CH111855A - Verfahren zur Erzeugung von Hochdruckdampf in ununterbrochenem Betrieb. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Hochdruckdampf in ununterbrochenem Betrieb.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung von Hochdruckdampf in ununterbrochenem Betrieb. In neuerer Zeit sind Bestrebungen im Gange, für Dampfbetrieb Hochdruckdampf zu verwenden. Die grösste Schwierigkeit be reitet die Dampferzeugung, da bei dem hohen Druck und der hohen Temperatur das Ma terial des Kessels ausserordentlich gefährlich beansprucht ist, wenn man die Heizwirkung durch die Kesselwandungen hindurchleitet. Da die Heizgase der verwendeten Feuerungen Temperaturen von 1000' C und mehr er reichen, so lassen sich gefährliche örtliche Wärmestauungen in den Kesselwänden mit Sicherheit nicht vermeiden, besonders dann nicht, wenn Ablagerungen durch Kesselstein, Schlamm usw. stattfinden.
Im Nachfolgenden soll ein neues Ver fahren zur Hochdruck-Dampferzeugung be schrieben werden, bei welchem die zur Ver dampfung im Kessel erforderliche Wärme nicht von aussen durch die Wandungen des Kessels hindurch nach dem Innern geleitet, sondern unmittelbar in das Kesselinnere ge führt wird.
Zu diesem Zwecke wird von einem Kessel (Trommel mit Wasser- und Dampfraum) ohne äussere Beheizung mittelst einer vom Kessel abzweigenden und in diesen wieder einmündenden Rohileitung ein Teil des Kes selinhaltes (Dampf, Wasser oder Gemisch beider) entnommen und zwangsläufig mit- telst einer Fördervorrichtung nach Wärme aufnahme in einer beliebig ausserhalb des Kessels angeordneten, hohen Druck bei hoher Temperatur aushaltenden Heizvorrichtung (zum Beispiel in die- Rohrleitung eingeschal tete Rohrschlangen, Rohrbündel etc.) mit äusserer Beheizung in ununterbrochenem Kreislauf als.
überhitzter Dampf dem Kessel inhalt zugeführt.
Dies ermöglicht die Anordnung des Kes sels an beliebiger Stelle, unabhängig von der Lage der Heizvorrichtung, im Gegensatz zu den heutigen Kesselbauarten, wo die Kessel trommeln zumeist an höchster Stelle des Kessels auf schweren Gerüsten aufgebaut werden müssen, damit die Dampfentwicklung an höchster Stelle sicher erfolgen kann. Weiter wird durch das neue Hochdruck- Dampferzeugungsverfahren ein ausserordent lich sicherer Betrieb erzielt; denn die Wan- dungen des Kessels werden bei dem entspre chenden Druck höchstens die Temperatur des Sattdampfes annehmen können. Abscheidung von Verunreinigungen an den Innenwandun gen des Kessels hat auf die Dampferzeugung keinerlei ungünstigen Einfluss. Im Gegen teil, sie vermindert den Abstrahlungsverlust.
der im übrigen bei diesem Kessel in einfacher W eise durch aussen aufgebrachte Wä rme- sehutzmittel verhindert werden kann. Ferner ist der Kessel weniger empfindlich gegen Veränderung des Flüssigkeitsstandes als die üblichen Kessel mit Aussenfeuerung, und er kann in beliebiger Lage zur Heizvorrichtung angeordnet werden.
Ferner ist ermöglicht, die zur Verdamp fung erforderliche Wärme in der Heizvor- richtung mit äusserer Beheizung in Rollren von nur kleinen Abmessungen (Rohrschlan gen, Rohrbündel) aufnehmen zu lassen, die auch bei hohem Druck mit Leichtigkeit be triebssicher ausgeführt werden. Ein unzuläs siger Wärmestau in den Rohrwandungen wird durch die zwangsläufige Bewegung des Heizmediums mittelst einer Umlaufpumpe oder dergleichen mit Sicherheit vermieden.
U m die erste Dampferzeugung einzuleiten und den Betrieb des Kessels zu beginnen oder um zeitweise die Dampferzeugung zu er höhen, können eine Reihe von Hilfseinrich tungen verwendet werden. Beispielsweise ist dlie Anordnung eines besonderen Hilfskessels mxögglich mit besonderer Feuerung, durch wel chen K iederdruekdampf erzeugt wird, oder eines als Erstdampferzeuger betriebenen elek trischen Kessels usw.
In der Zeichnung ist eine Ausführungs form dargestellt. Hierbei wird beispielsweise der im Kessel k erzeugte Dampf bei c einer Umlaufpumpe ur zugeführt und von dieser aus zwangsläufig weiterbewegt nach einer besonderen, unabhänggig vom Kessel angeord neten Heizvorrichtung, die von einer Feue rung f durch beispielsweise auf dem Wander rost γ verbrannte Kohle beheizt wird. Von der Umlaufpumpe u gelangt der dem Kessel entnommene Inhalt zunächst nach der Heiz schlange h1, wo er in überhitzten Dampf umgewandelt und als solcher am einfachsten bei cl unter Vermittlung eines durchlochten Rohres a' in die Kesselflüssigkeit übergeführt wird, die bei 1-1 ihren Flüssigkeitsspiegel besitzt.
