CH109428A - Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine.

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CH109428A
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Didier Stettiner Chamo Vormals
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Stettiner Chamotte Fabrik Akti
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  Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine.    Bei der Herstellung der üblichen Scha  mottesteine wird eine gewisse Menge Ton vor  gebrannt, darauf zerkleinert und mit Bindeton  gemischt, worauf die Masse geformt und ge  brannt wird. Bei der Anwendung der üblichen       Vorbrenntemperatur    der Tone erhält man  einen Stein, der eine verhältnismässig grosse       Porosität    hat und infolgedessen durch Schlacke  sehr leicht angegriffen wird. Auch ist die  Standfestigkeit dieser Steine bei hohen Tem  peraturen verhältnismässig gering.  



  Nach der Erfindung werden die Tone bei  einer Temperatur     vorgebrannt,    welche über  dem     Erweichungsgrad,    jedoch unter dem  Schmelzpunkt liegt. Bei dieser     Vorbrenntem-          peratur    tritt unter Zustandsänderungen der  ursprünglichen     Silikatverbindungen    eine     Sin-          terung    der Tone ein.  



  Diese so     vorgebrannten    Tone ergeben bei  der Zerkleinerung ein     äusseist    klares, scharf  kantiges Korn. Die durch Zusatz von Binde  ton zu diesen zerkleinerten Tonen und Bren  nen der Formlinge bei der üblichen Brenn  temperatur von etwa 1200   C hergestellten    Steine zeichnen sich durch hohe Widerstands  fähigkeit gegen chemische und physikalische  Beanspruchungen auch bei hohen Tempera  turen aus. Das mechanische Gefüge solcher  Steine ist äusserst dicht und ihre Bruchfestig  keit hoch. Überdies ist infolge der scharf  kantigen Form der Körner -und deren innigem       Ineinandergreifen    nur eine geringe Menge  Bindeton erforderlich, was die Standfestigkeit  der Steine bei hoher Temperatur erhöht.

   Die       Vorbrenntemperatur    liegt je nach der Art des  verwendeten Tones zwischen 1350   und  1500   C.  



  Diese durch die genannte     Vorbrenutempe-          ratur    erzielten Vorteile werden in erhöhtem  Masse erreicht, wenn zur Herstellung der  feuerfesten Steine Tone verwendet werden,  die     quarzige,        feldspat-    oder     glimmerartige    Bei  mengungen enthalten. Diese Beimengungen  gehen bei der schmelzenden     Sinterung    mit  der vorhandenen Tonsubstanz neue Silikat  verbindungen ein, die einen vollständig dichten  Scherben erzeugen.

   Aus solchen dichten Scher  ben unter geringem     Bindetonzusatz    hergestellte      Steine ergeben einen praktisch porenfreien  Stein, der sich besonders gegen chemische       Angriffe    als äusserst widerstandsfähig erweist.  



  Als     Ausgangsstoffe    für die Steine können  die in grossen     -Mengen    in der Natur vorkom  menden verunreinigten Tone -Verwendung  finden, ohne dass diese Tone erst besonders  aufbereitet werden müssen, um durch Schläm  men oder Sieben die Tonsubstanz von den  Verunreinigungen zu trennen. Diese Verun  reinigungen bestehen im wesentlichen aus       quarzigen,        feldspat-    oder     glimmerartigen    Ge  steinsresten.  



  Setzt man bei Verwendung von Tonen, die       quarzige,        feldspat-    oder     glimmerartige    Bei  mengungen enthalten, nach dem     Vorbrennen     bis zur schmelzenden     Sinterung    noch Feld  spat besonders zu, so erhält man einen voll  ständig porenfreien,     steinzeugartigen,    feuer  festen Stein, der den höchsten Anforderungen  in bezug auf Säurebeständigkeit und Säure  durchlässigkeit genügt. Der Bindeton verur  sacht gewöhnlich beim Brennen der     Form-          linge    eine gewisse, wenn auch     mir    geringe       Porosität    der Steine.

   Diese wird vollständig  behoben durch den     Feldspatzusatz,    der beim  Brennen der Formlinge mit dem sinterge-    brannten Ton und insbesondere mit dem Binde  ton ein     steinzeugartiges    Enderzeugnis liefert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine, bei dem Tone vorgebrannt, zerkleinert, mit Bindeton gemischt, geformt und gebrannt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Tone bei einer Temperatur vorgebrannt werden, welche über dem Erweichungsgrad, jedoch unter dem Schmelzpunkt liegt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Tone mit quarzigen, feldspat- oder glimmerartigen Beimen gungen vorgebrannt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und LTnter- ansprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass Tonen, die quarzartige, feldspat- oder glim- merartige Beimengungen enthalten, nach dem Vorbrennen Feldspat zugesetzt wird.
CH109428D 1923-06-21 1924-06-07 Verfahren zur Herstellung feuerfester Steine. CH109428A (de)

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