CH109106A - Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung.

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CH109106A
CH109106A CH109106DA CH109106A CH 109106 A CH109106 A CH 109106A CH 109106D A CH109106D A CH 109106DA CH 109106 A CH109106 A CH 109106A
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CH
Switzerland
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liquid
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cleaning
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Inventor
Aktien-Gesellschaft J Bemberg
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Bemberg Ag
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/12Stretch-spinning methods
    • D01D5/14Stretch-spinning methods with flowing liquid or gaseous stretching media, e.g. solution-blowing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)

Description


      Verfahren    und Einrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die       Nunstfädenher        stellung.       Vorliegende Erfindung     betrifft    ein Ver  fahren nebst Einrichtung zum Reinigen von  Spinnvorrichtungen für die Herstellung     voll     Kunstfäden, insbesondere aus Kupferoxyd  ammoniakcellulose.  



  Beim Spinnen von Kunstseide aus     Kup-          feroxydammoniak    -     Celluloselösung    scheiden  sich in der Spinnvorrichtung, und zwar meist  an dem     Ausflussrohr    des Spinntrichters,       Kupferhydrat-Niederschläge    ab. Diese set  zen dem durchgezogenen Fadenbündel einen  Widerstand entgegen, der leicht zu Faden  brüchen führt. Bisher musste man daher die       ,X#a-schine        o@der    wenigstens die einzelnen  Spinnvorrichtungen zeitweise     stillsetzen,    um  das Rohr zu reinigen.  



  Bei Benützung des Verfahrens gemäss  vorliegender Erfindung lässt sich nun diese  Reinigung während des Betriebes ausführen,  entweder ohne oder doch nur mit ganz kur  zer Unterbrechung des Spinnvorganges, in  dem man von Zeit zu Zeit in den Strom der       Fällflüssigkeit    eine die störenden Nieder-         schläge    in der Spinnvorrichtung ablösende  Reinigungsflüssigkeit einleitet.  



  Die zur Ausübung des Verfahrens     die-          nendd    Einrichtung     umfasst    eine im wesent  lichen aus Spinntrichter, Vorratsbehälter und  Zuleitung für die Füllflüssigkeit bestehende  Spinnvorrichtung, ein     Voxratsgefäss    für die       Reinigungsflüssigkeit    und ein dieses Vor  ratsgefäss mit der Spinnvorrichtung verbin  dendes Rohr.  



  Als Reinigungsflüssigkeit kommen na  mentlich verdünnte Säuren in Betracht.  Eine zur Beseitigung der beim Kupferoxyd  ammoniak-Verfahren auftretenden Nieder  schläge geeignete Reinigungsflüssigkeit ist       beispielsweise    10     %ige    Schwefelsäure.  



  Der nötige Überdruck der Reinigungs  flüssigkeit kann durch     Flochlage    des genann  ten Vorratsgefässes erzielt werden. Es kann  auch in der Weise erzeugt werden, dass man  das Gefäss nur zu der Zeit anhebt, während  deren die Reinigungsflüssigkeit durchfliessen  soll. Hierdurch werden Hähne in der Zulei  tung erspart. Oder man kann endlich das      Gefäss so tief anordnen,     dass    nur jeweils so  viel Flüssigkeit entnommen werden kann,  als in das Gefäss über ein gewisses Niveau  eingegossen wird.  



  Wenn nur     unten    am Auslauf des Spinn  trichters ein Niederschlag gebildet wird, ge  nügt es, die Reinigungsflüssigkeit unten in  den Trichter einzuführen. Geht aber der  Niederschlag höher hinauf, so wird an Reini  gungsflüssigkeit gespart, wenn man die Zu  leitung ebenfalls höher legt,     so.dass    die  Reinigungsflüssigkeit nicht erst im Gegen  strom hoch hinauf getrieben werden muss,  sondern einfach durch den Trichter nach  unten fliessen kann.  



  Auf der Zeichnung sind fünf beispiels  weise Ausführungsformen der Einrichtung  zur Ausübung des Verfahrens dargestellt.  



