Als Spielzeug verwendbare Faltschachtel. Die als Unterhaltungs-, Anschauungs- und Belehrungsmittel für die Jugend be kannten Modellier- oder Ausschneidebogen, mit deren Hilfe man durch Ausschneiden, Umfalten, Zusammenheften und Kleben kör- ])erhebe Spielzeuggegenstände, stehende Fi- (ruren und dergleichen, herstellen kann, ste lien insbesondere wegen der Kosten des Roh niaterials zurzeit so hoch im Preise, dass sie für viele Kreise schwer erschwinglich sind.
Das ist wegen der Verkümmerung der den grossen Massen zugänglichen Erziehungs- und Belehrungsmittel ein auch vom volkswirt schaftlichen Standpunkt tief zu beklagender Übelstand. Der hohe Preis der handelsüb lichen 14loclellierbogen ist hauptsächlich da durch bedingt, dass die Herstellung der dar aus anzufertigenden Spielzeuggegenstände ein si.eifes Material erfordert, also die Verwen- clung eines verhältnismässig starken und da her teuren Kartons zur Voraussetzung hat.
Die vorliegende Erfindung geht nun von dem Gedanken aus, ein bisher als wertlos an gesehenes und deshalb meist nach erstmali gem Gebrauch weggeworfenes Material, näm lich die zur Herstellung von Faltschachteln und dergleichen benutzte Pappe, für' die ge nannten Zwecke dadurch verwendbar zu ma- .chen, dass man die Faltschachteln, wie sie zum Verpacken und Versenden von Waren aller Art benutzt werden, mit in passender Weise ausgebildeten Modellierbogen kombi niert, derart., dass, die Schachteln, nachdem sie ihrem Zweck als Verpackungshüllen ge dient haben,
eine weitere Verwendung für die Anfertigung von Spielzeuggegenständen fin den können. Dabei lässt sich unter anderem die besondere Wirkung erzielen, dass die für viele in dieser Weise herzustellenden Gegen stände erwünschte, von rechtwinklig zuein ander stehendeiZ Flächen begrenzte Raum form sich ohne weiteres bereits aus der ka- stenförmigen Gestaltung der Schachtel er gibt, dass mit andern Urorten die Raumform, sowie auch die Dimensionen der betreffenden Schachtel in .dem aus dieser gebildeten Spiel zeuggegenstande oder doch in wesentlichen Teilen desselben wieder in Erscheinung treten.
Die Kombination des Modellierbogens mit der Faltschachtel kann in der Weise erfol gen, dass ein mit der betreffenden Zeichnung bedrucktes Blatt Papier von entsprechender Grösse auf den Schachtelzuschnitt aufgeklebt oder sonstwie, zum Beispiel durch Anheften oder blosses Beilegen mit ihm in unmittelbare Beziehung gebracht wird. Man kann aber auch die Modellierzeichnunb auf dem mit Deckpapier versehenen Zuschnitt oder unmit telbar auf dem Kartonmaterial des letzteren anbringen.
Die Zeichnung, die bei einer be vorzugten Ausführungsform des Erfindungs- gegenstandes zweckmässig lediglich auf der Aussenseite der Schachtel v orbesehen ist, braucht nicht sämtliche Flächen zu bedecken, beschränkt sich vielmehr vorteilhafterweise auf einzelne Flächen, insbesondere auf eine oder zwei Breitseiten, wenn es sich um Schachteln handelt von parallelepipediseher Gestalt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung in mehreren beispielsweisen Ausführungsformen z eranschaulieht, und zwar zeigt: Fig. 1 einen gemäss einer ersten Ausfüh rungsform ausgestatteten Faltschachtelzu- schnitt in flachbelegtem Zustande;
Fig. 2 stellt den nach Verbrauch der be- lreffenden Faltschachtel aus ihr herbestellten Spielzeuggegenstand dar; die Fig. 3 bis 6 veranschaulichen eine wei tere, und die Fiz. i und 8 eine dritte Ausfüllrunbs- möglichkeit.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und ? besteht der Faltschachtelzuschnitt in bekannter Weise aus einem zusamnlenliii.n- genden Stück Pappe oder dergleichen, das durch Kniff- bezw. Eindrueklinien und Ein ,chnitte in dreizehn Felder unterteilt ist. Die grössten Felder 1 und 2 bilden später den Boden- bezw. Deckelteil der Faltschachtel. Sie stellen durch einen schmäleren Teil 3 miteinander in Verbindung.
