CH110619A - Antriebsvorrichtung für Schiffe. - Google Patents

Antriebsvorrichtung für Schiffe.

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CH110619A
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  Antriebsvorrichtung für     Schiffe.       Die Erfindung betrifft eine     Antriebsvor-          r'chtung    für Schiffe, welche sich durch  die Vereinigung mindestens eines Propel  lers, welcher bei Fahrt nur mit einem Teil  seines Schraubenkreises in das Wasser ein  taucht, mit mindestens einem Propeller, wel  cher ganz unter Wasser arbeitet, auszeich  net.  



  Für Schiffe hoher Geschwindigkeiten ist  eine Anordnung der Propeller unter .dem  Namen     Hi.ckmann-Propeller-Anordnung    be  kannt geworden, hei welcher die Propeller       unmittelbar    hinter     .dem    Schiffsspiegel ange  ordnet sind und die Propellerwellen ganz  im Schiffskörper eingebaut sind, derart; dass  die Propeller nur mit einem Teil ihrer untern       halben    Kreisfläche eintauchen. Diesen Pro  pellern kann man daher die Bezeichnung       ..Ausserwasserpropeller"    beilegen. Die Kör  per der Schiffe erhalten dabei entsprechende  Liniengestaltung.  



  Eine solche Propelleranordnung besitzt  nur bei einer bestimmten Umdrehungszahl  der Propeller und bei einer bestimmten     Ge-          :rhwindigheit    des Schiffes den höchsten    Wirkungsgrad, nämlich, wenn die Ge  schwindigkeit so gross geworden ist,     dass    das  Niveau des nachlaufenden Wassers so tief  unter dem Spiegel des Schiffes liegt,     dass     die Propellernabe und damit der grösste  Teil der Propellerkreisfläche über Wasser  arbeitet.

   Soll nun ein solches Schiff, an  statt mit der Höchstgeschwindigkeit, mit  wesentlich geringerer Geschwindigkeit, der       sogenannten    Marschgeschwindigkeit, fahren,  zum Beispiel statt mit einer Höchstge  schwindigkeit von     .15    Seemeilen nur mit  einer     hfarschgeschwindigkeit    von 10 See  meilen, so ist dies nur möglich durch Ände  rung der Propellerumdrehungszahl.

   Durch  die geringere Fahrgeschwindigkeit wird aber  die Lage der Propellerwelle in     hezug    auf das  Niveau des     'Wassers,    in welchem der Pro  peller arbeitet, verändert, und es werden vor  allem Dingen dadurch die Tauchverhältnisse  der Propeller stark verschlechtert, indem  diese jetzt auch mit der Nahe und den     in-          nern    Flügelteilen hinter dem Spiegel im       'Krasser    arbeiten. Dadurch wird .der Wir  kungsgrad ein überaus ungünstiger, und die           aufgewendete    Arbeit steht in keinem Ver  hältnis mehr zu der     Geschwindigkeit.     



  Für die Fahrt mit grossen Geschwindig  keiten wird wiederum in den Fällen. wo der  Spiegel nur     eine    bestimmte Breite haben       kann,    bei ausserordentlichen Geschwindig  keitsanforderungen es nicht mehr     möglicli.     wirtschaftliche Propellerdurchmesser bei  obiger Anordnung zur Anwendung zu  bringen.  



  Die Antriebsvorrichtung nach der     Erfin-          clung    ermöglicht die Beseitigung dieser  Nachteile.  



  Die Anordnung ist beispielsweise sche  matisch in der anliegenden Zeichnung ver  anschaulicht, und es stellt dar:       Abb.    1 eine Seitenansicht des     Hecks     eines Schiffes,       Abb.        '-)    eine Ansicht desselben von hin  ten gesehen,       Abb.    3 eine Ansicht gemäss     Abb.    2, aber  mit einer etwas andern     Ausführungsform    der  Vorrichtung,       Abb.    4 eine Ansicht gemäss     Abb.    2, aber  einer weiteren Ausführungsform.  



  Die dargestellte Antriebsvorrichtung be  stellt aus der Vereinigung von einer Art  von     Ausserwasserpropellern    mit gewöhnlichen       Unterwasserpropellern,    wobei die Wellen  der letzteren zweckmässig in oder an einer  aus     (lern    Schiffsboden     hervorragenden        1it-          telflosse    angeordnet sind. um auf diese Weise  gleichzeitig .die     Kursbeständigkeit    des Schif  fes zu erhöhen.  



  Bei der Ausführungsform nach     Abb.    1  und ? sind hinter einem Matten Spiegel 1  zwei     Ausserwasserpropeller    ? und 3 so     ange-          orfinet,    dass deren Wellen 4 und 5 vollstän  dig im Innern des     Schiffskörpers        verlegt          sind    und deren Schraubenkreis nur mit einem       geringen    Teil (weniger als die Hälfte) unter       rlie        T?nterkanle    des     Schiff#;bo(leiis    hinab  reicht.

