CH110190A - Polerdungsdrosselspule zum Erdschlussschutz von Hochspannungsnetzen. - Google Patents

Polerdungsdrosselspule zum Erdschlussschutz von Hochspannungsnetzen.

Info

Publication number
CH110190A
CH110190A CH110190DA CH110190A CH 110190 A CH110190 A CH 110190A CH 110190D A CH110190D A CH 110190DA CH 110190 A CH110190 A CH 110190A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
earth fault
coils
choke
common
choke coils
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
Original Assignee
Bbc Brown Boveri & Cie
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bbc Brown Boveri & Cie filed Critical Bbc Brown Boveri & Cie
Publication of CH110190A publication Critical patent/CH110190A/de

Links

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description


      Polerdungsdrosselspule    zum     Erdschlussschutz    von Hochspannungsnetzen.    Um Hochspannungsnetze gegen die Gefahr  eines Erdschlusses zu schützen, verwendet  man Drosselspulen, welche entweder zwischen  Netznullpunkt und Erde, oder zwischen Netz  leiter (Netzpole) und Erde geschaltet sind.

    Die Bemessung der Drosselspulen wird dabei  in bekannter Weise so gewählt, dass der die  Drosselspule im     Erdschlussfalle    durchfliessende  induktive Strom annähernd gleich dem     kapa-          zitiven        Erdschlussstrom    des Netzes ist, weil  dann durch die Fehlerstelle nur ein relativ  kleiner     Erdschlussreststrom    mit überwiegender  Wirkkomponente     fliesst,    so dass sich ein stehen  der oder     intermittierender        Erdschlusslichtbogen     nicht ausbilden kann.

   Während nun die maxi  male     Beanspruchung    der Nullpunktdrosselspule  im     Erdschlussfalle    dem Produkt Phasenspan  nung X     Erdschlussstrom    entspricht, müssen       Polerdungsspulen    derart dimensioniert werden,  dass sie die Spannung der gesunden Netz  leiter gegen Erde aushalten und gleichzeitig  Ströme führen, deren geometrische Summe  dem     Erdschlussstrom    gleich ist. Beim Drei  phasennetz ist demnach jede der drei Pol=         erdungsspulen    für eine     Kilovolt-A.mperezahl     zu bemessen, welche dem Produkt  
EMI0001.0018     
    entspricht.

   Jede der     Polerdungsspulen    ist dem  nach so gross, wie eine für das gleiche Netz  erforderliche Nullpunktdrosselspule. Da drei  solche Spulen erforderlich sind, ist der Ge  samtaufwand somit dreimal so gross als bei  der induktiven Nullpunkterdung.  



  Zu wesentlich kleinerem Aufwand gelangt  man, wenn man die drei     Polerdungsspulen     induktiv verkettet, indem man sie auf den  drei Schenkeln eines     Dreiphasentransformator-          kernes    anordnet und diesem     Transformatorkern     noch einen vierten     unbewickelten    Schenkel  als Rückschluss für das durch den     Erdschluss-          strom    erzeugte Feld gibt, welches in den  drei bewickelten Schenkeln in bezug auf  den vierten Schenkel gleichgerichtet ist.

   In  folge dieser induktiven Verkettung der drei       Polerdungsspulen    verteilt sich der     Erdschluss-          strom    zu gleichen Teilen auf die einzelnen  Spulen,<B>Lind</B> es ergibt sich somit ein Ma-           terialaufwand    entsprechend dem dreifachen  des Produktes  
EMI0002.0002     
    Der Gesamtaufwand ist somit nur
EMI0002.0003  
   mal  so gross, als der für eine für das gleiche  Netz erforderliche Nullpunktdrosselspule. Es  kommt nun allerdings auch der Aufwand für  den vierter)     unbewiekelten    Kern hinzu, wel  cher bedingt, dass das Eisengestell der  Drosselspule kein normales ist, sondern mehr  Platz und Material erfordert.

