CH110489A - Verfahren zur Herstellung von Säuren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Säuren.

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CH110489A
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01J3/00Processes of utilising sub-atmospheric or super-atmospheric pressure to effect chemical or physical change of matter; Apparatus therefor

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    von Säuren.    Die Erfindung betrifft die Herstellung von  Säuren durch Umsetzung von Salzen mit       Fluorwasserstoffsäuren.    Sie besteht darin,  dass die Salze der zu gewinnenden Säuren,  anorganischer oder organischer Art, in festem  Zustande mit     Fluorwasserstoffsäuren    umge  setzt werden.  



  Als Ausgangssalze kommen die beliebiger  Metalle in Betracht,     z..    B. Salze des Natriums,  Kaliums, Bariums, die der Erden und Schwer  metalle.  



  Die Umsetzung kann sowohl mit Fluor  wasserstoffsäure als auch mit komplexen     Fluor-          Wasserstoffsäuren    erfolgen. Komplexe Säuren,  die nicht frei bestehen, werden in ihren Ein  zelteilen benutzt, so z. B.     Titanfluorid    und       Fluläsätire.    Ein weiteres Beispiel für diese  Art der Ausführung ist die- Behandlung von  beliebigen Salzen mit den Einzelteilen der       Zirkonfluor    Wasserstoffsäure.  



  Erwünscht ist, dass das positive Ion des  Salzes, das in fester Form zur Anwendung  gelangt, mit der     Flusssäure    oder komplexen       Fluorwasserstoffsäure    ein unlösliches oder  schwer lösliches Salz ergibt. Es ist beson-         ders    vorteilhaft, wenn , man mit den gasför  migen Säuren beziehungsweise den gasför  migen Einzelteilen von     Fluorwasserstoffsäuren     arbeitet. Man erhält dadurch die gewünsch  ten Säuren, soweit diese beispielsweise wie  die Salzsäure glatt flüchtig sind, unmittelbar  in wasserfreier Form.  



  Die Salze werden sonst in die mehr oder  weniger konzentrierte Lösung der     Fluorwas-          serstoffsäuren    eingetragen. Unter quantitati  ver Umsetzung entstehen dadurch aus den  festen Ausgangssalzen anstatt gallertartige  leicht     filtrierbare    Verbindungen der Fluor  wasserstoffsäuren, so dass einerseits die neu  gebildete Säure vollständig abgetrennt, an  derseits das Umsetzungssalz bequem durch  Auswaschen rein erhalten werden kann.  



  Die Umsetzung verläuft in der Regel in  der Kälte. Es kann aber auch bei höherer  Temperatur unter Druck oder anderseits  im Vakuum gearbeitet werden.  



       Beispiel:    735 kg Steinsalz (mindestens       95        %ig)        werden        mit        2100        Litern        Kieselfluor-          wasserstoffsäure        von        32        %        vermengt        und        län-          gere    Zeit durchgerührt.

   Als Niederschlag      entstehen 1070 kg     Kieselfluornatrium        (98 ;t,ig)     und die Lösung, die nur     abfiltriert    zu wer  den braucht, ergibt 1750 Liter 19 volumen  prozentige Salzsäure.  



  In ähnlicher Weise lassen sich äquivalente  Mengen     Natriumnitrat    und     Borfluorwasser-          stoff    umsetzen, welch' letzterer im fertig ge  bildeten Zustande oder in seinen Komponen  ten zur Anwendung kommen kann. Man er  hält hierbei eine reine Salpetersäure.  



  Sogar Schwefelsäure lässt sich herstellen  durch     Umsetzung    von     Natriumbisulfat    mit  einer     Fluorwasserstoffsäure.     



  Bringt man zum Beispiel 2     1VIol.        lVTatrium-          formiat    mit 1     Alol.        Kieselfluorwasserstoffsäure     zur Umsetzung, die in einer Konzentration  von 32      /ö    angewendet wird, so gelangt man  unmittelbar zu einer 23,7 volumenprozentigen  Ameisensäure, die nur von dem ausgeschie  denen     Natri,rmsilicofluorid        abfiltriert    zu wer  den braucht.  



  Die Konzentration der zu gewinnenden  Säure lässt sich durch die     Stärke    der be  nutzten     Flusssäure    regeln, so dass sogar Säu  ren von ausserordentlich hoher     Konzentration     in einem Arbeitsgang erhalten werden kön  nen. Der Reinheitsgrad der anfallenden Säure  ist in jedem Falle ausserordentlich grob, da    die entstehenden     fluorwasserstoffsauren    Salze  eine glatte     Abscheidung    ermöglichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Säuren durch Umsetzung von Salzen mit Fluorwas- serstoffsäuren, dadurch gekennzeichnet, dat') die Salze in fester Form mit Fluorwasser- stoffsäuren zur Umsetzung gebracht werden. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verwendung von Ein zelteilen der Fluorwasserstoffsäuren. 2.
    Verfahren nach, Patentanspruch und Unter anspruch 1, gekennzeichnet durch die Ver wendung von Fluorwasserstoffsäuren im flüssigen Zustande. 3. Verfahren nach Patentanspruch, und Unter- anspruch 1, gekennzeichnet durch die Ver wendung von Fluorwasserstoffsäuren im gasförmigen Zustande. 4. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Arbeiten bei höherer Tem peratur sowie unter Druck. 5. Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Arbeiter, im Vakuum.
CH110489D 1923-03-28 1924-03-17 Verfahren zur Herstellung von Säuren. CH110489A (de)

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US3021193A (en) * 1958-10-29 1962-02-13 Grace W R & Co Production of sodium fluoride

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DK37016C (da) 1927-01-17
FR579039A (fr) 1924-10-08
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