CH109046A - Sicherheitsanlage zur Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten. - Google Patents

Sicherheitsanlage zur Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten.

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CH109046A
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Aktien-Gesellscha Maschinenbau
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Martini & Hueneke Maschinenbau
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  Sicherheitsanlage zur Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten.    Die Erfindung betrifft eine Sicherheits  anlage zur Lagerung feuergefährlicher Flüs  sigkeiten, das heisst eine Anlage, bei der die  feuergefährliche Flüssigkeit unter einem so  genannten Schutzgase gelagert ist. Bei der  artigen Anlagen mit unter Druck stehendem  Schutzgas und einer     Messvorrichtung    mit  zwei wechselweise sich füllenden und ent  leerenden     Messgefässen    ist es bekannt,     fliese          Messgefässe    in die Sicherung einzubeziehen,  so dass auch sie sowohl während     ihrer    Benut  zung, als auch sonst durch das Schutzgas ge  sichert sind.  



  Die Erfindung gestattet die 'Durchfüh  rung der gleichen Sicherung bei Anlagen  mit Pumpenförderung, bei denen also zum  Beispiel Schutzgas nicht unter Druck steht.  Der Zweck der Erfindung ist, die Sicherung  einer solchen Anlage in allen Teilen ein  schliesslich des     Doppelmessgefässes    mit mög  lichst einfachen Mitteln durchzuführen und  gleichzeitig eine möglichst hohe     Messgenauig-          keit    zu erzielen. Erfindungsgemäss ist dies  dadurch erreicht, dass die beiden     Messgefässe       in verengten Oberteilen Überläufe enthalten,       die    untereinander und mit dem Gasraum des  Lagerbehälters     verbunden    sind.

   Hierbei kön  nen die bei der bekannten     Druckschutzgas-          anlage        verwendeten-Schwimmerventile    vermie  den werden, die eine überaus genaue Aus  führung bedingen und ausserdem sehr emp  findlich     sind.    Die     Messgenauigkeit    ist bei der  Anlage nach der Erfindung deshalb beson  ders hoch, weil     Schwankungen    des Flüssig  keitsspiegels in den beiden     Messgefässen,    wie  sie besonders bei einer auf einem Gefährt  untergebrachten Anlage häufig vorkommen,  in dem verengten Teile der     Messgefässe    nicht  oder kaum zur Wirkung kommen können.  



  Die letzterwähnte Eigenschaft unter  scheidet den Gegenstand der     Erfindung    von       bekannten    Anlagen für Flüssigkeitslagerun  gen mit einem     Doppelmessgefäss,    bei denen  sich der     Überlauf    .an einer beliebigen Stelle  der Gefässe befindet, die den gleichgrössere  Querschnitt hat wie alle andern Teile des  Gefässes, so dass Schwankungen des Flüssig  keitsspiegels die     Messgenauigkeit    stark be-           einflussen    müssen. Ausserdem ist bei diesen  bekannten Anlagen keine Sicherung durch  Schutzgas vorhanden.  



  Zur Sicherung der Anlage kann diese so  gebaut sein, dass während des Nichtgebrau  ches der     Messvorrichtung    die     Cberlaufleitung     des     Doppelmessgefässes    zugleich als Schutz  gaszuführungsleitung dient; ferner kann in  die Ablaufleitung ein Steuerorgan eingeschal  tet sein, das beim     Schliessen    dieser Leitung  das auf Füllung geschaltete     Messgefäss    mit  dem Lagerbehälter verbindet.

   Hierdurch ist  Gewähr dafür gegeben,     dass    in der Nicht  gebrauchslage einerseits keine Luft in die     Mess-          vorrichtung    gelangen und die feuergefährliche  Flüssigkeit infolgedessen nicht mit Sauer  stoff in Berührung kommen kann, anderseits  im     Ruhezustande    keine Flüssigkeit sich  ausserhalb des Lagerbehälters befindet.  



  Auf der Zeichnung ist eine Ausführungs  form der Anlage nach der Erfindung sche  matisch in Ansicht, teilweise im Längs  schnitt, beispielsweise veranschaulicht.  



