CH112283A - Wasserstands-Anzeigevorrichtung für Hochdruckdampfkessel. - Google Patents
Wasserstands-Anzeigevorrichtung für Hochdruckdampfkessel.Info
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Description
Wasserstands-Anzeigevorrichtung für Hochdruckdampfkessel. Die bei gewöhnlichen Dampfkesseln mit einem Druck bis zu 20 Atm. angewandten \Ä'asserstandsgläser sind bei höherem Druck unbrauchbar, weil das Springen des Glases bei diesen Drücken nicht mehr zuverlässig verhütet werden kann. Um daher den Was serstand auch bei Hochdruckkesseln festzu stellen, musste man notgedrungen auf die un mittelbare Ablesung durch einen durchsich tigen Stoff hindurch verzichten und mittel bare Wege zur Feststellung des Wasserstan des beschreiten, die aber bisher noch nicht völlig befriedigt haben.
Es ist nun bekannt, die Höhe einer mit dem Kesselwasserstand veränderlichen Was sersäule in Vergleich zu setzen mit. einer Wassersäule konstanter Höhe, wobei beide Wassersäulen unter dem Kesseldruck stehen. Das wurde dadurch erreicht, dass man mit. einerseits dem Wasserraum. anderseits dem Dampfraum des Kessels ein U-förmig gebo genes Glasrohr verband, dessen unterer, ge krümmter Teil ein flüssiges Schwermetall enthält, und den Höhenunterschied der Ober flächen des flüssigen Metälles als Mass für den Längenunterschied der über den beiden Metallflächen befindlichen Wassersäulen be nutzte.
Bei undurchsichtigem Rohr ist nun; wie gesagt, die unmittelbare Ablesung nicht möglich. Nach der Erfindung wird daher der Stand der Oberflächen des flüssigen Metalles durch eiserne Schwimmer kenntlich gemacht, deren Stellung ausserhalb des undurchsich tigen U-Rohres durch Magnetnadeln ange zeigt wird.
In . der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung dar gestellt, und zwar zeigt riig. 1 die allgemeine Anordnung der Vorrichtung, Fig. 2 den un tern Teil des U-Rohres im Schnitt. An der höchsten und der tiefsten Stelle des Kessels a ist das vertikal nach unten ragende, U-för- mig gebogene Wasserstandsrohr b ange schlossen. Sein unterer gekrümmter Teil ist mit Quecksilber c und seine beiden Schenkel <I>d</I> und e sind mit Wasser gefüllt.
Die Höhe<I>f</I> der )ÄTassersäule im Rohr e, die auf dem rechten Ende der Quecksilbermasse c lagert, ist annähernd konstant, während auf das linke Ende derselben eine Wassersäule von der Höhe g + lt drückt, wobei mit lt. die variable Höhe des Wasserspiegels im Kessel über dem Kesselboden bezeichnet ist. Fällt somit der Wasserspiegel im Kessel uni 1 cm, so steigt der Quecksilberspiegel im linken Schenkel<I>d</I> des U-Rohres <I>b</I> um
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<B>0,037</B> cm und fällt im rechten Schenkel c um den gleichen Betrag.
Um die Wasser- standsänderungen und die daraus sich er- . gebenden Quecksilberstandsänderungen nach aussen sichtbar zu machen, schwimmt auf jedem der beiden Quecksilberspiegel eine Stahlkugel i.
Ausserhalb des U-Rohres schwingt nun um eine im Mittelpunkt des Rohrkrümmungsbogens angeordnete Achse lc, eine Magnetnadel in Form eines asiatischen Nadelpaares nt, dessen ungleichnamige Pole 1V8 bemv. EN übereinanderliegen, zum Zweck, eine Einwirkung des Erdmagnetismus zu vermeiden.
Die Magnetnadel in, stellt sieh .-genau auf die Mittelpunkte; der Kugeln i. ein und spielt auf einer Skala. )-,, die kon zentrisch zum gekrümmten Teil des U-Rohres b liegt.
Dieser Teil des Rohres ist in Fig. 2 in .-rösserem Massstab dargestellt. Er darf natur gemäss weder aus Eisen sein, damit eine; mag netische Anziehung -zwischen Nadel<I>in,</I> und Kugeln i möglich wird, nach, aus einem Stoff, der von Quecksilber aufgelöst wird.
Ent- ,veder kann das ganze U-Rohr oder, gemäss Fig. 2, bloss der das Quecksilber enthaltende Rohrkrümmer o aus solchem Metall, bei spielsweise au., Nickel, hergestellt werden, das sich bekanntlich nur oberflächlich amal- g"imiert, im übrigen aber quecli:silberfest ist. Der Nickelkrümmer o ist wasser- und druck dicht an die eisernen Schenkel d angesetzt.
