Schallwieder gabemaschine. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schallwiedergabemäschine mit selbsttätiger Anlass- und Anhaltevorrichtung, die Mittel besitzt, um die selbsttätige Anlass- und An haltevorrichtung nach Belieben unwirksam zu .machen.
In den. Zeichnungen sind beispielsweise zwei Ausführungsformen der Erfindung dar gestellt.
Fit-. 1 ist eine schaubildliche Ansieht der er:teri dieser Ausführungsformen. Die Dreh scheibe ist abgenommen, um die darunterlie- genden Teile besser zu zeigen;
Fig. 2 ist eine Oberansicht der Motor- platte desselben Phonographen mit. dem Ton <B>i</B> arm, dem Motor und der Anlass- und Anhalte- vorrichtung, wobei letztere beide punktiert gezeichnet sind.
Auch die Stellung der Dreh scheibe und einer darauf liegenden Auf nahmeplatte sind mit punktierten Linien an gedeutet Fig. 3 ist. eine entsprechende Ansicht von unten; Fig. 4 ist. eine Oberansicht des Motors und dessen Anlass- und Anhaltevorrichtung nach Abnahn ie der l@To@torplatte, um die Einzelhei ten der Ausführung zu zeigen.
Die Polzen zur Befestigung der Anlass- und Anhaltevor- richtung an der Motorplatte sind im Schnitt dargestellt; Fig. 4a zeigt eine exzentrische Eiiistell- schra,ube, die als Lager für einen Hebel zur Geschwindigkeitsregelung dient; Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 5-5 in Fig. 2; Fig. 6 ist eine schaubildliche Ansicht der von der Motorplatte abgenommenen Ton.arm- lagerung ;
Fig. 7: ist eine Oberansicht der Anlass und Anhaltevorrichtung und zeigt deren ver schiedene Stellungen in punktierten Linien; Fig. 8 ist eine Ansicht einer von Hand be- t:ätigbaren Einzelheit. der Anlass- und All= haltevorrichtung und zeigt mit punktierten Linien deren verschiedene Stellungen;
Fig. 9 ist eine Einzelansicht einer Vor- rich.tung zum Ausschalten der selbsttätigen Anhaltevorrichtung, ebenfalls unter Andeu tung zweier Arbeitsstellungen; Fig. 10 ist eine Einzelansicht einer Vor- ri:clitung \zur Regelung der Geschwindigkeit.
Die Stellung für volle Geschwindigkeit ist in ausgezogenen Linien dargestellt, die Stellung für geringe Geschwindigkeit in punktierten Linien; Fig. 11 ist eine Einzelansicht und zeigt: die Wirkungsweise der Anlassvorrichtung. Die in punktierten Linien gezeigte Stellung ist die Anlassstellung; Fig. 12 ist eine Ansicht der zweiten Aus führungsform, bei der die selbsttätige Anlass- und Anhaltevorrichtung einen im Schnitt dargestellten Schalter eines Elektromotors betätigen.
In der dargestellten Stellung hat die selbsttätige Anha,ltevorriclitung den Schalter ausgeschaltet, so dass der Strom un terbrochen und der Motor angehalten wird. Die punktierten Linien zeigen die Anhalte- stellung eines zum Anlassen und Anhalten dienenden Handhebels; Fig. 13 ist :eine ähnliche Ansieht, in der der Sehalter in Einscha,lt- oder Spielstellung dargestellt ist und der Handhebel zum An lassen und Anhalten in Anlassstellung liegt.
Dies ist die normale Stellung bei Verwendung -der selbsttätigen Anla.ss- und Anlia.ltevorrieli- lung ; Fig. 1d ist .eine schaubildliche sche-mati- sehe Ansicht des Schalters in offener Stel lung. Das Schaltergehäuse ist in punktierten Linien dargestellt und die daran befindlichen Teile in ausgezogenen Linien.
Der Schrank 20 (Fig. 1) enthält eine Deekelplatte mit einer Öffnung, in welche der Motor eingelassen ist. Die metallene Mo torplatte 21 erstreckt sich über den Rand der Öffnung und ist in der Deckelplatte mittelst: Sehrauben 21.a befestigt. Die Motorplatte ist an ihren Kanten mit einem abwärts gerich teten Flansch versehen.
