit der Rohrleitung 21 und die Druckrohre 28a und 29a mit einer Leitung 32 bezw. 34 verbinden, die zu einem Druckluftbehälter 33 führt.
Gleichzeitig mit den Vierwegehähnen 30, 31 werden die zugehörigen Vierwegehiihne 18 um 45 verstellt, so dass diese Hahn kücken nunmehr das Saugrohr 17 mit dem in die Atmosphäre führenden Rohr 19 und die Rohrleitung 21 mit dem Vergaser 20 ver binden.
Um die Gleichzeitigkeit der Umschaltung zu gewährleisten, sind vorteilhaft die zu einem Zylinderpaar gehörigen Hähne 18, 30 und 31 miteinander gekuppelt. Ebenso kön nen die Hähne 25 jeden Zylinderpaares mit einander gekuppelt sein. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Es sei angenommen, dass in dem Arbeits raum des Zylinders 3 die Luft komprimiert sei, also der Explosionshub beginne. Bei diesem Explosionshub komprimiert der Kol ben 7 das vor ihm befindliche, durch den Vergaser 20 und die Saugleitung 17 über das Saugventil 15 angesaugte Gemisch und drückt dasselbe über das Druckventil 16 in die Leitung 27 und in den Ringkanal 23.
Von diesem gelangt das Gemisch durch das Kücken 26 und durch das Rohr 28 über das Einlassventil 12 in den Arbeitsraum des Zy linders 2.
Gleichzeitig mit dem Kolben 7 des Zy linders 3 ist unter Ausführung des Saub- hubes der Kolben 6 des Zylinders 2, v eran- lasst durch die nicht gezeichnete Kurbelwelle, nach abwärts bewegt worden; auch er kom primiert dabei das vor ihm befindliche Ge misch und drückt es über das Druckventil 1.6 in die Leitung 22 und aus dieser in den Ring kanal 23, in das Kücken 26 und über die Leitung 28 in den Arbeitsraum des Zylin ders 2.
Bei der gezeichneten Lage der den Zy lindern 2 und 3 zugehörigen Hähne 25 ge langt ein Teil des von den Kolben geförder ten Gemisches beim nächsten Saughub wie der in die Zylinder zurück, so dass also in den Leitungen 28 und 29 nicht der volle, bei geschlossenen Hähnen 25 erzielbare Druck herrscht.
Nachdem der Kolben 7 den Explosions hub und der Kolben 6 den Saughub beendet hat, werden die Hähne 26 selbsttätig umge steuert, so dass einer derselben die Kompres sionsräume beider Zylinder 2, 3 mit dem Ar beitsraum des Zylinders 3 verbindet.
Beim Zurückgehen der Kolben 6 und 7 erfolgt im Zylinder 3 das Ausstossen der ver brannten Gase, im Zylinder 2 dagegen das Komprimieren der Frischgase. In beiden Kompressionsräumen erfolgt das Ansaugen frischen Gasgemisches über die Saugventile 15. Bei dem darauffolgenden Hub erfolgt im Zylinder 3 die Einfüllung frischen Gemisches in den Arbeitsraum, im Zylinder 2 dagegen die Explosion und die Expansion. In den Kompressionszylindern beider Zylinder er folgt aufs neue das Komprimieren des vorher eingesaugten Gasluftgemisches.
Bei der für die Zylinder 1 und 4 darge stellten Stellung der Hähne 18, 30 und 31 saugen beim Saughub die Kolben durch die Einlassrohre 28b bezw. 29b, die Leitung 21 und den Vergaser 20t las Gasluftgemisch in die Arbeitsräume, während sie in die Kom pressionsräume durch die Leitungen 17 und 19 Frischluft unmittelbar der Atmosphäre sau gen.
Die in den Kompressionsräumen kom primierte Luft wird durch die Leitungen \?? bezw. 27 über die Ringkanäle 23, die Druck rohre 2Ra bezw. 29a und die Rohre 32 bezw. 34 an einen Druckluftbehälter 33 abgegeben, indem sie aufgespeichert wird.
Der Motor kann selbstverständlich statt vier Zylinder. acht Zylinder, oder ein Mehr- faches von vier besitzen.
