CH109776A - Mit Kompensationsspulen und mit ausgeprägten Polen versehene Kommutatormaschine. - Google Patents

Mit Kompensationsspulen und mit ausgeprägten Polen versehene Kommutatormaschine.

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CH109776A
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Ludwig Dr Torda
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Ludwig Dr Torda
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
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Description


  Mit Kompensationsspulen und mit ausgeprägten Polen versehene Kommutatormaschine.    Die Erfindung betrifft eine mit Kompen  sationsspulen und mit ausgeprägten Polen  versehene Kommutatormaschine, zwecks Er  zielung möglichst geringer radialer Abmes  sungen.  



  Es ist nämlich insbesondere bei     Bahn-          und    Kranmotoren, zwecks Unterbringung  einer möglichst grossen Leistung innerhalb  eines begrenzten Raumes, wichtig, die radialen  Abmessungen der Motoren möglichst weit  gehend zu vermindern. Bei Maschinen mit  ausgeprägten Polen ist es demnach wün  schenswert, die Polschenkel bezw. die     Feld-          mnagnetspulen    so weit als möglich zu verkür  zen was durch weitestgehende Verminderung  des Luftspaltes ermöglicht wird, da damit der  zu überwindende magnetische Widerstand  wesentlich herabgesetzt wird.

   Aus mechani  schen Gründen würde sich die Verminderung  des Luftspaltes durch Benützung von Ku  gel- oder Rollenlagern weitgehend verwirk  lichen lassen, doch steckt einer solchen Ver  minderung die durch die Ankerrückwirkung  erzeugte Feldverzerrung eine Grenze.  



  Um diese Feldverzerrung aufzuheben,    muss man eine Kompensationswicklung an  bringen. Durch die bisher angewendeten  Wicklungen dieser Art werden die Anschaf  fungskosten der Motoren wesentlich erhöht,  anderseits entstehen namentlich bei Bahn  motoren, die verhältnismässig häufigen Aus  besserungen unterworfen sind, Schwierigkei  ten, weil die Kompensationswicklung auf den  Polflächen mehr oder weniger gleichmässig  verteilt angeordnet wurde und deshalb in die  Nuten eingewickelt werden musste.  



  Die Erfindung beruht auf der Erkennt  nis, dass es zweckmässiger ist, die Kompen  sationswicklung derart zu konzentrieren, dass  die Zwischenräume je zweier benachbarter  Pole durch je eine einzige Kompensations  spule überbrückt und die zur Aufnahme der  Kompensationsspulen dienenden Nuten der  Polschuhe derart angeordnet sind, dass sie die  Polfläche in wesentlich gleiche Teile unter  teilen.  



  Bei einer derart konzentrierten Anord  nung der Kompensationswicklung können auf  Schablonen     fertiggewickelte    Spulen benutzt  werden, wobei es zweckmässig ist, die Anord-      nung so zu treffen, dass sie das leichte Ein  setzen und Entfernen, sowohl der Kompen  sationsspulen, als der Feldmagnetspulen, ge  stattet, so dass etwaige Ausbesserungen leicht  durchgeführt werden können.  



  Die durch die Erfindung geschaffenen  Verhältnisse sind in Fig. 1 für denjenigen  Fall dargestellt, dass die zwei Pole eines Paa  res nur unter sich und in Fig. 2 für denjeni  gen Fall, dass alle Pole je mit den beiden be  nachbarten Polen verbunden sind;  Fig. 3 zeigt eine teilweise geschnittene  Vorderansicht einer vierpoligen Maschine  mit einer der Fig. 1 entsprechenden Anord  nung der Kompensationsspulen, während  Fig. d die Ausführung der Feldmagnetpole  für die in Fig. 2 veranschaulichte Anord  nung der Kompensationsspulen darstellt.  



  Wie aus Fig. 1 und 3 hervorgeht, besitzt  ein jedes Polpaar N-S je eine gemeinsame  Kompensationsspule A, deren je eine Seite a  in der Mittelebene je eines Polschuhes liegt,  so dass die betreffende Seite a der Kompen  sationsspule die Polfläche in zwei gleiche  Teile teilt.  



  Wie aus Fig. l hervorgeht, sind die hier  durch geschaffenen magnetischen Verhält  nisse die folgenden:  Die volle Linie I veranschaulicht den  Verlauf des Ankerfeldes im Bereiche der ein  zelnen Polflächen. Das Ankerfeld besitzt  seine grössten Werte an den beiden Rändern  der Polflächen, während es in der Mitte der  Polfläche Null ist. Dementsprechend sind  die Richtungen des Ankerfeldes an den bei  den Rändern der Polfläche einander ent  gegengesetzt.  