Ihre Längsseiten sind parallel zueinander, ihr rückwärtiges Ende hat bei 22 eine solche Form, dass es ein Auf lager für den Tonarm bildet, während am vordern Ende zur Drelis-cheibe konzentrische Teile 23 und 24 vorgesehen sind., in deren Nähe bei 25 und 26 (Fig. 3) der Flansch ab geschnitten ist, so dass die Enden 103 und 77 (Fig. 1) eine:
, Handhebels 101 zum Anlassen und Anhalten und eines Gescliwindigkeits- regelungsliebels <B>775</B> hindurchtreten können.
Längs des Teils 23 ist in die Platte bei 27 das Wort "St-art" und ein Pfeil, längs des Teils 21 bei 28 eine (Tracleinteilung mit den Buchstaben <B>8</B> und F an ihren Enden einge- presst. Die 3lotorplatte ist mit eingepressten Rippen 29 von halbkreisförmigem Quer- schnitt und in gitterförmiger An <RTI
ID="0002.0077"> ordnun r; ver sehen, wodurch sie verstärkt und versteift wird, so dass sie sich nicht wirft und die Übertragung vonchzvin g-ungen durch die Phitte in erheblichem Mass verhindert: wird.
Das Motorgestell 30 (Fig. 3 und -), das vorzugsweise aus Guss besteht, ist an der un tern Seite der 31otorplatte mit Bolzen und Muttern 31.
befestigt, die durch .am Gestell nach oben v orpringende Ansätze 32 hin- du rchgehen. Die Vorsprünge y,ind in @ecig- neter Weise durch Filzscheiben 33 isoliert. Die (aberfliiche des (Testelles ist im wesent lichen eben. und liegt in Einem gewissen Ab stand von der Motorplatte wie deutlich in Fig. 5 ersichtlich ist.
Der Federmotor ist auf dein Gestell 30 (Fig. 1) angebracht. Die senkrecht angeord nete Drehscheibennvelle 34 legt in Lagern des Gestelles und erst=reckt sich mit. ihr(@ni obern Ende durch eine Öffnung 35 der Motor platte, wo sie mit- einer konischen Büchse 36 versehen ist, auf die die Drehscheibe 3 7 ge steckt wird.
Ein Schneckengetriebe ist zwi schen der Federmotorwelle 38 (Fi:g. 3) und der Drehscheibenwelle angeordnet und besteht aus einem grossen Seline:
al@enra@d 39 auf der Motorwelle, kleinen lind grossen Schnecken- rädern 40 und 1-1 auf ihrer wagrechten Vor- gc@leigewelle 12, wol)(@i das Rad -1(3 mit. dein Rad 39 in Einriff steht. Mit.
dem Riad' 1-1 in Eingriff stellt eine Schnecke 43 auf der Drehscheibenwelle. Die eglerwelle 44 ist. im Gestell wagreelit und unterhalb einer Öffnung .15 gelagert und niit einer Schnecke d6 versehen, in die ein S@chne.ekeiirad 47 auf der Drehscheibenwelle eingreift.
Eine Regler- selieibe d8 (Fig. 3 und d), die mit gebogenen, Gewichte tragenden Federn 49 verbunden ist, ist auf der Reglerwel:le längs vers.cbiebbax und kann bei Betätigung der Anhaltevorrich tung durch Reibung zur Wirkung kommen, um den Motor anzuhalten, wie noch näher auseinander gesetzt werden wird.
Der Tonarm 50 (Fig. 1 und 2), der die Wiedergabedose 51 trägt, ist so gelagert, dass er eine, begrenzte senkrechte Schwingbewe gung im Gelenk 52 ausführen kann, welch letzteres seinerseits drehbar in einer Bohrung eines mit einem Flansch versehenem Unter teils 53 gelagert ist. Der Unterteil 53 geht durch eine Öffnung 54 (Fig. 5) in der Mo torplatte und ist durch Sehrauben 53a befe stigt. Ein Vorsprung 55 des Gelenkes legt sich gegen @clias obere Ende des Unterteils.
