CH108574A - Asynchrone Kaskadenmaschine. - Google Patents

Asynchrone Kaskadenmaschine.

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CH108574A
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winding
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asynchronous
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commutator
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Inventor
Aktiengesellschaft Sachs Kraft
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Sachsenwerk Licht & Kraft Ag
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K17/00Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
    • H02K17/02Asynchronous induction motors
    • H02K17/34Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter
    • H02K17/38Cascade arrangement of an asynchronous motor with another dynamo-electric motor or converter with a commutator machine

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description


  Asynchrone Kaskadenmaschine.    Die bekannte Kaskadenschaltung zweier  Asynchronmaschinen hat den Nachteil, dass  die Phasenverschiebung eine ausserordentlich  ungünstige ist. Sie hat deshalb auch in der  Praxis sehr wenig Anwendung gefunden und  ist ohne Bedeutung geblieben. Die Erfindung  erstreckt sich auf eine Verbesserung dieser  Kaskadenschaltung und hat zum Gegen  stand eine .asynchrone Kaskadenmaschine,  bestehend aus zwei gekuppelten Asynchron  maschinen, wobei der Strom dem Primärteil  des ersten Motors zugeführt wird und seine  Sekundärwicklung den primären Teil des  zweiten Motors speist, mit dem Kennzeichen,  dass der zweite Motor im Primärteil mit einer  Kommutatorwicklung versehen ist, die mit  dem Sekundärteil des Motors über die Kom  mutatorbürsten in Reihe geschaltet ist, zu  dem Zweck, den Kaskadenmotor zu kompen  sieren und seine Drehzahl zu regeln.

    



  Eine solche Einrichtung ist in Abb. 1.  beispielsweise dargestellt. Die Maschine der  Abb. 1 besteht aus zwei mechanisch     gekup-          pelten    Drehstrommaschinen mit normalen  Ständer- und Läuferphasenwicklungen a, b,    c, d. Die Primärwicklung des ersten Motors  liegt im Ständer, die Sekundärwicklung im  Läufer. Dagegen liegt die Primärwicklung  des zweiten Motors im Läufer, die sekundäre  im Ständer. Die Wicklungen b und c sind  derart miteinander verbunden, dass die Dreh  felder entgegengesetzt umlaufen. Die Netz  spannung wird der Primärwicklung des er  sten Motors zugeführt. Die Schaltung ent  spricht somit zunächst der bekannten Kas  kadenschaltung. Es wird nun im Läufer des  zweiten Motors eine kleine Gleichstromhilfs  wicklung e untergebracht, die .an einen Kom  mutator f angeschlossen ist.

   Die Ständer  phasenwicklung d des zweiten Motors ist in  offener Schaltung ausgeführt und einerseits  mit den Kollektorbürsten, anderseits mit dem  Anlasser verbunden, so dass Sekundärwick  lung, Gleichstromhilfswicklung und Anlasser  mit Hilfe der Kommutatorbürsten in Reihe  geschaltet sind.  



  Die Wirkungsweise der Kaskadenschal  tung von Asynchronmotoren ist bekannt.  Mit Hilfe der vorbeschriebenen zusätzlichen  Einfügung     einer        Gleichstromhilfswicklung         in den Sekundärkreis ist es entsprechend dem  Patent Nr. 105336 vom 9. Juli 1923 mög  lich, nicht nur den zweiten Asynchronmotor  allein völlig zu kompensieren, sondern auch  noch voreilende Phasenverschiebung im Läu  fer des ersten Motors zu erzeugen, die bei  geeigneter Grösse der Kompensationsspan  nung eine völlige Kompensation oder Über  kompensation des primär zugeführten Netz  stromes ermöglicht. Das Anlassen erfolgt in  derselben Weise wie nach Patent Nr. 105336  durch allmähliches Kurzschliessen der Se  kundärwicklung des zweiten Motors mittelst  Anlasserwiderstandes.