Die Heizgase gelangen nach Pas sieren der Heizschlangen h1 zu Heizschlangen in denen der aus dem Kessel bei b ent nommene Verbrauclhssattdampf auf seinem Wege zur Maschine entsprechend überhitzt wird. Sodann bestreichen die Heizgase die Heizschlangen h3, an denen sie ihre Rest- w Arme abgeben, nm das von einer Kessel speisepumpe s bei a in den Kessel gedrückte Speisewasser zu erwairmen. Schliesslich ge langen die Heizgase bei c in den Schorn stein.
Der zur Dampferzeugung im Kessel zwangsliiufig in diesen eingedriüclkte über hitzte Dampf kann auch zunächst in einer geschlossenen Rohrleitung, Rohrschlange oder dergleichen durch den Wasserraum des Kes sels geführt werden, um nachher an einer beliebigen Stelle des Dampfraumes überzu treten, oder es könnte ein Teil des Heiz- mediums in den Wasserraum des Kessels und der iübrige an einer beliebigen Stelle des Dampfraumes, sei es im Kessel oder in der angeschlossenen Dampfleitung, beispielsweise zwecks Trocknung des nach der Pumpe zu leilenden Dampfes, austreten.
Zur Regelung der Dampferzeugung ist es zweckmässig, die Wirkun g der Umlaufpumpe für das Heizmedium und auch der Heizvor- richlung zwangsläufig der Verbrauchsdampf entnahme aus dem Kessel anzupassen, indem beispielsweise das Zuführungsventil der Dampfmaschine, die clen Dampf verarbeitet, derart mit der Förderpumpe für das dem Kessel entnommene Heizmedium verbunden wird, class diese beispielsweise beim Drosseln des Zuführunge@t,
ntils langsamer läuft; eben so kann dabei die Heizung des Ofens, wenn sie beispielsweise durch all oder Gas erfolgt, durch Abdrosselung des Heizöl- oder Gas zustromes verringert werden. Auf diese Weise wird eine sein- einfaelie und betriebs- sichexe Regelung,
cler Dampferzeugung er reicht. Bei der beschriebenen Ausführung ist an genommen, dass der Verbrauchsdampf un mittelbar dem Kessel entnommen wird; er kann jedoch auch aus der Leitung des Heizmediums von der Umlaufpumpe zum Kessel als überhitzter Dampf etwa bei b1 entnommen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von Hochdruck dampf in ununterbrochenem Betrieb, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Kessel (Trom mel mit Wasser- und Dampfraum) ohne äussere Beheizung mittelst einer vom Kessel abzweigenden und in diesen wieder einmün denden Rohrleitung ein Teil des Kesselinhal tes (Dampf, Wasser oder Gemisch beider) entnommen und zwangsläufig mittelst einer Fördervorrichtung nach Wärmeaufnahme in einer beliebig ausserhalb des Kessels angeord neten, hohen Druck bei hoher Temperatur aushaltenden Heizvorrichtung mit äusserer Beheizung in ununterbrochenem Kreislauf als überhitzter Dampf dem Kesselinhalt zu geführt wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren zur Erzeugung von Hochdruck dampf nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Verbrauchsdampf als überhitzter Dampf unmittelbar der Rohrleitung zwischen Heizvorrichtung (h') und Kessel (k) entnommen wird. 2. Verfahren zur Erzeugung von Hochdruck dampf nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Teil des durch die Heizvorrichtung (h@) erzeugten, überhitz ten Dampfes dem Dampf in die Dampf leitung zwischen Kessel (k) und Pumpe (u) beigemischt wird. 3.Verfahren zur Erzeugung von Hochdruck dampf nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sowohl die Heizvor- richtung (hl) zur Erzeugung des dem Kessel (k) zuzuleitenden überhitzten Dampfes, wie auch die beiden Heizvor- richtungen (h2, h3) für die Überhitzung des Verbrauchsdampfes, beziehungsweise die Erhitzung des Kesselspeisewassers durch dieselbe Heizquelle (Feuerung f) beheizt werden, indem diese Heizvor- richtungen hintereinander im Zuge der Feuergase angeordnet sind. 4.Verfahren zur Hochdruckdampferzeugung nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Regelung der Dampf erzeugung die Lieferung der Fördervor- richtung für die zwangsläufige Bewegung des dem Kessel entnommenen Heizmediums und die Stärke der Beheizung für die Heizvorrichtung zwangsläufig dem Dampf verbrauch angepasst wird.
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