CH108953A - In Lauf versetzbares und lenkbares Schaukelgestell. - Google Patents

In Lauf versetzbares und lenkbares Schaukelgestell.

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CH108953A
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Pontius Oswald
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Pontius Oswald
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    • A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63G—MERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G15/00—Rocking horses on runners adapted for progressive movement
    • A63G15/04—Rocking horses on runners adapted for progressive movement with arrangements for pushing forward

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Description


  In Lauf versetzbares und lenkbares Schaukelgestell.    Mit vorliegender Erfindung wird be  zweckt, ein auf dem Boden stehendes Ge  stell, auf welchem der darauf Sitzende sich  selbst schaukeln kann, und zwar in erster  Linie ein Schaukelpferd, aus seiner Gebun  denheit an den Platz, auf dem es steht, zu be  freien und es zu befähigen, dass es während,  respektive mittelst seiner pendelnden Schau  kelbewegung auch eine laufende Bewegung  macht, d. h. dass es sich von seinem Platze  fortbewegt.  



  Zur Erreichung dieses Zweckes wurden  zwar bereits Versuche gemacht, die aber die  Aufgabe überhaupt nicht oder nur schlecht  zu lösen vermochten, da auch bei dem besten  derselben, bei welchem relativ grosse, dreh  bare Hebel an den Kufen des Gestelles be  festigt sind, die sich bei der Schaukelbewe  gung gegen den Boden stemmen, das Schau  kelpferd unter harten Bewegungen klappernd  und nur ruckweise vorwärts gestossen wird.  Selbst wenn auch statt solchen Hebeln eine  Serie von kleineren Hebeln angeordnet  würde, so würde sich auch dann nur ein  rumpelndes, geräuschvolles und lästiges     Hop-          peln    erzielen lassen, welches für den Boden    schädlich ist und auch für ein     schaukelndes     Kind bedenklich werden kann.  



  Mittelst der Erfindung, um die es sich  im vorliegenden Falle handelt, soll     dagegen     das Ziel nicht nur in möglichst vollendeter  Weise, sondern auch durch eine einfache  Einrichtung erreicht werden, bei welcher das  Gestell ein System von an seinen Kufen be  festigten Serien eigenartiger Bewegungsrol  len aufweist. Die Einrichtung lässt sich der  art ausbilden, dass das Gestell beim Schau  keln auf dem Boden ruhig und gleichmässig  dahinrollt, und sich durch einseitiges Aus  schalten einer der Rollenserien, z. B, mittelst  eines zügelförmigen Zugstranges, lenken,  d. h. während seines Laufes nach links oder  -rechts hin wenden lässt, und dass das Gestell  auch vorwärts oder     .rückwärts    bewegt wer  den kann.  



  Diese Erfindung ist durch beiliegende  Zeichnungen (unter Verwendung eines  Schaukelpferdes) in einem Ausführungsbei  spiel dargestellt, wobei     Fig.    1 bis     ü    ihre     ine-          ehanisclie    Einrichtung zeigen, nämlich     Fig.    1  eine ganze Schaukel mit dem Laufrollen  systein,     Fig.    2 einen Teilabschnitt einer      Kufe mit einer der Rollen und ihren Um  schaltern in der Flächenansicht von innen  und Fig. 3 ein Kufenpaar im Querschnitt  mit einer Rolle und den andern Teilen der  Fig. 2, während durch die Füg. 4 und 5 die  mathematische Entwicklung resp.

   die ge  nauere Form einer dieser     eigentümlichen     Rollen, sowie ein Teilabschnitt der Rolle in  einer bestimmten, später erwähnten Stellung  zur Bodenfläche gezeigt sind und die Fig. 6  bis 8 schematische Darstellungen der     Schau-          kelbewegungen    der Kufen mit der durch sie  bewirkten Drehbewegung einer der Rollen,  resp. dieser Bewegung der Rolle mit der  durch sie bewirkten     Vorwärtsbewegung    der  Kufen sind.  



