CH110541A - Wälzlager. - Google Patents
Wälzlager.Info
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Description
Wälzlager. Wie die Erfahrung lehrt, kann die Wälz- lagerung mit zwischen starren Laufbahnen umlaufenden Wälzkörpern (Rollen oder Ku geln) für ungleichförmig und pendelnd sich drehende Zaq)fen, insbesondere für Kurbel zapfen von Verbrennungskraftmaschinen, nur dann mit Erfolg angewendet werden, wenn es gelingt., ein Gleiten der Wälzkörper zti verhüten,
bezw. ein Abrollen in gleich- ni:lissiger Drehbewegung auf den Laufbahnen zu erzielen. Als ungleichförmig sich dre- heirde Zapfen kommen beispielsweise in Be tracht die Lagerzapfen einer mehrfach ge- lzröpften Kurbelwelle einer Verbrennunbs- l@raft:masehine, bei der mit dem Verlauf des Arbeitsspiels der Druck jedes einzelnen Mo torkolbens ständig wechselt.
Pendelnde Zali- fen finden sich beispielsweise bei den Ku lissen der bekannten Lokomotivumsteue- rungen.
LTin ein Gleiten der Wälzkörper zu ver hüten, hat man schon vorgeschlagen, die eine Gleitbahn des Rollenlagers zu teilen und in die entstehende Fuge einen Ring einzu- legen, der, zugleich als Hilfslaufbahn die nend, sei es durch seine eigene Federkraft, sei es durch besondere Federn, die Wälz- körper gegen die andere Laufbahn anpresst. Diese federnde oder durch Federn angepresste Hilfslaufbahn wurde ,mit so starker Ver spannung einbebaut, dass ihre Wirkung durch die Zentrifugalkraft nicht wesentlich beeinflusst wurde, und dass diese an der gegenseitigen Lage von Hilfslaufbahn,
Wälz- körpern und anderer Laufbahn nichts ändern konnte.
Von diesen bekannten Konstruktionen unterscheidet sich die Einrichtung nach der Erfindung dadurch, dass die Wälzkörper am Gleiten .durch eine Zusatzkraft verhindert werden, .die durch die Zentrifugalwirkung der Masse eines oder mehrerer Organe be wirkt wird, das bezw. die auf die Wälz- körper einwirken.
Eine derartige Einrich tung hat gegenüber den Einrichtungen, bei welchen die Wälzkörper lediglich durch die Federkraft angepresst werden, den Vorteil, dass der Anpressungsdruck des bezw. der beweglich angeordneten Anpressungsorgane auf die Wälzkörper .mit zunehmender Dreh zahl wächst, so dass die Wälzkörper, die bei zunehmender Drehzahl selbst einem grösse ren Schleuderdruck unterstehen, stets mit einem ausreichend grossen Druck an ihre Laufbahn angedrückt werden.
Die Erfindung kann auf verschiedene Weise angewendet werden. Es kann zum Beispiel die eine Laufbahn des Wälzlagers geteilt und in die dadurch entstehende Lücke ein Ring mit etwas grösserer Bohrung als der Zapfendurchmesser eingelegt werden, den dann die Zentrifugalkraft zum Beispiel bei einem Kurbelzapfenlager in der Richtung nach aussen, d. h. von der Kurbelwellenachse weg, ständig abzudrängen sucht, so dass er infolgedessen durch seine Masse die in dieser Richtung liegenden Wälzkörper gegen die äussere Lauffläche anpresst. Bei sehr breiten Lagern können auch mehrere derartige Ringe angeordnet werden.
Der Ring kann auch keil förmig geschlitzt sein zum Eingriff eines beispielsweise auf den Zapfenumfang aufge setzten Keils. Der Keil wird zum Beispiel bei Kurbelzapfenlagern zweckmässig so an geordnet, dass er in der die Achse des K ur- belzapfens und die der Kurbelwelle enthal tenden Ebene zwischen Zapfenachse und Wellenachse liegt. Wird dann der Ring durch die Zentrifugalkraft in der Richtung nach aussen abgedrängt, so gleiten seine auf dem Keil aufsitzenden Schnittflächen auf diesem vorwärts in der Richtung auf die Lagermittellinie zu. Dadurch wird der Ring auseinandergespreizt und presst sich gegen die Wälzkörper.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit der Erfindung besteht darin, dass innerhalb des oder der der Zentrifugalkraft unterstehen- den Druckringe ein Pendel derart angeordnet ist. d.ass es durch seine eigene Zentrifugal kraft auf den bezw. die Druckringe wirkt und dadurch den Anpressungsdruck des Ringes vergrössert.
