CH108685A - Handschuh. - Google Patents

Handschuh.

Info

Publication number
CH108685A
CH108685A CH108685DA CH108685A CH 108685 A CH108685 A CH 108685A CH 108685D A CH108685D A CH 108685DA CH 108685 A CH108685 A CH 108685A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
glove
closure
buckle
clamping device
fabric
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Mahn Arno
Original Assignee
Fritz Mahn Arno
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fritz Mahn Arno filed Critical Fritz Mahn Arno
Publication of CH108685A publication Critical patent/CH108685A/de

Links

Landscapes

  • Gloves (AREA)

Description


      Handschuh.       Jeder Handschuh hat, auch wenn er beim  erstmaligen Anziehen gut sitzt, den Fehler,  dass er, wenn erst die Hand einige Bewe  gungen ausgeführt hat, durch welche der  Umfang der Hand grösser wird, sich ausweitet.  Insbesondere nimmt er nach mehrmaligem  Tragen und nach dem Waschen eine andere  Form an, indem er sich in der Breite aus  weitet, dafür regelmässig in der Länge kür  zer wird. Dies kommt daher, dass der Hand  schuh, gleichgültig, aus welchem     Stoff    er be  steht, immer die Form der Hand annimmt,  in welcher sie den grössten Umfang hat, das  ist die der geballten Faust. Hinzu kommt,  dass es auf der Welt kaum zwei Paar Hände,  nicht einmal eine rechte und eine linke  Hand desselben Menschen, gibt, die in allen  Grössenmassen einander vollkommen gleich  sind.

   Demzufolge kann also auch der genau  gearbeitete Handschuh nicht überall faltenlos  und tadellos sitzen. Bei schlecht gearbeiteten  Handschuhen treten diese Nachteile natur  gemäss um so     auffallender    in die Erscheinung.  



  Der Handschuh soll in geringer wie in  guter Qualität ohne wesentliche Mehrkosten    ein Edelerzeugnis darstellen. Er soll die Hand  nicht allein vor Schmutz, Ansteckung und  Kälte schützen, sondern er soll auch kleid  sam sein, ja er soll sogar die Hand in ihrer  Form durch den faltenlosen, die Hand in  ihren Linien     abrundenden    Sitz veredeln. Wer  bisher einen prallen Sitz haben wollte, musste  sich sehr enge Handschuhe kaufen, bei wel  chen, da diese Handschuhe eigentlich für  eine kleinere Grösse bestimmt waren, die  Finger infolge des stärkeren     Ausweitens    als  bald zu kurz wurden. Wer dagegen bequemen  Sitz haben wollte, musste auch die Falten  beim Tragen mit in den Kauf nehmen.  



  Ein vollkommen praller und eleganter  Sitz wird nur erreicht, wenn ein Zug von  den Fingerspitzen bis zum Handgelenk, das  heisst in der Längsrichtung des Handschuhes,  hervorgerufen wird. Nur dadurch ist es mög  lich, das Bestreben des Handschuhes, sich in  der Länge zu verkürzen und sich in der  Breite auszuweiten, zu verhindern.  



  Gemäss der Erfindung werden bei Hand  schuhen mit Verschluss beispielsweise Stoff  einlagen angewendet, die von den Befestigungs-      stellen der     Verschlussteile    aus schräg zur  Längsachse des Handschuhes verlaufen, so  dass sie beim Anziehen des Verschlusses  zugleich einen Zug in der Längsrichtung  des Handschuhes hervorrufen und dadurch  die     Straffung    erzielen. Es     kommt    also einer  seits auf die     zweckmässige    Anordnung dieser  Stoffeinlagen an, anderseits darauf, dass sie  unmittelbar unter dem Einfluss des Ver  schlusses liegen.  



  Es kann dies erreicht werden, indem man  ungefähr 1-2 cm hinter dem     Daumen,    bei  der Schnalle beginnend und nach den Fingern  hin schräg nach den Aufnähten auf dem  Rücken der Handschuhe hin laufend, eine  Stoffeinlage so aufnäht, dass ihre Dehnbar  keit nach der Seit-. gewährleistet ist. Eine  gleiche Einlage weist die andere Nahtseite  des Handschuhes auf, welche an     dein    Be  festigungspunkt des Riegels beginnt. An den  hintern Enden dieser Einlagen ist also der  Verschluss angebracht. Besonders vollkommen  wird die     Wirkung,    wenn diese Einlagen so  weit geführt werden, dass sie bis zu den  Aufnähten des     Handschuhrückens    reichen und  mit diesen gleich vernäht werden können.  



  Die Wirkung hängt aber von der     be-          sondern    Art des Verschlusses ab. Mit Vor  teil findet ein Verschluss     Verwendung,    der  auf verschiedene Weiten einstellbar ist, zum  Beispiel ein     Zugverschlul>    mit Schnalle und  Riegel. Soll dieser Verschluss in gleichmässigen  Weiten auf die     'Unterlagen    einwirken, so  muss der Zug gegen denselben hin von beiden  Seiten her gleichmässig sein. Der Verschluss  selbst sitzt an der engsten, das Handgelenk  umfassenden Stelle des Schaftes, also hinter  dem Hand- und Daumenballen, an dein er  sein.     Widerlager    beim Anziehen des Hand  schubes in der Längsrichtung der Hand findet.

