CH110257A - Verfahren zur Herstellung glänzender Fäden, Bänder, Films, Platten usw. aus Viskose. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung glänzender Fäden, Bänder, Films, Platten usw. aus Viskose.

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CH110257A
CH110257A CH110257DA CH110257A CH 110257 A CH110257 A CH 110257A CH 110257D A CH110257D A CH 110257DA CH 110257 A CH110257 A CH 110257A
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CH
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sep
viscose
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English (en)
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A G Erste Boe Kunstseidefabrik
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Erste Boehmische Kunstseidefab
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  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung glänzender Fäden, Bänder, Films, Platten usw.  aus     Tiskose.       Durch die deutschen Reichspatente 260479  und 240846,     sowie.    durch die französischen  Patente<B>489881</B> und 512318 sind schon saure  Spinnbäder, welche     Ammonsulfat    enthalten,  bekannt. Spinnt man .aber unter den diesen  Patenten     zugrundeliegenden    Bedingungen, so  erhält man Seide, die einen unruhigen Glanz  hat, und in der     Zerreissbark        eit    und' Dehnung  als nicht befriedigend anzusehen ist.  



       Ausserdem    sind durch die deutschen  Reichspatente     1879.17    und 287955 Verfahren  bekannt, bei denen man     Viskose-lösungen    aus  entsprechend geformten Öffnungen in ein       Fällbad    aus     Schwefelsäure    und     Bisulfat    oder  aus saurem und neutralem Sulfat treten lässt.

    Die Erzeugung glänzender Fäden ist nach  diesem Verfahren nur möglich, wenn     Säure-          und    Salzgehalt des Bades einerseits und     die          Eigenschaften    der Viskose, wie deren     Zusam-          inensetzung    und der Reifegrad anderseits, in  einem geeigneten Verhältnis zueinander  stehen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass     im     allgemeinen ein höherer Säuregehalt im    Spinnbad durch frischere Viskose bedingt ist  und umgekehrt, und die wesentlichen. Eigen  schaften, wie Dehnung und     Wasserfestigkeit     des fertigen Fadens dann um se. besser sind,  je frischer die versponnene Viskose ist.

   Ver  sucht man nun relativ frische Viskose zu ver  spinnen, indem man den Säuregehalt des  Spinnbades bei höherem Salzgehalt weit  gehend verringert, so treten Übelstände auf,  z. B. leichter     Fadenbruch,    harte Seide usw.  Steigert man dagegen bei frischer Viskose  den Säuregehalt, soweit dieses zur Erzielung  einwandfreien Spinnens notwendig ist, so  entwickeln sich in dem sich bildenden Faden  kleine     Bläschen,    welche die Festigkeit des  fertigen Fadens schwächen.  



  Es ergibt sich demnach bei der Herstel  lung hochwertiger Kunstseide bei gleichblei  bender     Zusammensetzung    der Viskose eine  kritische Säuregrenze des angewandten Spinn  bades, die dadurch     gekennzeichnet    ist, dass  bei ihrer     Überschreitung        Bläschen    im Faden  .auftreten.

       Diese        kritische    Grenze ist bei    
EMI0002.0001     
  
    bltielimässiger <SEP> Herstellung <SEP> der <SEP> Viskose <SEP> nus
<tb>  demselben <SEP> Zellstoff <SEP> konstant, <SEP> sie <SEP> ändert <SEP> sich
<tb>  -r <SEP> stark <SEP> mit <SEP> der <SEP> Art <SEP> der <SEP> Verarbeitung <SEP> rir#r
<tb>  <B>,</B> <SEP> -ibc
<tb>  N <SEP> atrolrzellulose <SEP> und <SEP> des <SEP> xantlrogenats, <SEP> und
<tb>  ganz <SEP> besonders <SEP> mit <SEP> der <SEP> Qualität <SEP> des <SEP> verwen  rleten <SEP> Zellstoffes.
<tb>  