  Aus dem die feuergefährliche Flüssigkeit  enthaltenden Lagerbehälter 1 führt die eine  Pumpe 2 enthaltende Förderleitung 3 über  einen mittelst eines Hebels 4 einstellbaren  Steuerhahn 5 durch Leitungen 6, 7 zu einem  der beiden     Messgefässe   <B>8,9.</B> Diese Gefässe sind  an ihren obern Enden 10, 11 verengt und  enthalten in diesen verengten Oberteilen  einen Überlauf 12,     13.    Diese Überläufe sind  durch eine Leitung 14 untereinander und     mil     einer Leitung 15 verbunden, die in den Gas  raum 16 des Lagerbehälters 1 führt. An den  Hahn 5 ist die Ablaufleitung 17 angeschlos  sen. In dieser Leitung liegt ein Absperrorgan  18, das zugleich eine von der Förderleitung 3  zur Leitung 15 führende Verbindungsleitung  19     steuert.    .  



  Mittelst der Pumpe 2 wird aus dem La  gerbehälter 1 Flüssigkeit über den Steuer  hahn 5 in eines der     Messgefässe    8, 9 gedrückt.  Bei der in der Zeichnung dargestellten Aus  führungsform ist das     3lessgefäss    8 gerade ge  füllt, während das     Messgefäss    9 leergelaufen  ist. Damit aus der Ablaufleitung 17     Fltis-          sigkeit    überhaupt entnommen werden kann,    ist das Absperrorgan 18 vor dem Beginn  jeder     Zapfung    in die aus der Zeichnung er  sichtliche Lage zu bringen.  



  Arbeitet die Pumpe 2 weiter, trotzdem  das gerade auf Füllung gestellte     Messgefäss     bereits vollständig gefüllt ist, so läuft die  überschüssige Menge einfach durch den Über  lauf 12     bezw.    13 und die Leitungen 14, 15  in den Lagerbehälter 1 zurück. Die Leitung  15 ist absichtlich etwas weiter gehalten als  die Förderleitung 3, damit die gesamte über  den Überlauf 12 oder 13 in den Lager  behälter zurückfliessende Flüssigkeit mit  eigenem Gefälle in diesen Behälter zurück  gelangt.  



  Die Leitung 15 dient nicht nur zur  Zurückführung der zuviel geförderten Flüs  sigkeit in den Lagerbehälter, sondern auch  als     Ausgleichleitung    für das in diesen Be  hältern entstandene Schutzgas oder die       darin    befindliche     flüssigkeitsdampfhaltige     Luft.  



  Nach beendetem Zapfen wird der Hahn  18 um 90   gedreht. Dadurch schliesst er die       Messgefässe    8, 9 gegen die Aussenluft ab und  öffnet gleichzeitig die Leitung 19, so     dass     das gerade auf Füllung geschaltete     Messgefäss     durch diese Leitung mit dem Lagerbehälter 1  verbunden wird und sein Inhalt in diesen  zurückfliessen kann.  



  Bei der beschriebenen Anlage ist also die  Sicherung sämtlicher Teile einschliesslich des       Doppelmessgefässes    unter Vermeidung emp  findlicher Schwimmerventile oder dergleichen  mit einfachsten     11itteln    erreicht und gleich  zeitig eine hohe     Messgenauigkeit    gewähr  leistet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherheitsanlage zur Lagerung feuer gefährlicher Flüssigkeiten mit Förderpumpe und einer aus zwei wechselweise sich füllen den und entleerenden Gefässen bestehenden Messvorriehtung, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden iliessgefässe in verengten Ober teilen Überläufe enthalten, die untereinander und mit dem Gasraum des Lagerbehälters verbunden sind.
    11NTERANSPRUCII Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Ablaufleitung der Messgefässe ein Steuerorgan eingeschaltet ist, das beim Schliessen der Leitung das auf Fül= lung geschaltete Messgefäss mit dem Lager behälter verbindet.
CH109046D 1923-05-28 1924-04-28 Sicherheitsanlage zur Lagerung feuergefährlicher Flüssigkeiten. CH109046A (de)

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