CH111697A - Einrichtung zum Steuern von Wechselstromkommutatormotoren mit Hilfe eines Stufentransformators. - Google Patents

Einrichtung zum Steuern von Wechselstromkommutatormotoren mit Hilfe eines Stufentransformators.

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CH111697A
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Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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  Einrichtung zum Steuern von     Wechselstromkommutatormotoren    mit Hilfe eines  Stufentransformators.    Es sind     Einrichtungen    zum Steuern von       Wechselstroinkommutatormotoren    mit Hilfe  eines Stufentransformators bekannt, bei  denen der Betriebsstrom den Motoren über  mehrere parallel geschaltete     Einzelschalter     zugeführt wird und bei denen der Übergang  von einer     Transformatorstufe    zur andern sich  unter Verwendung eines an eine     Stramteiler-          drosselspule    angeschlossenen und mit dieser  mittelst gemeinsamen Eisenkernes vereinig  ten ruhenden Hilfstransformators vollzieht.

    Die bekannten Einrichtungen dieser Art lei  den an dem Nachteil, dass sie zwar je nach  den Umständen bald als Stromteiler, bald  als Transformator arbeiten, aber nie beide  Wirkungen     zu-leich    ausüben können, und  dass infolgedessen die mit .den Wicklungen  der     Stro.mteilerdrosselspule        hintereinanderge-          schalteten    Einzelschalter für den vollen Mo  torstrom bemessen sein müssen..

   Die Erfin  dung bezweckt, diesen Nachteil zu beseitigen  und eine Einrichtung zu schaffen, die die  Vorteile der bekannten reinen Stromteiler  drosselspule mit denen des ruhenden Hilfs-         transformators    vereinigt und so ausgebildet  ist, dass ein von der     Stromteilerdrosselspule     räumlich getrennter Hilfstransformator ent  behrlich ist. Dieser Zweck wird gemäss der  Erfindung dadurch erreicht,     dass    der gemein  same Eisenkern der     Stromteilerdrosselspule     und des ruhenden Hilfstransformators     drei-          schenklig    ausgebildet ist.  



       Stromteilerdrosselspulen    mit drei- oder       mehrschenkligem    Eisenkern sind an sich  ebenfalls bekannt, diesen bekannten Strom  teilerdrosselspulen fehlt aber die     Hilfstrans-          formätorwirkung.     



  Auf .der Zeichnung ist der Gegenstand  der Erfindung an drei Ausführungsbeispie  len schematisch     veranschaulicht,    und zwar  zeigt:       Fig.    1 .das erste,       Fig.    2 das zweite, und       Fig.    3 das dritte     Ausführungsbeispiel.     



  A bezeichnet -die Sekundärwicklung eines  Stufentransformators, dessen 'Primärstrom  kreis nicht dargestellt ist. Von den Span-           nungsstufen    des Stufentransformators ist  der Einfachheit wegen nur eine einzige, mit  zwei     Anzapfstellen    und zwei Einzelschaltern  ausgerüstete, dargestellt;

   doch     lässt    sich in  bekannter Weise durch vor den Einzelschal  tern abzweigende, selbst je mit einem Aus  schalter versehene Leitungen die Zahl der       Anzapfstellen    und damit der     Transformator-          spannungsstufen    beliebig     erliölieri.    Jede der  beiden dargestellten     Anzapfstellen        a1    und     a'     ist über einen Ausschalter     a"        bezw.        a'    mit  einer Wicklung     b'        bezw.        b"    einer Strom  teilerdrosselspule verbunden,

   deren Eisen  körper B nach Art des Kernes eines Drei  phasentransformators     dreischenklig    ausgebil  det ist. Die freien Enden der beiden     ick-          lungen        b'    und     b2,    von denen jede auf einen  der äusseren Schenkel des Eisenkörpers B ge  wickelt ist, sind miteinander und mit dem  einen Ende einer dritten Wicklung,     b",        ve,,-          bunden,    die die gleiche     Windungszahl    und       denselben    Wicklungssinn wie ,jede der  Wicklungen     b1    und     b=    aufweist,

   aber mit  doppelt so grossem Leiterquerschnitt wie  diese versehen und auf den mittleren Schen  kel des Eisenkörpers B aufgewickelt ist. Die  Wicklung     b3    besitzt daher eine     Amperewin-          dungszahl    gleich .der Summe der     Ampere-          windungszahlen    der Wicklungen     b'    und     b'.     Ihr freies Ende ist mit der einen Klemme,       c',    eines als     Einphasenserienmotor    ausgebil  deten     Kommutatormotors    C verbunden.

   des  sen andere Klemme,     c2,    ebenso wie das eine  Ende,     a5,    der     Transformatorwicklung    A ge  erdet ist.  



