Einrichtung zum Bleichen und Färben von Gespinsten in Strangen nach dem Stock-Bleiche- bezw. Färbeverfahren. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung zum Bleichen und Fär ben nach dem Stock-Bleiche- bezw. Färbe verfahren, und es ist der Zweck der Erfin dung, dieses vorzügliche Resultate ergebende Verfahren rationeller zu gestalten. Diese Einrichtung besitzt eine Anzahl parallel zu einander angeordneter, feststehender Bleiche- bezw. Färbekasten.
Zum Einbringen des Garnes in diese sind Einsatzkästen vorge sehen, welche zur Aufnahme der mit den zu bleichenden bezw. zu färbenden Strangen be ladenen Stöcke dienen. Zum Anheben und Senken dieser Einsatzkästen ist bei den ein zelnen Bleiche- bezw. Färbekasten je eine stationäre Aufzugvorrichtung vorhanden, wel che vier vermittelst der nämlichen Handkur bel auf eine Trommel auf- bezw. von ihr ab windbare Seile oder Ketten aufweist, an wel che der betreffende Einsatzkasten jeweils an zuhängen ist. Mit dieser Aufzugvorrichtung kann zum Beispiel jeweils während der Be handlung der Einsatzkasten aus dem Bad gehoben werden, um dem Bade Zusätze ge ben zu können.
Mit den genannten vier Sei len oder Ketten ist zugleich ein durch Kur- bel oder Exzenter auf sie wirkendes; durch Maschinenkraft anzutreibendes Triebwerk verbunden, zur periodischen Auf- und Ab bewegung des Einsatzkastens während der Strangenbehandlung im Bleiche- bezw. Färbe kasten.
Die vorliegende Einrichtung weist ferner zum Transport der Einsatzkästen von einem Bleiche- bezw. Färbekasten zu einem andern oder zu einer andern, in der Flucht dieser Kasten liegenden Stelle, zum Beispiel einer zur Beladung oder Entleerung des Einsatz kastens geeigneten, Stelle, einen Laufkran auf, an dessen Wagen beidseitig je eine Auf zugvorrichtung mit zwei Seilen oder Ketten sich befindet. Diese beiden Aufzugvorrich tungen sind mit einer gemeinsamen Antriebs einrichtung versehen, die durch eine Hand kurbel von dem auf dem Boden stehenden Arbeiter in Tätigkeit gesetzt werden kann.
Zum Verschieben des Laufkranes ist eine Transportvorrichtung vorhanden, die eben falls vermittelst einer von dem auf dem Bo den stehenden Arbeiter erreichbaren Hand kurbel betätigt werden kann.
Mittelst des Triebwerkes, allenfalls unter Zuhilfenahme von am Einsatzkasten anzu bringenden Zusatzgewichten, kann der ein getauchte Einsatzkasten in langsame, senk rechte Wechselbewegung versetzt werden, ,wobei die Flüssigkeit bei der langsamen Be wegung der aufgequollenen, schwebenden und sachte sich regenden Gespinste ebenso sachte in entgegengesetzter Richtung fliesst und sich ausgleicht, so dass die fortwährend an Bleiche- oder Färbekraft verlierenden Flüssigkeitsschichten immer wieder mit an dern, stärkeren Schichten sich mischen.
Die Einsatzkästen sind zweckmässiger- =eise an ihren beiden Längswänden oben und unten mit Kerblatten ausgerüstet, von denen die obern gegen höhere oder niederere Latten gewechselt werden können, zum Zweck, Strangen von anderer Länge als der vorher bearbeiteten, in bekannter Weise mit dem Oberstock in die Kerben der obern Kerb latten, mit dem Unterstock in die Kerben der untern Kerblatten einsetzen zu können.