Die Vorkompression der Ladung soll in erster Linie eine hohe Tourenzahl ermögli chen, indem sie die Widerstände überwindet, welche bei den hohen Gasgeschwindigkeiten auftreten. Diese. die an und für sich schon im gleichen Verhältnis wie die Tourenzahlen wachsen, können noch dadurch gesteigert werden. ilass der Motor mit abnormal kleinen Ventilen ausgerüstet ist, deren Ventilhab entsprechend klein ist, zum Zwecke der Stei gerung der Tourenzahl. denn Vent;le mit ge ringer Masse und geringem Ventilhub gestat ten höhere Tourenzahlen.
Bei Motoren. die zeitweise in grossen Höhen arbeiten müssen, kann die Vorkompression auch in verdünnter Luft eine normale Füllung des Arbeits- raumeS s;chern und bei Einspritzverbren- nungsmotoren. wo keine Frühzündung zu furchten ist. kann bei Über lastung die Füllung über das normale Mass gesteigert werden.
Die Förderung und damit die Druckhöhe in den tberströmleitungen -wird durch Einstelluna des Rückleitungs- halines 25 geregelt. D;
e Steuerung dieses Hahnes erfolgt. zwecks willkürlicher Touren- erhöhung, von Hand, zwecks Gleichhaltung der Touren -bei wechselndem Aussendruck kann sie gleichfalls von Hand nach einer nach den Versuchsergebnissen geeichten Skala, erfolgen, oder aber selbsttätig, indem ein be kanntes Druckrelais die Bewegung des Steuer mechanismus abhängig von Aussenluftdruck regelt bezw. veranlasst. Statt dessen oder gleichzeitig kann auch eine selbsttätige Re gelung erfolgen, indem ein während des Ex pansionshubes mit dem Arbeitszylinder kom munizierendes Druckrelais zur Einwirkung auf den Steuermechanismus gebracht -wird.
Bei der Ausführungsfoim nach Abb. \? und 3 ist der Zylinder a beiderseits ge schlossen. Eine Seite 1 ist als Arbeitsraum und die andere Seite 2 als 1iompressorraum ausgebildet. Beide Räume sind mit den glei chen Ventilen ausgestattet, wie beim Motor gemäss Abb. 1. Beim Kompressorraum ist nur das Saugventil b dargestellt, während das etwa bei c angeordnete Druckventil der Einfachheit halber nicht dargestellt ist.
An den Zylinder a. schliesst sich die zu einem Zylinder ausgebildete Kreuzl,:opffiili- rüng d an, in welcher der zu einem Kolben ausgebildete Kreuzkopf e dicht geführt ist. Der Kreuzkopf e ist m@t dem Arbeitskolben f durch die Kolbenstange g verbunden. An dem Itreuzhopf e ist die Pleuelstange li an gelenkt, welche auf die Kurbelwullc ;
(-in- wirkt. Die zylindrische Kreuzkopfführung ist bei k mit einem Saugventil und bei in mit einem Druckventil ausgestattet; beide sind nicht dargestellt.
Der Raum 3 über dein Kreuzli:opf e wirkt gleichfalls als Kompres- sorraum. Die komprimierte Luft- aus den Räumen 2 und 3 gelangt in eme gemeinsame Leitung )i. Die Fördermenge -wird, wie bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1, durch eine nicht gezeichnete Regelvorrichtung geregelt.
Die Leitungen n der verschiedenen Zylin der münden in eine gemeinsame Leitung o. an welche mittelst der Zweigleitungen p die :lrbeitszylinder-Einlassvcntile angeschloss,n s:n(l. Von den gezeichneten vier Kolben 1)(.- -wegen sich je zwei in gleichem Sinn und gegenläufig zu zwei andern. Es stehen also immer vier Kompressions räume zur Füllung eines Arbeitsraumes zur Verfügung, z.
B. für den Arbeitsraum des Zyrlinders IX, der zugehörige Arbeitszylin- clerkompressor, der Arbeitszylinderkompres- sor des Zylinders III (mit. gleicher Kolben- stellung) und die Kreuzkopfkompressoren der Zylinder 1I und IV (mit entgegengesetz ter Kolbenstellung).
