CH112229A - Winkelmessinstrument für steile Visuren. - Google Patents

Winkelmessinstrument für steile Visuren.

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CH112229A
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CH
Switzerland
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measuring
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steep
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Inventor
Johannes Brosi
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Johannes Brosi
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C1/00—Measuring angles

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description


  Winkelmessinstrument für steile Visuren.    Zur Aufnahme und Absteckung beliebiger  Winkel sind in der gewöhnlichen Feldmes  sung, wie auch etwa bei Kataster- und an  dern grössern Vermessungen für untergeord  nete Punkte als Hilfsinstrumente, die soge  nannten Winkeltrommeln, das heisst die in  sich drehbaren, mit Gradeinteilung und     No-          nius    versehenen zylindrischen Kreuzscheiben  gebräuchlich. Sie werden als leichtes, hand  liches Instrument, auch vielfach mit Vorteil  zur Aufnahme der Situation von Feld- und  Waldwegen und einfachern Strassen benützt  und sind zur Absteckung der Querprofile für  Wege, Strassen und Eisenbahnen in nicht zu  steilem Terrain, und besonders auf Winkel  punkten beinahe unentbehrlich.  



  Da aber der Bereich der Diopterschlitze  bei der üblichen Zylinderhöhe in vertikaler  Beziehung ein zu beschränkter ist und eine  Verlängerung des Zylinders zur Unhandlich  keit des Instrumentes führen würde, ist es  bei dieser Form nicht möglich, hoch oder tief  gelegene Punkte ohne Hilfsmittel, wie Sen  kel, Hilfsjallons oder besonders festzulegende  Ausgangs- ocder Standlinien vorteilhaft auf  zunehmen und zu projizieren, wie es unter    solchen Terrainverhältnissen ebenfalls un  möglich ist, ohne vorerwähnte     Umständlich-          keiten    von einer Standlinie aus im bestimm  ten     Winkel    Punkte im Terrain zu fixieren  (z. B.. Querprofilpunkte für Strassen- und  Bahnbauten in abschüssigem Gebiet).

   All  diese arbeitsverschleppenden Nachteile sind  daher bei der Zylinderform mit in den Kauf  zu nehmen und machen das sonst praktische  Instrumentchen fürs Gebirge wie für steile  Terrainpartien überhaupt beinahe unbrauch  bar.  



  Wäre nun eine zweckmässigere Form aus  ersehen, eine solche, die in     vertikaler    Hinsicht  dem Auge hinreichenden Spielraum gewährte,  so wäre dem     vorbesühriebenen    Übelstand ab  geholfen.  



  Eine solche wählt sich nun die eben zu  beschreibende Erfindung in der Kugel .als       I1lesskörper,    unter der Benennung:     "Winkel-          messinstrument    für steile     Visuren".     



  Das den     Gegenstand    der     Erfinden,-          bildende,    in beigegebener Zeichnung als  Beispiel dargestellte Instrument ist in  erster erster Linie für Messung von  Horizontalwinkeln auch in steilem Te--      rain eingerichtet und besteht zu dem Zweck  aus einer hohlen Kugel (Fig. 1 und 3), die  mit dem innern, drehbaren, beim Theodoliten  " Alhidade" genannten Teil tu (Fig. 2 und 3)  eines einige Zentimeter tiefer liegenden hori  zontalen Winkelablesesystems (Fig. 2) durch  einen Hals v (Fig. 1, 2 und 3) fest verbunden  ist. Die Kugel ist senkrecht von einem     Mess-          und    einem Kreuzdiopter durchbrochen.

   Das  M essdiopter besteht aus der Okularritze a  (Fig. 1 und 3) und der Objektivseharte b  (Fig. 3), welch letztere mit einem Rosshaar  c als Visierfaden Fig. 3) versehen ist, das  sich über einen zirka nähnadeldick en Sattel s  (Fig. 3) zieht, um so - als verkürzte     Selh-          nen    - der Kreispheripherie näher zu kom  men, und dadurch eine genauere Visur zu er  möglichen. Das Kreuzdiopter mit der darge  stellten Objektivscharte d (Fig. 3) hat den  Zweck, das Kugelinstrument auch direkt zur  ,Kreuzscheibe" zu machen, das heisst das  Abstecken rechter Winkel ohne jegliche  Gradeinstellung zu ermöglichen.

   Es ist dem  Messdiopter in den Grundprinzipien ähnlich,  das heisst mit dem Unterschied und Nachteil,  dass die beiden Schlitze oder Scharten behufs  Anbringung der Achsenschräubchen g (Fit,',  1) für einen nachfolgend zu beschreibenden  Höhenvisierreif f (Fig. 1 und 3) in der ver  tikalen Mitte des Kugelmantels     unterbrochen     sind und das Rosshaar c (Fig. 1 und 3) aus  eben diesem Grunde nicht wohl über einen  Sattel gezogen werden kann, sondern direlt  vön Schräubchen zu Schräubchen gespannt  ist.

   Die Kreuzvisur wird dadurch zwar etwas  gestört,doch lange nicht in dem Masse, um  ausgeschaltet zu werden, und bietet das  Kreuzdiopter dem Auge immer noch den     glei-          ehen    vertikalen Spielraum wie das     Mess-          diopter.     



