CH108968A - Lagermetall des ternären Systems Zinn-Antimon-Blei. - Google Patents

Lagermetall des ternären Systems Zinn-Antimon-Blei.

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CH108968A
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  Lagermetall des     ternären    Systems     Zinn-Antimon-Blei.       Legierungen des     ternären    Systems Zinn  Antimon-Blei sind in der Praxis in ver  schiedenen Zusammensetzungen, mit oder  ohne fremde Zusätze, als Lagermetalle ver  wendet worden. Die Angaben über die prak  tische Bewährung der Legierungen sind  spärlich und zum Teil einander wider  sprechend. Die theoretische Untersuchung  der Konstitution dieser     ternären    Legierungen  hat zur Aufstellung des in der Zeichnung  dargestellten     Diagrammes    geführt. (Loebe,  Zeitschrift für Metallurgie, B.

   Band, Seite       ?.)    Ferner haben     Heyn    und Bauer (Ver  handlungen des Vereines zur Beförderung  des Gewerbefleisses, 1914,     Beiheft)    ein  gehende Studien unternommen, um einen  Überblick über die physikalischen Eigen  schaften (Schmelz- und     Erstarrungstempera-          tur)    und über das Gefüge der Legierungen  im Zusammenhang mit ihren Festigkeits  eigenschaften zu gewinnen. Aus diesen theo  retischen Arbeiten hat sich jedoch eine Regel  zur Herstellung guter Lagermetalle auf dem  Wege des     planmässigen    Ersatzes der teuren    zinnreichen Legierungen dieses     ternären    Sy  stems durch zinnärmere Legierungen nicht  unmittelbar ergeben.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun ein Lagermetall des     ternären    Sy  stems     Zinn-Antimon-Blei,.    bestehend     aus     Grundlegierungen . des Zustandsfeldes     IH          xnit    einem Zusatz von Metallen, die mit den  in den beiden     Eutekticis    - dieses Zustands  feldes vertretenen Metallen eine feste Lösung       bilden.    Der Erfinder hat nämlich fest  gestellt, dass genau an der Grenze zwischen  den Zustandsfeldern     II    und     III    des in der  Zeichnung .

   dargestellten     Diagrammes    ein  jäher Anstieg der     Stauchfähigkeit    einsetzt  und diese an der Grenze gegen Zustands  feld     IV    ein Maximum erreicht, und dass  die Depression der Härte gleichfalls scharf  an den Grenzen zwischen dem Zustands  feld     II    und     IH    einsetzt und an den  Grenzen zwischen dem Zustandsfeld     III     und IV ihr Ende findet.

   Daraus ergab sich,  dass die Legierungen von der Zusammen  setzung dieses Zustandsfeldes, das zwei           Eutektika,    nämlich     Pb        -f-        ,B    und     Pb        --I-    a,  und neben diesen nur     Betakristalle    enthält,  als Grundsubstanz für Lagermetalle beson  ders geeignet sind, wofern sie     gehärtet    wer  den können, ohne spröde zu werden.

   Es  wurde ferner gefunden, dass dies durch den  Zusatz von Metallen, welche sich in den       Eutekticis    lösen, zum Beispiel     Quecksilber,     Wismut und Kadmium, erzielbar ist, indem  durch diese     Zusatzmetalle    ohne schädliche  Verminderung der Plastizität und Geschmei  digkeit eine hervorragende Verbesserung der  Festigkeitseigenschaften hervorgerufen wer  den kann.  



  Praktisch kommen für die Grundsubstanz  insbesondere die folgenden Zusammenset  zungsgrenzen in Betracht: Zinn 20 bis     5?         ö,     Antimon 12 bis 20      .'o,    Blei 28 bis 68     %!0.     Zur Überführung dieser Grundsubstanz in  ein Lagermetall werden 0,1 bis 3      ö    vom  Blei durch gleiche Mengen härtender Metall  zusätze ersetzt. Die Erprobung hat gezeigt,  dass Quecksilber *und Wismut in     illengen     von 0,1 bis 3 % die     Brinellsclie    Härtezahl  derartiger weicher Legierungen um     0,:i     bis 4   erhöhen und die spezifische Druck  festigkeit um 25 bis 150 kg pro     cm'    steigern.