    Da aber beim Anziehen des Verschlusses der  Teil des Handschuhes, der von der Schnalle  ab nach dem Arm zu noch übrig ist, ohne  weiteres und fast     unbeschränkt    nachgibt,  während der andere und Hauptteil des Hand  schuhes, der vom Daumen nach den Finger  spitzen zu läuft, fast gar nicht nachgeben  kann, so wird die gewöhnliche Schnalle         entsprechend    in ihrer Lage beeinflusst, das  heisst     schiefgezogen.    Dadurch bildet sich     ain     Riegel eine     Wulst,    indem derselbe in eine  Ecke der Schnalle gleitet. Dadurch wird das  Aussehen unansehnlich und ein Versagen des  Verschlusses meist     wahrscheinlich.     



  Es ist daher     zweckmässig,    auf den     Ver-          schluss    ein besonderes Augenmerk zu richten,  wenn er auch bei ungleicher Einwirkung  vollständig     einwandsfrei    arbeiten soll. Bei  den     bekannten        Ausführungen,    bei welchen  die Schnalle und der Riegel festgenäht sind,  kann das nicht erfolgen; sie vermögen sich  nicht auf den schiefen Zug einzustellen.

   Da  her wird die Schnalle oder das Band oder  auch beide vorteilhaft derart ausgebildet und  angeordnet, dass das     Verschlussmittel    in der  Längsrichtung des Handschuhes und quer  dazu     gelenkig    ist und sich ohne weiteres auf  die Richtung des schiefen     Zuges    einstellen     kann.     



  Wird ein solcher Verschluss straff gezogen,  so zieht sich der ganze Handschuh von den  Fingerkuppen nach dein Handgelenk, bis  man den gewünschten lockeren oder einen  prallen Sitz hat. Dadurch, dass der Verschluss  an beiden Seiten des Handschubes angebracht  ist, kann der Handschuh genügend     eng-zu-          sammengezogen    werden, so dass der straffe  Sitz auch für die schmalste Hand erreicht  wird. Die     Anordnung    des Verschlusses hinter  dem Daumen an der schmalsten, das Hand  gelenk umfassenden Stelle verhindert ein  Abrutschen des Handschuhes nach den Fin  gern zu, das bisher immer eingetreten ist,  wenn sich der Stoff erst einmal voll ausge  dehnt hatte. Der Ballen des Daumens und  der gegenüberliegende Ballen der Handwurzel  verhindern das Abrutschen des Verschlusses.

    Sie stellen aber auch die beiden Eckpfeiler  dar, durch welche der Zug des Verschlusses,  der     wagrecht    oder schräg zur Handschuhachse  verläuft, vermittelst der Einlagen in diese  Längsrichtung umgesetzt wird. Hat sich     also     beim Erfindungsgegenstand der     Sto"@    ausge  dehnt, so bedarf es nur einer     Engerziehung     des Verschlusses, damit der     Handschuh    wei  ter nach hinten gezogen wird, um     imer     wieder den gleichen straffen Sitz zu     "elen.         Mehrere Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes sind in der Zeichnung  wiedergegeben.  



       Fig.    1 zeigt die Vorderansicht einer Aus  führungsform.  



       Fig.    2 die Rückenansicht des Handschuhes  hierzu;  Die Figuren 3 und 4 zeigen je eine andere  Ausführungsform.  



  In     Fig.    1 bezeichnet     a    die eine Schnallen  hälfte, b den aus einem Riemen bestehenden  Riegel bekannter Bauart. Die Verbindung  der als     Festklemmvorrichtung    für den durch  sie hindurchgezogenen Riegel b dienenden  Schnallenhälfte<I>a</I> mit der Schnallenhälfte<I>d,</I>  e erfolgt mittelst eines     schmalen    Bandes c,  so dass sich die Schnalle seitlich nach allen  Richtungen bewegen kann. Die Schnallen  hälfte<I>d. e</I> ist mittelst eines Riemens<I>d'</I>  seitwärts am Schaft des Handschuhes be  festigt. Die Stoffeinlage f läuft schräg zur  Längsachse des Handschuhes von dem Be  festigungspunkt<I>g</I> des Riegels<I>b</I> in Richtung  zu den Aufnähten h.

   Soweit sie in der Vor  derwand des Handschuhes nach     Fig.    1 liegt,  ist sie gestrichelt gezeichnet, insoweit sie  auf der Rückwand des Handschuhes liegt,  ist sie strichpunktiert angedeutet. Das gleiche  trifft auf die Stoffeinlage     i    zu, die schräg  zur Handschuhachse von der Befestigungs  stelle des Riemens     d'    nach der Rückwand  des Handschuhes verläuft.  



  In     Fig.    3     sind.    beide Stoffeinlagen     j'    und i  bis     zir    den Aufnähten     lt.    weitergeführt, so  dass sie in einer Spitze zusammenlaufen.  