   Bezeichnet man die  synchrone Drehzahl mit n, die Polpaarzahlen  beider Motoren mit p1, p2, die Netzfrequenz  mit c, so ist bekanntlich         c#60     n =  p1 + p2    Die Drehzahl entspricht somit der Summe  der Polzahlen.  



  Es ist möglich, die Läuferspannung der  ersten. Maschine derart zu wählen, dass sie  der gewünschten Kompensationsspannung  entspricht, so dass die Läuferwicklung des  zweiten Motors direkt mit dem Kommutator  verbunden werden kann und eine zweite Läu  ferwicklung damit erspart wird. Abb. 2  zeigt ein solches Ausführungsbeispiel. Statt  die Primärwicklung des Hintermotors und  ,die Kollektorwicklung getrennt auszuführen,  wobei sie nur transformatorisch miteinander  gekuppelt sind, kann man sie auch elektrisch  miteinander verbinden, wie dies in Fig. 3  angegeben ist. Diese Schaltung der beiden  Wicklungen stellt eine Analogie zu der be  kannten Sparschaltung von Transformatoren  dar.  



  Beim Anlasen des Motors wird zunächst  infolge der bei Stillstand entsprechend höhe  ren Läuferspannung des ersten Motorsau auch  eine höhere Spannung an den Kollektorbür  sten als im normalen Betrieb auftreten. Dies  kann unter Umständen ein Feuern der Bür  sten beim Anlassen hervorrufen, was ver  mieden werden kann, wenn ein Anlasser in  den P@@@ärkreis des zweiten Motors einge-    schaltet wird. In Abb. 4 ist beispielsweise  die Schaltung eines Anlassers in dieser Weise  ausgeführt. Die Läuferwicklung des ersten  Motors besitzt hierbei offene Schaltung und  ist einerseits mit der Läuferwicklung des  zweiten Motors, anderseits mit auf der Welle  sitzenden ,Schleifringen verbunden, an die der  Anlasser mit Hilfe von Bürsten angeschlos  sen ist.

   Mit Hilfe dieser Schaltung wird beim  Beginn des Anlassens die Spannung des Se  kundärankers der ersten Maschine zum gröss  ten Teil im Anlasswiderstand vernichtet, so  dass die Primärwicklung der zweiten Ma  schine, deren Sekundärteil kurzgeschlossen  ist, nur eine geringe Spannung erhält. Die  Kommutatorwicklung wird, da sie     transfor-          matorisch    verkettet ist, ebenfalls nur geringe  Spannung aufweisen und damit ein praktisch  funkenfreies Anlassen ermöglichen. Es ist  auch möglich, die Läuferwicklung des zwei  ten Motors in offener Schaltung auszuführen  und einerseits mit der Läuferwicklung des  ersten Motors, anderseits mit Hilfe von  Schleifringen mit dem Anlasser zu verbin  den. Die Wirkungsweise bleibt die gleiche.

    Um die Schleifringe nach dem Anlassen zu  entlasten, kann eine Kurzschluss- und Bür  stenabhebevorrichtung in bekannter Weise  angeordnet werden.    Die kompensierte Kaskadenmaschine  kann in gleicher Weise für Kin- und Zwei  phasenstrom ausgeführt werden. Auch ein.  Betrieb als synchroner Generator ist möglich.  



  Mit Hilfe der Erfindung werden folgende  Vorteile erzielt. Die niedrige Drehzahl vie  ler Antriebe mit Motoren grosser Leistung  (Walzwerke, Kompressoren) ist für die Ver  wendung kompensierter Motoren kein Hin  dernis mehr. So kann beispielsweise ein  Drehstrommotor für eine Drehzahl von 375  in der Weise als Kaskadenmotor ausgeführt  werden, dass die beiden Hälften je 8 Pole er  halten. Der Kollektor erhält .dann nur 12  statt 24 Bürstenbolzen bei Ausführung als       lwmpensierter    Motor.     2'#Iaai    kann noch weiter  gehen und eine Unterteilung in 12 und 4  Pole vornehmen, wodurch .die Bürstenbolzen-      zahl auf 6 herabgesetzt wird.