  Von den aus geeignetem Material herge  stellten rollenförmigen Körpern ist je eine  Serie längs der beiden Kufen in der Weise  angebracht, dass jede Rolle an einer Achse  drehbar befestigt und dass infolge ihrer ei  genartigen Form, Anordnung und Rück  bewegung eine     Fortbewegung    des Gestelles  beim Schaukeln bewirkt wird. Der Abstand  dieser Rollkörper voneinander richtet sich  nach ihrer Grösse, die beliebig sein kann und  nach der Krümmung der Kufen, die ebenfalls  beliebig sein kann. Die beispielsweise, später  noch genau beschriebene mechanische Anord  nung und die Verbindung der Rollen mit den  Umschaltern ist, wie erwähnt, aus den Fig. 2       und    3 ersichtlich.

      Eine als ein Ausführungsbeispiel gege-         bene    Gestaltung eines solchen Rollkörpers  nebst der Entwicklung derselben ist in den  Schemafiguren 4 und 5 dargestellt, wobei  die äussere punktierte Linie den Umriss der       Körperform        zeigt,    welche bei diesem Bei  spiel in beiden Hälften zur Mittellinie a, A, c  (mit dem Achsenpunkt A) gleichförmig ist,  aber von welchem Umfang jedoch nur das  Segment a-c für die eigentliche Arbeits  leistung der Fortbewegung (die aktive Wir  kung) in Betracht kommt. Die Kurvenent  wicklung dieser Rollenform ist aus folgenden  Erwägungen entstanden: Bei Niedergehen des  einen Teils der Kufe (z. B.

   Fig. 6 bis 8) und    infolge der dadurch bewirkten Beweglung der  Rolle um ihre Achse, resp. bei ihrer Bewe  gung gleich dem Segment eines Wagenrades  auf der Bodenebene soll die Verbindungs  linie von dem Drehpunkt A zum Boden  punkt B (Fis. 5) niemals senkrecht auf dem  Boden stehen, sondern zwischen dieser Linie  und der Vertikallinie A, C soll stets ein ge  wisser, während des Rollens konstant blei  bender Winkel X bestehen. Dieser Winkel  muss einerseits genügend gross sein, um durch  den Kufendruck (von oben) ein Abrollen des  Segmentes auf dem Boden zu ermöglichen,  aber anderseits darf dieser Winkel nicht so  gross sein, dass ein Ausgleiten des     Rollkör-          pers    auf einem glatten Boden stattfinden  kann, statt dass er auf demselben rollt.

   In  dieser Hinsicht kommt übrigens auch das  Material in Betracht, aus dem die Rollen  hergestellt werden. Eine besonders geeignete       Gestalt    des in Betracht kommenden Segmen  tes wird erreicht, wenn zu ihrer Entwicklung  ein Teil der aus der Mathematik bekannten  "logarithmischen Spirale" verwendet wird.  Bei dieser in Fis. 5     niit    f bezeichneten Kurve  bleibt dann der Winkel X zwischen A, B  und<I>A,</I> C stets gleich.

   Wenn man bei     a          (Fig.    4) beginnend diese Kurve links auf  wärts über b, c nach     d    verfolgt, so ist ersicht  lich, dass sie sich     oben    und rechts spiral  förmig zurückwendet und dem Punkt       näher:.    Von dieser     Kurve    ist nur der etwa  von<I>a</I> bis zum Punkt     d    sich erstreckende Teil  verwendet, welche Stelle d sich als Berüh  rungspunkt .der von     a    an die Spirale gezo  genen Tangente     a-d    ergibt.

   (In der     Fig.    4  ist diese Kurve für einen Winkel X von 15  Grad gezeichnet, und ihr     Arbeitssegment     hat als beschränkter Teil der ganzen Spirale  natürlich keine völlige     Spiralform    mehr.) Zur  Gewinnung einer symmetrischen Form     (des     Ausführungsbeispiels) ist das     BogenstüclL          a,   <I>b, c</I> durch das gegenseitige     Bogens\ück        g     ergänzt, und beide sind oben zur Abrundung  noch durch den Bogen i verbunden.  



  An dieser Stelle muss (wie zum     b-,ssereii     Verständnis schon gleich hier     nüterwä.hnt     sein soll) jeder Rollkörper durch irgendein      Mittel, wie z. B. durch eine mit der Kufe  verbundene Feder in seiner günstigen Stel  lung festgehalten, bezw. nach seiner Verdre  hung wieder in dieselbe zurückgeführt wer  den. Ebenso sei auch gleich hier bemerkt.  dass jeder     Rollkörper    bei der symmetrischen  Form des Ausführungsbeispiels durch eine  weitere (später erklärte)     Vorrichtung    auch in  die entgegengesetzte Stellung der Fig. 2 um  geschaltet werden kann, so dass die Rolle  dann auf der andern Seite, also auf der  Kurve     g,    abrollt.  