An den Teil 1 schliessen sieh ferner unmittelbar --eitere Teile 4, 5 und 6 an, von denen der erstere die in der fertigen Schachtel der Seite 3 be- benüberliegende Längswand bildet, während die Teile 5 und 6 die Stirnwände der Sehach tel abgeben. Die sich seitlich an die Teile 3 und 4 anschliessenden Lappen 7, sowie die mit den Teilen 5 und 6 zusammenhängenden Lappen 8 dienen in bekannter Weise zum Verschliessen der fertig zusammenbelebten Schachtel,
deren Teile 3 und .1 mittelst des mit dem letzteren zusammenhängenden Strei fens 9 verklebt werden.
Der Teil ? ist auf der Seite, die später nach aussen zti liegen kommt, mit einem Bild bedruckt, das im dargestellten Falle die Vor derseite und sonstige Einzelheiten einer Standuhr wiedergibt. Die stark ausgezogenen Linien deuten in üblicher Weise an, wo das Ausschneiden zu erfolgen hat, während durch die gestrichelten Linien in ebenfalls bekann- fer Weise die Kniffstellen bezeichnet sind.
Die Fig. 1 und ? lassen ohne weiteres erken nen, wie das Ausschneiden, Kniffen und Zu sammenfalten der einzelnen Teile zur Bil dung des Spielzeuggegenstandes zu erfolgen hat. Nachdem das den Schlitz 10 enthaltende Feld um die obere 1iniffAelle 1? nach innen Umbelebt ist, in welcher Lage es sich mit sei nem freien nach unten umzulegenden Rande 1 3 von innen geben den dann die Rückwand der Standuhr bildenden Teil 1 legt,
wird das Tihrpendel von unten durch den Schlitz 10 geschoben und durch Umbiegen des an sei- nEm obern Ende vorgesehenen Lappens 11 aufgehängt. Das betreffende Feld bildet dann bei aufrechter Stellung der Uhr die @cragrechte Bodenwand des LThrkastens. Die fertige Standuhr zeigt im wesentlichen die selbe Raumform und dieselben Dimensionen wie die Schachtel,
aus der sie Herbestellt wurde, was dadurch erreicht -rird, dass die für die Rauinforin der Uhr massgebenden Kniff- und Grenzlinien mit den entsprechen den Linien des Faltschaehtelzusebnitte@ zu sammenfallen.
Es ist natürlich nicht nötig, dass die Raumform des Spielzeuggegenstan- des wie bei der v orbeschriebenen Ausfüh rungsform in jeder Beziehung genau der Schachtelform entspricht, bezw. dass sämt liche Kanten- bezw. Grenzlinien des Spiel- zeuggebenstandes mit Kantenlinien der Schachtel zusammenfallen. Es benübt viel mehr,
dass der Spielzeubbebensta.nd in seinen Hauptteilen oder doch in für seine Raum- form und Abmessungen charakteristischen Begrenzungen die Umrissform der betreffen den Schachtel noch erkennen lässt.
Eine Ausführungsform, die diesen Vor- iussetzungen noch entspricht, die allerdings etwa den Grenzfall in .dieser Beziehung idar- stellt, ist in den Fig. 3 bis 6 veranschaulicht. Hier ist im übrigen angenommen, dass die Modellierbogenzeichnung, die eine orientali sche Strassenszene mit Kamelen, Reitern und Treibern darstellt, auf einem besondern Blatt Papier angebracht ist, und zwar befindet sich der betreffende Aufdruck auf der In nenseite des .mit a bezeichneten Papierblattes <B>-.</B> 4)
, dessen andere Seite (Fig. 5) in der <B>%</B> Tin <B>-</B> t5 Hauptsache den auf den Schachtelinhalt, so -wie den betreffenden Fabrikanten oder der gleichen hinweisenden Reklameaufdruck trägt. In Fig. 3 ist der Schachtelzuschnitt c als solcher und in Fig. 6 der fertige, aus der betreffenden Schachtel herzustellende Spiel zeuggegenstand d dargestellt.
Der Schachtelzuschnitt c besteht bei die ser Ausführungsform aus roher, weder be druckter noch beklebter Pappe. Zweckmässig findet wegen ihrer Billigkeit ordinäre Stroh- Pappe Verwendung.