   Auch die Joche  müssen verstärkt werden, weil das durch den       Erdschlussstrom    erzeugte Feld sich über die       Joche    schliesst.  



  Dieser     Mehraufwand    an Material, welcher  nur für das     Erdschlussstronzfeld,    nicht aber  für das     Drosselspulenfeld    im Normalbetrieb  des Netzes erforderlich ist, lässt sich auf ein  Minimum reduzieren, wenn man erfindungs  gemäss an Stelle einer     Mehrphasendrossel-          spule    mit viertem Kern zwei in Reihe oder  parallel geschaltete     dreischenklige    Drossel  spulen mit     gemeinsamen    Jochen verwendet.

    Es ist somit Gegenstand der Erfindung eine       Polerdungsdrosselspule    zum     Erdsehlussschutz     von     Dreiphasen-Hochspannungsnetzen,    bei  welchen jeder Netzpol über eine     Induktivität     geerdet ist, wobei die einzelnen     Induktivi-          täten    miteinander magnetisch verkettet und  so bemessen sind, dass sie in ihrer Gesamt  heit im     Erdschlussfalle    einen dem     Erdsehluss-          stroni    nahezu gleichen Strom führen, der sieh  auf die     Induktivitäten    gleichmässig verteilt.

         Erfindunzs2einäss    sollen nun die     verketteten            lnduktivitäten    aus zwei in Reihe beziehungs  weise parallel geschalteten     dreischenkligen     Drosselspulen mit gemeinsamen Jochen be  stehen, deren Wicklungen derart miteinander  verbunden sind, dass für das     Erdschlussfeld     ein beiden Drosselspulen gemeinsamer, sieh  über die gemeinsamen     Joche    schliessender,  magnetischer Kreis gebildet wird, in welchem  sich die     Erdschluss-Amperewindungen    der bei  den Drosselspulen addieren, und bei welchen  je nach der Schaltung der Spulen (Reihen  bezw.ParalleIschaltung)

   eine Erdung des     bezw.       der     Wicklungsnullpunkte    besteht. Der Ver  lauf des durch den     Erdschlussstrom    erzeugten  Feldes erfolgt durch die drei Schenkel der  einer) Drosselspule parallel, dann durch das  eine gemeinsame Joch, darin durch die drei  Schenkel der andern Drosselspule parallel  und schliesslich durch das andere gemeinsame  Joch. Das aufgewendete Eisenmaterial ent  spricht, abgesehen von den notwendigerweise  etwas verstärkten Jochen, nur dem für das  Feld bei Normalbetrieb ohnehin erforderlichen  Wert und es ist möglich, zwei Normaltypen  von Drosselspulen zu verwenden.  



  Die Erfindung sei anhand der Ausfüh  rungsbeispiele gemäss der Zeichnung näher  erläutert.  



  In     Fig.    1 bedeutet na ein     Dreiphasennetz,     an welches die     Dreiphasendrosselspulen        dundd'     angeschlossen sind. Die Spule     d    besitzt die  Eisenkerne 1, 2 und 3 und die Joche     j,    und     j2,     die Spule d' die Eisenkerne 4,

   5 und 6 und  die Joche     ji'    und     j2'.        Man    kann aber die       Jochstücke        ji    und     ji'        bezw.        j2    und     J..'    als je  ein gemeinsames     Jochstiieh    auffassen, welches  zur     Justierung    des magnetischen Widerstandes  mit einem Luftspalt     st        (bezw.        s2)    versehen  ist.

   Die Kerne 1, 2 und 3     tragen    die Spulen a,  b     Lind    c, die Kerne 4, 5 und 6 die Spulen c',  <I>b'</I> und     a'.    In dein Ausführungsbeispiel der       Fig.    1 sind die Spulen     a,    mit<I>a', b</I> mit<I>b'</I>  und c mit c'     hintereinandergeschaltet,    erst  sprechend     dein        Seheina    der     Fig.        211.    Der       Wicklungsnullpunkt    0 für die hintereinander  geschalteten Drosselspulen ist mit Erde (e)  verbunden.

