CH110847A - Schraubenlinienförmiger Wolframleuchtkörper für elektrische Glühlampen und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Schraubenlinienförmiger Wolframleuchtkörper für elektrische Glühlampen und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH110847A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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  Schraubenlinienförmiger     Wolframleächtkörper    für elektrische Glühlampen  und Verfahren zu seiner Herstellung.    Die     Glühlampentechnik    hat aus verschie  denen Gründen ein Interesse daran,     Leucht-          körper    von besonders zusammengedrängter  Form herzustellen. Bei diesen     wird    nämlich  die Halterung vereinfacht, das Licht kon  zentriert und bei gasgefüllten Glühlampen  der Wirkungsgrad erhöht.

   Aus diesem  Grunde ist es üblich, überall da, wo es auf  eine Verkürzung des Leuchtkörpers an  kommt, wie zum Beispiel bei gasgefüllten       Lampen,    den     Leuehtdraht        schraubenlinien-          förmig        aufzuwickeln    und den Kern der  Schraube so gross zu wählen, als die Form  beständigkeit des Drahtes es gestattet. Be  sonders wichtig ist diese Verkürzung, d. h.

    das Verhältnis der eigentlichen Länge des       gestreckten    Leuchtdrahtes zu der in Er  scheinung tretenden Länge des Schrauben  körpers, also zur Längserstreckung der den  Schraubenkörper umhüllenden Zylinder  fläche     (Hüllkörperlänge)    bei     dünndrähtigen     Leuchtkörpern, da hier die Wärmeabgabe  an das umgebende Gas vergleichsweise hohe    Werte     annimmt.    Als besonders formbestän  dig haben sich solche     schraubenlinienförmi-          gen        Wolframleuchtkörper    erwiesen, die aus  unverbogenen langen Kristallen bestehen.  



  Jedoch kann auch bei diesen     Leuchtkör-          pern    der Kerndurchmesser nur in beschränk  tem Masse gesteigert werden. Dies gilt ins  besondere für     dünndrähtige        Schraubenleucht-          körper,    beispielsweise solche, deren Draht  durchmesser weniger als     etwa    0,025 mm be  trägt; bei ihnen liess sich bisher der Kern  durchmesser mit gutem Erfolg nur auf etwa  das Fünffache des Drahtdurchmessers .stei  gern, da bei weiterer Vergrösserung des Ker  nes die     Schraubenleuchtkörper    unstabil wer  den und zum Durchhängen neigen.  



  Bei dem Leuchtkörper nach der Erfin  dung werden diese Nachteile vermieden. Es  hat sich nämlich     gezeigt,    dass die Ursache der  auftretenden Störungen darin zu suchen ist,  dass die Ausbildung der unverbogenen lan  gen Kristalle durch die bekannte Hitze  behandlung .sich nicht mit genügender Sicher-           heit    vollzieht, wenn der Kerndurchmesser des       Schraubenleuchtkörpers    zu gross gewählt ist.  



  Nach der Erfindung     lässt    sich ein weit  grösserer Kerndurchmesser anwenden, ohne  dass die Fähigkeit zur Ausbildung der     unver-          bogenen    langen Kristalle darunter leidet, so  fern man bei der Formgebung des Leucht  körpers dafür sorgt, dass der     Leuchtdraht    in  kurzen Abständen Reformationsstellen auf  weist, die beispielsweise durch Schlag- oder  Druckwirkung erzeugt sein, oder auch       zweckmässigerweise    aus Stellen stärkerer  Krümmung bestehen können, die mit solchen  schwächerer Krümmung abwechseln.

   Die  Reformationsstellen     bezw.    Stellen     stärkerer     Krümmung wirken bei der Hitzebehand  lung des fertig geformten     Schraubenleucht-          körpers    als Keimstellen und begünstigen so  den Eintritt der Kristallumwandlung, die  sich in die benachbarten, nicht oder unge  nügend deformierten     bezw.        schwächer    ge  krümmten Stellen fortpflanzt. Die Anord  nung der Keimstellen in genügend kurzen  Abständen bewirkt, dass die Entstehung der  langen Kristalle mit Sicherheit über den  ganzen     Leuchtkörper    erfolgt.