Das nach unten ragende Ende des Unter teils ist bei 56 ringförmig abgesetzt und um gibt das nach unten ragende Ende des Ge lenkes, das sich bis unterhalb des Unterteils erstreckt. Innerhalb des Absatzes 56 liegt ein Flanschring 57 (Fig. 4) mit einem nach innen gerichteten Vorsprung 58, der in einen senkrechten Schlitz 59 im untern Ende des Gelenkes eingreift, so da3 der Ring mit .dem Gelenk verriegelt ist und sich mit ihm dreht.
Auf einem Durchmesser gegenüber dem Vor sprung 58 ist der Ring 57 mit einem nach aussen ragenden, abwärtsgebogenen Daumen 60 versehen, der durch einen Schlitz 61 (Fig. 6) am untern Ende des Unterteils 53 hin durchgeht und den doppelten Zweck hat, die Drehbewegung des Gelenkes durch Anschlag an den Enden .des Schlitzes zu begrenzen und die selbsttätige Anlassvoriichtun;g zu be tätigen. Letztere Wirkung wird noch näher beschrieben werden.
Neben -dem Ring 57 liegt an diesem mit Reibung ,ein zweiter Ring 62 an; von dem ein damit aus einem Stück bestehender Hebel arm 63 ausgeht, der durch einen Ausschnitt 64 im untern Ende :des Unterteils. 53 hin durchgeht. Dieser Ausschnitt ist etwas brei- ter als der Arm, so dass letzterer beschränkt beweglich ist.
Der Ring 62 wird ,gegen den Ring 57. durch einen fliehen Ring 65 ange- presst. Auf diesen wirken eine Schrauben- feder 66. die sich gegen einen flachen Ring 67 stützt, dessen Durchmesser grösser als der des Absatzes 56 ist und der unterhalb des Endes des Unterteils 53 auf einem quergeschlitzten, federnden Ring 68 liegt, der in eine Nut 69 im untern Ende des Gelenkes eingreift. Der Ring<B>67</B> hält auch das Gelenk innerhalb des Unterteils. Das Ende des Hebelarmes 63 ist nach .aussen ge=bogen und endet in einem Punkt, wo er die Bewegung des Tonarmes auf einen Hebel der Anhaltevorrichtung über tragen kann, wie näher beschrieben werden soll.
Der Hebelarm 63 kann eine Schwing bewegung ausführen zunächst in der Rich tung des Uhrzeigers infolge seiner Reibungs verbindung mit dem Tonarm und dann ent gegengesetzt dem Uhrzeiger unter der Ein wirkung der Anhaltevorrichtung.
Die verschiedenen Hauptteile zur Betäti gung der Anhaltevorrichtung liegen in dem Raum zwischen der Motarplatte 21 und dem Motorgestell 30 und sind an der Motoi-pl'atte angebracht. Fig. 4 zeigt ,die Bolzen 70a, 86, 96, 79, 102 und 108, durch die diese Teile an der Platte gelagert sind.
Der selbsttätige Hebel 70 zum Anlassen und Anhalten (Fig. 4 und 5) ist an der Mo- torplatt@e 21 drehbar mittelst des abgesetzten Zapfens 70a gelagert, der den Hebel in eini gem Abstand von,der Platte hält. D.er Hebel ist mit einer Längsleiste 70b versehen, um ihn zu verstärken und gegen Verdrehung oder Biegung zu versteifen.
Am Ende seines langen Armes ist der Hebel 70 mit zwei Vor sprüngen versehen, deren erster ,eine Brems schuhvorrichtung bildet, dessen Ende bei 70c aufwärtsgebogen ist, so dass es mit dem Bremssehuhhebel 71 in Eingriff kommen kann, während der andere einen Nockenhebel- vorsprung bildet, der mit einem Stift<B>7011</B> versehen ist, der sich gegen einen Nocken hebel 78 anlegen kann, der noch näher be- schrieben werden wird.
Der Bremssehuhhebel 71 (Fig. 4 und 7) ist mittelst einer Schraube 71a drehbar am Motorgestell gelagert und an seinem Ende mit einem Bremsschuh oder Bremskissen 71b verehen, da., sieh mit-R.eibunb beben die Reblerselieibe 18 anlegen kann, wenn .die Teile in Bremsstellung sind.
Am Hebel 71 ist ferner ein Vorsprung 7? vorgesehen, der in dem Webe des Endes 70e des Hebels 70 liebt.