  Es <SEP> wurde <SEP> null <SEP> die <SEP> überraschende <SEP> Beobach  tung <SEP> gemacht, <SEP> dar <SEP> sich <SEP> die <SEP> genannte <SEP> kritische
<tb>  Sättreg,renze <SEP> weitgehend <SEP> überschreiten <SEP> lässt,
<tb>  ohne <SEP> dass <SEP> sieh <SEP> Bläschen <SEP> im <SEP> Faden <SEP> bilden,
<tb>  wenn <SEP> man <SEP> dem <SEP> Spinnbad <SEP> geringe <SEP> Mengen
<tb>  eines <SEP> Antmonsalzes, <SEP> wiemmon;

  sulfat, <SEP> zti  setzt. <SEP> Diese <SEP> Erscheinung <SEP> ist <SEP> überraschend,
<tb>  weil <SEP> sie <SEP> durch <SEP> Natriumsulfat <SEP> nicht <SEP> erreicht
<tb>  wird, <SEP> auch <SEP> wenn <SEP> man <SEP> dieses <SEP> in <SEP> der <SEP> vielfti@#heu
<tb>  Menge <SEP> des <SEP> @mmonsulfate@ <SEP> an #end@t. <SEP> Wiirdu
<tb>  ein <SEP> neutrales <SEP> Spinnbad <SEP> vorliegen, <SEP> so <SEP> wäre <SEP> die
<tb>  Erscheinung <SEP> verständlich, <SEP> da <SEP> Ammansalze <SEP> in
<tb>  neutraler <SEP> Lösung <SEP> auf <SEP> Viskose <SEP> ehemiselr <SEP> eirr   -irken. <SEP> In <SEP> saurer <SEP> Lösung;

   <SEP> war <SEP> jedoch <SEP> diese
<tb>  Wirkung <SEP> nicht <SEP> zu <SEP> erwarten, <SEP> denn, <SEP> wie <SEP> aus
<tb>  dem <SEP> D. <SEP> R.. <SEP> P. <SEP> 240846 <SEP> hervorgeht, <SEP> war <SEP> Am  monsulfa:t <SEP> in <SEP> diesem <SEP> Fall <SEP> nur <SEP> als <SEP> mita:ussal  zender <SEP> Körper <SEP> bekannt. <SEP> Im <SEP> allgemeinen <SEP> @c  nügen <SEP> geringe <SEP> 1Tengen <SEP> von <SEP> Ammansulfat.
<tb>  Schon <SEP> 5 <SEP>  ä <SEP> Zusatz <SEP> Ammansulfat <SEP> zu <SEP> dem
<tb>  Spinnbad <SEP> üben <SEP> bei <SEP> normalen <SEP> Verhiiltriisserl
<tb>  die <SEP> genannte <SEP> Wirkung <SEP> aus, <SEP> doch <SEP> können <SEP> bei
<tb>  l'rhöhung <SEP> der <SEP> 5 <SEP> % <SEP> auch <SEP> abnormale <SEP> visl;

  o.seri,
<tb>  wie <SEP> solche <SEP> aus <SEP> weniger <SEP> hochwertigem <SEP> Zel1  stoff, <SEP> bläschenfrei <SEP> versponnen <SEP> werden.
<tb>  



  Das <SEP> den <SEP> Gegenstand <SEP> vorliegender <SEP> Erfin  dun0- <SEP> bildende <SEP> Verfahren <SEP> beruht <SEP> nun <SEP> auf <SEP> dc#r
<tb>  erwähnten <SEP> Beoba:chtuirg. <SEP> Nach <SEP> diesem <SEP> Vi@r  fahren <SEP> werden <SEP> zti <SEP> dem <SEP> Spinnbad, <SEP> betelrerirl
<tb>  -is <SEP> Schwefelsäure <SEP> und <SEP> Natriumsulfat. <SEP> mit
<tb>  <B>,</B> <SEP> ai
<tb>  einem <SEP> spezifischen <SEP> Gewicht <SEP> von <SEP> mindestens
<tb>  1,37, <SEP> wenigstens <SEP> 3 <SEP>  %o <SEP> Ammonsulfa.t <SEP> zugesetzt.