  Man kann jedoch auch Rollkörper ver  wenden, die nur auf einer Seite wirksam  sind, auf der andern Seite also beliebig ge  staltet werden können und dann unsymme  trisch sind, die aber dann eine Fortbewe  gung des Schaukelgestelles nur in einer Rich  tung - vorwärts - gestatten. Bei einer  solchen Ausführungsform kann durch ent  sprechende Gestaltung des nicht spiraligen  (nicht aktiven) Umfangteils der Rolle die  Mithilfe von Federkraft zur Zurückführung  des     Rollkörpers    in seine Grundstellung ent  behrt werden, und dieselbe erfolgt dann durch  das Eigengewicht jedes     Rollkörpers    von  selbst.  



  Bei einer Schaukel mit Rollkörpern der  beiden vorerwähuten Formen und Anordnun  gen besteht gegen irgendeine bekannte Aus  führung der wesentliche Unterschied, dass  das Gestell nicht durch die Einwirkung von  Hebeln unter Erschütterungen fortgedrängt  oder fortgestossen wird, sondern dass das Ge  stell     fortwährend    in ruhiger Weise auf den  Rollkörpern dahinrollt.  



  Da es zum     Verständnis    dieser Wirkung  erforderlich ist, vor Beschreibung der (ein  fachen) mechanischen Details bei der Aus  führung und Anordnung der Bollen und des  übrigen .Beiwerkes auch bereits die theore  tischen Grundsätze zu erkennen, durch welche  es zur Erzeugung der Wirkungen kommt, so  müssen dieselben ebenfalls schon hier erklärt  werden. Die gewünschten Bewegungen kom  men dadurch zustande, dass bei jedem durch  das Schaukeln erfolgenden Niedergehen  eines hochstehenden Kufenteils im Sinne der    Fig. 6 bis 8 der Achsenpunkt A jedes     Roll-          körpers    in einer zum Boden geneigten Ebene  o sich bewegt, mit welchen Neigungen dann  das Gestell abwärts bezw. vorwärts gleitet,  wie aus den genannten Figuren hervorgeht.  Man kann also den aktiven Teil der Rolle.

    gewissermassen auch als eine auf eine Achse  gewickelte schiefe Ebene betrachten. Denkt  man sich die Kurvenlinie<I>a, b, c, d</I> als Gerade  und errichtet man an den Punkten a, b, e, d  Senkrechte gleich a-,4, b -A, c-A und  d-A, dann bilden die Endpunkte wieder  eine Gerade, die zur Linie a, b, e, d geneigt  ist und auf der die Achsen der     Rollkörper     sehräg abwärts gleiten, so dass dadurch das       Schaukelgestell    in der Ebene     dahinrollt.     Wenn bei den aus den     Fig.    6 bis 8 darge  stellten Bewegungen des Gestelles die Kufe  sich auf der einen Seite - hier der linken   in der obersten Stellung befindet und die auf  den Boden zu stehen kommende Rolle noch  aufrecht steht,

   so wirkt die durch den       Seliaukeldruck    von oben her ausgeübte Kraft  so, dass sie den Abstand der     Rollkörper-          achse    vom Boden zu verringern sucht. Da  ein     Ausgleiton    der Rolle durch die Konstruk  tion eines richtigen Neigungswinkels X aus  geschlossen ist, so wird die Rolle unter Be  wegung um ihre Achse vorwärts gedrückt,  d. h.

   je um die momentane Auflagestelle am  Boden geschwenkt und auf     ihrem    aktiven  \feil     herunigerollt,    wobei die Kufe mit den       Achseis    eine Bewegung in der gleichen Rich  tung macht, also ausser der schaukelnden  Bewegung gleichzeitig auch in Fortbewegung       geriit.    Zur Illustration dieses Vorganges ist  in den     Fig.    6 bis 8 die erzielte Vorwärtsbewe  gung des Gestelles auch durch die Strecken  linien o, o erkenntlich gemacht, die     zugleich     die Entwicklung der vom     Achsenpunkt    der  Rolle beschriebenen schiefen Ebene für das  Voran gleiten der Kufe zeigen.