Dies ist deshalb unbe denklich, weil bei der fertigen Schachtel das Pappmaterial durch die aus dem Papierstück a in bekannter Weise gebildete Hülle abge deckt wird, und weil bei Verwendung der Schachtel als Modellierbogen die Papierhülle, die auf der Innenseite die Modellierzeichnung trägt, mit dem Pappmaterial der Schachtel verklebt wird, wodurch dieses Material die für die Modellierzwecke erforderliche Wider- standsfähigkei.t gegen Knicken und derglei- cbeli erhält.
Der Schachtelzuschnitt c ist in der übli chen Weise durch Einschnitte 16 und Ein druck- oder Ritzlinien 17 in eine Anzahl Felder geteilt, die durch Umknicken um die Linien 17 die fertige Schachtel ergeben. Der Zuschnitt wird in der Fabrik zweckmässig durch Verkleben eines, auf der einen Seite -#-orstehenden Streifens 18 mit der gegen überliegenden Schmalseite 19 in bekannter Weise zu einem an den schmalsten Seiten offenen, sonst aber rings geschlossenen hül senartigen Gebilde umgeformt, das in flach gelegtem Zustande aufgestapelt und versandt werden känn. In ähnlicher Weise kann das Papierstück ca die Form einer geschlossenen Hülse erhalten,
wobei die den Reklameauf druck .aufweisende Seite (Fig. 5) nach aussen. die den Modellierbogendruck zeigende Seite (Fig. 4) nach innen gebracht wird. In, dieser Form wird die Papierhülle dann über den Zuschnitt c .geschoben.
Die Raumform der Schachtel tritt, wie Fig. 6 erkennen lässt, in dem aus der Schach tel angefertigten STselzeuggegenstande in der Weise in Erscheinung, dass die beiden Ka melfiguren @e und f in einem der Schachtel dicke g (Fig. 3) entsprechenden Abstande nebeneinanderstehen und ihre Höhe und Länge den 'betreffenden Schachteldimen sionen entspricht.
Der erwähnte Abstand wird dadurch gesichert, dass die Höcker der beiden Kamele (Fig. 4) durch zwei Stege g', <B><I>g</I></B> ' miteinander verbunden sind, die beim Aus schneiden der Figuren stehen bleiben. Die Linien h, in denen die Stege sich an die Hök- ker der Kamele anschliessen, fallen mit -den Knifflinien i des Schäehtelzuschnittes c zu sammen.
Den gleichen Abstand wie die Li nien h, h voneinander, weisen zweckmässig die untern Grenzlinien k der Modellierbogen- zeichnung von den betreffenden Rändern des lHodellierbogenblattes a auf. Die Grenzlinien <I>k, k</I> decken sich mit den Knifflinien <I>k', k'</I> des Zuschnittes c, derart, dass auch der seit liche Abstand der Füsse der beiden Kamel figuren (Fig. 6) der Dicke ,g der Schachtel entspricht.
Das Feld 19 des Schachtelzu schnittes bildet in dem, fertigen Spielzeug gegenstande d den von -den Kamelen be- sellrittenen Strassenstreifen, der zur Erhö hung der Standsicherheit noch auf ein beson deres Stück Pan-pe 1 aufgeklebt werden kann.
In dem durch die Breite des Streifens 19 ae- gebenen Abstande voneinander werden zweckmässig auch die Büsche 20, 20 und 21, 21 auf das Pappstück 1 aufgeklebt, die ebenso wie die Kamelfiguren paarweise auf den den beiden Breitseiten 22, 22 des Schaehtelzu- sehnittes c entsprechenden Feldern des 3Io- dellierbogens a angebraclitt sind.
Dasselbe gilt für die Kamelreiter<I>na,</I> 7n und die Trei ber bezzv. Begleiter 7i, n.. Durch die paarweise Anordnung in Verbindung mit der Innehal- tung eines gewissen Abstandes sowohl für die Kamelfiguren, wie auch für die beiden Buschpaare ergibt sieh ein höchst plastisch -wirkendes Gesamtbild, das in seiner allge meinen Umrissform die Raumform,
sowie auch die Dimensionen der betreffenden Falt- scha.chtel noch erkennen lässt.