  Ausser der Wicklung     b3    befindet sich auf  dem     mittleren    Schenkel des Eisenkörpers B  noch eine     Spannungswicklung        b4,    die über  einen mit Ausschaltstellung     versehenen     Stromwender D an die Sekundärspannung  des Stufentransformators angeschlossen ist.  Die Wicklung     b4    stellt die Primärwicklung  eines Hilfstransformators dar, dessen Fern  durch den Eisenkörper B und dessen Sekun  därwicklung durch die Stromwicklungen     b1,     b2,<B>63</B> gebildet wird und der dazu bestimmt  ist, die dem Motor C aufgedrückte     Spannung          zii    beeinflussen.

      Solange der Motor C stromlos ist, solange  sich also die zugehörige (nicht dargestellte)  Schaltwalze in ihrer Ausschaltstellung be  findet, wirken bei geschlossenen Ausschal  tern     a'    und     ä'    und in der Ausschalt  stellung befindlichem Stromwender D die  Stromwicklungen b' und     b2    als     hintereinan-          dergeschaltete        Drosselspulwicklungen.    Wird  aber der     lllotor    C angelassen, so fliesst in der       Stromwicklung        b@    ein Strom, der doppelt so  stark ist wie jeder der die Wicklungen     b1          und;

          M        durchfliessenden,    annähernd gleich  grossen Ströme.     Infolgedessen    heben sich die  vom     Betriebsstrome    des Motors erzeugten  Am     perewindungen    in     den,    drei     8lromwieh-          lungen        b1,        b@    und     b     auf. so dass der Betriebs  strom keine     Drosscliulg    erleidet.

   Nimmt der  Stromwender D die aus     Fig.    1 ersichtliche  Stellung ein, so wirkt die Spannungsspule       b'    der     Stufenspannung    entgegen und ver  mindert die dem Motor C aufgedrückte, dem       Mittelwert    zweier     Spannungsstufen    entspre  chende     Spannung    um einen bestimmten, nur  von der     Windun,.;sz;ilil    der Spule     b'    abhän  gigen Betrag;

   legt     inan        dagegen        .den    Strom  wender D in die andere     Endlage    um, so er  höht sich die Motorspannung um     einen          gleiehhoheii    Betrag.

   Das Anlassen des Mo  tors C     vollzieht    sich nun in der     Weise,    dass       nach    Schliessung des     llotarstromkreises     durch die     (sieht.        dar;5estellte)    Schaltwalze  der     Stromwender    D     naelieinander    in die ge  zeichnete     Endlage,    in die     Ausschaltstellun,1r     und in die andere     Endlage    gebracht wird.

   Die  bei jeder der drei Stellungen des Stromwen  ders D     erreichbare    Drehzahl des Motors ent  spricht dabei     der    Reibe nach erstens     ein.@r     Spannung. die um einen     bestimmten    Betrag  kleiner als die mittlere Stufenspannung ist.

    zweitens der mittleren Stufenspannung selbst  und drittens einer um .den erwähnten     Betrad,          höheren   <B>Sp</B>annung als die mittlere Stufen  spannung.     Diese3    Spiel kann nun so oft wie  derholt werden. als der     Transformator    A  Spannungsstufen besitzt;

   man hat dazu nur  nötig, erst den     einen    Ausschalter.     a'.    dann       dc@n    andern Ausschalter,     a4,    zu öffnen, nach  dem     m.an    die zugehörige     Anzapfstelle        a1              bezw.        a@    :der     .Sekundärwicklung    A des Stufen  transformators durch eine parallelgeschaltete  andere     Anzapfstelle    ersetzt hat und auf je  der Schaltstufe des Stufentransformators die  drei Schaltungsweisen des Stromwenders D  in der angegebenen Reihenfolge zu wieder  holen.

   Zweckmässig werden alle diese Schalt  vorgänge durch die entsprechend eingerich  tete (nicht dargestellte) Schaltwalze ausge  führt.  



