Schaltvorrichtung für den Strom einer elektrischen Durchflussheizeinrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine an eine mit Ablasshahn versehene Leitung einer elektrischen Durehflussheizeinrichtung an schliessbare Schaltvorrichtung für den Heiz strom, welche beim Öffnen des Ablasshahnes durch den Druck der Flüssigkeit den elek trischen Heizungsstromkreis einschaltet.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung besitzt einen Hohlzylinder, dessen Enden durch ein Verbindungsrohr für den Flüssig keitsdurchfluss verbunden sind und in wel chem Zylinder ein als Kolben ausgebildetes, mit mindestens einer -kanalförmigen Durch bohrung versehenes und unter dem Drucke der Flüssigkeit bei offenem Hahne beweg liches Druckstück angeordnet ist, welches beim Schliessen des Ablassliahnes durch eine Rückführungskraft in eine Stellung zurück bewegt wird, in welcher es die Flüssigkeits zufuhr über das Umlaufrohr abschliesst, und in welchem Druckstück eine in einer axialen Richtung beschränkt verschiebbare Kolben stange angeordnet ist,
welche mit einem An schlag versehen ist, welcher bei Bewegung des- Kolbens unter dem Einfluss des Flüssig keitsdruckes entgegen der Wirkung der Rück führungskraft die Durchbohrung abschliesst, während bei fortgesetzter Kolbenbewegung die Kolbenstange mitgenommen wird und mittelst Hebels die Einschaltung des elektri schen Stromes veranlasst wird.
Die Vorrichtung ist in Ausführungsbei spielen in der Zeichnung dargestellt, und es zeigt: Fig. 1 eine Stirnansicht der Vorrichtung nach dem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 2 eine Seitenansicht derselben, wo bei einzelne Teile im Schnitt dargestellt sind, Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel zum Einschalten von zwei oder mehreren nicht dargestellten Heizungsapparaten, und Fig. 4 eine Vorrichtung, bei der die Ein schaltung des Fleizstromes mittelst eines Re lais stattfindet.
Beim ersten Ausführungsbeispiel ist 1 eine marmorne Grundplatte, auf der die Vor- richtunb angeordnet ist. Mit dem Rohr stutzen 36 wird die Vorrichtung an die Lei tung für zuströmende Flüssigkeit, zum Bei spiel Wasser, angesehlossen und mit dem Rohrstutzen 37 an den Teil der Leitung, welcher zu einem nicht dargestellten Hei zungsapparat führt. Diese hohrstutzen 36 und 37 sitzen an einem ZZ-linder <B>35,</B> welcher mit Füssen 9 und 10 an der Grundplatte 1 befestigt ist.
Durch diesen Zylinder strömt beim Ablassen das Wasser. In dem Zylinder ist ein als Kolben wirkendes Druckstück ä8 v orgesehen, welches mit Diclrtun"sriiigeii 39 beben die Innenwand des Zylinders anliegt. Der Kolben 38 hat einige 1Lamzlförnrige Durchbohrungen d:0, deren Zweck später be schrieben wird.
Es könnte auch nur eine ein- zi,re Durchbohrung vorhanden sein. Zwei kleine Achsen 41 und 42 durchqueren den Zylinder 35. Das eine, aus dem Zylinder hervorragende Ende der Achse 41 trist einen Hebel 43, auf dem ein Reguliergewicht 41 angeordnet ist.
Innerhalb des Zylinders steht diese Achse 41 mittelst Hebebi 15 und 1:6 in Verbindung mit dem Kolben<B>38.</B> Durch den Kolben steckt lose eine als Ventil aus- 1.ebildete Stange 47, an der eine Stange 48 befestigt ist, welche gelenkig mit dem fest auf die :
Ichse 4? anäeordneteii Hebel 49 ver bunden ist. Auf dem Ende der Achse 4\_', welches aus dem Zylinder 35 herausragt, ist ein Hebel 50 fest angeordnet. welcher mit dem untern Ende einer Stange 13 verbunden ist.
Der Zylinder 35 besitzt, ferner ein Flüs- sigl#.eitsumlaufrohr 51, welches bei seinen Enden 5? und 54 mit dem Innern des Zy linders 35 in Verbindung st-lrt. In dem Stutzen 5\? ist eine Regulierschraube 55 an gebracht.
Das obere Ende der Stange 1:3 greift in einen Schlitz 15 einer Scheibe 11. Diese sitzt fest auf einer Achse 16, welche in La gern 17 ruht. Auf der Achse 16 sitzt ferner ein als locken aus(rebildet @r Anschlag 18.