Durch die Erfindung wird bezweckt. die Wälzkörper jeweils durch einen Druck von solcher Grösse an die äussere Lauffläche axizu.drüchen, dass der Reibungswiderstand ausreicht, um zu verhüten, dass die Wälz- körper zu gleiten wiN-ngen, so dass alle '\Välz- körper durch die Berührung mit den beiden Laufbahnen sich stet; in richtiger Dreh bewegung auf diesen abrollen.
In der Zeichnung sind fünf Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes durch acht Abbildungen dargestellt. Es ist ein Kolbenstangenkopf für eine Verbrennungs- kraftmaschine zur Darstellung der Erfin dung gewählt.
Die Abb. 1 zeigt einen Längsschnitt durch den Kolbenst < angenkopf mit einer ersten Ausführungsform der Lagerungseinrichtung; Die Abb. ? zeigt in teilweiser Vorder ansicht und teilweisem Schnitt das Lager des K olbenstangenkopfes nach Abb. 1;
Die Abb. 3 zeigt ebenfalls wieder in teil weiser Vorderansicht und teilweisem Schnitt das Lager des Kolbenstangenkopfes, ,jedoch in einer von der Ausführung nach Abb. 1 etwas abweichenden Form. Der bei dem Ausführungsbeispiel nach den Abb. 1 und 2 vorgesehene aufgeschnittene Ring d hat nach Abb. 3 einen keilförmigen Schlitz, in den ein Keil eingreift;
Die Abb. -1 zeigt im Schnitt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem der Kolben stangenkopf auf einen Kurbelzapfen aufge setzt ist. Nach diesem Ausführungsbeispiel ist im Kurbelzapfen ein Pendel angeordnet, das durch Stifte auf einen Druckring drückt; Die Abb. 5 zeigt in teilweisem Querschnitt und in Ansicht das Ausführungsbeispiel nach Abb. 4;
Die Abb. 1; zeigt ein weiteres Ausfüh- rungsbeispic@l, bei. dem wieder im Schnitt ein Kurbelzapfen init aufgesetztem Kolben stangenkopf dargetellt ist.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist in eine Bohrung des Kurbelzapfens ein Pendel eingesetzt, das aber im Gcgen ratz zu dem vorstehenden Aus.führungsbeispiei durch eine Zugstange auf den Druckring wirkt: Die Abb. ? zeigt iii teilweisem Quer schnitt und in Ansicht das Ausführungsbei spiel nach Abb. 6;
Die Abb. 8 zeigt noch ein Beispiel im Schnitt mit einem auf dem Kurbelzapfen aufgesetzten Kolbenstangenkopf. In einer Bohrung des Kurbelzapfens ist ein Pendel untergebracht, dessen durch die Zentrifugal kraft hervorgerufener Ausschlag durch Stifte auf den zum Anpressen der Wälz- körper dienenden Ring übertragen wird.
Nach Abb. 1 und 2 ist in den Kolben- stangenkop.f a ein Rollenlager<I>b</I> eingesetzt. Der innere Lagerring besteht -aus den beiden Teilen o und c' und einem zwischen diese eingelegten aufgeschnittenen Ring d.
Das Gleiten der Rollen b wird bei die sem Ausführungsbeispiel dadurch verhin dert, dass der mit Spiel den Zapfen umschlie ssende Ring d durch die Zentrifugalkraft in der Richtung von der Kurbelwellenachse weg (s. Pfeilrichtung) abgedrängt wird und damit so stark gegen die durch die Zentri fugalkraft in der gleichen Richtung abge- schleuderten Rollen, die sich bei dieser Be wegung etwas von der innern Laufbahn ab heben können, drückt, dass der Reibungs widerstand genügt, um zu verhüten, dass die Rollenkörper durch die Zentrifugalkraft zum Gleiten gebracht werden können.
Der Ring wird zweckmässig so eingelegt, dass die Ebene, welche Zapfenachse und Kurbel wellenachse enthält, durch den Schlitz geht..
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3, das im allgemeinen dem Ausfüh rungsbeispiel nach Abb. 1 und 2 entspricht, ist der Ring d keilförmig geschlitzt, und in den Schlitz greift ein auf dem Kurbelzapfen umfang vorgesehener Keil e ein. Durch die Zentrifugalkraft bewegt sich der Ring d wie beim Beispiel nach Abb. 1. und 2 nach aussen, so dass sich sein Zentrum von dem des Kur belzapfens bezw. der Kurbelwellenachse ent fernt.
