CH110834A - Elektromagnetisches Überstrom-Zeitrelais für Wechselstrom. - Google Patents
Elektromagnetisches Überstrom-Zeitrelais für Wechselstrom.Info
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Description
Elektromagnetisches Überstrom-Zeitrelais für Wechselstrom. Bei den meisten bisher .bekannten, elektro magnetisch betätigten Überstrom-Zeitrelais wird der Elektromagnetanker entgegen der Kraft einer Feder angezogen, welche ent sprechend der Auslösestromstänke gespannt ist:. Während des Anzuges des Magnetes wird ein Zeitwerk so lange angetrieben, bis der Elektromagnetanker nach der eingestell ten Ablaufzeit vom Zeitwerk zur Betätigung des Auslöseorganes freigegeben wird.
Diese Anordnung bringt es mit sich, dass die zur Betätigung .des Auslöseorga.nes vorhandene Kraft, sowie die das Zeitwerk antreibende Kraft nur je der Differenz zwischen Anzugs kraft des Elektromagnetankers und Feder spannung entsprechen.
Die Nachteile dieser Anordnung bestehen darin, dass einerseits für die Betätigung des Auslöseorganes nur ein Teil der magnetischen Zugkraft zur Ver fügung steht und anderseits die Ablaufzeit des Zeitwerkes bei ein und derselben magne tischen Zugkraft nicht immer gleich, sondern mit der Spannung der Auslösestromfeder ver änderlich ist, wodurch im Betrieb die selek tive Einstellung der in der Netzanlage ver- teilten Relais gestört wird. Die nachstehend beschriebene Erfindung sucht ,diese Nach teile in einfacher Weise zu vermeiden.
Der Erfindungsgegenstand besteht aus einem Elektromagnet mit bewickeltem Haupt anker und einem einfachen Hilfsanker, wel cher entgegen der Spannung einer mit der Auslösestromeinstellung zusammenhängenden Feder den Stromkreis der Wicklung des Hauptankers öffnet, sobald Überstrom auf tritt. Dadurch erst kommt der Hauptanker zum Ansprechen, wobei er ungehemmt durch die Auslösestromfeder das Zeitwerk antreibt und nach Ablauf der Auslösezeit das Aus-. löseorgan betätigt.
Ein Ausführungsbeispiel für ein Zeit relais nach obiger Erfindung zeigt Fig. 1, welche das Relais im stromlosen bezw. in einem solchen Zustand darstellt, bei welchem das durch die Stromspule 1 erzeugte Magnet feld nicht ausreicht, den Hilfsanker 2 anzu ziehen. Dieser Anker öffnet beim Anziehen einen Kontakt 3, welcher seinerseits den Stromkreis der Spule 4 öffnet. Das Relais zeitwerk besteht aus einem Hemmwerk 5, welches durch den Hebel 6 und das Zugglied 7 mit dem auf der Arolise 8 lose gelagerten Ausleger 9 verbunden ist.
Der Ausleger 9 ist mit dem Fortsatz 10 des um die Hehe 8 drehbar angeordneten Hauptankers 17. durch die Feder 1? verbunden. Zwecks Einstellung der Auslösestromstärke kann die Auslöse stromfeder 13 mittelst des Zeigers 14 mehr oder weniger gespannt werden. 15 ist die Betätigungsstange des Auslöseorganes. Der Fortsatz 10 besitzt:
eine gabelförmige Zunge 16, welche in der Längsrichtung derart ver- se-hoben werden kann, dass sie die Betä.ti- gungsstange 15 umschliesst. Der IVlagnetkern <B>17</B> (vergl. Fig. 3) ist von einem Kupferman tel 18 U-förmig umgeben.
Im Normalbetrieb ist die Spule 1 er regt: auf den Magnetanker 11 wirken so wohl das durch ihn verlaufende 1@2agnet- feld, als auch das Streufeld -e"; der Kon takt 3 heilt den Spulenstromkreis -1 ge schlossen.
Die auf den Ma.gnetanlzer aus geübte Zugkraft reicht jedoch nicht zum An trieb des Hemmwerkes 5 aus, da der Sekun därstrom in der Spule 4 den den Elektro- magnetanker 11 durchflutenden Flux abdros- selt und ausserdem der Streuflux Z durch den Kupfermantel 18 gesehwäcllt wird.
