CH112511A - Ausrückvorrichtung an Gurtförderern. - Google Patents
Ausrückvorrichtung an Gurtförderern.Info
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
- B65G43/00—Control devices, e.g. for safety, warning or fault-correcting
- B65G43/04—Control devices, e.g. for safety, warning or fault-correcting detecting slip between driving element and load-carrier, e.g. for interrupting the drive
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Description
Ausrückvorrichtung au Gurtförderern. Vorrichtungen, die hei stillstehendem Gurt eine Unterbrechung des Antriebes selbsttätig herbeiführen sollen, um Brand oder Unfälle zu verhüten, sind bekannt. Die bekannten Vorrichtungen dieser Art beruhen entweder auf der Verwendung von leicht schmelzbaren Elementen, Kontakten, oder ähnlichen Mitteln, nach deren Schmel zen erst die Stillsetzung des Antriebes be wirkt wird, oder auf der Verwendung aus. schliesslich mechanisch wirkender Mittel, die bei Eintritt der Brand- und Unfalls gefahr, unter Benutzung von Fest- und Leer scheiben, die Unterbrechung des Antriebes veranlassen. sollen.
Bei der erstgenannten Art muss eine Er hitzung, dieQuelle derFunkenbildung, schon eingetreten sein, ehe die Ausrückvorrichtung in Wirksamkeit tritt. Bei der zweiten Art ist die Zuverlässigkeit des Funktionierens teils durch das umständliche Überleiten des Riemens von der Festscheibe auf die Leer scheibe, teils durch die wechselnde Wirkung von Fest- und Leerscheiben überhaupt, sehr in Frage gestellt Denn die Zeit des Überganges von der einen Wirkung zur andern birgt die Hauptgefahr des Anbren- nens des Gurtes, mithin der Funkenbildung, in sich.
Die den Gegenstand der Erfindung bil dende Vorrichtung unterscheidet sich im we sentlichen von den bekannten, den vorhin erwähnten Zwecken dienenden Ausrückvor- richtungen dadurch, dass der Gurt mit Wider lagern ausgerüstet ist, die eine innerhalb der Gurtscheibe angebrachte Kupplung bei Still stand des Gurtes in der Weise ausrücken, dass nunmehr nur die von der Riemenscheibe angetriebene Welle weiter läuft. Diese Wider lager können bei Gurtbecherwerken zweck mässig an dem Gurt zwischen Bechern und Gurt, beide gleichzeitig verbindend, befestigt sein.
Um die Sicherheit der Ausrückung zu erhöhen und bei längerem Betriebe das Ent stehen von Verbiegungen der Widerlager und Klemmungen in den Gelenken infolge einseitiger Anbringung der Kupplungsein richtung zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Elemente der Kupplung und die zu ihrer Ausrückung dienenden Organe doppelt, das heisst auf beiden Stirnseiten der Gurtsoheibe, anzuordnen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in zwei Ausführungsbeispielen an einem Gurtbecherwerk dargestellt. Es ist Fig. 1 die Stirnansicht der Gurtscheibe, Fig. 2 ein senkrechter Schnitt nach der Linie, a-b der Fig. 1, wobei die rechtsseitige Hälfte die innere Einrichtung der Gurtscheibe in der Ansicht zeigt, Fig. 3 die Stirnansicht einer zweiten Aus führungsform, Fig. 4 ein senkrechter Schnitt nach der Linie c-d er Fig. 3 mit rechtsseitiger Teil ansicht.
Die Welle 1 ist, wie üblich, im Elevator kopf gelagert und wird von einer nicht ge zeichneten Scheibe durch Riemen oder der gleichen in Umlauf gesetzt. Auf die Welle 1 ist eine mit Bünden 3 zu beiden Seiten ver sehene Büchse 2 geschraubt, auf der die Nabe 4 der Gurtscheibe 5 lose sitzt. Um cl ie Nabe 4 auf die Büchse zu bringen, ist die letztere in der Mitte geteilt. Die Gurt scheibe 5 (genannt Kopfscheibe, im Gegen satz zur nicht gezeichneten untern Gurt scheibe im Fusse des Elevators) besitzt eine mittlere Wand 6, in die verschiedene Bol zen der Ausrückvorrichtung fest eingesetzt sind.