  Die volle Linie II veranschaulicht die  Stärke des durch die Kompensationsspule A  erzeugten Feldes im Bereiche der Polfläche.  Dieses Feld besitzt an der ganzen Polfläche  eine gleichmässige Stärke, doch ändert sich  die Richtung desselben in der Mitte einer  jeden Polfläche. Der Verlauf des aus demn  Ankerfeld und Kompensationsfeld resultie  renden Feldes längs der Polflächen ist durch  die starken strichpunktierten Linien III be  zeichnet.    In Fig. 1 ist angenommen, dass die, auf  eine Polfläche entfallende Ampèreleiterzahl  des Kompensationsfeldes die Hälfte der auf  die Polfläche entfallenden Ampèreleiterzahl  des Ankerfeldes beträgt.

   Unter diesen Ver  hältnissen erreicht der Höchstwert des resul  tierenden Feldes an dem einen Rand der Pol  fläche bloss die Hälfte des Höchstwertes des  Ankerfeldes, und dieser Wert nimmt bis zum  ersten Viertel des Feldbogens allmählich auf  Null ab, um in entgegengesetztem Sinne bis  zur Mitte des Polbogens auf die Hälfte des  Höchstwertes des Ankerfeldes anzuwachsen.  Bei Überschreitung der Mitte des Polbogens  ändert sich die Richtung des resultierenden  Feldes und beträgt die Stärke desselben  gleichfalls bloss die Hälfte des Höchstwertes  des Ankerfeldes. Diese Feldstärke nimmt bis  zum dritten Viertel des Polbogens wieder all  mählich bis auf Null ab, um bis zum andern  Polende mit geändertem Sinne bis auf  ihren Höchstwert anzuwachsen, der jedoch  wieder bloss die Hälfte des Höchstwertes des  Ankerfeldes erreicht.  



  Es ist also ersichtlich, dass die, durch das  Ankerfeld erzeugte Feldstufe bei der be  schriebenen Anordnung in zwei Stufen von  der halben Grösse unterteilt wird.  



  Dieses günstigste Ergebnis tritt dann ein,  wenn die auf die Polfläche entfallende     Am-          pèrewindungszahl    des Kompensationsfeldes  die Hälfte der auf die Polfläche entfallenden  Ampèrewindungszahl des Ankers beträgt.  Bei Abweichung von diesem Verhältnisse ge  staltet sieh das Ergebnis ungünstiger, und  zwar wvächst bei Verringerung der     Ampère-          windungszahl    des Kompensationsfeldes die  Feldstärke an den Rändern der Polfläche,  gegenüber dem durch die starke strichpunk  tierte Linie angedeuteten Wert an, was mit  Rücksicht auf die Kommutierungsverhält  nisse verwerflich ist.

   Wird aber die     Ampère-          windungszahl    des Kompensationsfeldes ge  genüber dem angegebenen Wert erhöht, so  steigt zwar die Feldstärke in der Mitte des  Feldbogens über den durch die strichpunk  tierte Linie<B>111</B> angedeuteten     'Wert,    was die  Kommutation nicht beeinträchtigt, dagegen      kann die Stärke des resultierenden Feldes  durch Steigerung der Ampèrewindungszahl  des Kompensationsfeldes bis auf die     Am-          pèrewindungszahl    des Ankers (auf die Pol  fläche bezogen) an den Polrändern auf Null  herabgedrückt werden, wie dies die schwache  strichpunktierte Linie III' andeutet. Dieser  Vorteil wird jedoch durch Vergrösserung der  Kompensationswicklung erkauft.  



  Bei der in Fig. 2 dargestellten Anord  nung ist ein jeder Pol durch je eine Kom  pensationsspule A bezw. B mit den beiden  benachbarten Polen verbunden, so dass in jede  Polfläche zwei Spulenseiten a bezw. b zu lie  gen kommen. Die beiden Spulenseiten a und  b sind derart angeordnet, dass sie den Pol  bogen in drei gleiche Teile unterteilen.  



  Bei den durch die Schaulinien der Fig. 2  gewählten Verhältnissen ist die     Ampère-          leiterzahl    in den beiden Nuten der Polfläche  gleich angenommen, so dass in dem mittleren  Abschnitt des Polbogenstückes sich kein  Kompensationsfeld ausbildet, sondern sich  dieses auf die beiden äussern Polbogenstücke  beschränkt. An den Rändern des mittleren  Bogenstückes beträgt daher der Höchstwert  des Ankerfeldes nur einen Drittel von jenem  an den beiden äussersten Endpunkten des  Polbogens.

   Für die beiden äussern Polbogen  stücke wird bei einer bestimmten     Kompen-          sations-Ampèreleiterzahl    pro Pol für den  Höchstwert des resultierenden Feldes ein  Minimum erzielt, und zwar im Falle, wenn  das Kompensationsfeld zwei Drittel des  Höchstwertes des Ankerfeldes beträgt, wie  dies in Fig. 2 durch die Linie II angedeutet  ist. Das unter diesen Umständen resultie  rende Feld ist durch die strichpunktierten  Linien III angedeutet. Von diesem günstig  sten Verhältnis kann man mehr oder weniger  abweichen, doch soll die Ampèreleiterzahl  des Kompensationsfeldes nicht weniger als  ein Viertel der unter dem Polschuhbogen lie  genden Ankerampèreleiterzahl betragen und  diese nicht überschreiten.  