   Dabei     erstrek-          ken    sich die einzelnen lückenlos     aneinander-          gefügten    Kristalle meist über eine grössere  Anzahl von Keimstellen,     bezw.    über mehrere  Schraubenwindungen, wie durch     Anätzung     und mikroskopische Betrachtung feststellbar  ist.  



  Zur Herstellung von     Leuchtkörpern    nach  der Erfindung geht man zweckmässig von  einem gezogenen, vorzugsweise mit dem  üblichen Zusatz schwer schmelzbarer Oxyde,  wie     Thoroxyd,    versehenen     \'i'olframdraht     aus, der vorerst in bekannter \Weise bis zum  beginnenden Zerfall der     Faserstruktur    fort  laufend erhitzt und     darauf,    wie ebenfalls be  kannt, ein bis zwei Ziehstufen heruntergezo  gen worden ist.

   In diesem Ausgangsdraht   -erden darauf erfindungsgemäss in kurzen  Abständen Reformationsstellen erzeugt, etwa  dadurch, dass man über den Draht eine     Rif-          felwalze    laufen lässt oder dass man ihn durch  ein kleines Schlagwerk-     hindurchbewegt.    Der  Draht wird alsdann auf einen zylindrischen    Kern von zum Beispiel acht- bis zehnfachem       Drahtdurchmesser    aufgewickelt. Die Refor  mationsstellen können aber auch während  oder nach dem Wickeln des Schraubenkör  pers im Draht erzeugt werden.  



  Nach einer andern besonders zweck  mässigen Ausführungsform wird der Aus  gangsdraht auf einen solchen Kern aufge  wickelt, durch den in den Drahtwindungen  zwischen Stellen schwächerer Krümmung  Stellen stärkerer Krümmung als Reforma  tionsstellen erzeugt werden, beispielsweise  wie in     Abb.    1 und     \?    dargestellt, auf einen  vierkantigen oder sechskantigen Kern. Er  legt sich hierbei um die Kanten des Kernes  mit scharfer Krümmung,     um    die Flächen des  selben dagegen mit ganz geringer Krüm  mung oder sogar gradlinig herum.

   Der Kern  kann aber auch eine andere Form erhalten,  er kann zum Beispiel, wie in     Abb.    3 und 4  dargestellt, nur an einer Stelle eine schär  fere Krümmung aufweisen und in seinem  übrigen Teil einen nahezu     halbkreisförmigen     Umfang haben, An Stelle derartiger Profil  kerne kann jedoch der Kern auch, wie die       Abb.    5 bis 7 zeigen, aus zwei oder meh  reren Drähten von gleichem oder verschie  denem Durchmesser bestehen. Gegebenenfalls       können    die den Kern bildenden Drähte auch,  wie     Abb.    8 zeigt, miteinander verdrillt sein.  



  Um in den     Drahtwindungen    miteinander  abwechselnde Stellen stärkerer und schwä  cherer Krümmung zu     erzeugen,    kann man  auch den Ausgangsdraht zunächst auf einen  runden Kern aufwickeln und die so ent  standene Schraube nachträglich mit oder  ohne Kern     flachdriicken.     



       I@Tach    der Formgebung wird der     Leucht-          körper    der bekannten, sich auf weit über  ?000   C     erstreckenden    Hitzebehandlung  unterworfen, durch die die lückenlos     anein-          andergefügten    langen Kristalle erzeugt wer  den. Letztere sind in ihrem     kristallographi-          schen    Aufbau unverbogen, und zwar auch an  den vorher deformierten Stellen, da. die Kri  stalle unbeeinflusst durch die geometrische  Form des Körpers wachsen. Die Erhitzung      des Leuchtkörpers kann sowohl durch einen  hindurchgeleiteten elektrischen Strom, als  auch von aussen her, zum Beispiel in einem  geeigneten Rohrofen, erfolgen.  