  Mit der beschriebenen Einrichtung ist es  also möglich, ohne einen besonderen. von       der        Stromteilerdrosselspule    räumlich ge  trennten drehbaren oder ruhenden Hilfstrans  formator, lediglich mit. einer einzigen, zu  gleich die Drosselspule und den Hilfstrans  formator verkörpernden Einrichtung dreimal  so viele     Motorschaltstufen    herzustellen, als  der Stufentransformator Spannungsstufen  hat.  



  Ohne an der Erfindung etwas zu än  dern, könnte man die Zahl der Spannungs  stufen auch dadurch erhöhen, dass man auch  auf den     beiden    äussern Schenkeln des Eisen  körpers B     Spa.ilnungswicklungen    anbrächte  und diese jede für sich mit einer Vorrichtung  zum Kurzschliessen versähe.

   Da bekanntlich  eine kurzgeschlossene Wicklung auf einem       Transformatorschenkel    die Eigenschaft hat,  dem     Kraftfluss    den Weg durch den betref  fenden Schenkel zu versperren, so bleibt in  diesem Falle die auf demselben Schenkel sit  zende Stromspule     unwirksam,    und die dem  Motor C aufgedrückte Spannung ist gleich  der Spannung derjenigen     Anzapfstelle    des  Stufentransformators, der die kurzgeschlos  sene Wicklung zugeordnet ist.  



  Von der bisher beschriebenen Einrichtung  unterscheidet sich die in     Fig.    2 abgebildete  Einrichtung nur     daduch,    dass der mittlere       Schenkel    .des Eisenkörpers B keine Strom  spule besitzt und dass der Stromwender     D          ,Iurch    einen der Spannungswicklung     b'    zu  geordneten, mit .dem     Stromwender    verbun  denen Kurzschliesser     d\    ergänzt ist.

   Die drei  aufeinanderfolgenden Schaltstellungen des  Stromwenders D sind also hierbei    1.     Endlage    des     Stromwenders    D gemäss       Fig.    2 und geöffneter Kurzschliesser d',  2.     Mittellage    des     Stromwenders    D und  geschlossener Kurzschliesser     dl,     3. andere Endlage des Stromwenders D  und geöffneter Kurzschliesser     dl.     



  In der ersten der drei genannten Schalt  stellungen erhält der Motor C eine dem Mit  telwert der Spannungen der beiden     Anzapf-          stellen    entsprechende, um die Gegenwirkung  der Spannungsspule     b'    verminderte Spannung       aufgedrückt;    in der zweiten Schaltstellung  wirkt     lediglich    der     Mittelwert    der beiden  Stufenspannungen, während der mittlere  Schenkel des Eisenkörpers B infolge des  Kurzschlusses der Wicklung     b4    keine Kraft  linien führt; in der dritten Schaltstellung er  höht sich .der Mittelwert der Stufenspannun  gen um den der Zusatzwirkung der Spule     b'     entsprechenden Betrag.  



  Die zuletzt beschriebene     Anordnung,    die  in der Wirkungsweise der zuerst erläuterten  sehr ähnlich ist, hat gegenüber .dieser den  Vorteil,     dass    sie erheblich weniger Wick  lungskupfer erfordert, da die den grössten  Kupferquerschnitt aufweisende Stromspule       b3    fortgefallen ist.  



  Bei der Einrichtung nach     Fig.    3 ist im       Gegensatze    zu den bisher erläuterten Ein  richtungen der mittlere Schenkel des     Eisen-          hörpers    B überhaupt nicht bewickelt; da  gegen sind die beiden äussern Schenkel ausser  mit den Stromwicklungen     b'    und     b'    mit je  einer Spannungswicklung     b'        bezw.        b6    . ver  sehen. Diese Spannungsspulen     b'    und     b'    sind  mit den zugehörigen .Stromspulen b' und     b2     möglichst     streuungsfrei    zusammengewickelt.

    Sie sind derart miteinander verbunden (ge  schaltet), dass die in ihnen     durch    den Dros  selstrom,     .d.    h. den unter dem Einfluss     der     Stufenspannung in den Wicklungen     b'    und       b2    fliessenden Strom,     transformatorisch    er  zeugten elektromotorischen Kräfte sich auf  heben, während sich die .durch den in den       Wieklungen        b'    und     b2    fliessenden Motorstrom  erzeugten     elektromotorischen    Kräfte addie  ren.