In der unwirksaanen Stellun-- cl'es Hebels 70 beeinflusst der Breinsscliuliliebel den R-e ler. da. er mit einem exzentrisch behobenen Flanch 73 (Fit-. .1 und 10) versehen ist, der, -enn der Bremsschuh .gelöst ist, unter dem Druck der R:
eblerscheibe bewegt wird, bis er mit einem exzentrischen Vorsprung 74 des Ge@@R@lndrblielt@rebelunb@h'ebeh () in Be- rührunb k o'mmt. Letzterer sitzt: drehbar und einstellbar auf einem exzentrischen Absatz 701i eines von unten her in das Motorgestell < < inbelassenen Bolzens 76 und wird hier durch eine Mutter 76a behalten.
Durch Drehen ,des Bolzen: wird seine Drehaehse verschoben. Der Hebel 75 ist am Ende seines langen Armes, der aus dem Ausschnitt 20 (Fib. ¯3) der Mo- torplatte lierausrabt, mit einem Zeiger 7 7 versehen, .der über den Rand der 1@lotorplatte his zur Einteilung 28 hinauf gebogen ist.
Wenn die Geschwindigkeit- des Motor: bei Einstellung des Zeigers 7 7 .a.uf dem Mittel punkt der Einteilung nicht. genau, beispiels weise achtzig Um:
dreliunben in der Minute beträgt, so kann die Stellung des Zeigers durch Drehen des exzentrischen Bolzens ge- rebeit werden, der durch eine öffnunb 110 zribä-nblieli ist-, .ohne dass man den Motor aus dem Schrmik zu entfernen braucht,
bis der Hebel. 7.5 und sein Zeiger 7 7 wiederum bei der normalen C#esehwindibkeit von < iclit.zib Umdrehungen in der Minute in Mittelst,ellrin:, sind.
Der N oekenhebel 78 (Fi,b. I und 7) ist auf der Motorplatte bei ^c9 drehbar gelabert und wird mit dem Stift<B>7011</B> in nachgiebigem L' Eingriff -ebaltün durch eine Schraubenfeder 80. die ihn mit einem dreiarmigen R.o:llen- liebf=1 81 verbindet.
Der NacIzenliebel 78 ist winkelförmig und an einer Seite in der Nähe cles innern Winkelscheitels mit einem keil- förmi-en Nocken 82 versehen.
Der Stift 70a kann am untr@rn Enfe der Neigung auf jeder Seite des N ocl@eri82 nachgiebig angelegt werden und, wenn der Hebel 70 aus seiner Stellun- herausgedrückt twird, schnell in die andere Stellung überschnappen, wenn der Stift 7011 über die Spitze des Noekens 82 herübergeht.
Es ist ersichtlich, thi-ss. wenn der Stift 7011 r Uts vom Nocken<B>8-)</B> lie-,1, das Br(,nisl#is"en ec <I>n</I> - 711i ausser Eingriff mit der Reglereheibe,d8 ist, so dass d'er l1otor frei Laufen kann.
Wenn der Stift sich aber auf der andern Seite des Nockens befindet, .o lebt der Vorsprung 7()e des Hebels 70 :ich an dem Vorsprung 72 des Bremsse.Iiuhliebels im und drückt diesen in die Stellung, in der er mit Reibuni und bremsend an dt#r Reglerscheibe anliegt.
Der Stift<B>7011</B> ist dang und' ra-bt finit seinerar Ende in einen Schlitz 70e (Fig. 1 und\ 2) in der Motorplatte hinein, so dass ,jede Möglichkeit au@@@es.clilo-ssen ist, dass 'die Teile durch Erschülterungen beim Transport oder aus -andern ausser Eingriff kommen.
Das @nlasa@n de. Mol-ors erfolgte selbst- " 1iitig diitlurch, 'chi13 num. den @unarm au. der Niehtspielstellung so weit einwärts bewegt, dass er mit der ersten. Rinne der Grarnino- phonplatte in Eingriff kommt.
Der Hebel 7(<B>)</B> isst ain. Ende seines kurzen Armes mit einer dielib@i.rtii N@ise 8:; (Fit;
. I und 7) verseben, die durch eine Feder 81 na < @hbicbib in Ruhe stellung behalten wird und einen lrockent-eil <B>85</B> hat, der ini des sich finit dem Ton arm bewegenden vor-:pringen,clen Daumens liegt.