Eine andere Möglichkeit der Ausführung be steht darin, den Rohrbogen nicht mit Queck silber, sondern mit einem der bekannten Me talle mit niedrigem Schmelzpunlrt, zum Bei spiel Woodschem oder Letternmetall, zu fül len: man muss dann einerseits Sorge tragen.
dass die Temperatur des Wasserstandsanzei- gers während des Kesselbetriebes höher als 7() , das heisst die Schmelztemperatur jener Legierungen, liest, anderseits für den 11cihr- krümmer wiederum einen Stoff wählen. der von den genannten flüssigen Metallen nicht gelöst wird.
Man kann auch die Innenseite des U-Rohres mit einem vom Quecksilber nicht angreifbaren Überzug, wie Email, Lack oder dergleichen, versehen.
Die Sichtba.rheit der Einstellung lässt sich beispielsweise dadurch verbessern. dass man auf die Achse k einen grossen, leichten Zeiger setzt, der auf einem weithin erkenn baren Zifferblatt spielt. Der Zeigerausschlag kann durch Zwischenschaltung eines Vber- setzungsgetriebes vergrössert werden. Die An zeigevorrichtung kann auch mit Kontakten ausgerüstet werden und zur Fernmeldung oder zur ssetütigun@# eines Sicherheitsappara tes dienen.
Ist der Dampfkessel ortsveriinderlich, zum Beispiel auf einer Lokomotive, ange bracht, so kann man die infolge der Er schütterungen auftretenden Schwankungen de, Quecksilbers durch erhöhte Reibung im Rohrkrümmer, durch muhe Innenfhiche, durch Blenden, durch Drahteinlagen etc., ab dämpfen.
Um den Wasserspiegel in dem Rohrschenkel e möglichst konstant zu halten und Wasserverluste infolge Erschütterungen oder Verdampfung zu ersetzen, kann man entweder den horizontalen obern Rohrteil n so kühl halten, dass sich der Dampf an sei nen Wänden verdichtet, oder man kann ober halb des Schenkels c= einen besonderen, kühl gehaltenen Rohrarm münden lasen, aus welchem dem Schenkel e fortwährend Kon denswasser zufliesst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Wasserstands - Anzei(;evorrir.litung für Hochdruckdampfkessel, bei welcher ein mit einerseits dem Wasserraum, anderseits dem Dampfraum des Kessels verbundene:, U-för- mig gebogenes, im untern gekrümmten Teil ein flüssiges Metall enthaltendes Rohr als Was,er@tandsrohr verwendet wird, wobei die Metallniveaudifferenz in den kommunizieren den, vertikalen Schenkeln des Rohres als Mass für den Stand des über dem Metall be- fincllichen Wassers dient, dadurch gekenn zeichnet, dass sich auf mindestens einer der beiden in die Schenkel des Rohres hinein- ra-genden Metallsäulen ein eiserner Schwim mer befindet,dessen Lage als Mass. für die Ilölie des Wasserstandes im Kessel durch aussen befindliche Magnetnadeln angezeigt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass als Schwimmer auf den beiden Me tallsäulen Stahlkugeln verwendet werden.?. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, d.a0! als Wasserst.andsrohr, mindestens so weit es mit Quecksilber in Berührung kommt, ein Nickelrohr verwendet wird. 3. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch,.dadurch gekennzeichnet, class die Rohrkrümmung konzentrisch zum Drehlzreis der Magnetnadeln liegt.-1. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch -el,:eiiiizeiclinet, dass als Magnetnadeln ein astatisches Magnetnadelpäar verwendet wird, wel ches so angebracht ist, .dass bei Verwen dung von je einem Schwimmer für jede Quec#Ii:silbersiiule sich jeder der beiden Schwimmer zwischen ungleichnamigen Polen der beiden Nadeln befindet. 5. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet.dass die Achse der Magnetnadel noch einen besonderen längeren Geiger trägt, welcher zum Anzeigen des Wasserstandes dient. 6. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung als Relais aasgebildet ist und zur Fernmeldung oder zur Betätigung von Schutzeinrich tungen dient. 7. Wasserstands-Anzeigevorrichtung- nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibung im Innern des U-Rohres künstlich vermehrt ist.B. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Rohrschenkels mit kon stantem Wasserinhalt ein Rohrarm mün det, aus welchem dem genannten Rohr schenkel im Betrieb Kondenswasser zu fliesst.9. Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss[ als U-Rohr für den Wasserstands- a.nZeiger ein unm-agnetisches Metallrohr verwendet wird, welches auf der Innen seite einen gegen den Angriff des Queck silbers schützenden Überzug besitzt.1t). Wasserstands-Anzeigevorrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, mit der Anordnung am Dampfkessel, dass der witrmeabgebende Teil der Kes selanlage die Temperatur des Instrumen tes nicht. über einen den innern Überzug gefährdenden Wert erhöht.
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