Dabei gleiten die Schnittflächen des Ringschlitzes auf den Keilflächen. Der Ring wird dadurch gespreizt und presst sich scharf an die Wälzkörper an. Der Keil wird zweck mässig so angeordnet, dass er in der der Achse des Kurbelzapfens und :der Kurbelwelle ge- meinsamen Ebene zwischen Zapfenachse und Wellenachse liegt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 ist in eine zentrale Bohrung f des Kurbel zapfens g ein Pendel h eingesetzt. Gegen das Pendel stützen sich Stifte i, welche durch Zentrifugalkraftwirkung des Pendels gegen den Spreizring k gedrückt werden, der die Wälzkörper an .die äussere Lauf bahn anpresst, so dass diese sich in richtiger Weise abrollen.
Die Wirkung des Pendels kann durch eine Hebelübersetzung unterstützt werden, indem man die Druckstifte i am Pendel zwischen dessen Schwerpunkt und Dreh punkt angreifen lässt. Weiter kann die Wir kung des Pendels noch durch die Wirkung einer Feder m erhöht werden.
Das Ausführungsbeispiel nach Abb. G und 7 unterscheidet sich von dem Ausfüh rungsbeispiel nach den Abb. 4 und 5 da durch, .dass am Pendel h eine Zugstange n angreift, welche mit einem keilförmigen Ende n' in den entsprechend geschlitzten Ring o eingreift. Durch die Zentrifugal- kraftwirkung des Pendels wird der Keil n' der Zugstange n in :den Schlitz des Ringes o gezogen.
Durch die Zentrifugalkraft werden nun der Ring und das Pendel nach aussen geschleudert, wobei der mit idem Pendel ver bundene Keil in den Schlitz des Ringes hin eingezogen wird und diesen .dadurch ausein- anderspreizt. Durch die sich addierenden Massenwirkungen der beiden Organe wind der Ring scharf gegen die entgegenstehenden Wälzkörper angedrückt, so dass diese gezwun gen sind, sich auf der äussern Laufbahn ab zurollen. Auch bei dieser Konstruktion kann zur Unterstützung :der Wirkung des Pen dels eine Feder vorgesehen sein..
Bei dem Ausführungsbeispiea1 nach Abb. 8 ist der innere Laufring .des Rollenlagers in zwei Hälften p und p' geteilt. Die Teilfuge p' hat Zickzackform. Sie kann aber auch eine sonst geeignete Form haben. Um. die Lagerhälften <I>p</I> und p' sind tdiese übergrei fende Ringe<I>q</I> gelegt. Die Lagerringhälfte <I>p</I> ist mit Spiel r in diese Ringe eingesetzt, so dass sie sich, um gegen die Rollen gedrückt zti werden, verschieben kann.
Das Pendel h wirkt wieder durch Stifte i auf die Lager- hiilfte p ein. Die La.gerringhälfte <I>p</I> kann entweder aus einem Stück bestehen oder ,iuch nochmals in zwei oder mehrere Teile zerlegt werden, - wodurch unter Umständen eine noch etwas grössereNaehgiebigkeit erzielt wird. Die.
Teilfugen zwischen diesen ein zelnen Teilen der Lageriznghälfte p sind dann ebenfalls zickzackförmig oder ähnlich auszubilden. Die Ringe q müssen auch ver hindern, dass sich die Lagerringhälften an rlr'n Stossfugen nach aussen aufbiegen, da hierdurch .der glatte Lauf der Wälzkörper ge- stört wird und Stösse in das Lager kommen.
Die Teilfuge p' wird zweckmässig in einer Ebene :angeordnet, .die senkrecht steht, zu der der Achse des Zapfens und der Kur- belwell.e gemeinsamen Ebene.
