CH110192A - Gleichrichter mit Bogenentladung. - Google Patents
Gleichrichter mit Bogenentladung.Info
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Description
Gleichrichter mit Bogenentladung. Die Erfindung bezieht sich auf Ent ladungsröhren mit Bogenentladung und ins besondere auf solche, die zum Gleichrichten von Wechselströmen verwendbar sind.
Man hat bereits vorgeschlagen, in sol chen Entladunosröhren eine Glühkathode zu verwenden, die bei wesentlich niedrigerer Temperatur als Wolfram eine zum Betrieb hinreichende Elektronenemission hat; man hat zum Beispiel Elektroden verwendet, die an der Oberfläche eines oder mehrere der Oxyde der Erdalkalimetalle enthielten.
Auch ist es bekannt, bei Entlaclungs- röhren mit Bogenentladung, bei denen eine Glühkathode der beschriebenen Art ange ordnet ist, eine Gasfüllung zu verwenden, die aus einem Edelgas, insbesondere aus Ar gon, besteht. Der Druck der Gasfüllung kann dabei bis zu einigen Centimetern Quecksilbersäule steigen.
Zweck der Erfindung ist, Entladungs röhren dieser Art derart zu verbessern, dass sie bei hohem Wirkungsgrad eine lange Le bensdauer besitzen. Eine Entladungsröhre nach der Erfindung enthält eine Glühkathode, die bei wesentlich niedrigerer Temperatur als Wolfram eine für den Betrieb hinreichende Elektronen emission hat, eine Anode und eine Gas füllung, die aus einem Edelgas bezw. einem Gemisch von Edelgasen besteht, wobei der Druck der Gasfüllung und der Abstand zwischen den Elektroden derart gewählt sind, dass die Spannung am Bogen niedriger ist als die Ionisierungsspannung der Gasfüllung.
Unter der Ionisierungsspannung der Gas füllung wird die Ionisierungsspannung des die Röhre füllenden Gases oder aber, falls ein Gemisch von Gasen vorhanden ist, die niedrigste der Ionisierungsspannungen dieser Gase verstanden. Unter der Spannung ain Bogen wird die mittlere Spannung während der Zeit des Stromdurchganges verstanden.
Der Druck der Edelgasfüllung liegt zweckmässig zwischen - einigen Millimetern und einigen Centimetern Quecksilbersäule. Besonders vorteilhaft ist eine Gasfüllung aus Argon unter einem Druck zwischen 10 und 20 Millimetern Quecksilbersäule. Der Abstand izwisdhen den Elektroden ist von der Art und dem Druck der Gasfüllung ab hängig. Im allgemeinen ist der Abstand ver hältnismässig gering. In vielen Fällen kann er zum Beispiel kleiner als ein Centimeter sein.
Die Glühkathode, die bei wesentlich niedrigerer Temperatur als Wolfram eine für den Betrieb hinreichende Elektronenemission hat, kann beispielsweise aus einem Draht aus Platin, Nickel oder einem andern Metall oder einer Legierung bestehen, die sieh mit den Erdalkalimetallen legieren las sen, so dass dieser Draht mit einem oder mehreren mindestens zum' Teil oxydierten. Erdalkalimetallen legiert werden kann. Auch kann die Glühkathode aus einem Körper aus einem Metall, wie Platin oder Nickel, derart hergestellt sein, dass darauf eine Verbindung angebracht wird, die sieh beim Erhitzen zersetzt und dann ein Oxyd eines Erdalkalimetalles bildet.
So kann man beispielsweise auf der Oberfläche dieses Körpers Bariumnitrat anbringen, das sich beim Erhitzen in Bariumoxyd und N0.2 zer setzt.
Die Zeichnung stellt beispielsweise eine als Gleichrichter dienende Entladungsröhre nach der Erfindung mit der zugehörigen Schaltung schematisch dar.
Die Entladungsröhre nach der Zeichnung hat einen Körper 1 aus Glas oder ähnlichem Stoff, mit dem ein Glasrohr 2 luftdicht ver schmolzen ist. In der Quetschstelle am Ende dieser Glasröhre sind Stromzuleitungsdrähte 8 und 4 für eine Glühkathode 5, sowie ein Stromzuleitungsdraht 6 für eine Anode 7 luftdicht eingeschmolzen.