Es können ferner die Längswände der Einsatz kasten mit über den obern Kerblatten ein- .gesetzten Zwischenlatten und Hilfskerblatten ausgerüstet werden, und es können zwischen den Oberstöcken und den Unterstöcken ein zusetzende Hilfsstöcke vorgesehen sein, so dass alle üblichen Stranglängen in demselben Bleiche- und Einsatzkasten gleichzeitig ge bleicht oder gespült werden können und we nigstens zwei aufeinander folgende Strang- längen in demselben Farbkasten gleichzeitig gefärbt werden können.
Die Einsatzkasten können mit einer abnehmbaren Stirnwand ausgerüstet sein, nach deren Wegnahme das Einsetzen der mit Garnstrangen beladenen Holzstöcke auch in die untern Kerben be quem vor sich gehen kann. Auf der beilie genden Zeichnung ist, grösstenteils schema tisch, ein Ausführungsbeispiel des Erfin dungsgegenstandes, zugleich unter Angabe von Detailvarianten, dargestellt.
Fig. 1 stellt einen Querschnitt eines Bleiche- bezw. Färbekastens mit eingesetz tem, mit Stra.ngen verschiedener Länge be setzten Einsatzkasten, von der stillen nach der Triebwerkseite gesehen dar, und zeigt zugleich die stationäre Aufzugvorrichtung und einen Schnitt durch das zugehörige Triebwerk für das periodische Heben und Senken des Einsatzkastens; Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Wa gens des Laufkranes und einen an den Kran angehängten, zwischen zwei Blei ehe- bezw. Färbekasten gesenkten, quer ge schnittenen Einsatzkasten mit Beladung.
Die sichtbare Seil- bezw. Kettentrommel des Kranes ist im Schnitt dargestellt; Fig. 3 zeigt einen an einer stationären Aufzugvorrichtung hängenden, hochgezo genen Einsatzkasten, sowie einen Längs schnitt durch die Aufwindetrommel für die Seile bezw. Ketten, und einen Längsschnitt durch eine Variante des Triebwerkes, bei welcher ein Exzenter an Stelle der in Fig. 1 gezeigten Kurbel vorhanden ist.
Der Exzen ter ist direkt mit; der Transmissionswelle verbunden, währenddem in Fig. 1 die eine Kurbelwelle durch Riemen mit der Trans missionswelle verbunden ist. Unten in Fig. 3 ist ein Bleiche- bezw. Färbekasten ange deutet.
In den Fig. 1 bis 3 zusammen ist zugleich eine Transportvorrichtung für den Lauf kranwagen in Seitenansicht ersichtlich; Fig. 4 zeigt einen Grundriss des Lauf kranes einer stationären Aufzugvorrichtung samt Triebwerk (Senk- und Hebewerk) und einen der Bleiebe- bezw. Färbelasten, samt eingesetztem, mit Arbeitsgut beladenem Ein satzkasten mit geschlossenen Riegeln; Fig. 5 zeigt einen Grundriss eines Bleiche- bezw. Färbekastens und eines Einsatzkastens, ohne Decklatten mit offenen Riegeln;
Fig. 6 zeigt eine Längsansicht eine; Blei che- bezw. Färbekastens, einen Längsschnitt eines mittelst einer stationären Aufzugvor richtung hochgezogenen, beladenen, aus Pfannenbleeh her-est:
ellten Einsatzkastens mit Unterstöcken aus Metall, wobei die Un terstöcke mit nach unten gebogenen Enden versehen sind, eine Längsansicht des Lauf kranes und einer stationären Aufzugvorrich- tung, einen Querschnitt durch die mit dem Exzenter des Triebwerkes verbundene Kupp- lung, wobei gezeigt ist, wie die durch den Aufzug locker gewordene Seilverbindung zwischen den Seilen bezw. Ketten der Auf zugvorrichtung und dem Exzenter vor Kol lisionen mit dem letzteren geschützt wird, während ein geöffnetes Kurbelzapfenlager für ein Kurbeltriebwerk frei herabhängend gezeigt ist;
Fig. 7 zeigt im Grossen und Ganzen dieselben Teile wie Fig. 6. In den Blei che- bezw. Färbekasten ist ein Holzeinsatz kasten eingesetzt. Beide Kasten sind im Längsschnitt dargestellt. Wie in Fig. 6 ist die Einhängung verschieden langer Garn strangen dargestellt. Der Wagen und ver schiedene Zubehörteile des Laufkranes sind in Schnitten dargestellt.