       
EMI0002.0002     
  
    <I>Beispiel <SEP> I:</I>
<tb>  Eine <SEP> Viskoselösung <SEP> mit. <SEP> 8,0 <SEP>  ,@o <SEP> Zellulose
<tb>  und <SEP> -l,0 <SEP> % <SEP> Natrongehalt <SEP> wird <SEP> nach <SEP> eint2i"#i  em <SEP> Stehen <SEP> bei <SEP> 18 <SEP> o <SEP> <B>C</B>mit <SEP> einem <SEP> Fällbad,
<tb>  bestehend <SEP> aus <SEP> saurem <SEP> und <SEP> neutralem <SEP> Sulfat
<tb>  von <SEP> einem <SEP> spezifischen <SEP> Geweht <SEP> voll <SEP> 1,35 <SEP> und
<tb>  einem <SEP> titrierten <SEP> Säuregehalt <SEP> voll <SEP> 2,0 #j <SEP> gFspon  nen. <SEP> Der <SEP> Faden <SEP> zeigt <SEP> unter <SEP> dem <SEP> h1ihrosl@op
<tb>  kleine <SEP> Bläschen, <SEP> der <SEP> fertiggestellte <SEP> Faden <SEP> hat     
EMI0002.0003     
  
    Glanz, <SEP> aber <SEP> Festigkeit.

   <SEP> Setzt <SEP> man
<tb>  denselbenpinnlrad <SEP> ä <SEP>  .@ <SEP> Amrnonsulfat <SEP> zu
<tb>  und <SEP> spinnt <SEP> mari <SEP> dieselbe <SEP> V <SEP> isko:se <SEP> unter <SEP> den
<tb>  -leiehen <SEP> @edüi\.;unsen, <SEP> so <SEP> ist <SEP> die <SEP> Bläschenbil  dung <SEP> vollstün <SEP> dig <SEP> beseitigt. <SEP> Der <SEP> Glanz <SEP> des
<tb>  fertigen <SEP> Fadens <SEP> i-t <SEP> gut, <SEP> die <SEP> Festigkeit <SEP> bedeu  tend. <SEP> Versucht <SEP> man <SEP> dieselbe <SEP> Viskose <SEP> ohne
<tb>  Zusatz <SEP> von <SEP> Aninionsitlfat <SEP> l@liiselienfrei <SEP> zu <SEP> ver  ::pinnen, <SEP> .so <SEP> ist <SEP> erst <SEP> nach <SEP> mehrtägiger
<tb>  Reifezeit <SEP> ninglieh. <SEP> Dis, <SEP> dann <SEP> erhaltenen <SEP> fer  ti@@gear.llti>niidr#n <SEP> Haben <SEP> geringere <SEP> @l"asser  <B>ff</B> <SEP> 'tigkeit.
<tb>  



  <I>Beispiel <SEP> II:</I>
<tb>  Feine <SEP> P)iinrl,@lien <SEP> vom <SEP> Denier <SEP> 200 <SEP> wurden
<tb>  Mit <SEP> wich <SEP> i111 <SEP> Bei@ilif1 <SEP> I <SEP> lw  sc@triel7en, <SEP> nlitdein <SEP> dort. <SEP> a <SEP> rlgeffilrrten <SEP> Spinn  ba.rl <SEP> ohne <SEP> @linnionsulfatzusatz <SEP> gesponnen. <SEP> Sie
<tb>  erwiesen <SEP> sich <SEP> urit@-r <SEP> dem <SEP> Mikroskop <SEP> als <SEP> nicht
<tb>  bläschenfrei, <SEP> hatten <SEP> fast <SEP> keine <SEP> Dehnung <SEP> und
<tb>  Pallbarkeit <SEP> ulr.d <SEP> nur <SEP> gmingen <SEP> Glanz. <SEP> Fügt
<tb>  man. <SEP> zu <SEP> demselben <SEP> Spinnbad <SEP> Ammansulfat
<tb>  hinzu, <SEP> so <SEP> eigibt <SEP> bereits <SEP> ein <SEP> 3 <SEP>  /oiger <SEP> Ammon  sulfat.gelialt# <SEP> ein <SEP> Bändchen, <SEP> welches <SEP> in <SEP> Glanz
<tb>  wild <SEP> Festigkeit <SEP> befrierligl:

