CH108950A - Tonweiser. - Google Patents

Tonweiser.

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CH108950A
CH108950A CH108950DA CH108950A CH 108950 A CH108950 A CH 108950A CH 108950D A CH108950D A CH 108950DA CH 108950 A CH108950 A CH 108950A
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tonweiser
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tones
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Schuemann Hans
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Schuemann Hans
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Description


  Tonweiser.    Die Erfindung bezieht sich auf einen  Tonweiser, das heisst eine dem Lehrbetrieb  und der musikalischen Praxis     dienende    Vor  richtung, die zur Auffindung, Festlegung  und Nachprüfung der     harmonischen    Bezie  hungen von Tönen in der Musik auf rein me  chanischem Wege dienen soll. Derartige  Tonweiser sind gewöhnlich in der Art eines  Rechenschiebers aus zwei relativ zueinander  gleitenden Teilen hergestellt, mittelst deren  Marken auf Teilungen eingestellt werden  können.

   Der Tonweiser nach der Erfindung  besitzt einen in einem Rahmen einstellbaren  Schieber, der in einem Fenster der Vorder  seite des Rahmens und in einem Fenster der  Rückenseite des Rahmens verschiedene Teile  der auf ihm verzeichneten Reihen von je  einen Ton bestimmenden Markierungen zur  Erscheinung bringen kann, wobei die Fen  ster mit tonordnenden Linienzügen versehen  sind, durch welche die in ihnen zur Erschei  nung und durch die     Schieberstellung    in ein       bestimmtes    Verhältnis zu einer Tonart ge  brachten Markierungen zu musikalischen  Gruppen zusammengefasst werden. Vorzugs-    weise sind auf der Rückseite des Schiebers  die Schwingungswerte der auf der Vorder  seite verzeichneten Töne aufgereiht.

   Beide  Rahmenfenster können ausser den Linien  zügen noch besondere Marken tragen, durch  die bestimmte Töne entsprechend ihrer Be  deutung für die zu untersuchende Tonart  hervorgehoben werden.  



  Zusätzlich kann der Tonweiser einen un  abhängigen Hilfsschieber haben mit tonord  nenden Linienzügen, durch welche Unter  gruppen von     Markierungen    zusammengefasst  werden können.  



  Durch eine     derartige    Vorrichtung wird  zum Beispiel der Musikschüler instand ge  setzt, die einfachsten und     schwierigsten    har  monischen Verhältnisse der Musik jeder Gat  tung mechanisch festzustellen und sofort ge  ordnet zu überblicken. Auch ist es damit  möglich, innerhalb irgend eines gegebenen       Musikstückes    jeden einzelnen Ton in seinem  richtigen harmonischen Verhältnis unmittel  bar abzulesen und dadurch harmonisch ver  wickelte Fälle neuzeitlicher Musik schnell und  fehlerfrei zu .analysieren.

   Ferner ermöglicht      die Vorrichtung das unmittelbare Ablesen  des Schwingungswertes eines jeden musikali  schen Tones reiner Stimmung und damit ein  schnelles Feststellen des genauen     Intervall-          v        erhältnisses    zweier oder mehrerer Töne.  Endlich ist es möglich, ohne Kenntnis der  Harmoniegesetze, auf rein mechanischem  Weg jedes Tonstück beliebig in eine andere  Tonart zu übertragen (transponieren).  



  Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs  gegenstandes ist in der Zeichnung darge  stellt; es zeigen     Fig.    1 die Vorderseite,     Fig.    2  die Rückseite des Rahmens,     Fig.    3 den Hilfs  schieber,     Fig.    4 die tonordnenden Linienzüge  im Fenster der Vorderseite,     Fig.    5 die des  Hilfsschiebers.  



  Die Vorderseite der Vorrichtung     (Fig.    1)  zeigt folgende Anordnung:  Auf dein in einer Gleitbahn des Rah  mens a hinter dem Fenster b verschiebbaren       Schieber    d sind Töne bestimmende Markie  rungen in senkrechten und wageechten Rei  hen aufgezeichnet. In dem Fenster b sind  Linienzüge e,     e1,        e2    angebracht, welche be  stimmte Teile der auf Schieber d verzeich  neten Markierungen von Tönen zu Haupt  gruppen zusammenfassen. In einem Seiten  fenster     b'    erscheint die auf dem Schieber  verzeichnete Vorzeichnung der zu unter  suchenden Tonart.

   Beim gezeigten Ausfüh  rungsbeispiel umfasst der Linienzug     e    den  Bereich der     Diatonik    der Tonika,     e1    den Be  reich der Chromatik der     Tonikaspliäre    und  der diatonischen     Dominantsphäre.    Zusätzlich  können in dem Bildfenster Marken ange  bracht sein, die bestimmte Töne hervorheben,  so die Marke     lt    die Tonika der     Dur-Tonart,     die Marke k die der Moll-Tonart.  



  Auf der Rückseite d des Schiebers     (Fig.     2) sind die     Schwingungswerte    der auf der  Vorderseite verzeichneten Töne an den ent  sprechenden Stellen aufgetragen. Die Rah  menrückseite     a1    weist ein Fenster f auf, in  dem diese Werte für die in dem Seitenfenster       f1    eingestellte Vorzeichnung erscheinen.