   Der in punk  tierten Linien gezeichnete     Kufenteil    stellt  den Vorgang beim Niedergehen auf der hin  tern Seite der Schaukel dar. Um eine Kon  tinuität dieser     Laufbewegung    zu erzielen,  also damit eine gleichmässige Fortsetzung der  Bewegung eines Rollenkörpers nach dem an-      dern stattfindet, muss natürlich bei der Er  schöpfung der Wirkung des einen Rollen  körpers sofort der nächste vor oder hinter  ihm in Tätigkeit treten,

   je nachdem ini     ge-          bebenen    Augenblick der vordere oder der  hintere Teil der Kufe beben den Boden     nie-          derschwinbt.    Durch diese Fortsetzung der  Bewegung voll Rollenkörper zu Rollenkör  per wird auch der     gegenseitige    Abstand  der Rollenkörper voneinander mitbestimmt  (Fig. 1).  



  Wie bereits erwähnt, kann jede Rolle  nach ihrer wirksamen     Tätigkeit    mittelst Be  einflussung durch eine Federkraft, die zu  jeder aller Rollen beigefügt wird, oder aber  je nach Gestaltung durch ihr Eigengewicht  in ihre Grundstellung zurückgebracht wer  den, sobald durch ein Aufwärtsschwingen  eines Abschnittes (Teils) einer Kufe der  Druck auf den zu ihm gehörigen Rollen  körper aufhört.  



  Während der Wirkung je eines Rollen  körpers an beiden Kufen würden diese, also  das     Schaukelgestell,    soweit sie den Boden  hinter oder vor den Rollen berühren, auf  diesem dahin schleifen, so dass dort eine  grosse und die leichte und flüchtige Fort  beweguilb des     Schaukelpferdes    oder derglei  chen hemmende Reibung entstellen würde.

    Um diese zu vermeiden und um die     Fort-          bewebung    vielmehr zu erleichtern, wird  zweckmässig der in Fig. 4 obere, spiralige  Teil des Rollenkörpers in eine kreisrunde  Form ausgebildet, wie es aus dieser Entwick  lungsdarstellung ersichtlich ist, wobei die  Spirallinie a, b, c durch einen Kreisbogen r  zur Kurve g überbrückt ist, auf dein das Ge  stell fast ohne Reibung auf den Boden rol  len kann, sobald der aktive Teil eines Rol  lenkörpers zu wirken aufhört und der nächste  Rollenkörper in Tätigkeit tritt.

   Indessen  können auch noch separate, kleine Rollen  von     gewöhnlicher        kreisrunder    Form     neben     oder zwischen den aktiven Rollenkörpern R  geordnet werden, auf welchen     das    Schau  kelgestell nach jeweiligem Ende der Wirkung  eines aktiv gewesenen Rollenkörpers weiter  rollen kann.    Die rein mechanische Verbindung der  Rollen mit     den    Kufen und mit ihren Hilfs  mitteln, also die praktische Ausführung der  Einrichtung, kann auf verschiedene Weise  geschehen.  



  Durch die Fig. 2 und 3 ist eine solche  Ausführung beispielsweise dargestellt unter  Verwendung eines symmetrischen Rollenkör  pers gemäss Fig. 4 mit oben angeschlossenen       Kreisbogen        r,    welche Form einen Vor- und  Rückwärtslauf des Gestelles gestattet, und  den Teil der Kufen hinter oder vor den ge  rade in Wirksamkeit befindlichen Rollen  nicht auf dem Boden schleifen lässt, sondern  wobei die Kufen nuch in diesem Augenblick  auf den     Rollenkörpern    nämlich auf     ihrein     Rundteil r ruhen.  



  Bei     dieser        Ausführungsform    ist jede der       beiden        Schaukelkufen    in zwei parallele Teile  gespalten, so dass sie aus einem Paar Schie  nen P, P besteht, mit nur so viel Zwischen  raum, wie nötig ist, um die Rollenkörper B  und die Hilfsorgane leicht beweglich darin  unterbringen zu können.

   Diese Duplizität hat  den Zweck, dass dabei die Achse 1 jeder  Rollo an jeder Seite in einem Lager 2 fest  gelagert werden kann, während bei nur     einem     einzigen Kufenteil diese Achsen mir  in  einem ihrer beiden     Eikien        befestigt    werden  können, und so, dass     also        ersteren    Falls eine  bessere und dauerhafte     Lagerung    erzielt  wird.

