CH108713A - Verfahren zur Herstellung von Zellstoff. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zellstoff.

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CH108713A
CH108713A CH108713DA CH108713A CH 108713 A CH108713 A CH 108713A CH 108713D A CH108713D A CH 108713DA CH 108713 A CH108713 A CH 108713A
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Krais Paul Dr Prof
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Krais Paul Dr Prof
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/04Pulping cellulose-containing materials with acids, acid salts or acid anhydrides
    • D21C3/16Pulping cellulose-containing materials with acids, acid salts or acid anhydrides nitrogen oxides; nitric acid nitrates, nitrites

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  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Zellstoff.    Das Verfahren besteht im Prinzip darin,       dass        pfianzlielle,        zellstoffhaltige        Malerialien     in zerkleinertem Zustande mit Salpetersäure  in der Wärme behandelt worden. Die     Be-          handlungsflüssigkeit    kann 2 bis<B>10</B>     '/o    freie  Salpetersäure enthalten, wobei es     gleichgül-          fig    ist, ob diese als solche angewendet oder  aus Lösungen von Nitraten, z. B.

   Salpeter,  durch Zusatz von     '.L#lineralsäuren,    zum Bei  spiel     S#rliwefelsäure,    im Laufe des     Verfall-          rens    selbst hergestellt wird. Für die meisten  Materialien genügt eine Temperatur von<B>85</B>  bis<B>95 ' C</B> und eine Einwirkungsdauer von  2 bis 4 Stunden.  



  Bei dem Verfahren entwickeln     sieli        stick-          stoffoxydehaltige    Gase, welche im Sinne  eines Rührwerkes wirken und welche man  sammeln und auf bekannte Weise -wieder in  Salpetersäure oder     1,T4itrate    verwandeln kann,       um,die    Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu  erhöhen. Eine mechanische Bewegung durch  Rühren oder Umwälzen -wird infolge der     me-          chanis,ehen    Bewegung des Gutes durch die  Gase     überli"%uipt    nicht erforderlich, wenn das  Rohmaterial in mässig feinzerteilter Form,    z.

   B. als     Iläcksel,    Späne oder     11,a,#ckspäne,     zur Verwendung kommt. Nur dann, wenn       zum    Beispiel     HolzscUliff    verwendet -wird,     ist     eine mechanische Bewegung     erforderlieh.     



  Die mehr nur Bastfasern enthaltenden  Materialien lassen sieh ohne weiteres     nwll     dem charakterisierten Verfahren behandeln,  so     d-ass    der Zellstoff direkt gewonnen werden  kann, während für die mehr     holzlialtigen     Materialien<B>je</B> nach dem Grad ihrer Zertei  lung     norch,    eine mechanische Zwischenbehand  lung     und    in vielen Fällen noch eine     cherai-          sehe        Vorbehandlung    nötig wird, um das Ver  fahren wirksam zu machen.

       Bei    Hölzern  oder     holzIlaltigen    Pflanzenteilen kann eine  heisse alkalische Behandlung vorhergehen,  um die     Aufseliliessung    zu erleichtern. Bei       Flachsstroll    genügt es, wenn man dieses mit       b,G,iss'em    Wasser übergossen einige Zeit stellen       lässt.    Bei Holz aber ist es     voTzuziehen,,dieses     mit     ]Kalkmileli    oder mit verdünnter     Natron-          Iauge    zu kochen,

   um eine möglichst rasche       and    vollständige Gewinnung des     Zellstoffes     durch die nachfolgende saure Behandlung zu  erzielen.      <I>Beispiel<B>1:</B></I>  <I>Behandlung von</I>     8troh,   <I>oder<B>Schilf</B></I>  .Man übergiesst     gehäckseltes,        zellulosel)#i1-          tiges    Material mit einer heissen Lösung die  <B>5</B> Salpetersäure enthält. Nach     einstündi-          M    Stehen     lässt    man die Säure abfliessen und  hält das Material in geschlossenem Raum       iloch   <B>3</B> 'bis 4 Stunden warm.