   <SEP> und <SEP> bei <SEP> welchem
<tb>  durch <SEP> Str#igertin"- <SEP> - <SEP> des <SEP> Ammonsulfat-ehaltes
<tb>  die <SEP> Drlrlrurl--- <SEP> von <SEP> l0 <SEP> auf <SEP> 15 <SEP> % <SEP> erhöht <SEP> werden
<tb>  kann,
<tb>  Beide <SEP> Beispiele <SEP> wurden <SEP> mit <SEP> einer <SEP> Spinn  strecke <SEP> von <SEP> nur <SEP> 10 <SEP> ein <SEP> durchgeführt.
<tb>  



  Die <SEP> teelinisehe <SEP> Bedeutung <SEP> des <SEP> Verfahrens
<tb>  liegt <SEP> also <SEP> in <SEP> der <SEP> grösseren <SEP> Wasserfestigkeit
<tb>  und <SEP> erhöhten <SEP> Dehnbarkeit <SEP> des <SEP> nach <SEP> ihm <SEP> her  g1eSt.ellten <SEP> Fadens. <SEP> Erreicht <SEP> wird <SEP> dieses <SEP> durch
<tb>  den <SEP> Zusatz <SEP> von <SEP> Ammansulfat, <SEP> der <SEP> ermö <SEP> -  lieht, <SEP> rlass <SEP> 1. <SEP> frischere <SEP> @'ishoen, <SEP> a.ls <SEP> wie <SEP> mit
<tb>  den <SEP> bisher <SEP> bekannten <SEP> sauren <SEP> Spinnb:irlern
<tb>  Verspennen <SEP> werden <SEP> können, <SEP> und <SEP> ?. <SEP> die <SEP> 1@'a.hl
<tb>  des <SEP> Zellstnffes <SEP> eine <SEP> weniger <SEP> peinliche <SEP> zu <SEP> sein
<tb>  bratleht <SEP> als <SEP> bi@:

  ht@r, <SEP>  < 1a <SEP> auch <SEP> minderwertige
<tb>  Zell.toff- <SEP> n <SEP>  < ich <SEP> dir-sein <SEP> Verfahren <SEP> ohne <SEP> Naeh  b@il <SEP> für <SEP> d;1.: <SEP> Endprodukt: <SEP> verarbeitet <SEP> -,cerderi
<tb>  können.

Claims (1)

  1. EMI0002.0004 PATENTANSPRUCH: <tb> Verfahren <SEP> zur <SEP> He.r@stellttng <SEP> von <SEP> Fäden, <tb> Bändern. <SEP> Films. <SEP> Platten <SEP> usw. <SEP> aus <SEP> Viskose, <tb> dadurch <SEP> gchennzeichn <SEP> et, <SEP> tlass <SEP> ztt <SEP> dem <SEP> Spinn bad, <SEP> bestehend <SEP> aus <SEP> Sch -afelsäure <SEP> nnrl <SEP> I\Ta- triuin.ulfat mit einem spezifischen Gewicht von mindestens 1,35, wenigstens 3 % Ammen sulfat zugesetzt werden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, nach welchem zu dem Spinnbad 5 / Ammonsulfat zugesetzt werden.
CH110257D 1923-05-18 1924-04-12 Verfahren zur Herstellung glänzender Fäden, Bänder, Films, Platten usw. aus Viskose. CH110257A (de)

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