CH109954A - Verfahren zum Schutze von Verdichtern gegen Korrosionen durch das geförderte Medium, insbesondere in Brüdenverdichtungsanlagen, und Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Schutze von Verdichtern gegen Korrosionen durch das geförderte Medium, insbesondere in Brüdenverdichtungsanlagen, und Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.

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CH109954A
CH109954A CH109954DA CH109954A CH 109954 A CH109954 A CH 109954A CH 109954D A CH109954D A CH 109954DA CH 109954 A CH109954 A CH 109954A
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CH
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Matter Aktiengesellsch Kummler
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Kummler & Matter Ag
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  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

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  Verfahren zum Schutze von Verdichtern gegen Korrosionen durch das geförderte  Medium, insbesondere in     Brädenverdichtungsanlagen,    und Einrichtung zur Ausführung  dieses Verfahrens.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zum  Schutze von Verdichtern gegen Korrosionen  durch das geförderte Medium, insbesondere  durch die feuchten Dämpfe bei dem Verfahren  der     Brüdenkornpression,    und eine Einrichtung  zur     Ausführung    dieses Verfahrens. Bekannt  lich ist bei     Brüdenverdichtungsanlagen    die  Wirtschaftlichkeit von der befriedigenden  Wirksamkeit des Verdichters abhängig.

   Ander  seits ist der Verdichter der gefährdetste Teil  der Anlage, und zwar aus dem einfachen  Grunde, weil in demselben mechanische und  chemische Beanspruchungen gleichzeitig wirk  sam sind und diese Einwirkungen bei er  höhter Temperatur und hohen Geschwindig  keiten vor sich gehen.  



  Es ist daher - wiederholt die Erfahrung  gemacht worden, dass der Verdichter in sol  chen Fällen schon nach kurzer Zeit eine  starke Zerstörung erfährt, während die übrige  Anlage noch intakt ist. Der Schutz des Ver  dichters gegen diese     Angriffe    ist also hier  eine Lebensnotwendigkeit.         Man    hat dieses Ziel dadurch zu erreichen  versucht, dass man den aus der Flüssigkeit  entweichenden Gasen und Dämpfen     Alkalien     zumischt. Man hat ferner mechanische     Flüs-          sigkeitsabscheider    benutzt. Ein voller Erfolg.  ist diesen Vorschlägen versagt geblieben.

   Es  bewährt sich zwar die Neutralisation der  Dämpfe vor .dem Kompressor in manchen  Fällen; sie versagt aber hauptsächlich dann,  wenn nicht saure Anteile die Ursache der  Korrosionen sind, sondern Salze     etc.,    die gar  nicht neutralisiert werden können.  



  Die vorliegende Erfindung ist bestimmt,  die geschilderten Mängel zu beseitigen. Sie  geht dabei von dem Prinzip aus, dass sowohl  Rostwirkungen, wie der     Angriff    durch Säuren,  welche ja beide elektrolytische Prozesse sind,  nur bei Anwesenheit von     Wasserstoffionen,     d. h. also bei Anwesenheit     dissozierfähigen     Wassers vor sich gehen können. Ist solches  nicht vorhanden, dann müssten theoretisch       Angriffe    durch Rost oder durch Säuren   die im Grunde genommen ja auf gleicher      Basis beruhende Reaktionen sind - nicht  möglich sein.  



  Fussend auf diesem     Prinzip    ist die Erfin  dung dadurch gekennzeichnet, dass das zu  fördernde Medium vor Beginn seiner Ver  dichtung, bei mehrstufigen Verdichtern also  vor der ersten Stufe des     Kompressors,    durch  Zuführung von Wärme getrocknet, d. h. von  seinem Wassergehalt, wodurch allein die  Dissoziation von     H20    möglich ist, befreit  wird. Mit andern Worten, es wird das zu  fördernde Medium soweit erwärmt,     dass    die       flüssigen    Anteile verdampft und somit das  zu fördernde Medium getrocknet wird; in  diesem Zustande wird das zu fördernde  Medium auch im Verdichter erhalten.  



