CH111303A - Tunnellüftungseinrichtung. - Google Patents

Tunnellüftungseinrichtung.

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CH111303A
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tunnel
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tunnel ventilation
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Schmitt Carl
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F1/00Ventilation of mines or tunnels; Distribution of ventilating currents
    • E21F1/003Ventilation of traffic tunnels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
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Description


      Tunnellüftungseinriehtung.       Zur Lüftung von Tunnels im Betriebe  werden, wie bekannt, drei Systeme angewen  det, und zwar die Lüftung mit Vorhang, die  Lüftung nach     Saccardo    und die Lüftung ver  mittelst eines oder mehrerer Schächte. Bei  allen drei Lüftungssystemen wirken die auf  die Tunneltore jeweils anstehenden Wind  kräfte ausserordentlich ungünstig. Sie bedin  gen bei den erstgenannten beiden Anlagen,  zumal bei der     Saccardo-Lüftung,    einen erheb  lichen Mehraufwand an maschineller Kraft,  bei der Schachtlüftung eine mit den Wind  kräften wachsende Verringerung des Lüf  tungseffektes, das heisst eine Verringerung  der auf einen Kubikmeter geförderter Luft  entfallenden Rauchmengen, letzteres da  durch, dass der Schachtventilator in dem dem.

    Winde zugekehrten Tunnelarm die Lüftung  mehr oder weniger an sich reisst und der an  dere Tunnelarm unter unzureichender Rauch  abführung leidet.  



  Diese Nachteile sollen durch vorliegende  Erfindung beseitigt werden. Durch die An  ordnung von Vorbauten, die unter Freihal  tung des erforderlichen lichten Profils vor  dem Tunneleingang angeordnet werden,     wird       dieser nicht nur vom Druck der anströmen  den Windkräfte entlastet, sondern auch noch  ein Unterdruck erzielt, durch den 'ein in der  Lüftungsrichtung     wirkender    Zug im Tunnel  innern hervorgerufen wird. Als Vorbauten  können Wände mit ebenen oder gekrümmten  Flächen oder Zusammenstellungen von Wän  den mit ebenen und gekrümmten Flächen       Anwendung    finden.

   Von den vielen in die  ser Beziehung möglichen Anwendungsfällen  sei erwähnt, dass die vor dem Tunneleingang  unter Freihaltung des lichten Profils ange  ordneten Vorbauten beispielsweise aus zwei  gegen die Vorbauten schräg gestell  ten     Leitebenen    und einem trichterförmigen  Aufbau bestehen können. Die Fläche der als  Vorbauten dienenden Wände kann ange  nähert     tropfenförmig    gehalten sein, wie der  Querschnitt von Flugzeugflügeln.  



  Auf der Zeichnung ist der Erfindungs  gegenstand in einer     beispielsweisen    Ausfüh  rungsform dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt eine Vorderansicht;     Fig.    2 ist  die zugehörige Draufsicht;     Fig.    d ist ein senk  rechter Schnitt in der Tunnelachse.      Die dargestellte Lüftungseinrichtung be  steht aus den drei Vorbauten     a,   <I>b, c,</I> von  denen     a    eine nach rückwärts     trichterartig    er  weiterte Führungswand, b und c schräg nach  rückwärts und nach aussen gerichtete     Füh-          rungswä        nde    darstellen.

   Weht ein Wind aus  beliebiger Richtung auf die Tunnelöffnung     cl,     so     entsteht    einerseits durch Ablenkung des  Windes, anderseits durch Wirbelbildungen       zwischen    den Vorbauten     untereinander    und  der Tunnelöffnung eine beträchtliche oder  völlige Vernichtung     bezw.    eine Umwendung  desselben in einen Unterdruck, wodurch die  Luftförderung aus dem Tunnel unterstützt  wird. Die     Vorbauten    können miteinander  durch Verstrebungen e, f,     g        verbunden    sein,  so dass sie einander     abstützen.     