In Fig. 11 i1: in aus@#ezobcncn Linien die Bre'ni.sstellun- der Teile dargestellt, wobei der Tonarm in der Ruhestellung ausserhalb des L:mfa-nbes -der Drehscheibe liegt.
Es ist hier bei zu bemerken. class, während der Tonarm aus seiner innern Stellung am Ende der Wie dergabe einer Aufnahme in :eine ;
äussere Stel lung bewert wird, der Daumen 6(1 die -Na.- 83 nur um ihren Drehzii-pfen dreht, ohne diiss .der Hebel<B>70</B> in Sehwinbbewebüng versetzt wird. Bei der Bewegung des Tonarme: 50 einwärts, wie durch den Pfeil angedeutet. bewirkt der Eingriff des Daumens 60 mit der N ockenfläche 85 oder Nase eine Bewegung des Hebels 70 aus der ausgezogen gezeichneten Stellung in die in Fig. 11 mit punktierten Linien bezeichnete.
Dies folgt aus dem Um stande, weil die Fläche 85 im rechten Winkel ztl einer Linie liegt, die durch den Drehmit telpunkt und den Berührungspunkt geht. Der Stift 70a wird nach der rechten Seite des N ookens 82 des No:ekenhebels ,gedrückt, so #flass der Motor laufen kann.
Solange der Dau men 60 mit der Nase 83 in Eingriff bleibt, was einer Bewegung der Nadel über eine ringförmige Spielfläche von beispielsweise etwa, 25 mm Breite bei einer Platte von 250 .mm Durchmesser entspricht, ist der Ile- 1>rl 70 verriegelt, so dass er nicht in !die An haltestellung gelangen kann.
Man kann dies als einen Sicherheitsraum bezeichnen, der es ermöglicht, den Tonarm in die Spielstellung zu bewegen, .ohne dass die Anhaltevorrichtung zur Wirkung kommen kann, wenn man die Nadel rückwärts und vorwärts bewegt oder festhält.
Der dreiarmige Hebel 81 ist bei 86 dreh bar an der Motorplatte zwischen dem Hebel 70 und der Motorplatte gelagert. Der Arm 81.a, an dem die Feder 80 befestigt ist, ist gegen die Kante des Hebels 70 gebogen und mit einem nach unten gebogenen Vorsprung 8 7 versehen, der sich an die Kante des He bels 70 anlegen kann. Der Schwingarm 81b ist an seinem Ende nach unten und dann nach aussen gebogen und liegt parallel zur untern Seite der Motorplatte; er trägt eine Rolle 88, die drehbar auf einem Zapfen 89 sitzt.
Die Rolle besteht vorzugsweise aus Vulkanfiber oder anderem geeigneten Stoff und kann auf dem Umfang einer Nok- kenscheibo 90 laufen. die an einem grossen Stirnrad 91 (Fig. 4) sitzt, .das bei 92 drehbar am Motorgestell gelagert ist und in das ein Ritzel 93 auf der Drebscheibenwelle 34 ein greift.
Das äussere Ende des Armes '81b hat ab geschrägte Seiten und ragt über die Rolle 88 hinaus. Es ist mit einem nach oben geboge- neu Ansatz 94 versehen, der mit einem dreh bar .bei 96 an der Motorplatte gelagerten Ver- riegelungshebel 95 zusammenarbeitet.
An der Kante dieses Hebels, verhältnismässig nahe an seinem Drehpunkt, ist ein nach unten ge bogener Ansatz 97 vorgesehen, gegen den sich ',das spitze Ende :des Armes 63 legen kann, wodurclh, die Bewegung des letzteren in -der Richtung .der Uhrzeigerbewegung ver hindert wird.
Das Ende des Verriegelungs- hebels ist mit einem Einschnitt 98 versehen, der an seinem untern Ende einen Vorsprung 99 aufweist, gegen den sieh das Ende des Armes 81b anlegen und von dem es getragen werden kann, wenn sich dieser Arm in der Richtung des Uhrzeigers bewegt hat. Am obern Ende .ist der Einschnitt mit einer schrä gen Nackenfläche 100 versehen, .die über den Vorsprung 99 herausragt.