  Dabei stellt sich die Erfindung in Gegen  satz zu der bisher geübten Praxis, welche  aus rein wärmetechnischen Erwägungen her  aus die Kühlung des Kompressors für er  forderlich erachtet, wozu sogar Wasser vor  dem Kompressor eingespritzt, d. h. also die       Angriffsfähigkeit    der Gase und Dämpfe er  höht     wird.     



  Die Erwärmung des zu fördernden Me  diums,     bezw.    der Gase und Dämpfe zum  Zwecke der Trocknung kann natürlich in  verschiedenster Weise erfolgen. Es kann zum  Beispiel in die Saugleitung ein mit Fremd  wärme geheizter Trockner eingebaut werden.  Es     kann    die Überhitzungswärme des im  Kompressor verdichteten Mediums zu diesem       Zwecke    in der Weise     benutzt-    werden, dass  man einen Teil des verdichteten Mediums in  die Saugleitung des Kompressors hineinführt.  Das verdichtete     Medium    kann auch in einer       Wärmeaustauschvorrichtung    zum gleichen  Zwecke benutzt werden.  



  Es könnte das in der Saugleitung ange  saugte Medium durch Drosselung getrocknet  werden. Es kann schliesslich die Trocknung  im Kompressor selbst, jedoch vor der ersten  Stufe, erfolgen, indem mau die Eintritts  partien heizt. .  



  Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung  sind in der beigefügten Zeichnung schematisch  dargestellt.    Der aus der     Verdampfungsanlage        stam-          jnende    Dampf     -wird    durch die     Leitung    9 an  gesaugt. Diese     Leitung    ist von einem Dampf  trockner 11 umgeben, der durch irgendeine  beliebige Wärmequelle geheizt wird.  



  Es ist allerdings bekannt, zwischen einen  Dampferzeuger und eine dampfverarbeitende  Maschine     Überhitzer    einzuschalten. Bei der  Dampfmaschine dient aber die Überhitzung  dazu, den thermischen Wirkungsgrad zu er  höhen oder, besonders bei Dampfturbinen, die  mechanische Wirkung des nassen Dampfes  auf die Schaufeln auszuschalten. Im vor  liegenden Falle     würde    der thermische Wir  kungsgrad des Verdichters durch starke Über  hitzung vor dem Kompressor an sich ver  schlechtert; deshalb kühlt man ja auch nach  den derzeitigen Auffassungen die Kompres  soren; man spritzt ja sogar Wasser in den       Brüdendampf    vor dem Kompressor ein, um  sicher gesättigten Dampf zu haben.

   Im vor  liegenden Falle hat der Trockner aber nur  den Zweck, mitgerissene Flüssigkeitsteilchen  wegen ihres elektrolytischen Einflusses, aber  nicht wegen des mechanischen Einflusses in  einen nicht flüssigen Zustand zu verwandeln,  wo diese     Elektrolytischen    Wirkungen nicht  mehr eintreten. Es soll auch keine starke  Überhitzung stattfinden, weil die Überhitzung  den Wirkungsgrad des Verdichters herabsetzt  und weil der Verdichter an sich schon ein       Überhitzer    ist.  



  Au Stelle des mit Fremdwärme geheizten       Trockners    11 kann ein durch den verdichteten  Dampf selbst geheizter Trockner 12 treten.  Es ist dies möglich, da der Dampf während  der Verdichtung nie ganz an oder etwas  unter die Sättigungsgrenze kommen soll, aber  eine starke Überhitzung muss vermieden sein,  sowohl vom wärmetechnischen Standpunkt  aus, als auch vom Standpunkt des chemischen       Angriffes,    weil bei starker Überhitzung das  Material des Verdichters nicht nur verändert,  sondern für den     Angriff    sogar empfindlicher  gemacht werden kann.  



