CH112169A - Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Erzeugung hochfeuerfester Gegenstände. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Erzeugung hochfeuerfester Gegenstände.

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CH112169A
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Engelhorn Co G Dynamidon-Werk
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Dynamidon Werk Engelhorn & Co
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  Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Erzeugung hochfeuerfester     Gegenstände.       Die Erfindung hat. die Herstellung eines  Mittels für die Erzeugung     hochfeuerfester,          raumbeständiger,    bei sehr hohen Tempera  turen standfester und gegen Temperatur  schwankungen unempfindlicher     Magnesia-          gegenstände    zum Gegenstand.

   Nach ihr wer  den solche Stoffe, die beim Erhitzen auf hohe       Temperaluren        Magnesia.    hinterlassen und die       möglichst    wenig     Flussmittel    enthalten, ge  schmolzen, die Schmelze teils gekörnt, teils       feinstgemahlen,    worauf dem körnigen Gut       feinstgemahlenes    Schmelzgut zugesetzt und  beides vermischt wird.  



       Als    Ausgangsstoffe werden zum Beispiel       Magnesit,        Magnesiumhydroxyd,    künstlich be  reitete Magnesia,     Magnesiumnitr.at,        Magne-          siuma,cetat    verwendet. Die Stoffe werden bis  zum Schmelzen erhitzt, um sie in den völlig  dichten und damit     volumbeständigen    Endzu  stand überzuführen, der keine chemische und       kristallogra.phische    Veränderung mehr erlei  det.

   Würde man die Ausgangsstoffe unmit  telbar zu dichten Gegenständen verarbeiten,  so würden die geformten Körper infolge des    übermässigen     Schwindens    ihre     Form    verlie  ren, überhaupt nur unbrauchbare Erzeugnisse  erhalten werden. Bei der weiteren Verarbei  tung des Schmelzgutes nach der Zerkleine  rung bildet     das    körnige Gut die Grundsub  stanz, während die feingemahlene, geschmol  zene Magnesia als Bindemittel dient, -durch  welches die körnigen Bestandteile miteinander  verkittet werden.

   Durch die Vermeidung  fremdartiger und noch dazu     .möglicherweise     der Veränderung unterworfene Bestandteile  bei der Verarbeitung des Schmelzgutes zeich  nen sich die hergestellten Gegenstände durch  Festigkeit selbst bei sehr hohen Temperatu  ren aus. Nach Vermischung des körnigen  und feingemahlenen Schmelzgutes liegt ein  unmittelbar gebrauchsfertiges Mittel für die  Herstellung von hochfeuerfesten Magnesia  gegenständen vor, gleichgültig, in welcher  Art. oder in welcher Form sie hergestellt wer  den sollen.

   Vorzugsweise geht man von     M.a.g-          nesit    mit geringem     Kalkgehalt    aus.     Eisen-          haltige        Magnesite    können Verwendung fin  den, sofern für die     Reduktion    und Abschei-           clung    der Eisenverbindungen beim     Schmelz-          prozess    Sorge getragen wird. Das     met < a.llische          Eisen    kann magnetisch abgeschieden werden.

    Immerhin sind     eisenarme        Magnesite    am be  sten geeignet und aus wirtschaftlichen Grün  den vorzuziehen. Für die Schmelzung kann  man auch von gesintertem oder     kaustisch    ge  branntem     Magnesit    ausgehen. Auch künst  lich hergestellte Magnesia ist geeignet., so  weit sie hinreichend frei von     Flüssmitteln    ist.  



  Das Schmelzen kann zum Beispiel für  elektrischen Lichtbogen- oder Widerstands  ofen geschehen. Die Schmelze wird einerseits  zu grobkörnigem Glut zerkleinert,     anderseits          feinstgemahlen.    Sodann wird dem körnigen  Gut     feinstgemahlenes    Schmelzgut zugegeben  und beides     vermischt.    Ein Zusatz von 10  bis ?0     %    des Feingutes zu der     Körnung    ist  am     zweckmässigsten.    Dieses Gemisch     lä,ss-t     sich ohne weitere Hilfsmittel lediglich mit       Wasser    zur Bildung einer formbaren Masse  angemacht zu Formkörpern jeglicher Art  verarbeiten.

   Man     kann    dem     körnigen    Gut  ausser dem gemahlenen Schmelzgut noch ge  sinterten     Magnesit    oder gesinterte Magnesia       bezw.        kaustiseh        gebrannten        Magnesit,    d. h.  Magnesia, zusetzen.  



  Das auf diese Weise bereitete Mittel fin  det zur Herstellung von Fremdkörpern, so  wie als Mörtel. Kitt, Anstrich- oder Stampf  masse .Verwendung. Zur Herstellung von  Steinen wird es nach Zusatz von Wasser, so  dass eine formbare Masse     entsteht,    zum Bei  spiel durch Einschlagen in Formen oder  durch Pressen verformt und darauf scharf  gebrannt. Beim Formen können zur Erhö  hung der Festigkeit der noch ungebrannten       Formlinge    Stoffe wie Teer,     Dextrin,    oder  dergleichen zugesetzt werden. Nach der Auf  arbeitung der Mittel folgt stets ein möglichst  scharfes Brennen.

   Die so erhaltenen-     Gegeri-          stände    besitzen eine Feuerfestigkeit von weit  über     2-000'.    Sie sind raumbeständig und bei       höchsten    Temperaturen starkem     Druck    aus-    gesetzt,     unbedingt        standfest.    Sie vertragen  starke Temperaturschwankungen, ohne zu  reissen. Sie besitzen auch eine erhöhte Wi  derstandsfähigkeit gegen chemische Angriffe  und     verschlackende    Stoffe.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Erzeugung hoelifeuerfester Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass Stoffe, welche beim Erhitzen auf hohe Temperaturen Mag nesia hinterlassen und die möglichst wenig Flussmittel enthalten, geschmolzen, die Schmelze teils gekörnt., teils feinst gemahlen wird, worauf dem körnigen Glut feinstgemah- lenes Schmelzgut. zugesetzt und beides ver mischt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren. nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eisenhaltiger, jedoch kalkarmer Magnesit benutzt wird und die Eisenverbindungen so reduziert werden, da1; sich metallisches Eisen abscheidet. ?. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet. dass durch Brennen von Magnesit erhaltene Magnesia verwendet wird. , 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gel-:ennzeiclinet, dass künstlich liergestelltc Magnesia. verwendet wird.
    -l. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausser gemahlenem Schmelzgut. gesinterte Magnesia der kör nigen geschmolzenen Magnesia, zugegeben wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausser gemahlenem Schmelzgut kaustisch gebrannter Magnesit der gekörnten. geschmolzenen Magnesia. zugegeben wird.
CH112169D 1923-02-20 1924-02-13 Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Erzeugung hochfeuerfester Gegenstände. CH112169A (de)

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