Die Glühkathode besteht aus einem gerad linig aufgehängten, schraubenlinienförmig gewundenen Draht, zum Beispiel aus Nickel, der mit einem Stoff überzogen ist, der schon bei verhältnismässig niedrigerer Temperatur in starkem Masse Elektronen aussendet, zum Beispiel mit Bariumoxyd oder einem andern Erdalkalimetalloxyd oder mit deren Mischungen. Gute Ergebnisse werden mit einer Glühkathode aus Nickel erzielt, die an der Oberfliiehe mit mindestens teilweise oxydierendem Barium legiert ist.
Die Anode besteht aus einer zylindrisch gebogenen, die Kathode gleiehaelisig umgebenden Nickel platte.
Die Gasfüllung besteht aus einem Edel gas, vorzugsweise aus Argan. Der Druck dieses Gases und der Abstand zwischen der Kathode 5 und der Anode 7 sind derart "ewählt. dass bei durchgehender Bogenentladung die mitt lere Spannung zwischen den Elektroden niedriger ist als die Ionisierungsspannung des Gases. Im Fallf-_# des Argons ist die Spannung am Bogen somit niedriger als 15.3 Volt.
Bei einer gewissen Ausführungs form, bei der der Druck des Argons 15 Milli- rneter beträgt. während der Abstand zwi- sehen den Elektroden etwa 5 Millimeter ist, kann die Spannung am Bogen etwa. 5 bis 10 Volt, zum Beispiel 6 Volt, betragen.
Kleine Zusätze anderer Gase oder Dämpfe, zum Beispiel Queclzsilberdämpfe. können manchmal ohne nachteilige Folgen in der Edelgäsfüllung vorhanden sein.
Der. Gleichrichter nach der Zeichnung kann beispielsweise zum Aufladen einer Bat terie 1.1 verwendet -werden. Die Schaltung kann dann die in der Zeichnung angegebene sein, bei der die Spannung einer Sekundär spule 11 eines Transformators mit Primär spule 10 zwischen der Kathode und der Anode angelect -wird. Beim Inbetriebsetzen wird ein Schalter 13 geschlossen, wodurch die Glühkathode an eine Sekundärspule 12 angeschlossen wird.
Hat die Glühkathode die erforderliche Temperatur erreicht, so ent steht eine Bogenentladung zwischen ihr und der Anode<B>7</B>, und der Schalter 13 kann jetzt wieder geöffnet -werden. Die Glüh- kathode wird darauf unter dem Einfluss der Bogenentladung auf der erforderlichen hohen Temperatur gehalten. In Reihe mit der Batterie 1.1 ist ein Regelungswiderstand 15 angeordnet.
Die Entladun"@r < ilire nach der Erfindung eignet sieh vorzüglich zum Aufladen kleiner Batterien, zum Beispiel von 2 bis 10 Volt, und arbeitet. init wesentlich höherem Wir- kungsgrad als die für ähnliche Zwecke an gewendeten, reit einer Bogenentladung und einer Glühkathode aus Wolfram arbeitenden Entladungsröhren.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Entladungsröhre mit Bogenentladung, gekennzeichnet durch eine Glühkathode, die bei wesentlich niedrigerer Temperatur als Wolfram eine für den Betrieb hinreichende Elektronenemission hat, eine Anode und eine Gasfüllung, die aus einem Edelgas, be ziehungsweise einem Gemisch von Edelgasen besteht, wobei der Druck der Gasfüllung und der Abstand zwischen den Elektroden derart gewählt sind, dass die Spannung am Bogen niedriger ist als die Ionisierungs- spannung der Gasfüllung. UNTERANSPRüCHE: 1.Entladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der Gasfüllung zwischen einigen Milli metern und einigen Centimetern Queck silbersäule liegt. Entladungsröhre nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Gasfüllung aus Argon unter einem Druck zwischen 10 und 20 Milimetern Quecksilbersäule steht. 3. Entladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Elektroden kleiner ist als ein Centimeter. 4.Entladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einem Metall bezw. einer Legierung besteht, die sich mit den Erdalkalimetal- len legieren lässt, und dieses Metall bezw. diese Legierung an der Oberfläche mit mindestens einem mindestens zum Teil oxydierten Erdalkalimetall legiert ist. 5. Entladungsröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einem geraden, schraubenlinienförmig gewundenen Draht und die Anode aus einem gleichachsig zu der Kathode ange ordneten Zylinder besteht.
Applications Claiming Priority (1)
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