  Man kann ferner den Dampf zum Beispiel  aus Stufe     d    herausnehmen, ihn zum Trocknen  des frisch angesaugten Dampfes verwenden      und dann wieder der folgenden Stufe e zu  führen. Da nur Dampf von annähernd glei  chem Drucke getrocknet wird, so kann eine  zu starke     Kühlung        d;s    verdichteten Dampfes  bei richtiger Wahl der Austauschflächen 12  niemals eintreten. Der Trockner 12 soll ja  auch nur dazu dienen, die flüssigen Teilchen  des Dampfes in trockenen Dampf überzu  führen, aber nicht den Dampf vor dem Ver  dichter schon zu stark zu überhitzen, weil  dadurch Dampf von höherer Temperatur     in     den Verdichter käme und die Temperatur  sieh unmässig steigern würde.  



  Dadurch, dass die flüssigen Anteile des       Brüdens    verdampft werden, wird auch der       Verdichter    von einer Arbeit entlastet. Denn  ein Teil der flüssigen Bestandteile des     Brüdens     wird sonst im Kreiselverdichter doch nur aus  geschleudert, vermehrt also die Arbeit, ohne  dar man Dampf erhält; die aasgeschleuderten  Teile sammeln sich im     (xegenteil    im Gehäuse  und vermehren die Gefahr der Korrosionen.

    In diesem Falle ist also eine Trocknung  durch den     überhitzteil    Dampf selbst -thermo  dynamisch von Vorteil.     Man    könnte natür  lich auch den ganz verdichteten Dampf aus  der Druckleitung 10 zur Heizung des Trock  ners verwenden, was dann aber keine Rück  wirkung auf den Verdichter hätte, indem  dieser Dampf nicht mehr weiter verdichtet  wird.  



  Bei dieser Gelegenheit sei nochmals darauf  hingewiesen, dass man im allgemeinen aus  alten Vorurteilen den überhitzten Dampf als  Heizdampf fürchtet. Sobald man aber die       Verdampfungsapparate    entsprechend einrich  tet, .fällt diese Befürchtung ganz fort.  



  Werden     Flüssigkeiten    eingedampft, die  beim Eindampfen die gelösten Stoffe als  Trockensubstanz abgeben, wie zum Beispiel  Sole, so kann in dem Trockner 11 oder 12       nicht.nur    das Wasser verdampft, sondern  auch die gelöste Substanz durch     Abscheidung     zurückgehalten werden, was die günstige  Wirkung des Verfahrens noch erhöht. Der  Trockner braucht in solchen Fällen nur zu  gleich als     Salzabscheider    ausgebaut zu werden  und mass leicht zu reinigen sein..

      An Stelle des     Trockners    12 kann man  auch eine sehr einfache Trocknung durch ver  dichteten Dampf setzen, indem man einen  Teil des teilweise oder ganz verdichteten  Dampfes beispielsweise aus der Druckleitung  durch die Leitung 13 in die Saugleitung  zurückführt, wobei der an sieh schon über  hitzte Dampf durch Drosselung noch weiter  überhitzt wird und bei der     Mischung    mit  dem nassen     Brüden    diese     Überhitzungswärme     direkt zur Trocknung abgibt.  



  Diese Anordnung ist thermodynamisch  schlechter als die mit dem     Wärmeaustauscher,     aber billiger in der Anschaffung und Anlage.  Die Auswahl hängt von Fall zu Fall von  den besondern Verhältnissen ab.  



  Schliesslich könnte man die Erwärmung  durch Drosselung auch in der Saugleitung  selbst vornehmen, indem man eine Drossel  stelle 14 einbaut.  



  Ausser der durch die Trockner 11 und 12  dargestellten Lösung vermehren alle diese       Massnahmen    direkt oder indirekt den Kraft  bedarf des Verdichters, können aber trotzdem  wirtschaftlich . sein.  



  Es könnten alle die beschriebenen An  ordnungen auch direkt an den Kompressor  angebaut werden; die Eintrittspartien des       Verdichters    würden dann das Ende der Saug  leitung mit den Vorrichtungen zum Trocknen  bilden.  