  Durch den Erfindungsgegenstand werden  die     bisher    für die künstliche Entlüftung so  ausserordentlich schädlichen, auf den Tunnel  eingang anstehenden     Winde    veranlasst, die       Vorbauten    mit ebenen oder gekrümmten  Oberflächen so anzuströmen, dass sie unter       Ausnützung    ihrer eigenen Kraft eine Saug  wirkung auf das Tunnelinnere     hervorrufen.     Diese wird bedingt durch die bei der An  strömung der Vorbauten zwischen den Vor  bauten untereinander und dem Tunneleingang  erzeugten Unterdrücke.

   Die Wirkung tritt  nicht nur ein bei den in Richtung der Tunnel  aehse wehenden Winden, sondern auch bei  den Winden, die gegen den Tunneleingang  in     sonstiger    etwa. horizontaler Richtung  strömen.  



  Ausser zur Lüftung von Tunnels     kann     der Erfindungsgegenstand     zweckmässig    zur  Beseitigung von Rauchbelästigung etwaiger       Anwohner    eines Tunneltores angewendet  werden, indem man denselben vor dem     Gre-          gentor    anbringt.  



  Die vor dem Tunneleingang     aufgestellten     Vorbauten üben die     beabsichtigte    Wirkung  bei jeder Windstärke aus. Sie versagen also  nicht, wie die künstliche Lüftung bei stär  keren Windkräften.     Bekanntlich    werden aus  wirtschaftlichen Gründen bei der zur Lüf  tung grösserer Tunnels fast durchgehend an-         gMwandten        Saccardo-Lüftung    die maschinel  len Kräfte nur zur Bekämpfung geringer  Aussenwinde     eingerichtet.        lilit    wachsender  Geschwindigkeit des Gegenwindes wächst die  vernichtende     bezw.        saugende    Wirkung einer  gemäss der     

  Erfindium    angeordneten Tunnel  lüftungseinriehtung.     411t    dem Erfindungs  gegenstand ist     man    somit endlich imstande,  und zwar unter     Anwendung    geringerer ma  schineller     Kräfte    als     bisher,    eine vollkom  mene     Beherrschung    der Lüftungsverhältnisse  in Tunnels zu erzielen.  



  Für die Beurteilung der weitgehenden  Wirtschaftlichkeit des     Erfinduxigsgegenstan-          des    ist noch     hervorzuheben,    dass das Bauwerk  einfach und damit verhältnismässig billig zu  erstellen ist, dass es sich hierbei nur um einen  einmaligen     Aufwand    der reinen Baukosten  handelt, da     weitere        Ausgaben    für den Be  trieb durch Unterhaltung, Wartung,     Ab-          schreibun",g    usw.

       gegenüber    den entsprechen  den Ersparnissen bei der künstlichen Lüftung  nicht in Betracht kommen, und dass dem  gegenüber der durch den Erfindungsgegen  stand erreichte     Minderaufwand    an maschinel  ler Kraft für den Lüftungsbetrieb ein stän  diger und     beträchtlicher    ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPUUCH Tunnellüftungseinrichtung, dadurch ge kennzeichnet, dass vor dem Tunneleingang r < nter Freihaltung des erforderlichen lichten Profils Vorbauten mit Führungsflächen an geordnet sind, durch die gegen den Tunnel eingang in etwa horizontaler Richtung stri)- mende Winde beliebiger Stärke abgelenkt und veranlasst werden, eine Saugwirkung auf das Tunnelinnere auszuüben.
    UNTERANSPRÜCHE l.. Tunnellüftnngseiiiriclitiuig nach dem Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorbauten aus. einer nach rückwärts trichterartig erweiterten Führungswand (a) und sehr.!-, nach rückwärts und aussen gerichteten ebenen Führungswänden be stehen, 2. Tunnellüftungseinrichtung nach dem Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Fläche der ebenen Führungswände (b, c) angenähert tropfenförmig gehalten ist.
CH111303D 1924-06-04 1924-06-04 Tunnellüftungseinrichtung. CH111303A (de)

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