Die Wirkungsweise dieser Teile ist fol gende Es sei angenommen, dass der Motor, wie beschrieben, in Gang gesetzt und :der Tonarm infolge der Führung .leer Nadel in den Ver tiefungen der Grammophonplatte nach deren Mitte hin bewegt wird. Durch Vermittlung des Ritzels 93 und des Stirnrades: 91 wird die Nockenscheibe 90 in einem Übersetzungs verhältnis (etwa 1 :4) zur Drehscheibe ge dreht.
Wenn der vorspringende Teil 90a der Noekens,cheibe --an der Rolle 88 vorbeigeht, wird der Hebel 81 entgegengesetzt dem Uhr zeiger .gedreht, so dass sich der Ansatz 94 längs der Nockenfläche 100 bewegt und da durch den Hebel 95 und den Arm 63 entge gengesetzt dem Uhrzeiger dreht, entgegen .der Antriebskraft des Tonarmes.
Wenn der vor springende Teil 90a der Noek ensüheibe die Rolle- verlässt, so geht der Hebel 81 zurück und der Hebel 95 bewegt sich unter praktisch vollständiger Berührung mit dem Ansatz 94 infolge der durch Reibung übertragenen An triebskraft des bewegten Tonarmes, so dass, ehe ,der am meisten zurückspringende Teil 90b der Nockenscheibe 90 erreicht ist, der Vorsprung 99 des Hebels 95 sich in die Bahn des Ansatzes 94 bewegt und dadurch den He bel 81 verhindert, in die äusserste Stellung seiner Bewegung in der Richtung des Uhr zeigers zu gelangen,
das heisst in die Stel lung, in,der die Rolle 88 an dem am meisten zurüeksprin,genden Teil der Nockenscheibe anliegt.
Wenn die Wiedergabe-dose das Ende der Aufnahme erreicht, so bewegt sich die Nadel in einer kreisförmigen Vertiefung, so,dass der Tonarm aufhört, sich nasch innen zu bewegen. Wenn dieser Zustand eintritt, so wird der Verriegelungshebel 95, naichdem er durch den Ansatz 94 bei weiterer Bewegung der Nok- ken:scheibe 90 zurückgedreht worden ist, nicht.
wie vorher durch die Bewegung des Ton armes zuriickgedrelit. Infolgedessen bleibt der Vorsprung 99 ausserhalb der Bahn des An satzes 94, wenn der Hebel 81 zurückgeht, und die Rolle kann infolgedessen ihre äusser ste Labe einnehmen und: zur Anlage an dem am meisten zurückspringenden Teil 90b der N ockensclieibe 90 kommen. Der Hebel 81.
wird daher durch die Einwirkung der Feder 80 in eine solche Stellung gedreht, dass sein Ende 8 7 den Hebel 70' in der Richtung des Uhrzeigers und dadurch der. Stift 70d zum Anliegen an der linken Seite des Nockens 82 des Nocken.hebels 78 bringt. Gleichzeitig wird durch Eingriff des Endes des Bremss chuhvors@prunges 70c mit dem Vor sprung "c2 das Bremskissen 71b angelegt und dadurch der Motor angehalten.
Die Wiedergabedose kann nun von -der Aufnahmeplatte abgehoben und in die Ruhe stellung ausserhalb des Umfanges der Dreh scheibe bewegt werden, ohne dass die Anlass- vorrichtung zwangsläufig betätigt wird, da. der vorspringende Daumen 60 sieh an -die Nase 83 anlegt und sie dreht, ohne dein Re- W-1 70 eine Bewegung mitzuteilen. Uni die Maschine wieder in Gang zu setzten,
wird der Tonarm zur ersten Vertiefung in der Auf- nalim,eplatte bewegt, wodurch .der Daumen 60 den Hebel 70 zum Schwingen bringt, den Bremsschulihebel 71 von der Reglerscheibe 48 abhebt und die Teile in die offene oder Bewegungsstellung des Motors bringt, wie in den Fig. 4 und 7 dargestellt, wobei der Stift 70d reohts von dem Nocken 82 des N oeken- hebels 78 liegt.
Um den Motor von Hand anzuhalten, und dabei die selbsttätige Anlassvorrichtung un wirksam zu machen, ist ein Kniehebel 101 (Fig. 3 und 8) vorgesehen, der bei. 102 an der Motorplatte drehbar gelagert ist. Sein langer Arm gebt durch den Ausschnitt 25 im Randflansch der Motorplatte- und ist mit einem Knopf 103 versehen, der über der In schrift "Start" auf der Platte liegt.