   All der Innenfläche einer der Kufen  schienen     (nach        Fig.    3     all    der linken     Kufen-          schiene    P) ist. nächst jeder Rolle ein kleiner  Hebel 3 an einem Zapfen 4     drehbar        befestigt-,     der     mittelst    einer Aastischen Vermittlung,  d.     1i.    einer Feder     53    und einer Schisur 6, mit  dem     obern    \feil     des    Rollenkörpers bei 7 ver  bunden ist.

   Die Federkraft     liat    auch den  Zweck, den Rollenkörper in einer     günstigen     Lage zu halten, ihn nach Verdrehung durch  einen der nachbenannten     Einflüsse    wieder  in die     r,ezeicliiletc.    Stellung zurückzuziehen,  ihn beim Umlegen     des        Hebels    3 in die neue  Stellung zu bringen     und    ihn in     derselbE#n     zu halten.

       Jeder    Hebel 3 ist mit zwei voll  seiner     Fläche        wegstehenden    Stiftellen 8, 9  versehen, deren ersteres     einwärts    ragt und      zur Befestigung der Verbindung 5 an ihm  dient, während der andere, 9, nach aussen  über die obere Kante der Kufenschiene P  liegt und hier als Anschlag dient, damit der  Hebel nicht weiter abwärts gezogen werden  kann.  



  An allen Stiftchen 8 ist ein Zugstrang  befestigt, so dass alle Hebel 3 an einer Kufe  mitsammen verbunden sind und gleichzeitig  in die punktierte Stellung umgelegt werden  können. Dadurch wird der andere (rück  wärtige) Umfang des Rollenkörpers in Wirk  samkeit gesetzt, und das Schaukelgestell  läuft dann     rückwärts,    statt vorwärts. Damit  das Schaukelpferd sich, wie erwähnt, auch  von der geraden Richtung ab- und seitlich  lenken lässt, ist jeder Teil des am Pferde  kopf angebrachten, durch Ösen hindurch  nach unten geführten Zügels 10 auch vorn  an jeder Kufe durch eine Öse und dann ent  lang der Kufe bis nach hinten geführt, wo er  irgendwo unter Belassung eines Spielraumes  zu einiger Bewegungsfreiheit (etwa unter  Mitbenutzung einer Spiralfeder) befestigt  wird.

   Mit dieser über alle Rollen hinlaufen  den, in beliebigen Führungsringen oder der  gleichen geführten Lenkleitung 10 wird jede  der Rollen durch eine bei 11 an ihnen be  festigte Schnur 12 verbunden. Wird dieser  Leitungszügel auf einer Seite angezogen,  dann werden dadurch alle Rollen einer Kufe  umgekehrt, so dass dann der obere, kreis  runde, unwirksame Teil r (Fig. 2) einer je  den den Boden berührt und, dadurch die  Fortbewegung dieser Kufe aufhört, wäh  rend die Kufe der andern Seite weiterläuft,  wodurch eine Abschwenkung aus der gera  den Richtung in eine bogenförmige statt  findet. Lässt man gar die Rollen der einen  Kufe vorwärts, die der andern dagegen rück  wärts laufen, dann dreht sich das Gestell  im Kreis herum.

   Wenn schliesslich die untern  Enden der Zügel 10 in der Mitte des Schau  kelgestelles zwischen den Kufen mitsammen  (rasch löslich) verbunden werden, dann kann  der Schaukelnde oben an beiden Enden der  Zügel gleichzeitig ziehen, in welchem Falle  dann die Rollenkörper nicht beeinflusst wer-    den, sondern die Zügel einen festen Halt  beim Schaukeln gewähren.  



  Wie erwähnt, können bei der Einrichtung  fast alle Einzelheiten je nach besonderen An  sprüchen oder Geschmacksrichtungen geän  dert oder ausgeführt werden. Es     ist    daher  möglich, das Schaukelgestell von der ein  fachsten, nur langsam laufenden und nur eine  Vorwärtsbewegung gestattenden     Ausführung     bis zu einer     Luxuseinrichtung    und     -ausstat-          tung    herzustellen, wie z.

   B. mit     Kugellagern     und:     gummibelegten        Rollenkörpern,    und     im     Falle von Schaukelpferden solche     bis    zu  grössere Geschwindigkeiten entwickelnden,  förmlichen "Rennpferden" zu erzeugen.  