   Neben diesen Propellern ist noch ein  Unterwasserpropeller 6 so     angeordnet.        class     er bei jeder Lage des     3eliiffevollständig     untergetaucht ist. Die     )jrelle    7 dieses Pro  pellers ist bei dem gezeichneten Ausfüh  rungsbeispiel in einer     Längsflösse    8 unter-    gebracht. Dieser Propeller wird im     allgr,-          meinen    bedeutend kleinere Abmessungen       aufweisen        als    die beiden     Ausserwasserpro-          peller.     



  Bei hohen Geschwindigkeiten arbeiten  alle Propeller zusammen, und der     Verlauf    des  vollen Wassers in der     Mitschiffsebene    und  auch noch daneben, wo die     allstauchenden     Propeller arbeiten, wird     ungefithr    nach der  Linie  < 4     (Abb.    1) sein.  



       Für     wird nun  der Propeller 6 allein mit     bedeutend    gerin  gerer Umdrehungszahl als     @    bei Höchstge  schwindigkeiten zweckmässig in Betrieb ge  halten, und es wird gleichzeitig der moto  rische Antrieb mit solchem Übersetzungs  verhältnis auf den Propeller übertragen,       class    auch bei einer     bestimmten        Marschge-          schwindigheit    ein genügender     Wirkungsgrad     erreicht wird, oder es wird ein Drehflügel  propeller mit veränderlicher     Flügelsteigung     verwendet.

   Die     beiden        Ausserwasserpropeller           erden    .wenn sie nicht in der üblichen     Weise     losgekuppelt     werden,    so dass sie sich     fr-2i     drehen können, besonders bei     dreiflügeliger          Ausführung    so eingestellt, dass ein Flügel       senkrecht.    nach unten     ragt.    Wenn     span    Pro  peller anwendet mit um die Längsachse des       Flügels    drehbarer Propellerflügel,

   wird man  die Flügel mit der Flügelebene in die     Fahrt-          richtung    einstellen. Der Verlauf des vollen       'U'assers    bei     'Marschgeschwindigkeit    ist un  gefähr nach Linie B     (Abb.    1).  



  Da die     Ausserwasserpropeller    nur zum       Arbeiten    bei     grossen    Geschwindigkeiten be  stimmt. sind und infolgedessen bei     fest,3r          Anordnung    der Flügel letztere eine sehr  grosse Steigung aufweisen müssen (in der  Zeichnung sind die Flügel nur schematisch  dargestellt). so ist der Widerstand der Pro  pellerfläche, welche bei der     14Tarschge-          scliwindigkeit    in das Wasser     ragt,        nicht     allzu bedeutend.

   Die     Seefähiglzeit    aber ist       dureh    den tiefliegenden     Unterwasserpropel-          ler    bedeutend erhöht.  



  Bei der Anordnung     wird        Wert    darauf       belegt,    dass der Schraubenstrom der einzel  nen Propeller sich nicht oder nur möglichst      wenig überschneidet,     also    dass verhältnis  mässig wenig stört, so dass ein nahes Zusam  menrücken der Propeller möglich wird.  



  Es ist ohne weiteres einleuchtend, dass  der     beschriebenenVorrichtung        weitereAusser-          wasser-    und Unterwasserpropeller hinzuge  fügt werden können, was eine fünf-, sieben-,       neun-        usw.    fache     Unterteilung    der erfor  derlichen     Antriebsleistung    ermöglicht.     Abb.    3  zeigt die Vereinigung von drei     Ausserwas-          serpropellern,    9, 10 und 11 mit zwei ge  wöhnlichen Propellern 12 und 13.

   Die Ver  einigung kann auch so getroffen werden, dass  nur ein     Ausserwasserpropeller    14 und zwei  gewöhnliche Propeller 15 und 16 etwa in  Flossen 17     und    18     (Abb.    4) zusammen an  geordnet werden. Es können auch gerade  Zahlen von     Ausserwasserpropellern    mit ge  raden Zahlen von     Unterwasserpropellern    ver  einigt werden.  



  Bei einer ungeraden Zahl von Ausser  wasserpropellern     wird-zweckmässig    ein sol  cher Propeller .als ,.gegenläufiger Doppel  propeller" ausgeführt, d. h. es werden zwei  dicht hintereinander auf zwei konzentrischen  Wellen sitzende Propeller, der eine rechts  der andere linksdrehend, angeordnet. Anstatt  eines solchen Doppelpropellers könnten auch       Leitschaufeln    vorgesehen werden, um die  Kursbeständigkeit zu gewährleisten.  



       Selbstverständlich    können auch     alle    Pro  peller, wenn     es    der Zweck     erfordert,    als  gegenläufige Propeller oder mit     Leitappara-          ten    ausgebildet werden.  



  Für schleppende Schiffe, besonders sol  chen, die auf beschränkter Wassertiefe ver  kehren, ist eine ähnliche Vereinigung von       AusserR@asserpropellern    mit Unterwasserpro  pellern günstig zu verwenden.  



  Die Beschränkung des Tiefganges, die  für derartige     Schiffe    unerlässliche Forde  rung ist, zwingt zu einer weitgehenden Un  terteilung der Propellerfläche, selbst wenn  man Tunnelschrauben anwendet. Kommen  dabei mehr als zwei Unterwasserpropeller in  Betracht, so ist der Zulauf des Wassers zu       clen    innern Propellern ein sehr ungünstiger,    da die Nähe der Sohle zum Schiffsboden den  Zulauf von unten hindert.  