  Soweit die Stoffeinlagen<I>f</I> und<I>i</I> auf der  Rückwand verlaufen, sind sie wiederum  strichpunktiert gezeichnet, insoweit sie auf  der Vorderwand liegen, sind sie gestrichelt  angedeutet. Die Stoffeinlagen werden Zweck  mässig (insbesondere aus Schönheitsgründen)  nicht aussen auf den Handschuh, sondern im  Innern desselben eingenäht.  



  Die Schnalle ist an ihrem einen Ende in  Form eines Dreiecks mit abgerundeter Spitze  ausgebildet, in deren     Öffnung    die am Hand  schuh befestigte Schlaufe k eingreift, so dass  eine grosse Gelenkigkeit gewährleistet ist.    Nach     Fig.    4 sind die Schnalle     (Festklemm-          vorrichtung)    a, das Zugband (Riegel) b und  die Schlaufe k sehr schmal ausgeführt, so  dass auch da eine für den beabsichtigten  Zweck ausreichende Gelenkigkeit seitlich, das  heisst in der Längsachse des Handschuhes,  erzielt wird.  



  Gleichgültig, ob man den     Schnallenver-          schluss    nach     Fig.    1, 3 oder 4 ausführt, immer  wird erreicht, dass der     Schnallenverschluss,     wenn er angezogen wird, auf Grund seiner  Bewegungsmöglichkeit sich in die Richtung  einstellt, in welcher die Zugwirkung des  Bandes hervorgerufen wird. Damit ist aber  die Gewähr dafür gegeben, dass die am  Handschuh befestigten Teile der Schnallen  riemen in gleich stärker Weise gegen den       Schnallenverschluss    hin angezogen werden  und ihrerseits so gleichmässig auf die von  hier aus laufenden Stoffeinlagen einwirken,  dass die     Straffung    des Handschuhes in der  Längsrichtung einwandfrei erzielt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Handschuh mit einstellbarem Verschluss, der an der das Handgelenk umfassenden engsten Stelle des Schaftes sitzt, gekenn zeichnet durch Stoffeinlagen, die von den Befestigungsstellen der Verschlussteile aus schräg zur Längsachse des Handschuhes gegen die Fingerspitzen hin verlaufen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Handschuh nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Festklemmvor- richtung des Verschlusses derart ausge bildet ist, dass sie beire Schliessen des Handschuhes seitlich nach allen Richtungen hin gelenkig ist, so dass sie sich auch bei schiefem Zug auf die Zugrichtung einstellt. 2.
    Handschuh nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Wahrung der Gelenkigkeit des Verschlusses das eine Ende der' Fest klemmvorrichtung verjüngt ist. 3. Handschuh nach Patentanspruch undUnter- anspruch 1, dadurch gekennzeichnet> dass die Festklemmvorrichtung als Schnalle ausgebildet ist, wobei sie und die Zug bänder an den freien Enden im Vergleich zur Breite der am Handschuhschaft be festigten Teile schmal bemessen sind. 4. Handschuh nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffeinlagen bis zu den Aufnähten des Handschuhes durch geführt und mit diesen vernäht sind.
CH108685D 1923-03-26 1924-01-04 Handschuh. CH108685A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE108685X 1923-03-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH108685A true CH108685A (de) 1925-02-02

Family

ID=5651446

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH108685D CH108685A (de) 1923-03-26 1924-01-04 Handschuh.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH108685A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH108685A (de) Handschuh.
DE202014104784U1 (de) Hose aus demselben Stoffmaterial
DE2431291A1 (de) Bekleidungsstueck
EP2775873B1 (de) Beinkleid mit schiebeverschluss
DE2707896A1 (de) Guertelschlaufe
DE395828C (de) Handschuh mit nachstellbarem Verschluss
DE9015649U1 (de) Schutzkleidung
DE721987C (de) Guertelschliesse
DE707899C (de) Zier- und Wirtschaftsschuerze fuer Frauen und Maedchen
AT61494B (de) Hose.
DE202008008858U1 (de) Hüfttaschenanordnung
DE521116C (de) Elastischer Guertelverschluss
AT211245B (de) Trägerloser Strumpf
DE617898C (de) Kopfbedeckung, insbesondere Muetze, mit aufblasbarer Gummieinlage
DE810196C (de) Kragen- und Manschettenknopf
DE1798706U (de) Hakenverschluss fuer kleidungsstuecke.
DE617921C (de) Verstellbarer, selbstsperrender Verschluss fuer Schuhe, Handschuhe, Guertel usw
AT109487B (de) Elastischer Kleiderbesatz.
DE102013018025A1 (de) An einem Kleidungsstück oder an einer Tragetasche angebrachte Verschlusseinrichtung
DE646540C (de) Hosenbundguertel
DE3537038A1 (de) Nierenschutzgurt
DE243327C (de)
DE2002592A1 (de) Kleidungsstueck mit verstellbarer Taillenweite
DE664974C (de) Schlitzverschluss fuer Schuhe
AT223558B (de) Elastich dehnbarer Hosenbund