  Dadurch, dass die Kompensationsspulen  pro Polfläche in einer oder höchstens in zwei  Nuten konzentriert sind, kann man die    Schenkel der Magnetpole derart ausführen,  dass die fertigen Kompensationsspulen in bei  nahe gänzlich geschlossene Nuten eingelegt  werden können. Zu dem Ende werden die  Magnetpole in der Längsrichtung der Schen  kel, welche die zur Aufnahme der Kompen  sationswicklung bestimmte Nut einschliessen,  unterteilt.  



  Gemäss Fig. 3 sind zum Beispiel die Pole  in der Mittelebene an der Stossfläche d unter  teilt. Die hierbei entstehenden Schenkel c  werden miteinander durch querlaufende  Schrauben verbunden.  



  Der Zusammenbau der Maschine erfolgt  in der Weise, dass die Hälften c, c zweier  benachbarter Magnetpole um die beiden Sei  ten a der Kompensationsspule A gelegt und  zusammengeschraubt werden. Hierauf wer  den die Feldspulen e auf die Magnetschenkel  aufgeschoben und das durch die Kompensa  tionsspule A miteinander vereinigte, mit den  aufgeschobenen Feldspulen e ausgerüstete  Magnetschenkelpaar durch die Schrauben f  an das Gestell g angeschraubt.  



  Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausfüh  rung ist der Magnetpol nach schräg zu seiner  Achse verlaufenden Ebenen d unterteilt, zu  denen die Aussenflächen h der Magnetschen  kel parallel laufen. Infolgedessen lässt sich  der Zusammenbau in folgender Weise aus  führen:  Es wird zunächst der mittlere Teil c1 des  Magnetpols mittelst der Schraube f1 an das  Gestell g festgeschraubt und die Feldspule e  in ihrer Stellung am Gestell festgelegt. Hier  auf werden die Kompensationsspulen A und  B in die halben Nuten des mittleren Stückes  c1 der Pole eingesetzt. Es können nun die  beiden Seitenteile c, c der Magnetpole in die  zwischen dem Mittelteil c1 und der schiefen  Innenfläche der Feldspulen e freigebliebenen  schiefen Kanäle     eingeschoben    und durch  Schrauben f     befestigt    werden.  



  . Durch die oben angegebene Anordnung  wird die Maschine nicht nur mit Rücksicht  auf die geringeren radialen     Abmessungen    in  der Raumausnutzung sparsamer,     sondern    es  vermindern sich auch infolge     Verringerung         des Feldkupfers die Herstellungskosten. Der  Wirkungsgrad wird infolge der geringeren  Erregungsverluste günstiger.  



  Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei Ver  wendung von Wendepolen und Wendewick  lungen daraus, dass die Abmessungen dersel  ben geringer ausfallen, da ein Teil der     mag-          netomotorisehen    Kraft des Ankers bereits  kompensiert ist.  



  Die angegebene Anordnung lässt sich so  wohl bei Gleichstrom-, als bei     Wechselstrom-          Kommutatormaschinen    anwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mit Kompensationsspulen versehene Kom mutatormaschine mit ausgeprägten Polen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischen räume je zweier benachbarter Pole durch je eine einzige Kompensationsspule überbrückt und die zur Aufnahme der Kompensations spulen dienenden Nuten in den Polen derart angeordnet sind, dass sie die Polfläche in wesentlich gleiche Teile unterteilen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einen Pol ent- fallende Ampèreleiterzahl der Kompen sationswicklung kleiner als die unter einem Pol liegende Ampèreleiterzahl des Ankers, aber grösser als ein Viertel der selben ist. 2.
    Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass vom Magnetjoch ab nehmbare Pole durch zu der Welle der Maschine parallel verlaufende Trennflä chenunterteilt sind, so, dass beim Zusam menbau der einzelnen Polteile fertige Kompensationsspulen in nahezu völlig ge schlossenen Nuten untergebracht werden können. 3. Maschine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Feldmagnet pol zwei zur Aufnahme der fertigen Kom pensationsspulen dienende Nuten durch zwei äussere Polschenkel und ein Mittel stück gebildet werden, wobei die aneinan derstossenden Flächen der Polschenkel und des Mittelstückes, sowie die äussern Be grenzungen der ersteren einen spitzen Winkel mit rlum Polschuh. ,bilden.
CH109776D 1923-04-17 1924-04-14 Mit Kompensationsspulen und mit ausgeprägten Polen versehene Kommutatormaschine. CH109776A (de)

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FR580170A (fr) 1924-10-31
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