  Das an der Basis des Instrumentchens be  findliche Ablesesystem (Fig. 2) besteht, wie  bereits angedeutet, aus zwei ineinander dreh  baren, in zweckentsprechendem vertikalen  Abstand von der Kugel befindlichen, mit  Triebwerk o (Fig. 3) ausgestatteten horizon  talen Scheiben (Kreisen). Die innere, mit der  Kugel fest verbundene Scheibe ("Alhidade")    U (Fig. 2 und 3) trägt einen Nonius und ist  mit der äussern Scheibe ("Limbus") t (Fig. 1,  2 und 3) durch eine Koppelschraube i beweg  lich verbunden     und    mit einer Klemmschraube  in in derselben verklemmbar.

   Die äussere  Scheibe trägt die Kreisteilung in Graden  (sexag. oder centes.) und ist mit einer Hülse  kc fest verbunden auf dem stahlbekleideten  Statifzapfen l durch eine Schraube n     ver-          klemmbar.    Die Drehung geschieht so - lei  der entgegengesetzt dem Theodoliten -, wie  übrigens bei den zylindrischen Instrumenten  auch, von rechts nach links, was aber zum  Zweck hat, UP der Nonius mitläuft und bei  der Ablesung gleich zur Hand ist. Das Ab  lesesystem kann indes auch umbekehrt einge  richtet werden.  



  Zur Vertikalwinkelmessung in bescheide  nen Rahmen ist die     Kugelform    wie gegeben  und wird das Instrumentchen für einfachere,  approximative Aufnahmen, wie     Übersichls-          pläne    für Flächenmeliorationsprojekte,     Kro-          kir    und dergleichen es sind, daher auch zu  diesem Zweck ausgestaltet.

   Zu diesem     Be-          hufe    gleitet der vorhin erwähnte, der Kugel  angeschmiegte Höhlenvisierreif f um zwei im  Kreuzdiopter in die Kugelwand eingelassene  kurze     Schräubchen        g    senkrecht über das  Messdiopter (a-b) (auch um dessen Achse),  dessen Okularritze a die Höhenwinkelskala  (+ und :) ini Bereiche der Schlitze trägt.  Dieser     Vertihal    winkelreif hat. zwei .     knopf-          a.r(:ige        Handhaben,    die einen zugleich als       Klemmschrauben    dienend. Eine Einteilung  in ganze bis halbe Grade sollte dem Zweck  entsprechend genügen.

   Auch soll der Reif  für den Fall. des     Nichtgebrauches    nach unten  hin ausschaltbar sein. Er     ist.    an den Visier  stellen     (Fig.    1 und 3) nach oben zu verjün  gen und matt oder schwarz zu halten.  



  Eine Dosenlibelle     r-        (Fig.    1) im Scheitel  der Kugel ist: für Vertikalwinkelmessungen  unentbehrlich, wie,     statt.        Stock,    ein     Dreifuss-          statif    mit Senkel zu diesem Zwecke sehr er  wünscht ist.  



  In andern Fällen sollte die Libelle einer       Bousso:le    q     (Fig.    3) mit Kreisteilung Platz  machen können, oder, im Falle einer Vereini-           gung    dieser beiden Zugaben, einen Glasboden  erhalten und oben zu stehen kommen.  



  Das im untern, festen Teil der alten     zy-          linderförmigen    Winkeltrommel vorhandene  Kontrolldiopter ist bei der Kugel nicht anzu  bringen, ohne deren Vorzüge illusorisch zu  machen wird aber durch die Klemmvorrich  tungen entbehrlich gemacht, wie beim Theo  doliten auch.  



  Die eigentliche praktische Anordnung  und Zusammenfügung der einzelnen Teile  des Instrumentes im Rahmen des Patentan  spruches wird indes dem Mechaniker über  lassen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Winkelmessinstrument von Kugelform für steile Visuren, dadurch gekennzeichnet, dass eine hohle Kugel von einem aus zwei sich diametral gegenüberliegenden senkrechten Schlitzen bestehenden, an der Objektivscharte einen Visierfaden aufweisenden Messdiopter durchbrochen und durch einen Hals mit einer entsprechend tiefer liegenden horizontalen Scheibe ("Alhidade") fest verbunden ist, wel che zentrisch in eine grössere Scheibe ("Lim- bur") gebettet, mit dieser das in sich dreh- und verklemmbare horizontale Winkelablese- system, bestehend aus Kreisteilung und Nonius, bildet,
    das als Ganzes wieder ver mittelt einer mit .der äussern Scheibe fest verbundenen Hülse auf dem Statifzapfen be liebig verstell-'und verklemmbar ist, dass im rechten Winkel zum geschilderten Messdiopter noch ein prinzipiell -diesem ähnliches Kreuz- diopter besteht, und dass ein äusserlich der Kugel angeschmiegter, um eine horizontale Kugelachse drehbarer Höhenvisierreif senk recht über das Messdiopt.er gleitet, dessen Okularritze die vertikale Gradeinteilung im Bereiche des Gesichtskreises der Schlitze aufweist.
CH112229D 1925-02-16 1925-02-16 Winkelmessinstrument für steile Visuren. CH112229A (de)

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