Die den Reklameaufdruck enthaltende Seite der Papierhülle a (Fig. 5) enthält au sser diesem Aufdruck zweckmässig noch eine perspektivische Darstellung des vom Kinde aus der betreffenden Schachtel ztr modellie renden Gegenstandes in verkleinertem Mass- stabe, wie bei o angedeutet ist. Im Ansehluss daran kann die betreffende Seite des Papier blattes a auch noch eine kurze Anleitung darüber enthalten, wie der Spielzeuggegen stand anzufertigen ist.
Im übrigen weiss das Kind bald aus Erfahrung oder erfährt es durch einen Hinweis der Mutter oder anderer Personen, da.ss die Papierhülle a auf der In nenseite den Modellierbogenaufdruck trägt, der die Herstellung des auf der Aussenseite bei o im Kleinen abgebildeten Gegenstandes ermöglicht.
Das Kind löst die Hülle a durch Auftrennen in einer Längsseite von der eigentlichen Schachtel, breitet die letztere flach aus und klebt den Papierbogen a mit der den Reklameaufdruck (Fig. 5) tragenden Seite nach innen auf den Schachtelzuschnitt. und zwar so, dass die für die Raumform des Spielzeuggegenstandes massgebenden Grenz- oder Gliederungslinien, im vorliegenden Falle <B>i</B> also insbesondere die Linien lr.;
1z bezw, i, i und 7,:, 7,: mit. den entsprechenden Knifflinien <I>i',</I> i' bezw: k', 1c' des Schachtelzuschnittes zusammenfallen.
Nach dem Aufkleben des Papierbogens auf das Schachtelmaterial wer den dann. die figürlichen Darstellungen in der üblichen Weise ausgeschnitten und gege benenfalls entsprechend der auf dem Papier bogen a enthaltenen Anweisung durch Um- falten, Schlitzen, Kleben usw. zu der in Fig. 6 dargestellten fertigen Gruppe umgebildet und zusammengestellt.
Man kann mit dein Schachtelzuschnitt auch Modellierboaen kombinieren, deren Zeichnung auf die Kastenform der Schachtel keine Rücksicht nimmt, derart, dass die: Schachtel, wenn sie ihrem .primären Verwen dungszwecke bedient hat, nicht ihrer R.auin- form und ihren Dimensionen nach, sondern lediglich, soweit das Seliaelitelinaterial in Frage kommt, in dem aus ihr herzustellen den #Spielzeugge#,,-enstande wieder auflebt.
Mit andern Worten: blau kann die Schachtel bezw. den Schachtelzuschnitt. aus gewöhn lichen 31odellierhol-,e@n bilden oder zusammen- stellen, was zweckmässig in der Weise ge- s chieht, dass einzelne oder auch säintlielie Felder der Schachtel oder des Zuschnittes finit den einzelnen Figuren der 31odellier- bogenzeiehnun- unmittelbar bedruckt sind.
Eine solche Ausführungsform ist in den Fig. 7 und S veranschaulicht. Hier stellt Fig. 7 den Schachtelzuschnitt als solchen dar. und zwar in flaeligelegtein Zustande und von der in der fertigen Schachtel aussen liegenden Seite besehen. Der Zuschnitt, ist wieder in üblicher Weise durch Schnitt- und Eindruck bezw. Ritzlinien 16 bezw. 17 in einzelne Felder unterteilt. die nach dem Zusammen falten des Zuschnittes die Wandungen der Schaelitel ergeben.
Eine der Breitseiten ?? ist nach Art der üblichen Modellierbogen mit einzelnen Figuren bedruckt. Derartige Auf drucke können auch die übrigen Felder- des Zuschnittes aufweisen. Im dargestellten Falle ist aber angenommen. dass die übrigen Felder mit Aufdrucken versehen sind, die Anleitungen zur Herstellung der betreffen den Spielzeuggegenstände enthalten. Einzelne der Schachteln können natürlich auch mit auf den Schachtelinhalt, sowie auf den betreffen den Lieferanten hinweisenden Aufdrucken, sowie mit der sonst für Faltschachteln iibli- cheri Ausstattung versehen sein.