  Insbesondere kann man den Trockner 12  direkt an den Kompressor angliedern, indem  man denselben als     Heizvorrichtung    für den       Kompressordeckel    ausbildet. Dieser Teil des  Verdichters könnte wegen der äusseren Wärme  verluste eine etwas unter der Kondensations  temperatur des Dampfes liegende Temperatur  haben und daher Anlass zu leichten Nieder  schlägen geben. Dies kann durch eine solche  Heizung vermieden werden. Dasselbe kann  auch durch     Wärmezufluss    im Gehäuse von  den höheren Stufen des     Kompressors    erreicht  werden.  



       Man    kommt dazu aus der Überlegung  heraus, dass in den meisten Fällen von der  Verwendung von Fremdwärme besser abzu  sehen und die Wärme zum Trocknen direkt      oder indirekt durch den Verdichter abzugeben  ist. Nun erfolgt die wirtschaftlichste Art der  Erwärmung des Dampfes mit Rücksicht auf  die sowieso erforderliche Verdichtung durch  die Verdichtung selbst. Dabei wird voraus  gesetzt, dass die Verdichtung unter möglich  ster Vermeidung jedes Wärmeverlustes nach  aussen, also möglichst     adiabatisch    erfolgt.

    Jede     adiabatische    Verdichtung führt im       Wä.rniediagramm    sofort von der     Grenzkurve     senkrecht nach oben, im Kreiselverdichter  sogar wegen der Radreibung, der Stoss- und       Undichtigkeitsverluste    etwas nach rechts, so  dass damit die schnellste Erwärmung statt  findet und mit Rücksicht auf den ganzen       Prozess    die wirtschaftlichste; sie ist besser  als jede Drosselung.

   Man wird zweckmässiger  weise folgende weitere     Massnahmen        treffen     Ganz im Gegensatz zur gewöhnlichen  Behandlung von Verdichtern ist derselbe  sorgfältig vor Wärmeableitung und Strahlung  nach aussen zu schützen, es sei denn; dass       man    die Eintrittspartien besonders heizt. Es  ist zudem in den ersten Stufen jede innere  direkte oder indirekte Kühlung, sowohl Ober  flächenkühlung, wie     Einspritzkühlung    zu ver  meiden. Letztere muss wegen der direkten  Einführung von Wasser korrosiv wirken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Schutze von Verdichtern gegen Korrosionen durch das geförderte 3Jedium, insbesondere in Brüdenverdich- tungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass das geförderte Medium vor der ersten Stufe bei mehrstufigen, bezw. der einzigen bei einstufigen Verdichtern durch Er wärmen vollständig getrocknet und wäh rend der Verdichtung einwenig oberhalb der Sättigung gehalten wird. II. Einrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine zum Trocknen des zu fördern den Mediums dienende Vorrichtung, welche dem Verdichter vorgeschaltet ist.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknung des geförderten 3Iediurns durch Drosselung desselben erreicht wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des geför derten Mediums nach erfolgter mindestens teilweiser Verdichtung in das noch feuchte, zu fördernde Medium geleitet wird und durch seine Überhitzungswärme die Trock nung des letzteren bewirkt. 3. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Trocknen des geförderten 2Mediums mit Fremdwärme geheizt wird. d.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die zum Trock nen des geförderten Mediums dienende Vorrichtung mit verdichtetem Förder medium geheizt wird.
CH109954D 1923-01-20 1924-01-19 Verfahren zum Schutze von Verdichtern gegen Korrosionen durch das geförderte Medium, insbesondere in Brüdenverdichtungsanlagen, und Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. CH109954A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962369C (de) * 1946-07-30 1957-04-18 Sulzer Ag Verfahren zum Schutz eines Gasverdichters gegen Stoerungen durch im Gas enthaltene Feuchtigkeit

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE962369C (de) * 1946-07-30 1957-04-18 Sulzer Ag Verfahren zum Schutz eines Gasverdichters gegen Stoerungen durch im Gas enthaltene Feuchtigkeit

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