      Im Normalbetrieb des Netzes bildet sich  in jeder der beiden Drosselspulen ein in sich       geschlossenes        Dreiphasenfeld        aus    und es findet  (abgesehen von einem     geringen    Streufeld)     kein          Kraftlinienübertritt    von einer Drosselspule in  die andere statt.

   Inn     Erdschlussfalle    aber  durchfliesst der     Erdschlussstrorn    mit je einem  Drittel seines Wertes jede der Reihen     a    a',  <I>b b', c c',</I> und während im dargestellten Falle  der Richtungssinn der     Erdschlussamperewin-          dungen    in der Spule d von oben nach untern  zeigt, zeigt er in der Spule     d'    von unten nach      oben.

   Das     Erdschlussfeld    durchsetzt somit die  Schenkel 1, 2 und 3 parallel, tritt dann in  das Joch     j2    ein, geht durch den Luftspalt     s2     nach     j.2',    durchsetzt dann die Schenkel 4; 5  und 6 parallel und schliesst sich durch das  Joch     ji',    den Luftspalt     si    und das Joch j l.  Der Materialaufwand für jede der beiden  Drosselspulen entspricht dann dem Wert  
EMI0003.0007     
    Beide zusammen erfordern somit das gleiche  Material, wie eine einzige, zum gleichen Zweck  verwendete     Mehrphasendrosselspule,    aber ohne  den dort erforderlichen vierten Eisenschenkel.

    An Stelle der Reihenschaltung der Wicklungen  beider Drosselspulen kann auch gemäss     Fig.2b     eine Parallelschaltung treten, wenn nur der  Richtungssinn der     Erdschlussamperewindungen     in beiden Spulen ein solcher ist, dass sich das       Erdschlussfeld    in der beschriebenen Weise aus  bilden kann.  



  Die Bedeutung der Buchstaben in den       Fig.211    und     2b    ist die gleiche wie in     Fig.    1.  Nur ergeben sich in     Fig.        2b        zwei    Wicklungs  nullpunkte 0 und 0', die miteinander und mit  Erde verbunden sind. Jede der parallel ge  schalteten Spulen<I>a, b, c,</I> a'<I>, b',</I>     c'    wird im     Erd-          schlussfalle    mit einer     Spannung    beansprucht,  welche dem Wert     V-3.    Phasenspannung ent  spricht.

   Die Strombeanspruchung ist aber  dafür nur halb so gross wie bei der Reihen  schaltung der Spulen, da auf jede Spule nur  der sechste Teil des     Erdschlussstromes    ent  fällt. Der Materialaufwand ist hiernach der  gleiche bei Reihen- wie bei Parallelschaltung  beider Drosselspulen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCR Polerdungsdrosselspule zum Erdschluss- schutz von Dreiphasen-Hochspannungsnetzen, bei welchen jeder Netzpol über eine Induk- tivität geerdet ist, wobei die einzelnen Induk- tivitäten miteinander magnetisch verkettet und.
    so bemessen sind, dass sie in ihrer Ge samtheit im Erdschlussfalle einen dem Erd- sehlussstrom annähernd gleichen Strom führen, der sich auf die Induktivitäten gleichmässig verteilt, dadurch gekennzeichnet, dass die ver ketteten Induktivitäten aus zwei in Reihe, bezw. parallel geschalteten dreischenkligen Drosselspulen mit gemeinsamen Jochen be stehen, deren Wicklungen derart miteinander verbunden sind, dass für das Erdschlussfeld ein beiden Drosselspulen gemeinsamer, sich über die gemeinsamen Joche schliessender magnetischer Kreis gebildet wird,
    in welchem sich die Erdschlussamperewindungen der bei den Drosselspulen addieren, und bei welchen je nach der Schaltung der Spulen (Reihen- bezw.ParalleIschaltung) eine Erdung des bezw. der Wicklungsnullpunkte besteht.
    UNTERANSPRUCH: Polerdungsdrosselspule nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den beiden Drosselspulen gemeinsamen Joche durch Luftspalte unterteilt sind, durch welche der magnetische Widerstand des Erdschlussstrom- feldes eingestellt werden kann und welche dabei aber zwischen den Drosselspulen an geordnet sind, so dass sie den Widerstand der magnetischen Kreise der durch die normale Netzspannung erzeugten beiden Drosselspulen felder nicht erhöhen.
CH110190D 1923-11-15 1924-07-26 Polerdungsdrosselspule zum Erdschlussschutz von Hochspannungsnetzen. CH110190A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE110190X 1923-11-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH110190A true CH110190A (de) 1925-05-16