   Die Kaskaden  schaltung erleichtert die Ausführung der  Kommutatorwicklung, die zur     Kompensie-          rung    erforderlich ist. Wenn man kompen  sierte Maschinen für grosse Leistungen in der  einfachen Ausführung nach Patent Nr.  105836 baut, ist es schwierig, die Bürsten  spannung so klein zu erhalten, wie man sie  braucht. Bei der Kaskadenschaltung ver  schwindet diese Schwierigkeit, weil bei der  Erzeugung der Spannung in der Kommuta  torwicklung nur ein Bruchteil der vollen  Polzahl wirksam ist.  



  Durch den Anschluss der Netzspannung  an den Ständer des kompensierten Kaskaden  motors ist es erst möglich, kompensierte  Hochspannungsmotoren zu bauen, wobei noch  der Vorteil zur Geltung kommt, dass die  Hochspannungswicklung für die geringe Pol  zahl erheblich leichter auszuführen ist, und  dass :offene Nuten zum Einlegen der Spulen  verwendet werden <  können. Schliesslich ist  die Möglichkeit des Wegfallens jeglicher  Schleifringe von grösster Bedeutung.  



  Ein weiterer Vorteil des Kaskadenmotors  besteht darin, dass die Drehzahl innerhalb  bestimmter Abstufungen in bekannter Weise  -verändert, werden kann, wenn man die Kas  kadenschaltung auflöst und die Motoren ein  zeln betreibt. Dabei ist es vorteilhaft, zur  Verminderung der Phasenverschiebung auch  den. ersten Motor zu kompensieren, wobei der  Netzstrom durch Schleifringe dem Rotor zu  zuführen ist. Es können damit drei     Dreh-          zahlctufen    erreicht werden, je nachdem man  den ersten oder zweiten Motor einzeln oder  beide Motoren Zusammen betreibt. Ein Bei  spiel für eine solche Ausführung zeigt Abb.  5. Die Primärwicklung des ersten Motors  liegt hier im Rotor, seine Sekundärwicklung  kann mit der im Läufer liegenden Primär  wicklung des zweiten Motors durch Schleif  ringe verbunden werden.

   Ausser den drei  Hauptdrehzahlstufen können Zwischenstufen  der im Sekundärkreis liegenden Vorschalt  widerstände in bekannter Weise erzielt  werden.    Eine verlustlose Drehzahlregelung ist  ausserdem unter Benutzung .des Verfahrens  zur Drehzahlregelung kompensierter Motoren  nach Patent Nr. 108578 möglich. Das dort  angegebene Verfahren kann sinngemäss auf  die Kaskadenschaltung übertragen werden,  indem der Widerstand des Sekundärkreises  des zweiten Motors verändert wird und  gleichzeitig .eine Verdrehung der Regelspan  nung gegen die Sekundärspannung entweder  durch Bürstenverdrehung oder durch ent  sprechende Schaltung der Sekundärwicklung  erfolgt.  



  Eine andere Reguliermethode kann durch  Veränderung der Regelspannung nach Grösse  und Phase erzielt werden, indem die Sekun  därwicklung des zweiten Motors in offener  Schaltung ausgeführt und einerseits direkt  mit dem einen Bürstensatz, .anderseits     un-          ier    Zwischenschaltung eines Anlassers mit  dem andern Bürstensatz verbunden ist zum  Zwecke, die Regulierspannung nach Grösse  und Phase zu ändern, wie beispielsweise nach  dem Deutschen Reichspatent Nr. 260319 aus  geführt ist. Abb. 6 zeigt ein Ausführungs  beispiel einer derartigen Schaltung. Der  Kommutator ist hier mit doppelten Bürsten  sätzen ausgerüstet.  