Dieser Noclzen liegt bei getrennten Kon- iakten 21 und \?? gegen eine Scheibe 19 von Isolationsmaterial an, welche von einem der 1.rme des -abelförmi@en Hebels 20 getragen
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wird. <SEP> Das <SEP> Ende <SEP> des <SEP> andern <SEP> Armes <SEP> des <SEP> He bels <SEP> 20 <SEP> trägt <SEP> den <SEP> einen <SEP> Kontalzt <SEP> 21, <SEP> welcher
<tb> mit <SEP> dem <SEP> zweiten, <SEP> fest <SEP> auf <SEP> der <SEP> Grundplatte
<tb> aiibeordneteri <SEP> Kontakt <SEP> 22 <SEP> zusammenwirken
<tb> kann.
<SEP> Jeder <SEP> dieser <SEP> Kontakte <SEP> steht <SEP> in <SEP> leiten der <SEP> Verbindung <SEP> mit <SEP> einer <SEP> ilngelil((B1ilemnrie
<tb> ?3 <SEP> bezw. <SEP> 24. <SEP> Der <SEP> Arnr <SEP> ?0 <SEP> ist <SEP> auf <SEP> eurer <SEP> Achse
<tb> ?5 <SEP> montiert. <SEP> welche <SEP> in <SEP> Lagern <SEP> 26 <SEP> ruht.
<tb> Durch <SEP> eine <SEP> Zugfeder <SEP> ? <SEP> 7 <SEP> können <SEP> die <SEP> Kon talzte <SEP> 21 <SEP> und <SEP> 22 <SEP> fest <SEP> anfernand-rgezog#,ir <SEP> t",er den. <SEP> Ein <SEP> Leitungsrohr, <SEP> welches <SEP> an <SEP> den <SEP> Rohr stutzen <SEP> 3 <SEP> 7 <SEP> an"eschlossen <SEP> ist, <SEP> verbindet <SEP> den
<tb> @@'asserdurchströmuugszvlin(lcr <SEP> 3:
5 <SEP> mit <SEP> einem
<tb> nicht <SEP> dargestelltf#n <SEP> 1lcizungsapparai-. <SEP> Wird
<tb> der <SEP> Ablasshahn <SEP> geöffnet, <SEP> so <SEP> wird <SEP> drirelr <SEP> den
<tb> Dreck <SEP> der <SEP> Flüssigkeit <SEP> der <SEP> Kol(ien <SEP> :38 <SEP> riacli
<tb> links <SEP> geschoben, <SEP> worauf <SEP> 52 <SEP> eine <SEP> hlerigc <SEP> Flüs sigkeit <SEP> durchlässt. <SEP> die <SEP> vorher <SEP> schon <SEP> durch
<tb> die <SEP> Regulierschraube <SEP> 55 <SEP> reguliert <SEP> worden <SEP> ist.
<tb> Letztere <SEP> wird <SEP> nämlich <SEP> so <SEP> ciiigestellt_ <SEP> dass <SEP> sie
<tb> nur <SEP> so <SEP> viel <SEP> Wasser <SEP> durchlässt. <SEP> als <SEP> fort.tv:
ili rend <SEP> ein <SEP> Heizapparat <SEP> auf <SEP> die <SEP> gewünschte
<tb> Temperatur <SEP> gebracht <SEP> werden <SEP> kann. <SEP> Der <SEP> Kol ben <SEP> stösst <SEP> dann <SEP> bei <SEP> der <SEP> weiteren <SEP> Beweguri,
<tb> geben <SEP> den <SEP> als <SEP> Ventil <SEP> aus,-ebildeteri <SEP> Anschlag
<tb> 47 <SEP> und <SEP> bewegt <SEP> dadurch <SEP> die <SEP> Stange <SEP> -18 <SEP> achsial.
<tb> Durch <SEP> die <SEP> Vorwärtsbewegung <SEP> des <SEP> holl)eirs <SEP> 38
<tb> tvird <SEP> das <SEP> Reguliergewicht <SEP> 44 <SEP> in <SEP> die <SEP> mit
<tb> punktierten <SEP> Linien <SEP> ,angegebene <SEP> Stellring <SEP> ge bracht, <SEP> während <SEP> der <SEP> Hebel <SEP> 50 <SEP> ebenfalls <SEP> in
<tb> die <SEP> mit <SEP> punktierten <SEP> Linien <SEP> angegebene <SEP> Stel lung <SEP> kommt.