   Die in der     angegebenen    Weise hinter  einandergesehalteten Spulen     b'    und     b6    sind      in der aus     Fig.    3     ersichtlicltenWeise    an einen  mit einem Kurzschliesser     d'    versehenen       Stromwender    D angeschlossen.

   Bei Erregung  von aussen her     (Sel@undä.rwichlung    A des  Stufentransformators) erzeugen daher die       Wicklungen        b"    und     b'    je nach der Stellung  des     Stromwenders    D einen zum Feld des Mo  torstromes     bleich-    oder     entgegengerirhteten     zusätzlichen     Kra.ftfluss.    In kurzgeschlosse  nem     Zustande    dagegen sind die     Wicklungen     b' und b<B>'</B> bei stromlosem Motor C, wenn also  nur das von der Stufenspannung herrührende  Feld des Drosselstromes vorhanden ist.

         ge(reneinandergeschaltet,    so     .Sass    sie keinen       zusätzlichen        Kraftfluss    erzeugen können,       während    sie bei stromdurchflossenem     -,vf.ot,)r     C von     den    Stromspulen     b'    und     b2        transfor-          matoriselt    beeinflusst werden und als hinter  einandergeschaltete     kurz-eschlossene    Spulen  eine das     31otorstromfeld    kompensierende       Wirkung    ausüben.

   Die     Einrichtung    arbeitet       demnach    im Betriebe des Motors völlig     streu-          tinssfrei.    Hierin liegt ein Vorteil gegenüber  den Einrichtungen nach     Fig.    1 und 2, bei  denen     dir-    vom     Motorstrome        .durchflossenen          Wicklungen        bl,   <I>b</I>2 sowohl gegeneinander, als  auch gegen die     Spannungswicklung        V        Streu-          ting    besitzen, die     sich    in einem häufig uner  wünschten.

   der Motorstromstärke proportio  nalen     induktiven    Spannungsabfall äussert.  



  Je nachdem, in welcher der drei     Schalt-          stellun--en    sich der Stromwender D befindet,  bat die dem Motor C     a.ufgedrüekte        Spannung     einen Wert, der kleiner, gleich oder grösser  als die     zu-ehörige    mittlere Stufenspannung  ist.     Infolgedessen    werden auch bei dieser       Ausfülirung:sform    dreimal so viele     Span-          nungssfiifen    am Motor erzielt, als der Trans  formator _1 Stufen hat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Steuern von Wechsel- stromkommutatormotoren mit Hilfe eines Stufentransformators. bei .der der Beriebs- strom den lfotoren über mehrere parallelge schaltete Einzelschalter zugeführt wird und bei der der Übergang von einer Transforma- torstufe zur andern sich unter Verwendung eines mit einer Stromteilerdrosselspule -mit- 1.elät gemeinsamen Eisenkernes vereinigten ruhenden Hilfstransformators vollzieht,
    da durch gekennzeichnet, dass .der Eisenkern dreischenklig ausgebildet ist. UNTERAN SPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch geli#enäzeichnet, dass die Primär wicklung des Hilfstransformators auf dem mittleren Schenkel und die zugleich die Sekundärwicklung des Hilfstransforma tors darstellende Drosselspulenwicklung auf den beiden äussern Schenkeln des drei- schenkligen Eisenkernes untergebracht sind.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Schenkel des dreischenk- ligen Eisenkörpers ausser der Primär wicklung des Hilfstransformators noch eine im Motorstromkreise liegende Wick lung trägt, die für eine ebenso grosse Am p6rewindungszahl wie die auf den beiden äussern Schenkeln untergebrachte Drossel spulenwicklung bemessen ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sowohl die Primärwicklung des Hilfstransformators.
    als auch die seine Sekundärwicklung dar stellende Drosselspulenwicklung unter Freilassung des mittleren Schenkels auf den beiden äussern Schenkeln des drei- schenkligen Eisenkernes untergebracht sind.
    -1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da,ss die Primär wicklung des Hilfstransfomators an die Sekundärwicklung des Stufentransforma tors über einen Stromwender angeschlos sen ist, der mit einem die Primärwick lung kurzschliessenden Schalter derart verbunden ist, dass die Primärwicklung in einer Z-vAschenstellung des Stromwen- ders z@visehen seinen beiden Einschaltstel lungen kurzgeschlossen ist.
CH111697D 1923-11-15 1924-09-23 Einrichtung zum Steuern von Wechselstromkommutatormotoren mit Hilfe eines Stufentransformators. CH111697A (de)

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