  In den Figuren bezeichnet allgemein T  die ganze Spinnvorrichtung, c den konischen  Trichter, t das     Ausflussrohr    des Trichters,       u2    den Vorratsbehälter, und s das Zuleitungs  rohr der     Fällflüssigkeit.    a ist das Rohr,  welches das Vorratsgefäss b der Reinigungs  flüssigkeit mit der Spinnvorrichtung verbin  det.  



  Man kann nun betreffs Anordnung des  Gefässes b und seiner Verbindung mit der  Spinnvorrichtung verschiedene Ausführungs  arten wählen.  



  Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    1  ist das Gefäss b etwa in der Höhe der Ober  kante des Spinntrichters angebracht. Bei lt  befindet sich ein Hahn, welcher so lange ge  öffnet     bleibt,    bis der Niederschlag abgelöst  ist. Die     Fällflüssigkeit    fliesst durch das       Ausflussrohr    t mit einer Geschwindigkeit,  welche dem Druckunterschied zwischen der       Ausflussöffnung    von t und dem Flüssigkeits  niveau in dem Gefäss w entspricht, während  die Reinigungsflüssigkeit bei geöffnetem  Hahn     h,    dank der Hochlage des Vorrats  behälters b, sich in das Mundstück t des  Trichters ergiesst.  



  Bei der in     Fig.    2     dargestelten    Ausfüh  rungsform ist die Lage des Gefässes b so tief,  dass sein Flüssigkeitsniveau mit dem im Ge  fäss     w    gleichsteht. In diesem Falle fliesst    keine Reinigungsflüssigkeit durch das Rohr  a, weil nur in     ao    durch ununterbrochene  Flüssigkeitszufuhr für konstantes Niveau ge  sorgt ist. Dieses Rohr     a    ist biegsam     ge-          ma,eht,    so dass das Gefäss b etwas gehoben  werden kann.

   Die Hebung bewirkt, dass das  Niveau der darin enthaltenden Reinigungs  flüssigkeit über dein in     av    steht; es fliesst  infolgedessen so lange Reinigungsflüssigkeit  durch a ab,     jvie    die Niveaudifferenz anhält.  Ist der Niederschlag abgelöst, so senkt man  das Gefäss     b    wieder auf seinen alten Stand,  und der     Zufluss    von Reinigungsflüssigkeit  hört auf. Ein. Hahn zum Abstellen ist in  diesem Fall überflüssig.  



  Bei der in     Fig.    3 gezeichneten Ausfüh  rungsform ist das Gefäss b fest und so ange  bracht, dass bei etwa halber Füllung sein  Flüssigkeitsniveau mit dem     ini    Gefäss     it,     gleichsteht. Wird jetzt weitere Reinigungs  flüssigkeit in das Gefäss     l)    gegossen, so fliesst  diese sofort durch     a    ab, weil sieh durch Zu  giessen neuer Flüssigkeit das Niveau in b  erhöht. Hört man mit dem Zugiessen von  Reinigungsflüssigkeit auf, so stellt sieh das  Niveau in b sofort wieder von selbst auf  Stand von     iv    ein und der     Zufluss    hört auf.  



  Bei der Ausführungsform gemäss     Fig.    4  strömt die Reinigungsflüssigkeit durch das  mit einem     Absperrhahn        1i,    versehene Rohr     a     zu der Spinnvorrichtung. Das Rohr     a    ist  seitlich in das Rohr s eingeführt, das     über     dem konischen Teil des Trichters e mündet.  Öffnet man den Hahn     lt,    so strömt die Reini  gungsflüssigkeit in guter Mischung mit der       Fällflüssigkeit    zu und bestreicht sicher und  wirksam alle Teile des Trichters, an denen  sich     Niederschlage    bilden können. Das Rohr  könnte auch an anderer Stelle in den Trich  ter münden.  