<SEP> Hierdurch <SEP> -wird <SEP> dif, <SEP> Stange <SEP> 13
<tb> in <SEP> dein <SEP> Schlitze <SEP> 15 <SEP> nach <SEP> oben <SEP> be\vegt, <SEP> lebt
<tb> :ich <SEP> < gegen <SEP> die <SEP> obere <SEP> Kante <SEP> diese: <SEP> Schlitzes
<tb> <B>011 <SEP> 1111d</B> <SEP> dreht <SEP> den <SEP> scli@=ibenförmigeii <SEP> Teil <SEP> 1-I:
<tb> um. <SEP> Dir, <SEP> Achse <SEP> 16. <SEP> auf <SEP> der <SEP> noch <SEP> ein <SEP> Ge wicht <SEP> 3-1 <SEP> lagert, <SEP> macht <SEP> Pbenfalls <SEP> eine <SEP> dre liende <SEP> @ewe@ttn@@- <SEP> und <SEP> zieht <SEP> den <SEP> Nocken <SEP> 18
<tb> unter <SEP> der <SEP> Scheibe> <SEP> 19 <SEP> des <SEP> zweiarmiger, <SEP> Hc b(as <SEP> 20 <SEP> weg. <SEP> Durch <SEP> rli@. <SEP> Wirkung <SEP> der <SEP> Fe(h@r
<tb> 7 <SEP> und <SEP> (las <SEP> C?P -icht <SEP> (1;
.s <SEP> Armes <SEP> <B>2()</B> <SEP> selbst
<tb> @.verden <SEP> dann <SEP> die <SEP> Kontakte <SEP> 21 <SEP> und <SEP> 22 <SEP> zur
<tb> Berüllrcrrr <SEP> gebrachi, <SEP> .so <SEP> dass <SEP> der <SEP> Stromkreis
<tb> eingesclriltet <SEP> wird. <SEP> Wird <SEP> dann <SEP> der <SEP> <B>-\-</B>blass halin <SEP> geschlossen, <SEP> so <SEP> wird <SEP> die <SEP> Flüssigkeit <SEP> in
<tb> dem <SEP> 7,vlir)(l(-r <SEP> still^telien <SEP> und <SEP> hierdurch <SEP> kein
<tb> Wirkung <SEP> auf <SEP> den <SEP> Kolben <SEP> 38 <SEP> ausüben. <SEP> Durch
<tb> das <SEP> Gr, < < -icht <SEP> -1-1:
<SEP> wird <SEP> der <SEP> Kolben <SEP> <B>338</B> <SEP> zurücI- bewegt, stösst gegen die Mutter 56 der Stanga .17 und zieht die Stange ,50 zurück. Der Nocken 18 wird unter das Rädchen 19 ge drückt, wodurch der Hebel 20 sich nach oben bewegt und den Heizstrom öffnet. Mittelst der Kanäle 40, welche durch den Kolben 38 laufen, wird der Druck auf b#2ideii Seiten des Kolbens kompensiert.
In Übereinstimmung mit der Kapazität des Heizungsapparates kann an mehreren Ablasshähnen warmes Wasser abgezogen werden.
Die Temperatur des Wassers kann in ein facher Weise reguliert werden, indem man die Schraube 55 mehr oder weniger hinein oder herausdreht. Auch kann eine gute Regulierung des Nt'ärmegrades der Flüssigkeit zustande ge bracht werden, wenn man mehrere Reizungs apparate benutzt. Die Vorrichtung selbst wird dann .derartig eingestellt, dass beim Öffnen eines Hahnes der Hebel 50 mittelst des Kol bens 38 so weit gedreht wird, dass ein ein zige r Heizungsapparat eingeschaltet wird.
Durch Öffnen von zwei oder mehr Hähnen (Fig. 3) kann dann der Druck auf den Kolben so gross gemacht werden, dass dieser ,veiter nach vorne bewegt wird, den Arm 50 mehr umdrückt und dadurch einen zweiten Ilei- zun'-sapparat einschaltet. In einfacher 'Weise kann dieses erzielt werden durch eine Ver längerung der Stange 13 und durch Einwir kung dieser Stange auf eine zweite Scheibe 1.1. Die Ausschaltung der Stromkreise für die verschiedenen; 13eizungsapparate findet dann ebenfalls nacheinander statt.
Ferner kann die Stange 13 auch (Fig. 4) mit einem Schaltarm 56 einer Kontaktbrücke 57 verbunden sein. Jeder Kontakt a, b, c lisw. dieser Brücke steht in Verbindung mit einem Relais, welches bei seiner Bewegung einen Schalter für einen Reizungsapparat einschaltet. Beim Öffnen von zum Beispiel einem Ablasshahn wird der Arm 56 durch clie ,Stange 13 auf Kontakt cc gedreht wer den, das Relais des ersten Heizungsapparates betätigt und hierdurch der Schalter für den Speisestrom dieses Heizungsapparates ein geschaltet.
Wenn dann zum Beispiel ein zweiter Hahn geöffnet wird, wird der Kon taktarm auf Kontakt b gedreht werden, wo durch auch der zweite Heizungsapparat ein geschaltet wird, usw. Allerdings kann der Schalter auch so gebaut sein, dass zum Bei spiel der erste Kontakt nicht überschritten werden kann, bevor eine bestimmte Anzahl Hähne geöffnet sind. Um das Verbrennen der Kontakte zu verhüten, kann ferner diese Vorrichtung auch so gemacht sein, dass durch den Schaltarm 56 Stromkreise für Schwach stromrelais geschlossen werden. Die Anker dieser Relais schliessen dann wieder Strom kreise für Starkstromrelais, welche die Heiz stromkreise für die Heizungsapparate ein schalten.