Family

ID=5652056

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH110190D CH110190A (de) 1923-11-15 1924-07-26 Polerdungsdrosselspule zum Erdschlussschutz von Hochspannungsnetzen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH110190A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3430715B1 (de) Umrichteranordnung mit sternpunktbildner
EP0396126A2 (de) Vorrichtung zur Stromversorgung
EP3909123A1 (de) Schaltungsanordnung, elektrolyseeinrichtung und verfahren zum betrieb einer schaltungsanordnung oder einer elektrolyseeinrichtung
DE544632C (de) Transformator mit regelbarem Spannungsabfall, insonderheit fuer die Zwecke der elektrischen Lichtbogenschweissung
DE408519C (de) Polerdungsdrosselspule zum Erdschlussschutz von Dreiphasen-Hochspannungsnetzen
AT101570B (de) Polerdungsdrosselspule zum Erdschlußschutz von Dreiphasen-Hochspannungsnetzen.
CH110190A (de) Polerdungsdrosselspule zum Erdschlussschutz von Hochspannungsnetzen.
DE525581C (de) Stromwandler mit Mantelkern und symmetrischer primaerer elektrischer Durchflutung
DE388555C (de) Schaltung zur Verminderung des Spannungsabfalls bei Transformatoren fuer Gleichrichter
DE920673C (de) Drei- oder Mehrphasen-Transformator
AT116320B (de) Einrichtung zur Regelung der Spannung eines Wechselstromnetzes.
DE375096C (de) Anordnung zur Verminderung des kapazitiven Erdschlussstromes bei Hochspannungsnetzenmit Drosselspulen zwischen jeder Netzphase und Erde
DE737463C (de) Wicklungsanordnung, insbesondere fuer Hoechstleistungs- und Hoechstspannungs-Einphasentransformatoren eines Drehstromaggregates
DE456202C (de) Unsymmetriestromwandler
DE757164C (de) Drei- oder Mehrphasentransformator
DE653429C (de) Anordnung zur Spannungskompoundierung bei mehrphasigen Gleichrichteranlagen
DE639531C (de) Schutzschaltung mit Summenstromausloeser fuer Stromverteilungsanlagen
DE976482C (de) Anordnung zur Unterdrueckung des Erdschlussstromes in Hochspannungswechselstromnetzen
DE910569C (de) Gleichstromvormagnetisierte Drosselspule
DE492873C (de) Einrichtung zur Herstellung eines anzapfbaren Nullpunktes in Dreiphasennetzen zum Anschluss von Nullpunktsdrosselspulen
AT160795B (de) Drehstromtransformator mit zumindest in den Schenkeln geteilten Eisenwegen.
DE755097C (de) Stufentransformator in Sparschaltung
CH136752A (de) Einrichtung zur Regelung der Spannung eines Wechselstromnetzes.
DE338567C (de) Wicklungsanordnung bei Nullpunkt-Erdschlussschaltungen von Hochspannungsnetzen
DE513810C (de) Einrichtung zur UEberlagerung von Hilfsfrequenzen ueber starkstromfuerhrende Leiter