CH108796A - Verfahren zur Verminderung des Nebensprechens in Fernsprechkabeln. - Google Patents

Verfahren zur Verminderung des Nebensprechens in Fernsprechkabeln.

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CH108796A
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Actien-Gesellschaft Carlswerk
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Felten & Guilleaume Carlswerk
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  \Verfahren zur Verminderung des Nebensprechens in Fernsprechkabeln.    Zur Verminderung des     Nebensprechens     in Fernsprechkabeln, insbesondere mit Dop  pelsprechkreisen (Vierern) sind im wesent  lichen zwei Verfahren zur Ausgleichung der  das     Nebensprechen    verursachenden Ungleich  heiten unter den Teilkapazitäten der Leiter  bekannt. Das eine besteht darin, dass die  Leiter an den Verbindungsstellen der ein  zelnen Teillängen der Leitungen so gekreuzt  werden, dass die Kapazitätsungleichheiten       aufeirianderfolgender    Teillängen sich gegen  seitig aufheben; das andere in der Hinzu  fügung sogenannter Ausgleichskondensato  ren, durch die die jeweils zu kleinen Teil  kapazitäten auf den Betrag der höchsten  von ihnen gebracht werden.

   Beiden Ver  fahren haften erhebliche Mängel an. Bei  dem ersteren bestehen diese in der Kom  pliziertheit der Montage. der besonders bei  Reparaturen störenden, durch die Kreuzun  gen     bedingten    Unregelmässigkeit der Leiter  folge und in der Notwendigkeit, beim Er  satz einzelner Teillängen den ganzen     A.us-          leich    erneuern zu müssen. Beim zweiten    sind es die erhebliche Zunahme der Anlage  kosten durch die Kondensatoren und ihren  Einbau und die Schwierigkeit, die Konden  satoren in ihren elektrischen Eigenschaften  dauernd konstant zu halten.  



  Die Erfindung betrifft ein neues     Aus-          gleichverfahren,    das von den erwähnten  Nachteilen der genannten Verfahren frei  ist. Bei ihnen wird der Umstand ausgenützt,  dass die bei normaler Fabrikation der Fern  sprechkabel, insbesondere der Vierer, ent  stehenden Beträge der Ungleichheiten unter  den     Teilkapazitäten    gegen die Beträge der  Teilkapazitäten selbst nur klein sind, so dass  es nach der     Erfindung    möglich ist, mit  entsprechenden     Änderungen    der Teilkapazitä  ten in einem gegen .die ganze Leitungslänge,  in der der Ausgleich vorgenommen wird, nur  kurzen Stück von dieser die Ungleichheiten  für die ganze Leitungslänge auszugleichen.  



  Die erforderlichen Änderungen der Teil  kapazitäten werden nach der Erfindung  durch Änderung der     dielektrischen-    Verhält  nisse zwischen den Leitern des Ausgleichs-           stückes    bewirkt. Dies kann     beispielsweise     dadurch geschehen, dass je die beiden Leiter  des fertig     verseilten    Vierers, zwischen denen  die zu ändernden Teilkapazitäten bestehen,  auf eine entsprechende Länge     entweder    ge  meinsam mit einem elektrisch leitenden  Bande, zum Beispiel Stanniol, umwickelt  werden, wodurch eine Vergrösserung der Teil  kapazität entsteht,

   oder indem der     Absland     der beiden Leiter entweder durch eine ge  meinsame     Umschnürung    der Leiter verklei  nert oder durch Einlagen zwischen die Lei  ter vergrössert wird, wodurch im ersteren  Falle eine     Vergrössernu@g,    im letzteren eine  Verkleinerung der Teilkapazität eintritt.

    In normalen Fernsprechkabeln mit getrock  neter Papierisolation lassen sich     liierclurcli     auf eine Länge der Vierer von einigen Me  tern Änderungen der Teilkapazitäten erzielen,  die bis zu einigen hundert     Centimetern    be  tragen und also ausreichen, um die in einer  ganzen     Fabril@ations-Teillänge    vorkommen  den Ungleichheiten unter den     Teilkopazitäten     auszugleichen.  



  In einem aus einer grösseren Anzahl von  Vierern bestehenden Kabeln kann das Ver  fahren     zweckmässig    in der Weise ausgeführt       werden,    dass nach     jedesnialiger    Fertig  stellung einer     Verseillage    die Vierer     dieser     Lage ausgeglichen     werden,        -vvozu    das Kabel  vorgetrocknet werden kann, was aber nicht  unbedingt erforderlich ist.

   Es      -erden        dann     an jedem Vierer nach     einem    der     bekannten     Verfahren     diejenigen        Kapazitätsbeträge    ge  messen, um die drei der vier     wirksamen     Teilkapazitäten der Vierer vergrössert wer  den müssen, um sie der höchsten vierten  gleich zu machen. Als     Beispiel    liege der in  der Abbildung dargestellte Vierer zur     Abglei-          chung    vor.

   Bei ihm ergab die Messung,     dass     die wirksamen Teilkapazitäten     a,    c und     (l     um 120 cm, 80 cm und 150 cm vergrössert  werden müssen, um sie der     Teilkapazität    b  gleich zu machen.

   Es     werden    nun nachein  ander und je an     verschiedenen    Stellen des       Z'ierers    die Leiter 1 mit 3 (für a), 1 mit 4  (für c) und 2 mit 4 (für     (1)    je auf eine  solche Länge zum Beispiel durch gemein-         same        L?inschnürung    dicht aneinander gepresst,  bis die     Messung    des ganzen Vierers     a    = b  <I>= c = d</I> ergibt.