  Die     Entfernung    des Kernes kann ent  weder vor     Beginn    der- Hitzebehandlung oder  nach Beendigung derselben erfolgen. In letz  terem Fall wird der Kern natürlich aus       einem    hitzebeständigen Material, wie Wol  fram, bestehen. Es ist auch möglich, den  Leuchtkörper zusammen mit dem Kern nur  etwa auf 1900 bis 2000   C zu erhitzen, den  Kern sodann zu entfernen und den     Leucht-          körper    schliesslich ohne Kern auf die End  temperatur zu bringen.

   Die Erhitzung des       Leuchtkörpers    nach     Entfernung    des Ker  nes     kann        gegebenenfalls    nach Aufbringen  des     Leuchtkörpers    auf das Fussgestell der  Glühlampe vorgenommen werden, wodurch  eine Hilfshalterung bei der Hocherhitzung,       bezw.    die Vorsehung eines besonderen Ofens       erspart    wird.  



  Wird ein profilierter Kern vor Erhit  zung des Leuchtkörpers entfernt, zum Bei  spiel     herausgeätzt    - in diesem Fall verwen  det man zweckmässig Messing- oder Stahl  draht - so dreht sich die Schraube, sobald  sie nicht mehr vom Kern gehalten wird, ein  wenig zurück, so dass die Zahl der Windun  gen nach der Entfernung des Kernes gerin  ger wird.

   So wurde zum Beispiel bei einer       Schraube,    deren Kern, wie in     Abb.    5 darge  stellt, aus zwei aneinander gelegten Mes  singdrähten bestand (Drahtdurchmesser 0,023  Millimeter, Durchmesser der Kerndrähte 0,09  Millimeter), beobachtet, dass die Zahl der  Windungen sich um     1/14    verringerte und dass  die an jeder Windung vorhandenen     Krüm-          mungsstellen    gegen die entsprechenden       Krümmungsstellen    ihrer Nachbarwindungen  um den 14. Teil eines Kreisumfanges ver  setzt waren.

   Dieses auffällige Verhalten ist       ber    für die Fertigstellung und die Ver  a a  wendung des     Leuchtkörpers    ohne wesentliche  Bedeutung.  



  Da, bei der Herstellung der neuen Leucht  körper der Kerndurchmesser der Schraube  ganz beträchtlich erhöht werden kann, ohne    dass die     Kristallisationsfähigkeit    des Draht  materials     beeinträchtigt    wird, so lässt sich  die-     Hüllkörperlänge    der schraubenlinien  förmigen Leuchtkörper, also deren in     die-Er-          scheinung    tretende Länge, beispielsweise     auF     den dritten Teil des bisher üblichen und so  gar noch weiter herabsetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHI: Schraubenlinienförmiger, aus langen Kri stallenbestehender Wolframleuchtkörper für elektrische Glühlampen, dadurch gekennzeich net, dass er in kurzen Abständen Deforma- tionsstellen aufweist, während die ihn er füllenden Kristalle in ihrem kristallographi- schen Aufbau unverbogen sind. UNTERANSPRUCH: 1. Leuchtkörper nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass er Stellen stär kerer und schwächerer Krümmung auf weist.
    PATENTANSPRUCH I3: Verfahren zur Herstellung von Leucht- körpern nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Leuchtdraht in kurzen Abständen mit Deformationsstellen ver sehen, und nach dem Wickeln in Schrauben form durch geeignete Hitzebehandlung in die endgültige Kristallform übergeführt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 2. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass der Leucht- draht gleichzeitig mit dem Anbringen von Deformationsstellen in Schraubenform ge wickelt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch II., da durch gekennzeichnet, dass der Leucht- draht nach dem Wickeln in Schrauben form mit Deformationsstellen versehen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Leucht- draht auf einen nachträglich zu entfernen den Kern von kantiger Form aufgewickelt wird. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Leuchtdraht auf einen Kern aufgewickelt wird, der aus mehreren aneinandergelegten Drähten be steht. Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass der Leucht- dralit auf einen kantigen Kern aufge wickelt und vor der Hitzebehandlung flacligedrücht wird.
CH110847D 1924-02-14 1924-10-06 Schraubenlinienförmiger Wolframleuchtkörper für elektrische Glühlampen und Verfahren zu seiner Herstellung. CH110847A (de)

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