    Kadmium erhöht die Härte bei einer Menge  von 0,1 bis 2 % um 1,6 bis 12'     Brinell    und  die     Druckfestiglzeit    um 90 bis 450     k7     pro cm', das ist im     Maximum        etwa    30 %.

    Es bietet sich also vor allem das     Nadmiuni     als vorzügliches Mittel zur Überführung der  bezeichneten     Grundsubstanzen    in Lager  metalle dar; durch geringe Zusätze von  Kadmium gelingt es, Härte     sind        Druckeigen-          schaften    derart zu verbessern, dass die Le  gierungen mit mittlerem Zinngehalt den Le  gierungen mit     hellem    Zinngehalt gleich  wertig werden. Auch Gemische von Wismut  und Kadmium können innerhalb derselben  Zusammensetzungsgrenzen zur Herstellung  der Lagermetalle im Sinne der Erfindung  verwendet werden.  



  Der Zusatz von kleinen Kupfermengen  verhindert in     bekannter    Weise durch Gitter  bildung die     Saigerung    und trägt ein Ge-         ringes    zur Erhöhung der Härte und Druck  festigkeit bei.  



       _lirsf        ührinigsbcispiele:     1. Eine Legierung, enthaltend 40 % Zinn,  4,2 % Kupfer, 16 % Antimon und 39,8      ä     Blei zeigt eine Härte von 25,4'     Brinell    und  eine     Druekfestigkeit    von 1400 kg pro cm'.  Wird 1     io    Blei durch 1     %    Kadmium ersetzt,  so steigt die Härte auf 33,6       Brinell    und  die Druckfestigkeit auf 1920 kg pro cm'.  



  2. Wird bei obiger Legierung das Kad  mium durch Wismut ersetzt, so beträgt die  Härte 29,5       Brinell    und die Druckfestigkeit  <B>1600</B> kg pro cm'. Die gleichwertig zusammen  gesetzte Legierung, die an Stelle von Wismut  Quecksilber enthält, zeigt eine Härte von  30       Brinell    und eine Druckfestigkeit von  1640 kg pro ein=.  



  3. Eine Legierung, enthaltend 30,0      ,%    Zinn,  3,5     %    Kupfer, 16,0 % Antimon und     50,5    %  Blei, zeigt eine Härte von<B>26'</B>     Brinell    und  eine spezifische     Druckfestigkeit    von 1440 kg.  Wird 1 % Blei durch 0,5 % Kadmium und  0,5 % Wismut     ersetzt,    so steigt die Härte  auf<B>30'</B>     Brinell    und die Druckfestigkeit auf  1680 kg pro     cnr.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Lagermetall des Lernären Systems<B>Zinn-</B> Antimon-Blei, bestellend aus Legierungen des Zustandsfeldes III und einem Zusatz von Metallen, die mit den in den beiden Eutekticis dieses Zustandsfeldes vertretenen Metallen eine feste Lösung bilden. UNTERANSPRtrCHE 1. Lagermetall gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Zusatz metall Quecksilber ist. 2. Lagermetall gemäss Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass das Zusatz metall Wismut ist. 3. Lagermetall gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Zusatz metall Kadmium ist. 4.
    Lagermetall gemäss Patentanspruch, be stehend aus 20 bis 52 % Zinn, 12 bis 20 % Antimon und 28 bis 68 % Blei, wobei 0,1 bis 8 % vom Blei durch gleiche Mengen der härtenden Metallzusätze ersetzt sind.
CH108968D 1923-01-23 1924-01-18 Lagermetall des ternären Systems Zinn-Antimon-Blei. CH108968A (de)

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