Der die Becher oder Schöpfer 8 tragende endlose Gurt 7 ist um die Kopf- und Fuss scheibe gespannt und ist mit in gewissen Abständen voneinander entfernten, als Wi- derlager dienenden Nasen 9 versehen, die die Enden einer quer auf dem Gurt befestig ten schmalen Platte 10 bilden. Bei solcher Ausführung können die Platten 10 zwischen einem Becher 8 und dem Gurt 7 zu liegen kommen und mit diesen Teilen zusammen, wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen, verschraubt sein.
Die @Viderlager können aber auch un- abhängig von den Bechern auf dem Gurt 7 <B>-</B> gebraeht sein und eine von der Zeichnung nt, abweichende Form erhalten, wenn sie nur den ihnen zugedachten Zweck erfüllen, Im Bund 3 der Büchse 2 befindet sich eine Nut 11, in die ein Zahn 12 eines um den Bolzen 13 s^htvingenden Winkelhebels 14, 15 fasst.
Der Arm 1.4 ist an eine Rück zugsfeder 16 angelenkt und der Arm 15 liegt unter einem Gelenkhebel 17, dessen Stützbolzen<B>18.</B> wie der Bolzen 13, in der S.eheibenwand 6 gelagert ist. und dessen an derer Endzapfen 19 an eine Schubstange 2() aiigelenkt ist, die ihrerseits mit dem Zapfen 21 eines um den gleichfalls mit der Scheibe 5 oder ihrer Nabe verbundenen Bolzen 22 schwingenden Daumenhebels 23 gelenkig ver bunden ist.
Die Gurtscheibe 5 ist zweckmässig durch eine Masse 24 ausbalanciert. Wie schon in der Einleitung angeführt, ist es vorteilhaft, die Elemente der Kupplung und die zu ihrer Ausrückung dienenden Organe doppelt, und zwar in gleichen Abständen von der Mittel wand 6, anzubringen. Wenn bei normalem Betriebe der Gurt 7 und die Scheibe 5 mit der gleichen Ge- sLhwindiglzeit laufen, begegnen sich die -\V i- derlager 9 des Gurtes und der Daumenhebel 23 nicht;
selbst bei geringem Rutschen des Gurtes 7 ist ein Ausrücken nicht möglich, weil der Hebel 23, sowie die Teile 9 keil förmige Enden haben und bei nur geringem Gleiten des Gurtes auf der Scheibe 5 bei einem Zusammentreffen :
der Daumenhebel 23 Owa.s nachgeben kann. Anders verhält es sich bei einem Stehenbleiben des Gurtes als Folge einer Verstopfung im Elevator oder eines andern CTrundes. In diesem Falle stellt das jeweils in Betracht kommende Wi- derlager 9 dein Hebel 23 einen -NViderztand entgegen, und da dieser Hebel durch die sich weiter in der gezeichneten Pfeilrichtung dre hende Scheibe 5 mitbewegt wird, so wird er um den Bolzen 22 in die strichpunktierte Lage geschwenkt. Hierbei nimmt er die Schubstange 20 und diese den Gelenkhebel <B>17</B> mit.
Der letztere drück",- den Arm 15 des Kniehebels nieder, und der Arm 14 be wegt den Zahn 12 aus der Nut 11 heraus. Dadurch ist die Kupplung- ausgerückt; die Scheibe 5 steckt loser inif der Büchse 2 und die Welle 1 dreht sich allein weiter, Wie aus der strichpunktiert gezeichneten Ausrück- stellung ersichtlich, befindet sich der Ge lenkhebel 17 in der Endstellung in Totpunkt lage, demzufolge die, Rückzugsfeder 16 den Kupplungszahn 12 nicht früher wieder in die Nut 11 zurückbringen kann,
bis von Hand aus oder auf andere Weise der ganze Mechanismus wieder in die Anfangsstellung (Einrückstellung) zurückgebracht wird.
Die Zuverlässigkeit dieser Vorrichtung lässt, wie auch durch eingehende Versuche festgestellt ist, nichts zu wünschen übrig. Die Plötzlichkeit der Ausrückung ist da durch verbürgt, dass die mit dem Gurt ver bundenen Widerlager nur die Winkeldrehung eines Hebels um etwa 40 Grad zu vollziehen haben, um den Kupplungszahn aus seiner Nut herauszuheben.
