CH109722A - Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Flüssigkeit zum Lichtempfindlichmachen von Papier, Glas, Gewebe usw. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Flüssigkeit zum Lichtempfindlichmachen von Papier, Glas, Gewebe usw.

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CH109722A
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials

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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Flüssigkeit zum Lichtempfindlich  machen von Papier, Glas, Gewebe usw.    Nach dem     Herschelschen    Prinzip gehen  bekanntlich     Ferrisalze,    wenn sie belichtet  werden, in     Ferrosalze    über, die     Silbernitrat     zu Silber reduzieren.  



  Verschiedene auf diesem Prinzip be  ruhende Gemische in verschiedenen Verhält  nissen wurden von     vielen    Erfindern vorge  schlagen, aber alle diese Verfahren waren  für kunstphotographische Zwecke     unbrauoh-          bar.    Die Gründe dieser     Unbrauchbarkeit    la  gen in mancherlei Nachteilen: Die Bilder  waren nicht haltbar, hatten keine     Tönungs-          abstufungsskala,    die Lösungen waren zu  teuer und wirkten sehr oft ätzend auf die  Faser wegen eines zu starken     Silbernitrat-          und    Säuregehaltes.

   Ausserdem hatten die Lö  sungen, welche bessere Resultate gaben, den  grossen Nachteil, dass ihre Handhabung sehr  umständlich war, weil die     zum        Lichtemp-          findlichmachen    von Papier dienenden Flüs  sigkeiten in verschiedenen     Schichten    aufzu  tragen waren und die Lösungen also, auch in  getrennten Packungen aufbewahrt werden       ,5p11ten,       Das vorliegende Verfahren ermöglicht  nun, alle diese Übelstände zu beseitigen.

    Dasselbe besteht darin, dass man eine Lösung  aus     Eisenammoniumcitrat,    Silbernitrat und  Weinsäure herstellt, die so erhaltene Lösung  auf höhere Temperatur erwärmt und längere  Zeit, meist während mehreren Stunden, auf  höherer     Temperatur    erhält. Es findet dann  eine     Reaktion    statt, welche die Bildung  gewisser     Silber-Ammoniak-Citrat-Komplexe     neben     Eisentarträt        bedingt.    Die Eigenschaf  ten der entstehenden Lösung     können    in her  vorragendem Masse durch die Wahl der Tem  peratur oder durch :die Dauer der Einwirkung  derselben     beeinflusst    werden.  



  Das Endprodukt ist eine klare     ölige    Flüs  sigkeit mit schöner apfelgrüner Farbe. Als  Nebenprodukt entsteht noch ein sehr geringer  grauer Niederschlag, der in Ammoniak un  löslich und auch nicht lichtempfindlich ist.  Die Zusammensetzung dieses     Körpers    ist  noch nicht genau festgestellt worden; es hat  sich aber ergeben,     dass    dieser Körper in ge  wisser     Flinsicht    eine schädliche Wirkung auf      die lichtempfindliche Lösung ausübt und  deswegen vorteilhaft durch einen     Klärungs-          prozess    zu beseitigen ist.  



       Beispiel:     In 10 Liter     Wasser    werden 300 bis 600     -r     Silbernitrat,<B>700</B> bis 1000     gr        zitronsaures          Ammoniakeisen    und 100 bis 500     gr    Wein  säure gelöst, wozu man zweckmässig noch  etwa. 30     gr    Gelatine hinzufügt. Die Lösung  wird nun auf 50 bis 60   C erwärmt und  w     iihrend-    6 bis 8 Stunden auf dieser Tem  peratur erhalten. Dann wird sie zur Entfer  nung eines etwaigen Niederschlages geklärt.  



  Der Lösung kann auch Kupfersulfat oder  Urannitrat oder     Chloralhydrat    beigemengt  werden, wenn man bestimmte Kopiereffekte  erzielen will.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Verfahren zur Herstellung einer licht empfindlichen Flüssigkeit zum Lichtempfind- lichmachen von Papier, Glas, Gewebe usw., dadurch gekennzeichnet, dass man eine Lö sung aus Eisenammoniumcitrat, Silbernitrat und Weinsäure herstellt, die so erhaltene Lösung auf höhere Temperatur erwärmt und längere Zeit auf höherer Temperatur erhält. UNTERANSPRÜCIIE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung auf 50 bis 60 C erwärmt und während 6 bis 8 Stunden auf dieser Temperatur hält.
    ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung zur Entfernung eines etwaigen Niederschlages einem Klärungsprozess unterwirft. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gelzennzeichnet, dass man der Lösung Kup fersulfat beimengt. 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung Urannitrat beimengt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Lösung Chloralhydrat beimengt.
CH109722D 1924-04-22 1924-04-22 Verfahren zur Herstellung einer lichtempfindlichen Flüssigkeit zum Lichtempfindlichmachen von Papier, Glas, Gewebe usw. CH109722A (de)

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