Beim Auftreten eines Überstromes ist die 't@'irhungsweise folgende: Der Kontakt 3 wird durch den Hilfsanker ?geöffnet; die Einwirkung der Spule d auf den ma.glieti- Schen Flux im Anker 11 verschwindet- und letzterer wird mit einer Kraft, welche also von der Spannung der Auslösestromfeder vollständig unabhängig ist, allgezogen. Die Anzugskraft wirkt mit ihrem vollen Wert über die Feder 12 auf den Ausleger 9 und vor hier auf das Zeitwerk 5,
welches nach einer bestimmten Ablaufzeit den Anker 11 für die Bewegung vollständig freigibt. Da durch kommt der Ausleger 9 zum Anschlag mit der Betätigungsstange 15 des Auslöse- organes und vermag ungehemmt durch die Auslöseslromfeder das Auslöseorgan zu be tätigen.
In der ,beschriebenen Wirkungsweise ia angenommen, dass die Feder<B>12</B> nicht in Wirksamkeit tritt, sondern dass der Ausleger 9 mit dem Fortsatz 10 gewissermassen aus einem Stück besteht. Diese Annahme ist. je doch mir richtig, solange der Überstrom nur Werte annimmt., die einer Zugkraft entspre chen, welche kleiner als die Federspannung 12 ist.
Bei grösseren Überströmen, also Deh nung der Feder 12, gelangt der Fortsatz 10, unabhängig vom Ablauf des Zeitwerkes 5, in die Endstellung (v ergl. Fig. 2), wobei je doch die Betätigungssta-nge 15 erst den Schlag erhält,, wenn der Ausleger 9 unter Einwirkung der Feder 12 ebenfalls in die Endstellung gelangt.
Damit ist erreicht, dass auch bei sehr hohen Überströmen die Schal terauslösung durch das Zeitwerk 5 überwacht wird, ohne da.ss jedoch das Räderwerk des Hem.m-werkes durch die hohe mag-netisclle A.n- zugsl@raft überansprucht wird.
In vielen Betrieben ist jedo.eli erwünscht, dass bei :ehr hohen Überströmen die Betätigung des Aus- lö seorganes momentan erfoglt. Diesem Fall trägt das gezeicliiiete Relais dadurch Rech nung, dass die Zunge 16 (.vergl. Fig. d) über den Fortsatz 10 hinausgeschoben werden kann, und zwar derart,
dass die Betiitigungs- stange 15 durch den im vorliegenden Fall momentan wirkenden Magnetanker betätigt wird, ohne erst den Ablauf des Zeitwerkes 5 abzuwarten. Nach erfolgter Betätiglng des Auslöseorganes kehrt der Elektromagnet anker 11 infolge seiner Sehwerhra-ft in seine Ausgaiigsstelluilg gemäss Fig. 1 zurück.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektromagnetisches Überstroni-Zeitrelais für Wechselstrom, mit einem bewickelten Hauptanker und einem duroll eine Auslöse- btromfeder, deren Spannung, zweck Einstel lung deruslösetromstärke, regelbar ist, überwachten Hilfsanker, welcher eine Kon- 1;aJ@tvorriclitiiiig betätigt, dadurch gekenn zeichnet, dass durch das Auftreten eines Ü berstronies der Hilfsanker den normaler weise hurzgesclilossenen Spulenstromhreis des Hauptanker, tiffilc,t, wodurch letzterer, un- gehemmi;durch die Auslö eestromfeder, zum .Inlreiben dg,." Zeitwerkes, sowie. nach Ablauf desselben, zur Betätigung des Auslöseorganes befähigt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Elektromagnetisches Überstrom-Zeitrelais nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die ausserhalb des Spulen stromkreises des Hauptankers verlaufen den Streulinien durch einen Kupferman tel geschwächt werden. 2.Elektromagnetisches Überstrom-Zeitrelais nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass der Hauptanker mit dem Zeitwerk durch eine Feder von solcher Stärke gekuppelt ist, dass bei sehr hohen Überströmen die mechanische Beanspru chung des Zeitwerkes begrenzt wird. 3. Elektromagnetisches Überstrom-Zeitrelais nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass ein am Hauptanker einstell bar befestigtes Organ in solche Lage ge bracht werden kann, dass eine momentane Betätigung des Auslöseorganes bei hohen Überströmen erreicht wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH110834T | 1932-09-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH110834A true CH110834A (de) | 1925-07-01 |
Family
ID=4369867
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH110834D CH110834A (de) | 1932-09-28 | 1924-07-15 | Elektromagnetisches Überstrom-Zeitrelais für Wechselstrom. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH110834A (de) |
-
1924
- 1924-07-15 CH CH110834D patent/CH110834A/de unknown
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