CH111161A - Verfahren zur Bereitung einer Chrom, Silicium und Eisen enthaltenden Legierung. - Google Patents

Verfahren zur Bereitung einer Chrom, Silicium und Eisen enthaltenden Legierung.

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CH111161A
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silicon
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chromium
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Stig Einar
Stig Georg
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Stig Einar
Stig Georg
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  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

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  Verfahren zur Bereitung einer Chrom, Silicium und Eisen enthaltenden Legierung.    Bei der Darstellung solcher legierten  Stähle     bezw.    Eisen, wo ein     relativ    hoher Ge  halt an zugesetztem Legierungsmetall er  wünscht ist, während der Kohlenstoffgehalt  gleichzeitig niedrig sein muss, ist man ge  zwungen, eine Legierung mit sehr niedrigem  Kohlenstoffgehalt anzuwenden, was     aber     relativ teuer ist.  



  In der Regel soll auch der     Siliziumgehalt     niedrig sein, während es auf der andern Seite  leichter ist. Kohlenstoff von einer     hochsili-          ziumhaltigen    Legierung als von einer solchen  mit niedrigem     Siliziumgehalt    durch     Bessemie-          ren    zu entfernen, weil nämlich praktisch der  ganze Kohlenstoff innerhalb weniger Minn  ten oxydiert werden kann. Bei genügend  andauernd fortgesetztem Blasen mit oxydie  renden Gasen kann man dasselbe mit Sili  zium erreichen, riskiert aber dadurch, dass  das Metall so grosse Mengen Stickstoff auf  nimmt, dass es weniger brauchbar wird.

   Auch  wurde festgestellt, dass Chrom eine unge  wöhnlich grosse Affinität zu Stickstoff hat,  und dass es, zusammen mit diesem Metall er  hitzt, 9     %    Stickstoff in Form von Chrom-         nitriden    aufnehmen kann. Es ist nun prak  tisch unmöglich, diesen absorbierten Stick  stoff zu entfernen.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren zur Bereitung einer  Chrom, Silizium und Eisen enthaltenden Le  gierung, welche zur Herstellung von speziel  len     legierten    Stählen und Eisen geeignet ist.  Dieses Verfahren stützt sich auf die Fest  stellung, dass man das     Bessemieren    in der  Weise ausüben kann, dass in der Ausgangs  legierung von Chrom, Eisen, Kohlenstoff  und Silizium praktisch die ganze Menge Koh  lenstoff von 3 bis 4 % bis auf 0,05 bis 0,1  nach Wunsch oxydiert wird, während der  grösste Teil des Siliziums     unoxydiert    bleibt,  und dass bei einem Restbestand von 15 bis  20 % Silizium nicht mehr als 0,1 % Stick  stoff, also innerhalb zulässigen Grenzen auf  genommen     wird.     



  Trotz der Unterbrechung des Blasens be  vor die Hauptmenge des Siliziums oxydiert  ist, kann eine praktisch gleichmässige Masse  erhalten werden. Die so erzeugte Legierung  würde, wenn direkt einem     Schmelzbad    aus           Stahl    oder Eisen zugesetzt, zu viel Silizium  hineinbringen, welches nach Lösung im Eisen  nur mit grosser Mühe und Verlust     an.    metal  lischem     Chrom    würde entfernt werden kön  nen. Die wirkungsvollste Anwendungsweise  dieser Legierung besteht nun darin, die Oxy  dation vorzunehmen, bevor die Auflösung  im Eisen stattfindet.

   Silizium in Form von       Siliziden,    zerkleinert und mit Metalloxyden,  wie     Chromit,    vermischt, oxydiert leicht,  wenn die Reaktionstemperatur erreicht ist.  Das     bessemierte    Metall ist sehr spröde und  lässt sieh deshalb leicht zerkleinern und mit  der nötigen Menge     Chromiterz    mischen und  zu     Briketts    formen, die später flüssigem Ei  en oder Stahl zugesetzt werden können, um  (las rentierende Silizium zu oxydieren, wobei  (las Metalloxyd zu Metall. oxydiert wird.

   Das  Oxydieren des Siliziums kann auch mit an  dern Metalloxyden, wie Oxyden von Eisen,  Nickel, Kobalt, Mangan, Wolfram,     Molyb-          dän,        Vanadium,    stattfinden.  



  Das Verfahren gemäss Erfindung kann  wie folgt ausgeübt werden.  