   Dann wäscht       man    mit Wasser nach. Die abgeflossene  Säure, sowie das Waschwasser werden auf  die ursprüngliche Stärke gebracht und wie  der wie oben verwendet. Das     ausgewas,chene     Material wird eine halbe Stunde mit einer  heissen     ]Knll,.mileli    behandelt, die so viel Ätz  kalk enthält,     dass    die Flüssigkeit     naeli    der  Behandlung noch alkalisch reagiert. Nach       Abfliessenlassen    dieser Flüssigkeit ist das       Haterial,    das noch gewaschen werden kann,  zur Weiterverarbeitung fertig.

   Dies       sphieht    in der üblichen Weise durch Zerklei  nern, Sortieren, Raffinieren, Bleichen     usw.,     <B>je</B> nachdem man einen Zellstoff für Pappe,  Karton oder Papier herstellen will.  



  <I>Beispiel</I>     II:          Beii,a#idl,ii,ng        von   <I>Stroh oder Schilf</I>  Das wie in Beispiel<B>1</B>     ehäckselte        Nate-          rial    wird mit einer heissen Lösung     übergos-          ZD          s(,n,    die,<B>3</B>     %    Salpetersäure oder äquivalente  Mengen Salpeter und Schwefelsäure enthält.

    Man     lässt    die Flüssigkeit etwa 4 Stunden       .auf    dem Material stehen und sorgt dafür,       dass    die Temperatur hierbei dauernd etwa       qO'    beträgt. Hierauf wird abgelassen, ge  waschen und weiterbehandelt, wie im     Bei-          Beispiel        III:

       <I>Behandlung von</I>     Fichtenspänen          Fiehtenspäne,    wie sie beim Schälen     des          Nolzes    für die     Selileiferei    abfallen, werden  nach vorheriger Zerkleinerung im Interesse  "er Raumersparnis,<B>1</B> Stunde mit<B>1</B>     ?/oiger       Natronlauge     gelzo,cht,    dann ausgewaschen       -und    wie im Beispiel I oder     II        weiterbeh#an-          delt,

          #vobei        man    für die Berechnung der  Säurekonzentration     den    Wassergehalt der  <B>,</B>     Spi        #        ne,        in        Betracht,        ziehen        muss.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Pflanzenstoffen, dadurch gekennzeieIi- net, dass die zerkleinerten Stoffe. mit Sal petersäure in der Wärme behandelt werden. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren naeli Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Salpetersäure aus Nitratlösung Lin-d Mineralsäure erzeugt wird. 2.
    Verfahren naeh Patentansprueb, dadurch 0.ekennzeichnet, dass die zerkleinerten t' <B>,</B> offe mit Salpetersäure in der Wärme St behandelt und alkalisch n#achbehandelt werden. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass die Stoffe mit hei ssen alkalischen Lösungen vorbehandelt und alkalisch naelibehandelt werden. 4.
    Verfahren nach Patentansprueh, dadurch <B>,</B> kennzeichnet dass die bei einem Ar ge beitsgange unmittelbar und durch -V##a- sehen wiedergf--wonnene, Säurelösung, nach entsprechender Verstä.rkung wieder ver wendet wird.
    Verfahren nach Patentanspiuch, dadurch (rekennzeiehnet, dass die sich bei OLer Ar- n beit entwielzelnden, Stiehstoffoxyde ent haltenden Gase wieder in Salpetersäure umgewandelt und von neuem benutzt -werden.
CH108713D 1923-12-17 1923-12-17 Verfahren zur Herstellung von Zellstoff. CH108713A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739005C (de) * 1936-11-24 1943-09-08 Robert Funck Verfahren zur Herstellung von Zellstoff

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739005C (de) * 1936-11-24 1943-09-08 Robert Funck Verfahren zur Herstellung von Zellstoff

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