  Ein solches Schaukelgestell mit     Rollen-          körpern    der beschriebenen Gestaltungen  nebst ihren Hilfsorganen bedarf keiner grö  sseren Kraft zur Fortbewegung; denn ausser  der unbedeutenden und besonders bei Aus  rüstung     mit    Kugellagern auf ein völlig un  beträchtliches Minimum reduzierbaren Rei  bung der Rollenlager ist nur der ebenfalls  ganz unerhebliche Widerstand der Zugfedern  5 zu überwinden, die nicht besonders stark  zu sein brauchen und im Falle einer unsym  metrischen Gestaltung der Rollenkörper ganz  entbehrt werden können.

   Die Fortbewegung  ist eine ziemlich ruhige, ohne Klappern,  weil die Rollenkörper nicht auf den Boden  von oben herab hart aufstossen, sondern in  folge der     Fortbewegung    des     Schaulielgestel-          les    auf ihn in einem ganz spitzen Winkel  aufstreifen, so dass daher     bei    ihrer präzisen       Ausführung    und Anordnung auch ohne  Gummibelag derselben eine nahezu geräusch  lose Bewegung     erreichbar,    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ein in Lauf versetzbares und lenkbares Schaukelgestell, besonders für Schaukel pferde, dadurch gekennzeichnet, dass die Um wandlung der Abwärtsbewegung der jeweils emporragenden Kufenhälften in .eine Fort bewegung des Gestelles vom Platze mittelst Serien von an den Kufen entlang drehbar befestigten Rollenkörpern bewirkt wird,.
    Jeran Gestalt an ihrem Umfange durch die Grund- form einer logarithmischen Spirale gebildet wird, und welche Rollenkörper durch den Niedendruck der Kufen in eine Schwenkung um ihre momentane Auflagestelle auf dem Fussboden geraten, durch die das Gestell in der Richtung der Schwenkbewegung mitglei tet und sich dadurch fortbewegt, und bei welcher Einrichtung eine ständige, sofortige Rückleitung der Rollen nach ihrer selbst tätigen aktiven Wirkung, sowie eine Um schaltung derselben aus einer Stellung in eine gegenteilige bewirkt werden kann, so bald der Druck einer Partie der Kufen auf dio Rollen aufhört. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Schaukelgestell mit Rollenkörpern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestalt dieser Rollen beidseitig einer Längsmittellinie gleich, also symme trisch, geformt ist und auf diese Weise zwei gegeneinander angeordnete spiralige und wechselweise in Wirksamkeit ver setzbare Teile besitzt. 2.
    Schaukelgestell mit Rollenkörpern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zurückführung der Rollenkörper nach ihrer aktiven Tätigkeit in die Grund stellung durch je einen nächst jedem Rol- lenkörper angeordneten und mit ihm durch eine elastische Verbindung vereinten Um sehaltehebel (3) erfolgen kann, wobei alle diese Hebel auf einer Seite eine Bewe gungsbegrenzung finden, auf der andern dagegen durch einen Zugstrang gemein sam umgestellt werden können, um die Rollenkörper in eine Lage umzustellen, in der sie das Gestell in umgekehrter Richtung fortbewegen. 3.
    Als Schaukelkpferd ausgebildetes Schau kelgestell, mit Rollenkörpern nach Patent anspruch, dadurüh gekennzeichnet, dass die Umdrehung -der Rollenkörper einer der Kufen in eine Lage, in welcher jeder Oberteil unten ist, mittelst eines über alle llollenkörper entlang den Kufen gerühr- ten Zugstranges (10.) geschieht, der eine Fortsetzung eine:
    Zügels bildet und durch dessen einseitigen Zug die genannten Rollenkörper umgedreht und an ihrer Fortbewegungstätigkeit verhindert wer den, so dass nur die Rollenkörper der an dern Kufe arbeiten, so dass hierdurch die Fortbewegung des Gestelles einseitig und bogenförmig wird. .1. Schaukelgestell mit Rollenkörpern nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kufe in zwei Teile (P, P) zer legt ist und dass die Rollenkörper (R) zwischen denselben befestigt sind.
CH108953D 1924-04-28 1924-04-28 In Lauf versetzbares und lenkbares Schaukelgestell. CH108953A (de)

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