Falls der Durchmesser des Kreuzkopfzylinders gleich dem Durch messer des Arbeitszylinders ist, steht also mit Berücksichtigung der Verluste eine Ladung von zirka 3:i0 % zur Verfügung. Doch kann der Durchmesser des Kreuzl:opf- zylinders grösser oder kleiuer sein als der Durchmesser des Arbeitszylinders.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Viertaktmotor, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Seite des Arbeitszylinders zur Vorkomprimierung der Ladung mit einem Arbeitsraum der Maschine durch eine Rohr- leil.ung ohne Sammler in Verbindung gesetzt -erden kann. und dass eine Regelvorrichtung liir die Kompressorförderung vorgesehen ist.UITERAISPRüCHE 1. Viertaktmotor nach Patentanspruch. ge kennzeichnet durch eine Rückflussle'tung mit einem Regelorgane zwischen dem Kompressorraum und der durch minde stens je ein Steuerorgan vom Kompressor- raum und Arbeitsraum abgeschlossenen Verbindungsrohrleitung.'. Viertaktmotor mit mindestens einem A1g- gregat von vier Zylindern nach Patent- anspruch. dadurch gekennzeichnet, dass je zwei der cier Zylinder durch Rohrleitun gen derart miteinander verbunden sind und durch Steuerorgane so gesteuert wer- clc#ii, dass die Kompressorseiten der beiden Zylinder ,jeweils in einen der Arbeits- räume fördern.Viertaktmotor nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass .äintlielie 1%oni- lir@@ssordruchlcitungen ni P#inur allen Ar- beilaräumen der '_sl:,scaim# @;emi.insamen Einlassleitung führen, die mit den Ar- beitsräumen abwechselnd in Verbindung gebracht wird.4. Viertaktmotor mit Vergaser nach Patent anspruch und Unteranspruch 2, gekenn zeichnet durch Umschaltorgane in der Kompressorsaug- und Druckleitung und Zusatzleitungen, derart, dass je nach der Stellung der Umschaltorgane entweder der Vergaser mit dem Kompressorsaugrohr und das Kompressordruckrohr mit dem Arbeitsraumeinlassrohr, oder aber die Atmosphäre mit dem hompressorsaugrohr, der Vergaser mit dem Arbeitsraumeinlass- rolir und das Kompressordruckrohr mit einem Druckluftbehälter verbunden ist. 5.Viertaktmotor nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass an das Gehäuse der als Vierwegehähne ausgebildeten Um schaltorgane (18) das Kompressorsang- rohr (17), das Luftansaugrohr (19), der Vergaser (20) und ein Rohr (21) ange schlossen sind, das zu einem zweiten Vier wegehahn führt, an dessen Gehäuse ausser dem Rohr (21) das Arbeitsraumeinlassrohr, ein Druckluftbehälterrohr und das Kom- pressordruchrohr angeschlossen sind. G.Viertaktmotor nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch kleine Ventile mit ge ringem Hub, zum Zwecke einer hohen Tourenzahl des Motors, wobei die infolge der hohen Gasgeschwindigkeiten auftre tenden Widerstände durch die Vorkom- pression überwunden werden, während die Füllung des Arbeitszylinders den nor malen Betrag nicht übersteigt. 7.Viertaktmotor mit mindestens zwei Ar beitszylinderpaaren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Kreuzkopf, der als Kompresworkolben wirkt und mit der Arbeitszylinderkompressorseite in eine zu den Arbeitsraumeinlassventilen führen den Leitung fördert. so dass für jede La- dung eines Arbeitsraumes vier Kompres- sorladun-en zur Verfügung stehen.S. Vic#rtalztmotoi@ mit paarweise angeordneten :@rlieitsz@lind erlmaren nach Patentan- spi,uei i und Unteranspruch 7, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Kolben jedes Zy linderpaares sich gleichsinnig und zu den Kolben eines andern Zylinderpaares ge genläufig bewegen. 9.Viertaktmotor nach- dem Patentanspruch, gekennzeichnet durch Vorrichtungen, mit- telst welcher der Druck der dem Arbeits- zylinder zuzuführenden Ladung abhängig von den Strömungsverlusten und dem Druck der Aussenluft eingestellt und ge regelt wird.
Applications Claiming Priority (4)
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| DEL56873D DE404822C (de) | 1922-11-24 | 1922-11-24 | Viertaktmotor mit Vorverdichtung des Gemisches |
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| DEL57398D DE404823C (de) | 1923-02-22 | 1923-02-22 | Viertaktexplosionsmotor mit Kompressorvorraum |
| DEL58720D DE459789C (de) | 1923-09-25 | 1923-09-25 | Viertaktvergasermotor mit vier oder mehr an beiden Seiten geschlossenen und an einer Seite als Kompressoren arbeitenden Arbeitszylindern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH108559A true CH108559A (de) | 1924-12-16 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH108559D CH108559A (de) | 1922-11-24 | 1923-10-25 | Viertaktmotor. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH108559A (de) |
-
1923
- 1923-10-25 CH CH108559D patent/CH108559A/de unknown
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