  Die Sekundärwicklung des zweiten Mo  tors ist hier ebenfalls in offener Schaltung  ausgeführt und einerseits direkt mit dem  einen Bürstensatz, anderseits unter Zwischen  schaltung eines Anlassers mit dem' andern  Bürstensatz verbunden. Die Bürstensätze  können derart auf dem Kommutator verscho  ben werden, dass eine der Grösse und Phase  nasch veränderliche Regelspannung in den  Sekundärkreis eingeführt und damit eine Re  gelung der Drehzahl des     KaskaJenmotors     bei gleichzeitiger Kompensation erzielt wer  den kann.  



  Zu den bereits erwähnten Vorzügen des  kompensierten     Kaskadenmotors    kommt somit  noch die Möglichkeit einer     praktisch    verlust  losen Drehzahlregelung     innerhalb        weiter          Grenzen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Asynchrone Kaskadenmaschine bestehend aus zwei gekuppelten Asynchronmaschinen. wobei der Strom dem Primärteil des ersten Motors zugeführt wird und seine Sekundär wicklung den primären Teil des zweiten Mo tors speist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Motor im Primärteil eine Kommuta torwicklung enthält, die mit dem Sekundär teil des Motors über die Kommutatorbürsten in Reihe geschaltet ist, zu dem Zweck, den Kaskadenmotor zu kompensieren. UNTERANSPRÜCHE: 1. Asynchrone Kaskadenmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom der ersten Maschine im Stator und der zweiten, mit Kompensationswick lung versehenen Maschine ohne Schleif ringe im Rotor zugeführt wird, derart, dass dass Ganze eine kompensierte Maschine ohne Schleifringe mit Stromzuführung im Stator darstellt. ?.
    Asynchrone Kaskadenmaschine nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommutatorwicklung des zweiten Motors von der Primärwicklung des zwei ten Motors vollkommen isoliert ist. 3. Asynchrone Kaskadenmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommutatorwicklung des zweiten Mo tors mit der Primärwicklung des zweiten Motors in Sparschaltung verbunden ist. Asynchrone Kaskadenmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommutatorwicklung des zweiten Mo tors mit der Primärwicklung des zweiten Motors zu einer einzigen Wicklung ver schmolzen ist. 5. Asynchrone Kaskadenmaschine nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärwicklung der zweiten Ma schine in offener Schaltung ausgeführt und einerseits mit den Kommutatorbür- sten, anderseits mit dem Anlasser verbun den ist. 6.
    Asynchrone Kaskadenmaschine nach Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlasser mit Hilfe dreier Schleif ringe in den durch die beiden Läuferwick lungen gebildeten Stromkreis eingeschal tet ist, wobei eine der Läuferwicklungen in offener Schaltung ausgeführt ist, um ein Zwischenschalten des Anlassers zu ermöglichen. 7. Asynchrone Kaskadenmaschine nach Pa tentanspruch, für regelbare Drehzahl, da durch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen erster Sekundärwicklung und zweiter Primärwicklung lösbar und die zweite Primärwicklung mit Schleifringen versehen ist, mit denen sie unmittelbar an die Netzspannung gelegt werden kann. B. Asynchrone Kaskadenmaschine nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 7, für regelbare Drehzahl, dadurch gekennzeich net, dass auch die erste Maschine mit einer Kommutatorwicklung und mit.
    Schleif ringen versehen ist, so dass man wahlweise die erste allein oder die zweite allein, oder beide Maschinen in Kaskade betreiben kann. 9. Asynchrone Kaskadenmaschine nach Pa tentanspruch, für regelbare Drehzahl, da durch gekennzeichnet, dass die Sekundär wicklung des zweiten Motors in offener Schaltung ausgeführt und einerseits direkt mit dem einen Bürstensatz, anderseits un ter Zwischeusch.altung eines Anlassers mit dem andern Bürstensatz verbunden ist., zum Zwecke, die Regulierspannung nach Grösse und Richtung zu ändern.
CH108574D 1924-01-08 1924-01-08 Asynchrone Kaskadenmaschine. CH108574A (de)

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