Die Erfindung kann nicht nur bei ein fachen Kurbelzapfen angewandt werden, sondern bei allen ungleichförmig und pexi- delnd sich drehenden Zapfen, wie beispiels weise Lagerzapfen bei mehrfach gekröpften Kurbelwellen einer Verbrennungkraftma- sAiine und Zapfen in der Kulisse von Loko- motiv umstEuerungen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCII M'iilzlager für ungleichförmig und pc#n- d:And sich drehende Zapfen, insbesondere für Kurbelzapfen von @'erbrennungs@raft;mascbi- nen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälz- durch eine Zusatzkraft, die dureii die Zentrifugalkraft der Masse mindestens rine, auf die Wii.lzkö rper einwirkenden Or- 1ane, erzeugt wird, mit Druck < in die ii,ul#)(,re Laufl)alin angerlrücht werden, um einen Pei- ljun:su-irlerst,iai.rl zu erzeugen, der grösser ist :il,; die daGleiten hervorrufende Kraft, so class ,ich dann die @@rälzkö rper in rieliti7er Drehbewegung auf der iiussern Laufbahn ab rollen.UNTERANSPRÜCHE gan, das durch die, Zentrifugalkraft seiner Masse die Wälzkörper gegen die äussere La.ufbalin anpresst, so ausgebildet ist, dass es den inl'olgc der Zentrifugalkraft von cler innern Laufbahn sich abhebenden Wälzkörpern als Hilf:slau.fbahn dient.2. Wälzlager nach dem Patentanspruch und dem Unteransprueli 1., dadurch gekenn zeichnet, dass die innere Laufbahn des W < ilzla ;ers geteilt ist und in der Lücke ein Ring sitzt, dessen Innendurchmesser etwas grösser ist als der Zapfendurch messer, in der Weise, dass dann dieser Riixg das durch die Zentrifugalkraft sei ner 1VTasse die Wälzkörper gegen die äussere Laufbahn pressende Organ bildet. 3.Wälzlager nach dem Patentanspruch und \ den Unteranspriichen 1 und 2, dadurch gckennzeicbn @l-, da-ss auf das die körper unmittelbar an die äussere Lauf ba.lin anpressende Organ eine Vorrich tung i@inwirkt, die den Anpressungs- druck vergrössert. 1.Wälzlager naeli dem Patentanspruch und den Unteranspriichen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den A.npres- sungsdrixek vergrössernde Vorrichtung dureh Zentrifu"alwirl@xing das unmittel bar auf die Wälzkörper wirkende Organ beeinflusst. 3.Wälzlager nach dem Patentanspruch und den Unteranspriiehen 1 und 2, dadurch gekennzeicbnet, dass der in die Lücke zwischen den beiden Stücken der geteilten innern Laufbahn des Wii.lzlagers einge- legte,zum Anpressen der Z@rälzlzörper dienende Ring keilförmig geschlitzt ist und dass die dadurch entstehendenS(Initt- fl:irlien sich auf die Anzugflächen eines auf dem vom Lager umschlossenen Zap fen sitzenden Keils stützen, so dass sie hei der unter dem Einfluss der Zentri- fugalkrafteintretenden Ortsveränderung des Ringes anf den Keilflächen glei ten, wodurch dann der Ring gespreizt wird.t;. Wälzlager nach dem Patentanspruch und den Unteranspriirlien 1 bis -1, dadurch ge- 1. N,#Tälzla"er nach dem Pat:entanspriu-b. dadureli gel@ennzeichnet, dass das ein Gleiten der Wälzkörper verhindernde 0r- kennzeichnet, dass innerhalb des Ringes zum Anpressen der Wälzkörper an die äussere Laufbahn ein Gewicht angeord net ist, das durch seine Zentrifugalkraft auf den Ring einwirkt. 7.Wälzlager nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4 und 6, da durch gekennzeichnet, dass das Gewicht pendelnd eingesetzt ist; und die durch seine Masse hervorgerufene Zentrifugal kraft mit einer gewissen Hebelüberset zung auf den zum Anpressen der Wälz- körper dienenden Riüg übertragen wird. B. Wälzlager nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht durch Druckstifte auf den zum Anpres sen der Wälzkörper dienenden Ring wirkt. 9.Wälzlager nach dem Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ge wicht durch eine Zugstange mit Keil in einen Keilschlitz des zum Anpressen der Wälzkörper dienenden Ringes ein greift. 10. Wälzlager nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der innere ' Laufring des Lagers durch eine ziGk- zackförmige, achsial ver1anfen.de Fuge in eine innere und eine äussere Hälfte ge teilt ist, von denen die innere fest und die äussere in der Weise verschiebbar ist, dass sie durch Wirkung der Zentri fugalkraft die Wälzkörper gegen die äussere Laufbahn drückt. 11.Wälzlager nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 10, dadurch gekenn zeichnet, dass der innere Laufring des Lagers auf -dem von letzterem umschlos senen Zapfen so zusammengehalten wird, dass .die innere Lagerhälfte fest ist und die äussere sich verschieben kann, und dass sich die Lagerhälften an der Teilstelle nicht ausbiegen können.
Applications Claiming Priority (1)
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1924
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