Auf dein Ende des kurzen Armes des Hebels 101 ist drehbar eine federnde Sperrklinke 104 gela gert, die .an ihrem innern Ende mit einer Nase 105 versehen ist, die durch eine Feder 106 nachgiebig gegen die Kante des Hebels ge drückt wird, während das äussere Ende der Sperrklinke gegen den gebogenen Rand 7 3 des Bremsschuliliebels 71 vorspringt.
Wie in Fig. 8 dargestellt, wird der Bremshebel ge- wöhnlich durch die Bewegung des Hebel; 107.
aus der offenen, in ausgezogenen Linien ge zeichneten Stellung in die punktiert gezeieh- nete, geschlossene Stellung gedrückt, wobei die federnde Sperrklinke einen übermägi-gen Druck auf .den Bremshebel und die Möglich keit einer daraus folgenden Beschädigung verhindert.
Es ist ersichtlieli, da.ss bei An wendung der selbsttätigen Anhaltevorrich tung der Hebel 1-01 nicht benutzt wird und in der offenen oder Anlassstellung bleiben muss.
Die selbsttätige Anhaltevorrichtung kann gewiinsclitenfalls ausser Wirkung gesetzt werden, gleichgültig, ob der Motor läuft oder nicht, und zwar mittelst des Hebels 107, der deutlicher in den Fig. 1, 3 und 9 dargestellt ist. Dieser Hebel ist bei 108 auf der obern Seite der Motorplatte drehbar gelagert, und an seinem äussern Ende mit. einem Knopf 109 versehen, der über den Umfang der Dreh scheibe hervorragt und in geeigneter Lage zu mehreren, verschiedene Betriebszustände andeutenden. Marken bei 110 angeordnet ist.
Ein Vorsprung 111 am Hebel 10'( kann sich geben den Rand einer Öffnung 1.12 (Fig. 1 und 2) in der Motorplatte legen und begrenzt die Bewc,giinb zwischen den äusser- sten der genannten Marken.
Eine Nacken fläche 11.3 des Hebels kann mit einem Vor sprung 114 in und ausser Eingriff kommen, der sich am dritten Arru 81e des Hebels 81 befindet und nach oben durch eine Offnung <B>115</B> in der Motorplatte hinausragt, um die selbsttätige Anhaltevorrichtung je nach Wunsch in und ausser Betrieb zu setzen. Es ist ersichtlich, dass in,der unwirksamen Stel lung der Hebel 81 ,durch Anliegen am Hebel 107 an Schwingbewegungen verhindert wird.
Cjffnungen 116 in der Motorplatte ermög lichen eine leichte Beobachtung der wesent lichen Teile der Vorrichtung und machen sie be,qüem zum Olen zugänglich, nachdem man clie Drehscheibe entfernt hat. In den Fig. 12 bis 1.1 ist eine Ausfüh rungsform .des Erfindungsgegenstandes mit einem Elektromotor .dargestellt, bei der .an Stelle einer Bremse zum Anhalten .des Mo tors ein Schalter zur Unterbrechung des Be triebsstromes benutzt wird.
Der Schalter be steht aus einer Hülse 117 aus Vulkanfiber oder .anderem geeigneten isolierentdem Stoff, die mit einer Scheibe 118 aus ähnlichem Stoff versehen ist, die daran mittelst Bolzen 119 befestigt und mit vier Klemmschrauben 120 versehen ist. Mit den beiden obern Klemmschrauben sind die Leitungen der Kraftquelle verbunden und mit den; beiden untern die Zuleitungen zum Motor.
Die Klemmschrauben sind jede innerhalb der Hülse mit federnden Kontakten 121 versehen, die in einigem Abstand voneinander liegen und zwischen denen der Strom mit Hilfe keilförmiger Kontakte 122 und 123 g.eschlos- sen werden kann, die auf einem innerhalb der Hülse in der Längsrichtung gleitbaren Isolierklotz 124 sitzen.