   Um die Länge der Um  selinürungsstellen abzukürzen,     kann    auch  so vorgegangen werden, dass     zunächst        diie     grösste Teilkapazität b durch     @useinander-          drücken    der Leiter 2 und 3 durch eine Ein  lage so weit verkleinert wird, dass ungefähr  <I>b</I> = c ist. Es     brauchen        dann        a    und<I>d</I>  nur noch um etwa 40 und 70 ein vergrössert  zu werden.  



  An welcher Stelle einer     Fabrikations-          Teillänge    diese Eingriffe geschehen, ist an  sich gleichgültig. Sie     müssen    nur so weit  von den Enden der Teillänge entfernt sein,  dass sie nicht in die     Montageabfälle    bei der       1Tontierung    der Verbindungsmuffen und       Endverschlüsse        fallen.        Zweckmiissig    werden  sie in den einzelnen Vierern versetzt, un  gefähr in' die Mitte der     Teill.iinge    gelegt,  indem diese von einer Kabeltrommel auf  eine andere übergewickelt     wird,    wobei jede  Stelle der Teillänge für den Eingriff zu  gänglich wird.

   Nach dem Ausgleich aller  Vierer wird das Kabel     getrocknet    und mit  Blei     umgepresst.     



  Werden auf solche Weise ausgeglichene  Teillängen zum Beispiel bei der Montage  eines mit     Selbstinduktionsspulen    zu be  lastenden Kabels ohne Aderkreuzungen glatt  miteinander verbunden, so entstehen Spulen  felder, deren Vierer, ohne dass ein besonderer       hapazitätsausgleieh    bei der Montage des  Kabels erforderlich wäre, nur noch mit sehr  kleinen     Abweichungen    ihrer Teilkapazitäten  untereinander behaftet sind, so dass die er  z     ie   <B>'</B>     Ite        Verminderung        e-,

          des        Nebensprechens     den praktischen     Anforderungen    im allgemei  nen schon genügt. Die kleinen     Abweichungen     rühren von den kleinen     Änderungen    der Teil  kapazitäten her, die beim Trocknen der aus  den     ausgeglichenen    Vierern     'bestehenden     Kabelseele und durch das     Aufpressen    des  Bleimantels entstehen. .  



  Sollen zur Erzielung eines sehr genauen  Ausgleiches auch diese Restfehler in den       Spulenfeldern    noch beseitigt     werden,    so  kann nach der Erfindung auch hierzu das      oben beschriebene     Ausgleichverfahreh    ver  wendet werden. Es können dann statt ge  wöhnlicher Verbindungsmuffen -je nach Be  dürfnis besondere     Ausgleichmuffen    ver  wendet werden, die so lang sind, dass sie  je ein Stück Kabel aufnehmen können, an  dessen einzelnen Vierern der Restausgleich  auf Grund von Messungen an dem ganzen       Spulenfeld    ebenso wie in den Teillängen  ausgeführt wird.

   Um hierzu bei einem Ka  bel mit viel Vierern jeden einzelnen Vierer  bequem zugänglich     züi    machen, kann das  Kabel in den     Ausgleichmuffen    in mehrere  Einzelkabel mit je. entsprechend kleinerer  Viereranzahl aufgeteilt werden.  



  Dieser Weg des Kapazitätsausgleiches  in den einzelnen     Spulenfeldern    ist auch  gangbar, wenn es sich um     Spulenfelder    han  delt,     tlie    aus Teillängen zusammengesetzt  sind, die, ohne bei ihrer Herstellung einzeln  ausgeglichen zu sein, an sich nur geringe  Kapazitätsungleichheiten aufweisen. Zu die  sem Ausgleich sind dann weder Ader  kreuzungen, noch Ausgleichskondensatoren.  erforderlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3: Verfahren zur Verminderung des Neben- sprechens in Fernsprechkabeln, insbesondere mit Doppelsprechkreisen (Vierern), dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Leitungslänge, in der der Ausgleich vorgenommen wird, die Ungleichheiten unter den wirksamen Teilkapazitäten der sich beeinflussenden Leitungen dadurch aufgehoben werden, dass in einem kurzen Stück der Leitungslänge die Teilkapazitäten durch Änderung der di- elektrischen Verhältnisse zwischen den Lei tungen entsprechend abgeglichen werden. UNTERANSPRüCI3t 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vergrösserung der \Peilkapazität zwischen zwei Leitern des Ausgleichstückes diese gemeinsam mit einem elektrisch leitenden Bande be wickelt werden. 2.- Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss zur Vergrösserung der Teilkapazität zwischen zwei Leitern des Ausgleichstückes diese durch gemein same Umschnürung aneinander gepresst werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verkleinerung der Teilkapazität zwischen zwei Leitern des Ausgleichstückes diese durch zwi schengelegte Einlagen voneinander ent fernt werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, zur Aus gleichung der Teilkapazitäten in den Spulenfeldern von Fernsprechkabeln, insbesondere mit Doppelsprechkreisen (Vie rern), dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Spulenfeld statt gewöhnlicher Ver bindungsmuffen je nach Bedürfnis beson dere Ausgleichsmuffen verwendet werden, die ein Stück Kabel aufnehmen, das als Ausgleichstück dient und dessen Teil kapazitäten zur Flerbeiführung des ' Aus gleiches abgeglichen werden.
    5. Verfahien nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das Kabelstück in den Ausgleichsmuffen in mehrere Ka bel mit je entsprechend geringerer Vierer anzahl aufgeteilt wird.
CH108796D 1923-09-26 1924-03-24 Verfahren zur Verminderung des Nebensprechens in Fernsprechkabeln. CH108796A (de)

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