CH108599A - Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolon. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolon.

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CH108599A
CH108599A CH108599DA CH108599A CH 108599 A CH108599 A CH 108599A CH 108599D A CH108599D A CH 108599DA CH 108599 A CH108599 A CH 108599A
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dimethyl
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Farbwerke Vorm Meiste Bruening
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Hoechst Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-dimethylamino-6-pyrazolon.       Die Darstellung von     1-Phenyl-2,3-di-          rnethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolon    erfolgt  von     1-Phenyl-2,3-dimethyl-5-pyrazolorr    aus  gehend in drei Stufen, nämlich     Nitrosierung,     Reduktion und     Methylierung.    Nach den bis  herigen zu     diesemZweck        angewandtenVerfahren     war es nicht     mölgich,    diese drei Reaktionen ohne  Unterbrechung durchzuführen, das heisst ohne  den einen Zwischenkörper, das     1-Phenyl-2,

  3-          dimethyl-4-amino-5-pyrazolon    zu isolieren. Der  Grund dazu liegt im Wesen der angewandten  Reduktionsmethoden. Diese haben den Nach  teil, dass das Reduktionsprodukt mit dem  Abfallstoff des angewandten Reduktionsmittels  vermengt erhalten wird und deshalb vor der  Weiterverarbeitung isoliert werden muss, was  manchmal ziemlich umständliche Massnahmen  erfordert, zum Beispiel nach dein deutschen  Patent 97332 die     Abscheidung    und Reinigung  des     1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-amino-5-pyrazo-          lons    mit     Berrzaldehyd    als     Benzylidenverbin-          dung,

      die man dann wieder in die     Compo-          nenten    zu zerlegen hat.    Zudem beeinflussen die bisherigen Re  duktionsmittel oder deren     Umwandlungsstoffe     die ziemlich     empfindlichen        Pyrazolonverbin-          dungen    ungünstig unter Bildung von Neben  produkten, hauptsächlich Harzen (bis über       20        %).        Auch        die        Reduktion        mit        Bisulfit        nach     dem deutschen Patent 193632 ist nicht frei  von diesen Mängeln.

    



  Die letzte Stufe der     Pyramidondarstellung,     die     Methylierung    des     1-Phenyl-2,3=dimethyl-          4-arnino-5-pyrazolons    wurde bisher     mitMethyl-          halogenid,    oder Methylalkohol und Halogen  wasserstoffsäuren (deutsches Patent 90959)  oder mit     Dimethylsulfat        etc.    vorgenommen  und lieferte zum Teil erhebliche Mengen Neben  produkte,

   nämlich     quaternäre        Ammonium-          verbindungen        und        Harze        (bis        40%),        letztere     auch, wenn reines     1-Phenyl-2,3-dimethyl-          4-amino-5-pyrazolon    verwendet wurde.  



  Dem gegenüber besitzt vorliegendes Ver  fahren die Vorteile, dass die Base, das       1-Phenyl    - 2,3 -     dim        ethyl    - 4 - amino-5-pyrazolon-      direkt in freier Vorm und in reiner wässeriger  Lösung, also ohne Beimengung von anor  ganischen Salzen erhalten wird, dass die  Reduktion quantitativ, das heisst ohne Harz  bildung verläuft, dass die so gewonnene       1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-arnino-5-pyrazolon-          lösung    als solche oder nach vorausgehender  Konzentration direkt     methyliert    werden kann  und dass die     Methylierung    zum     1-Plrenyl-2,

  3-          dirnethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolorr    quanti  tativ ohne Bildung von     quarternären    Verbin-         dungen    oder Harzen und ohne Anwendung  eines Druckgefässes erfolgt.  



  Das neue Verfahren besteht darin, dass  man     1-Phenyl-2,3-dirnethyl-4-nitroso-5-pyr-          azolon,    das in üblicher Weise gewonnen wird,  mit Schwefelwasserstoff reduziert und die  wässerige Lösung des     1-Pheny    l-2,3     dirnethyl-          4-arnino-pyr-azolons,    ohne dieses zu isolieren, in  ein heiss gehaltenes Gemisch aus Formaldehyd  und überschüssiger Ameisensäure einträgt.  



  Die Reduktion erfolgt nach der Gleichung:  
EMI0002.0014     
         DieReaktion    geht bei     gewöhnlicherTempe-          ratur    und unter erheblicher Selbsterwärmung  vor sich, weshalb zweckmässig gekühlt wird.

    Man filtriert vom schwach     gelbliehweissen     Schwefel, der wieder zur Darstellung von       Schwefelwasserstoff    oder infolge seiner feinen  Verteilung     sonstwie    nützlich verwendet wer  den kann, ab, vertreibt überschüssiges Gas  durch Kochen oder Zusätze von     Bisulfit    und  benützt die gelbliche Lösung der     Aminobase,       die darin in reiner Form und quantitativer  Ausbeute enthalten ist, zur     Methylierung.     Die     Methylierung    wird mit Formaldehyd und       Ameisensäure    in der Weise     vorgenommen,

            dah    man die wässerige Lösung des     1-Phenyl-          2,3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolons,    ohne dieses  zu isolieren, in ein heiss gehaltenes Gemisch  von Formaldehyd und überschüssiger Ameisen  säure einträgt.