Mit diesem Klotz ist Glas Ende einer Stange 125 verbunden, die durch einen Schlitz 126 in der Rückwand der Hülse tritt. Eine Schraubenfeder 127, die an der Stange 125 und dem Motorgestell befe stigt ist, drückt gewöhnlich .die Stange nach innen und bringt die Kontakte 122 und 123 in Berührung .mit dem Kantaldteil 121, so dass der Strom geschlossen ist. An ihrem äussern Ende ist ,die Stange 125 mit einem Schlitz 128 versehen, in den das gebogene Ende 129 des selbsttätigen Anlass und Anhaltehebels 130 .eingreift. Mit Aus nahme eines Endteils ist dieser Hebel dem Hebel 70 der zuerst beschriebenen Ausfüh rungsform gleich.
Er ist mit einem Stift 131 versehen, der an .dem Hebel 78 anliegt. Beim selbsttätigen Anhalten wird der Hebel 130 in die in Fig. 12 gezeigte Stellung bewegt und zieht dabei die Stange 125 gegen die Wirkung der Feder 127 nach aussen und hält den Schalter offen, wobei der Stift 131 an ,der linken Seite des Nockens 82 anliegt. Wenn der Motor angelassen werden soll, so wird der Hebel 130 durch Bewegung des Tonarmes in die Spielstellung entgegengesetzt dem Uhrzeiger gedreht.
Der Stift 131 legt sich cla.nn geigen die rechte Seite des Nockens 82, wodurch die Stange 125 freigegeben wird, so dass die Feder 127 sie in die Stromschluss- stellung zieht.
Um die selbsttätige Anlass- und Anhalte vorrichtung unwirkzam zu machen, ist ein Hebel 132 vorgesehen, der bei 133 am Motor gestell drehbar gelagert ist und mit einem Zapfen 134 in einen Schlitz 135 der Stange 125 eingreift. Am äussern Ende trägt der Hebes einen Knopf 136, der um die Kante der Motorplatte herumgebogen ist und sich mit grosser Reibung auf der Plattenoberfläche bewegt, da.ss er an jeder Stellung stehen bleibt und .dadurch die Stange 125 sowohl gegen die Wirkung der Feder 127, als auch :gegen die Wirkung des Armes 130 festhält.
Befindet sich :der Hebel 132 in der äussersten linken Stellung gemäss Fi,g. 12, und wird nun der Tonarm in Spielstellung gebracht, wobei, wie früher gesagt; der Hebel 130 sich mit dem Stift 131 rechts vom Nocken 82 legt, so verschiebt sich Teil 129 einfach im Schlitz 128, ohne-,dass der Schalter in Schaltstellung belangt, weil die Feder 121 die Reibung des Armes 132 nicht zu überwinden vermag. Die selbsttätige Anlassvorriühtung ist somit un wirksam gemacht.
Befindet sich .der Hebel 132 hingegen in der äussersten rechten Stel lung und der Schalter also in Schaltstellung, so werden die Teile<B>63,</B> 95, 90 ähnlich wie früher, während des Spielens bewehrt. Die Feder 80 ist aber nicht stark genug, um den :Irm <B>130</B> am Schluss des Spiel: in die äusser- -te linke Stellung zu bewegen, das heisst um die Reibung des Armes 132 zu überwinden und dadurch den Schalter auszuschalten.
Durch Einstellung des Armes 132 in die :iusser..tc rechte Stellung ist somit die selbst lätige Anhaltevorrichtung unwirksam ge macht. Befindet Rieh ,der Hebel 132 st@i@if,ss- lieh in der Mittelstellun-, so ist die Anlass- mi(1 Anhaltevorrichtung wirhsa.m.
Selbaverständlich können anstatt der vor- stülif@iid beschriebenen besonderen Formen der @renisc= und des elektrischen Sehalt(,rs andern Formen von Anli,altevo,rrivlittinben lif@nutzt werden: beispielsweise kann man < in Stelle einer Bremse, die sich an die Reglc:
r- scbeibe <B>18</B> anlegt, eine Bremse benutzen, die sieb an die Drehscheibe anlegt und die ;durch cl(@n selbsttätigen Anla.ss- und. Anhaltehebel 1-)etiitigt werden kann. Die beschriebene Aus- t'iilirunbs,form uird vorzugsweise benutzt und hat befriedigende Ergebnisse beliefert.
Es können aber innerhalb :des Rahmens der Er- findun- noch Änderungen vorgenommen tve rclen.