  Die in     Fig.    5 dargestellte Ausführungs  form zeigt einen Trichter e in einem     zylin-          drischen    Mantel     I'.    Die     Fällflüssigkeit     strömt durch Rohr a am Boden des zylindri  schen Mantels ein, steigt in diesem auf und  fällt in dem Trichter e. nach unten. Diese  Spinnvorrichtung ist bekannt, z. B. durch  die deutsche Patentschrift Nr. 920051. Auch      hier wird die Reinigungsflüssigkeit durch  ein Rohr a mit Hahn     h    so zugeführt, dass  die Mischung beider Flüssigkeiten schon vor  Eintritt in den     Spinntrichter    stattfindet.  Auch hier ist ein anderer Anschluss des Roh  res e an den Mantel F möglich.  



  Im Falle der Reinigung des ganzen  Trichters     muss    bei den     Vorrichtungen    nach       Fig.    4 und 5 während der Zeit der Reini  gung der Spinnvorgang kurze Zeit unterbro  chen werden, wodurch die Fäden abreissen.  Dies dauert aber höchstens eine Minute und  kann ohne Schaden in :den Kauf     gen.omimen     werden.  



  Bei den Ausführungsformen nach     Fig.    4  und 5 wird gegenüber den in     Fig.    1 bis 3  dargestellten an Reinigungsflüssigkeit ge  spart, wenn es sich um die Reinigung des  ganzen Trichters handelt. In diesem Falle  muss man nämlich die im untern Teil des  Trichters eintretende Reinigungsflüssigkeit  zunächst in letzterem im Gegenstrome empor  treiben, was nur in unvollkommener Weise  gelingt, indem ein Teil der Reinigungsflüs  sigkeit sofort durch das Mundstück t aus  tritt. Die Reinigung wird bei Anwendung  der Ausführungsformen gemäss     Fig.    4 und 5  auch beschleunigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Reinigung von Spinnvor richtungen für die Kunstfädenherstel- lung, insbesondere aus Kupferoxyd ammoniak-Celluloselösung, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Strom der Fäll flüssigkeit von Zeit zu Zeit eine die stö renden Niederschläge in der Spinnvor richtung ablösende Reinigungsflüssigkeit eingeleitet wird.
    1I. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens * gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ein' Vorratsgefäss für die Reinigungsflüssigkeit und ein dieses Ge fäss mit der im wesentlichen einen Spinntrichter, einen Vorratsbehälter und eine Zuleitung für die Fällflüssigkeit umfassenden Spinnvorrichtung verbin dendes Rohr. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das er wähnte Verbindungsrohr in den Spinn trichter mündet und mit einem Hahn ver sehen ist, und dass das genannte Gefäss höher angeordnet ist als die Einmün- dungsstelle des Verbindungsrohres in den Trichter. 2. Einrichtung gemäss Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass das ge nannte Verbindungsrohr biegsam und das Vorratsgefäss für die Reinigungs flüssigkeit derart beweglich angeordnet ist, dass es sich heben und- senken lässt. 3.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Gefäss derart angebracht ist, dass ein Zufluss von Reinigungsflüssigkeit zum Spinn trichter bei ungefähr mittlerem Flüssig keitsstande nicht stattfindet, sondern erst eintritt, wenn die Flüssigkeitsmenge im Voirratsgefäss vermehrt und damit das Ni veau über diejenige im Vorratsbehälter ,der Fällflüssigkeit gehoben wird. 4. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Ver bindungsrohr in das Zuleitungsrohr der Fällflüssigkeit einmündet. 5.
    Einrichtung gemäss Patentanspruch 1I und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass das Zuleitungsrohr der Fällflüssigkeit oberhalb des konischen Teils des :Spinntrichters in letzteren ein mündet. 6. Einrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, dass das Zuleitungsrohr der Fällflüssigkeit am Boden eines den Spinntrichter umschliessenden Mantels einmündet.
CH109106D 1924-01-22 1924-01-22 Verfahren und Einrichtung zum Reinigen von Spinnvorrichtungen für die Kunstfädenherstellung. CH109106A (de)

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