  Diese Nachteile werden durch eine An  ordnung, wie in     Abb.    5 bis 8 beispielsweise  dargestellt, beseitigt. In diesen Abbildungen  zeigen:       Abb.    5 eine Ansicht von hinten gegen  das Heck eines Schiffes,       Abb.    6 eine Ansicht desselben von der  Seite,       Abb.    7 eine     Ansicht    gemäss     Abb.    5, aber  mit einer etwas andern Ausführungsform  der Vorrichtung.  



  Die     Antriebsvorrichtung    besteht auch in  diesem Falle aus einer Vereinigung von ge  wöhnlichen Unterwasserpropellern mit     Ausser-          Wasserpropellern.    Die ersteren können auch  in Tunneln arbeiten, und zwar meist als  äussere Propeller, während einer oder meh  rere     Ausserwasserpropeller    zweckmässig als  innere Propeller verwendet werden. Die       Ausserwasserpropeller    erhalten zweckmässig  eine solche Drehrichtung, die das Wasser  von aussen nach innen in Bewegung setzt,  indem sie mit dem     untertauchenden    Teil von  aussen nach innen schlagen.

   Dadurch werden  die bei einem Schiff für     Ausserwasserpro-          peller    ungünstigen     Wasseistromverhältnisse     hinter dem Heck des Schiffes verbessert.  



  Bei der Ausführungsform nach     Abb.    5,  6 und 7 sind hinter einem glatten Spiegel     a     zwei     Ausserwasserpropeller    b und c angeord  net, deren Wellen vollständig im Schiffs  innern gelagert sind und deren Schrauben  kreis nur mit weniger als der untern Hälfte  in das Wasser     t.aueht.    Der Spiegel des  Schiffes kann, wie gezeichnet, im     R.uhezu-          stande    mit seiner Unterkante     d    etwas in das  Wasser tauchen. da. durch das Arbeiten der  Propeller später die Wasseroberfläche so ab  gesenkt wird.

       dass    .der Abschluss .des Schif  fes durch eine     tiefreichende    senkrechte  Ebene nicht schädlichen Widerstand be  wirkt. Selbstverständlich kann die Unter  kante des     Spiegels    auch. wenn es die     Lage-          rung    der Propeller gestattet, oder wenn     -es     erforderlich wird, höher über Nasser liegen.  Ausser den     beiden        Ausserwasserpropellern         sind zwei     Unterwasserpropeller    e und f an  geordnet, die in seitlichen Tunneln<I>g</I> und     1a     arbeiten, um möglichst grosse Propeller zur       Anwendung    zu bringen.

   Ist die Wassertiefe  ausreichend, so können selbstverständlich  die Tunnel in Fortfall kommen. Anstatt       zweier        Ausserwasserpropeller    kann auch nur  einer oder eine beliebige andere Anzahl an  geordnet werden. Sollten sich bei ungleicher  Anzahl     Schwierigkeiten    im Steuern des  Schiffes ergeben, so können     ebenso    wie vor  hin gegenläufige Propeller oder Leitapparate  zur Anwendung kommen.  



  Wenn man auch möglichst bestrebt sein  wird, bei der Anordnung eine gegenseitige  Störung der     Schraubentrahle    zu     vermeiden,     so kann es vorkommen, dass sich dieses  nicht vermeiden lässt.     besonders    wenn die  Breite der Anordnung beschränkt ist. Dann  wird man neben Tunnelschrauben i. und     ;v          Ausserwasserpropeller   <I>l</I> und     m    anordnen und  die Wellen der     Ausserwasserpropeller    so kup  peln     (Abb.    'r). dass die Propellerkreise     n    und  o selbst durcheinander schlagen.

Claims (1)

  1. PATENTA\SPRUCH Antriebsvorrichtung für Schiffe. gekenn zeichnet durch die Vereinigung mindestens eines Propellers. welcher bei Fahrt nur mit einem Teil seines Schraubenbkreises in das Wasser eintaucht mit mindestens einem Pro peller. welcher ganz unter Wasser arbeitet. UNTERANSPRüCHE 1. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet. dass die nur zum Teil und die ganz untertauchenden Pro peller in ungleicher Anzahl angeordnet sind. 3.
    Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die nur zum Teil in das Wasser tauchenden Propeller in ungerader Zahl vorhanden sind und einer von dies.nn als gegenläufiger Doppelpropeller ausge bildet ist. 3. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1. dadurch gekenn zeichnet, dass -die nur zum Teil in das Wasser tauchenden Propeller in ungerader Zahl vorhanden und einer von diesen mit besonderen Leitapparaten versehen ist.
    .1. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gehenn- zeichnet, dass Ausserwasserpropeller so an geordnet sind, dass ihre Flügelkreise in einanderschlagen. 5. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet. dass die Unter- wasserpropeller in Tunneln arbeiten.
CH110619D 1923-07-06 1924-07-02 Antriebsvorrichtung für Schiffe. CH110619A (de)

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