Da die Widerlager 9 den Rand der Scheibe von beiden Seiten umfassen, so wird durch sie der Gurt ständig auf der Scheibe geführt und ein seitliches Schleifen desselben und somit eine Brandgefahr aus diesem Grund gleichfalls vermieden.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 und 4 weicht von der beschriebenen in der Haupt sache dadurch ab, dass ein einarmiger Hebel 14a statt eines Winkelhebels vorgesehen ist und mit seinem Zahn 12 statt von unten, von oben in die Nut 11 des Bundes 3 der Büchse 2 greift. Hierbei besitzt er ein Laugloeh 25 zur Aufnahme eines Zapfens 26 des um den Bolzen 22a schwingenden Daumenhebels 23a. Dadurch fällt die Schubstange 20 im ersten Ausführungsbeispiel fort. Der als Gelenk hebel wirkende Arm 17a des Hebels 23a nimmt in diesem Falle Totpunktlage ein, wenn die Kupplung eingerückt ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ausrückvorrichtung an Gurtförderern, mit selbsttätiger Abstellung des Antriebes bei stillstehendem Gurt, dadurch gekenn zeichnet, dass der Gurt mit Widerlagern aus gerüstet ist, die bei Stillstand des ersteren eine innerhalb der Gurtscheibe angebrachte, die Scheibennabe mit ihrer,ATelle verbindende Kupplung auslösen, UNTERANSPR;LTCHE 1. Ausrückvorrichtung gemäss dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerlager umgebogene Enden von Platten bilden, die auf dem Gurt be- f estigt sind. ?. Ausrückvorrichtung gemäss dem Patent anspruch und Unteranspruch 1, an Gurt becherwerken; dadurch gekennzeichnet, dass die Widerlager (9) mit ihren Platten (10) zwischen Gurt (5) und je einen Becher zu liegen kommen und alle drei Teile zu sammen durch Schrauben oder Nieten ver einigt sind.3. Ausrückvoriichtung gemäss dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Gurt befestigte Widerlager (9) bei Stillstand des ersteren einem Daumen hebel (23) Widerstand entgegensetzen, demzufolge dieser zu einer Schwing bewegung veranlasst wird, die die Aus- rückung der Kupplung innerhalb der Gurtscheibe bewirkt. 4. Ausrückvorrichtung gemäss dem Patent anspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, -dass die innerhalb der Gurtscheibe befindliche Kupplung eine Zahnkupplung ist, die mit dem Daumen hebel (23) in Bewegungszusammenhang steht.5. Küsrückvorrichtung gemäss dem Patent anspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch . gekennzeichnet, dass die Zahn kupplung einen Winkelhebel (14, 15) auf weist, dessen Zahn (12) in die Nut (11) .des Bundes (3) einer der Scheibenkranz nabe (4) als Lager dienenden Büchse (2) fasst, und welcher Winkelhebel unter der Wirkung einer Rückzugsfeder (16) steht und seine Bewegung durch einen mit dem Daumenhebel (23) verbundenen Gelenk hebel (17) derart erhält, dass der Gelenk hebel bezüglich des Winkelhebels nach der Ausrückung in eine Totpunktla.ge kommt.6. Ausrückvorrichtung gemäss dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung einen einarmigen, mit einem zur Aufnahme eines Zapfens (26) des Daumen. Nebels (23a) bestimmten Langloch (25) versehenen Hebel (14a) aufweist, dessen Zahn (12) in der Nut (11) des Büchsen bundes (3) bei gekuppelter Stellung durch die Totpunktlage eines auf den Hebel (14a) drückenden Armes (17a) des Daumen hebels (23a) festgehalten wird.7. Ausrückvorrichtung gemäss dem Patent- aii,spruch dadurch gekennzeichnet, ,dass die Elemente der Kupplung und der zu ihrer Ausrückung dienenden Organe in bleichem Abstande von der Zwischenwand (6) der Gurtseheibe auf dieser doppelt an gebracht sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH112511T | 1924-12-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH112511A true CH112511A (de) | 1925-11-02 |
Family
ID=4371638
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH112511D CH112511A (de) | 1924-12-13 | 1924-12-13 | Ausrückvorrichtung an Gurtförderern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH112511A (de) |
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1924
- 1924-12-13 CH CH112511D patent/CH112511A/de unknown
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