   Das  Fenster<I>f</I> hat einen Linienzug<I>g</I> und Num  mern, wodurch Tonwerte einer Tonart in Zu  sammenwirkung mit dem weiter unten erläu-         terten    Hilfsschieber zu Gruppen zusammen  gefasst werden.     Der    Schieber kann     nach    Be  darf so umgesteckt werden, dass seine Vor  seite mit dem     hintern    Fenster zusammen  wirkt und umgekehrt.  



  Die gezeichnete Vorrichtung weist ferner  einen Hilfsschieber     in    auf, der unabhängig  vom Hauptschieber     beweglich    ist. Auf ihm  sind Linienzüge angeordnet, die auf der  Grundlage der Stellung des Hauptschiebers       musikalische    Untergruppen festlegen, z. B.  den Dreiklang und die diatonische Leiter der  Oberdominante der     Durtonika    usw., bis zu  den schwierigsten     Dominantverhältnissen    der  Chromatik.  



  Der Hilfsschieber ist sowohl in senkrech  ter wie wageechter Richtung am Rahmen a  verschiebbar. Er ist durchsichtig und wird  zwischen dem Hauptschieber und dem rück  wärtigen Fenster feingestellt. Zu seiner Be  nutzung ist das hintere Fenster mit Marken  oder dergleichen versehen, die, mit seinen Li  nienzügen zusammenwirkend, die musikali  schen Untergruppen der betreffenden Tonart  sämtlich festlegen.  



  Die Spieler aller Streichinstrumente kön  nen am Tonweiser für alle Tonarten ohne  weiteres     ablesen,    ob und welche Töne, deren  Noten als Töne der leeren Saiten erscheinen,  nicht auf diesen, sondern .als     gegriffene    Töne  auf einer andern Saite zu spielen sind, da  sie in reiner Stimmung nach Angabe des       Tonweisers    in der betreffenden Tonart       Kommadifferenzen    zu der in Frage kommen  den, zum Kammerton a     quintenrein    gestimm  ten leeren Saite besitzen.

           Beispiel:     In B-Dur darf der Geiger ein e     (=ese)     nicht auf der leeren     e'-Saite    spielen, da die  reine Quinte e ' zum Kammerton     a'    für das  in     B'-Dur    lediglich vorkommende e um ein       syntonisches    Komma. zu hoch ist und daher  in     B'-Dur    unrein klingt.  



  Der Sänger übersieht für jede Tonart die  Differenz der reinen Stimmung zwischen den  Tonhöhen der Leiterstufen in Dur und Moll  derselben Tonika (z. B. C-Dur und     C-Moll),         zum     Beispiel    erkennt er, dass er nicht, wie  bisher geglaubt, die zweite Stufe in Dur und  Moll gleich zu singen hat, sondern dass sich  die zweite Stufe in Moll zur zweiten     Stufe     in Dur derselben Tonika, um ein ganzes     syn-          tonisches    Komma, das heisst für den Gesang,  sehr deutlich unterscheidet.

   Der Tonweiser       wird    ferner     erheblich    dazu beitragen, das       richtige    Singen chromatischer Töne zu för  dern, da der Sänger im Tonweiser zum  ersten Male alle     harmonisch    richtigen und  möglichen Töne der reinen     Stimmung    für  jede Tonart gesondert und in sich geordnet  übersehen kann.  



  Dem     Komponisten    ermöglicht der Ton  weiser, in     chromatisch    verwickelter neuzeit  licher Musik für Orchester oder für Kam  mermusik mit Klavier festzustellen, welche  chromatischen Töne er möglichst für die  temperierten Instrumente (Klavier, Orgel,  Holzbläser) zu meiden und dafür der Stimm  führung der frei intonierenden Instrumente  (Streicher) zuzuweisen hat. Er vermeidet in  der modernen Musik dadurch den bisher  dauernd sich wiederholenden Fehler, dass an  sich richtige, nur komplizierte, harmonische  Verhältnisse durch sehr fehlerbehaftete Wie  dergabe entweder gar     nicht    verstanden oder  als falsch oder hässlich klingend gewertet  werden.  



  Die freien Flächen des Rahmens können  zur     Anbringung    von Gebrauchsanweisungen,  Tabellen oder dergleichen verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Tonweiser mit einem in einem Rahmen einstellbaren Schieber, der in einem Fenster der Vorderseite des Rahmens und in einem Fenster der Rückseite .des Rahmens verschie dene Teile der auf ihm verzeichneten Reihen von je einen Ton bestimmenden Markierun gen zur Erscheinung bringen kann, gekenn zeichnet dadurch, dass die Fenster mit ton ordnenden Linienzügen versehen sind, durch welche die in ihnen zur Erscheinung und durch die Schieberstellung in ein bestimmtes Verhältnis zu einer Tonart gebrachten Mar kierungen zu musikalischen Gruppen zusam mengefasst werden.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Tonweiser nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Fenster des Rahmens zusätzlich Marken aufweisen, durch die bestimmte Töne hervorgehoben werden. 2. Tonweiser nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schieber so umsteckbar ist, dass seine Vorderseite mit dem Fenster der Rahmenrückseite und seine Rückseite mit dem vordern Fenster zusammenwirken kann. 3. Tonweiser nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen unabhängig vom Hauptschieber beweglichen Hilfsschieber mit Linienzügen, die auf der Grundlage der Stellung des Hauptschiebers musikali sche Untergruppen festlegen, und mit Marken, um damit bestimmte Töne her vorzuheben.
CH108950D 1923-03-19 1924-03-01 Tonweiser. CH108950A (de)

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