Es emp fiehlt sich aber, die Felder der Schachtel bezw. des SchacliteIzuschnittes selbst mög- liehst für ModeRierbogenaufdrucke frei zu halten und die Hinweise auf den Schachtel inhalt, Firmenbezeichnung, Fabrikmarken usw., auf einer besondern Papierhülle r (Fig. 8) unterzubringen, ,die zweckmässig in ring förmig geschlossenem Zustande über die Faltschachtel bezw. den entsprechend ring förmig geschlossenen Faltgcha:
chtelzuschnitt geschoben wird, so dass sie die mit den Mo- dellierzeirhnungen bedruckten Schachtelfel der verdeckt. Der Unterschied dieser Aus führungsform gegenüber den vorbeschriebe- nen liegt hauptsächlich darin, dass die Raum form des aus der Schachtel herzustellenden Spielzeuggegenstandes in keiner Beziehung mehr zu der Schachtelform steht, dass. viel mehr die Schachtelfelder Modellierbogen be liebiger Art bilden.
Bei der Ausführungsform des. Erfin- diuigsgegenstandes, bei der die Schachtel mit bildlichen oder sonstigen Hinweisen auf die Herstellung eines bestimmten Spielzeuggegen standes versehen ist, braucht die Modellier- zc_,iclinung übrigens nicht .sämtliche zu dem betreffenden Gegenstande gehörigen Teile zu enthalten, vielmehr kann man auch einzelne Teile bezw. Figuren weglassen, und es der Phantasie und der Kombinationsgabe des Kindes überlassen, solche fehlenden Teile zu ergänzen, und zwar aus dem sonst nicht ver wendeten Material der betreffenden ,
Schach- tel selbst, oder aber anderer Schachteln, deren Herstellungsmaterial oder Aufdruck sich für die Verwendung der betreffenden Teile be sonders eignet. Es wird dann zweckmässig durch eine entsprechende Anweisung auf der die Zeichnung für die hauptsächlichsten Teile des Spielzeuggegenstandes enthaltenden Schachtel auf die Beschaffenheit der feh lenden Teile aus dem Material einer andern, dlurch ein besonderes Kennwort, eine Num mer oder ein anderes Merkmal zu bezeich nenden Schachtel hingewiesen.
Dadurch wird erreicht, dass das Kind zur Ergänzung seines Spielzeuges die betreffende andere .Schachtel oder mehrere andere Schachteln verlangt, die den fehlenden Teil oder das fehlende Mate rial enthält, wodurch der der Erfindung zu- grunde liegende Gedanke, die Nachfrage nach den in den betreffenden Faltschachteln enthaltenen Erzeugnissen zu erhöhen, weiter gefördert wird.
Um ein Beispiel für diese besondere Aus führungsart anzuführen, können bei einer Schachtel, deren Modelherbogenaufdruck vielleicht ein Haus darstellt, die Fenster weggelassen sein, wobei in der Herstellungs anleitung für das Kind erwähnt ist, dass die Fenster Schachteln der Serie B" entnommen werden können. Die Schachteln der "Serie B" enthalten dann beispielsweise eine Um hüllung aus durchsichtigem Papier, das ge gebenenfalls mit einer Fenster darstellenden Zeichnung bedruckt ist. Das Kind verlangt dann Schachteln der "Serie B" und entnimmt der betreffenden .durchsichtigen Hülle die für die Fertigstellung des Spielzeughäus chens nötigen Fenster.
In gleicher Weise kann zum Beispiel darauf hingewiesen werden, dass das Material für die Tapete eines Zimmers, wie es aus den Schachteln. einer "Serie C" herzustellen ist, einer :Schachtel der "Serie D" entnommen werden kann. Das Kind wird dann eine Schachtel der betreffenden Serie verlangen, um das Material für die Fertigstellung seines Spielzeuges in die Hand zu bekommen.
Es sei noch hervorgehoben, dass sich die Erfindung keineswegs auf die besondere Art des Modellierbogenaufdruckes in seiner bild lichen Wirkung, auch nicht auf den begriff liehen Inhalt der betreffenden Zeichnungen bezieht; vielmehr wird die Erfindung in dein Technischen Gedanken erblickt, Modellier bogen bestimmter Art mit Faltschachteln in bestimmter Weise zu vereinigen, und auf diese Weise ein neues Gebilde mit neuen tech nischen Wirkungen zu schaffen.
Es wird ferner darauf hingewiesen, dass die besondere Form der Schachteln, sowie die Form und Einteilung der betreffenden Zu schnitte, die Anordnung der Kniff-, Ritz bezw. Eindrucklinien, sowie schliesslich auch das Material der Schachtel, soweit in letzterer Beziehung in der Beschreibung nicht beson- dere Ausnahmen gemacht sind, für das We sen der Erfindung gleichgültig sind.