  Eine     Mischung    von Chromerz     (Chromit),     Quarz und     Koks,    mit oder ohne Zusatz von  Sehlacken bildenden Stoffen, wird in einem  Hochofen oder elektrischen Ofen zusammen  geschmolzen. Es wird nun eine     Chromsilizid-          Ausgangslegierung    hergestellt, enthaltend 48  bis 60      /o    Chrom, 1 bis 4 % Kohlenstoff, 15  bis 30      ö    Silizium und das übrige Eisen.       Wenn    man ein Endprodukt mit dem niedri  gen Kohlenstoffgehalt von maximal 0,1  erzeugen will, sorgt man dafür, dass die     Aus-          20    bis 30 % Silizium ent  hält.

   Wenn ein höherer Kohlenstoffgehalt  von 1      ö    oder niedriger im Endprodukt er  wünscht ist, braucht die Ausgangslegierung  ungefähr 15 % Silizium zu enthalten.  



  Es wird nun     bessemiert,    bis der Kohlen  stoff bis zum gewünschten Gehalt entfernt  ist, und dann wird das Blasen unterbrochen.  Es wurde gefunden, dass, wenn das     Bessemie-          ren    in einem Augenblick     unterbrochen    wird,  dass das     Metall    noch 15 % Silizium oder etwas    weniger enthält, der Gehalt an eingeführtem  Stickstoff noch innerhalb den noch als zuläs  sig erachteten Grenzen von 0,1 % bleibt, wäh  rend ein fortgesetztes Blasen diesen Gehalt bis  auf 0,6 % steigern würde, wodurch das Ma  terial unbrauchbar werden würde.  



  Nach dem     Bessemieren    enthält die so her  gestellte Legierung in .der Regel 48 bis 60  Chrom, 15 bis 20 % Silizium und 0,05 bis  0,1 % Kohlenstoff, je nach erwünschter  Qualität und je     naeh    Dauer des     Bessemierens,     das übrige ist Eisen.  



  Eine solche Legierung würde in den mei  sten Fällen als Zusatz zu einem Stahl un  brauchbar sein wegen des hohen     Gehaltes    an  Silizium. Das     erhaltene,    unvollständig     hesse-          mierte    wird     zweckmäss'igerweise    pulverisiert  und mit der notwendigen Menge pulverisier  ten     Chromit    zu Briketten geformt, um dann  bei genügend     hoher    Temperatur so behandelt  zu werden, dass das Silizium oxydiert, wäh  rend das Metalloxyd selbst zu Metall redu  ziert wird. Diese Reaktion geschieht. am  besten, wenn die Briketts dem geschmolzenen  Eisen oder Stahl gleich vor dem Abstechen  zugesetzt werden.

   Da die Reaktion     exotherm     ist, wird sie weniger     Wärmeverluste    verur  sachen, als wenn die fertige Legierung mit  niedrigem     Siliziumgelialt    gebraucht würde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Bereitung einer Chrom, Silizium und Eisen enthaltenden Legierung. dadurch gekennzeichnet, dass eine Kohlen stoff enthaltende Legierung von Chrom, Ei sen und Silizium nur so weit bessemiert wird, da.ss der Kohlenstoff bis zu einem gewünseh- ten Gehalt, entfernt ist, wohingegen der grösste Teil des Siliziums unoxydiert bleibt, so dass die Bildung von Nitriden nach Mög lichkeit vermieden wird und eine Legierung erzeugt wird, die 15 bis 20 % Silizium und nicht mehr als 0,1 % Stickstoff enthält.
CH111161D 1923-03-27 1924-03-14 Verfahren zur Bereitung einer Chrom, Silicium und Eisen enthaltenden Legierung. CH111161A (de)

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CH111161D CH111161A (de) 1923-03-27 1924-03-14 Verfahren zur Bereitung einer Chrom, Silicium und Eisen enthaltenden Legierung.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE898314C (de) * 1938-04-01 1953-11-30 Marvin J Udy Verfahren zum Herstellen einer eisen- und chromhaltigen Vorlegierung fuer die Erzeugung von Chromstahl oder Eisen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE898314C (de) * 1938-04-01 1953-11-30 Marvin J Udy Verfahren zum Herstellen einer eisen- und chromhaltigen Vorlegierung fuer die Erzeugung von Chromstahl oder Eisen

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