   Die     Methylierung    kann wie  folgt formuliert werden  
EMI0002.0031     
    Im deutschen Patent 90959 (1897) wird  zwar angegeben, die     Methylierung    von       1-Pheiiyl-2,3-dymethyl-4-amino-5-pyrazolon     könne auch durch Erhitzen mit Formaldehyd  erzielt werden; irgendwelche Belege dafür  werden nicht gegeben.     Versuche    haben gezeigt,  dass     1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-amirro-5-pyra-          zolon        mitFormaldehyd    und Mineralsäure schon  bei     Wasserbadtemperatur        methyliert    wird,  dass aber dabei ebenfalls erhebliche Mengen  Harz (40 %) entstehen.

   Es wurde nun ge  funden, dass die     Methylierung    mit Formal  dehyd noch wesentlich leichter und dabei  quantitativ erfolgt, wenn die Mineralsäure  durch Ameisensäure ersetzt wird.     1-Phenyl-          2,3-dimethyl-4-amino-5-pyrazolorr    reagiert mit    Formaldehyd allein nicht unter Bildung von       1-Phenyl-2,3-dimethyl        -4-dirnethylamino-5-          pyrazolon,    es ist Zusatz von Säure erforder  lich;

   Essigsäure,     Oxalsäure,    Mineralsäuren  oder die der Ameisensäure analog gebaute  schweflige Säure     HSOs        H        (tautomere    Form)  vermögen indessen eine ähnlich günstige Wir  kung, wie sie die Ameisensäure entfaltet,       nicht    auszuüben.  



  Im Gegenteil, mit Ausnahme der Essig  säure, heben diese Säuren bei ihrer Anwesen  heit die Wirkung der Ameisensäure auf.  



  Obwohl für jede einzuführende     Methyl-          gruppe    an sich 1 Molekül Formaldehyd und  1 Molekül Ameisensäure verbraucht werden,  hat es sich als notwendig erwiesen, einen      Überschuss an Ameisensäure zu verwenden,  da sonst, infolge Verarmung an dieser Säure,  bedeutende     Verharzungder    oxydationsempfind  lichen     Pyrazolonverbindungen    eintritt.

   Diesem  Umstand wird weiter dadurch Rechnung ge  tragen, dass man die Lösung der zu     methy-          lierenden    Base in ein heisses Gemisch von  Formaldehyd und überschüssiger Ameisen  säure einlaufen lässt und so gleichzeitig be  wirkt, dass die Reaktion rasch vor sich geht,  was sehr wesentliche Punkte des Verfahrens  sind, um die besten Resultate zu erzielen.       Beispiel:     Man behandelt die aus 18,8 Teilen       1-Phenyl-2,3-dimethyl-5-pyrazolon    auf übliche  Art erhaltene wässerige Lösung von     1-Phenyl-          2,3-dimethyl-4-nitroso-5-pyrazolon    mit Schwe  felwasserstoff bis zur     Entfärbung,    wozu  6,8-7,1 Teile Schwefelwasserstoff gebraucht  werden.

   Dann     fiitriert    man von ausge  schiedenen     zirka    6 Teilen Schwefel ab  und dampft zweckmässig im Vakuum auf  zirka GO Teile ein. Den. Rückstand versetzt  man mit 5 Teilen Ameisensäure und lässt  die Lösung langsam in ein mit     Rück$uss-          kühler    versehenes Gefäss einfliessen, das mit  22 Teilen     Formaldehydlösun;    von 32 0% und       30        Teilen        Ameisensäure        von        81%        beschickt     ist und auf einem lebhaft siedenden Wasser  bad erhitzt wird.

   Es tritt sofort eine sehr    lebhafte     Kohlensäureentwicklung    ein; die  Hauptreaktion ist schon nach kurzer Zeit  vorüber. Nach fünfstündigem Erhitzen wird mit  17 Teilen     Ätznatron    alkalisch gemacht und  die     methylierte    Base mit Benzol     ausgerührt.     Diese     hinterbleibt    nach Trocknen und Ab  destillieren des Benzols zuletzt im Vakuum  als     gelblichgraue,    kristalline Masse von sehr  hoher Reinheit in einer Ausbeute von 22,

   18       Teilen    -     96        %        der        Theorie        bezogen        auf        das     angewandte     Antipyrin.    Das Produkt enthält  in sehr geringer Menge etwas     Formylver-          bindung    als harzähnlichen Körper, der durch  Erhitzen mit verdünnter Schwefelsäure und  Formalin unter     Harzabscheidung    in     1-Phenyl-          2,

  3    -     dimethyl    - 4 -     dimethylamino    - 5 -     pyrazolon     übergeführt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl- 2,3-dimethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolon, da durch gekennzeichnet, dass man 1-Phenyl- 2,3-dirnethyl-4-nitroso-5-pyrazolon mit Schwe felwasserstoff reduziert und die wässrige Lö sung des 1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-amino-5-py- razolons, ohne dieses zu isolieren, in ein heiss gehaltenes Gemisch von Formaldehyd und überschüssiger Ameisensäure einträgt.
CH108599D 1923-03-02 1923-09-29 Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2,3-dimethyl-4-dimethylamino-5-pyrazolon. CH108599A (de)

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