Am Bleiche- bezw. Färbekasten ist eine abnehmbare Säüle mit Garntragarm angebracht; Fig. 8 zeigt ein Paar zusammengebun dene Farbstöcke, von denen der untere ein an den Enden abgebogener Metallstock ist; Fig. 9 zeigt Profile von einem Paar oberer und einer untern Holzkerblatte; Fig. 10 zeigt Profile von einem Paar Me- tallkerblatten und die Ansicht einer solchen in Fragment;
Fig. 11 zeigt eine Seilzwinge von zwei Seiten; Fig. 12 zeigt in Schnitt und Ansicht eine Triebverbindung zwischen Transportrollen eines zur Verschiebung des Laufkranwagens dienenden Seils; Fig. 13 ist eine Profilansicht eines Garn armes und zeigt eine diesen tragende Säule in zwei Ansichten, wobei gezeigt ist, wie das Garn angehängt wird; Fig. 1.1 betrifft eine Variante des Lauf kranes und zeigt in Längsschnitten die ver einigten Antriebvorrichtungen für den Auf zug des Einsatzkastens und für den Trans port des Laufkranes;
Fing. 15 zeigt eine Längsansicbt dieser vereinigten Antriebvorrichtungen bei gc- liobenen untern Kettenrädern mit Hand kurbel.', Fig. 1.6 zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 15, ohne die Ketten, wobei einige Bestand- teile, welche sich hinter den obern Ketten rädern befinden, unten dargestellt sind; Fig. 17 zeigt dieselben Vorrichtungen mit den Ketten bei gesenkten untern Ketten rädern;
Fig. 18 zeigt einen Grundriss des obern Teils der vereinigten Antriebvorrichtungen mit Ausschnitt aus der Flansche des 1-Trä- gers 49 und einpunktierter Zahnstange; Fig. 19 zeigt das Profil eines hohen Oberstockes.
Die in beliebiger Anzahl vorhandenen, in einer Flucht in Richtung der Laufschie nen des Laufkranes parallel nebeneinander stehenden Bleiche- oder Färbekasten 1 sind rechteckige Kasten (Fig. 1, 3 bis 7) bekann ter K -onstruktion und von einer Höhe, welche erlaubt, die mit den Gespinststrangen bela denen Einsatzkasten 2 so tief einzusetzen. dass die Gespinststrangen auch bei Hochstand des periodisch auf- und abbewegten Ein satzkastens 2 von der Badflüssigkeit voll ständig bedeckt bleiben. .Sie bieten so viel Spielraum, dass die Einsatzkasten 2 unge hindert senkrecht bewegt werden können.
Die Einsatzkasten 2 in der in Fig. 1 bis 4 und 6 dargestellten Ausführung haben Längs wände, an denen obere Kerblatten 3 und un tere Kerblatten 4 (Fig. 6, 7) angebracht sind, welche Kerbenreihen aufweisen, die horizon tal und vertikal korrespondieren (Fig. 5, 6, 7). Letztere dienen zur Standsicherung der Stöcke, sind von gleicher Breite, z. B. 2 ein,- und gleichem Abstand, z. B. 3 cm, damit je dem Strangenteil gleichviel Raum zukommt. Die Kerben der obern Kerblatten besitzen zweckmässig eine Tiefe von z. B. 21/2 cm, die der untern Kerblatten eine solche von z.
B. 6 cm, damit die obern Stöcke gerade Platz haben und die untern gut eingefahren werden können. Die Wände des Einsatz kastens sind da, wo zum Beispiel nur Strang längen bis 65 cm zur Bearbeitung gelangen, zweckmässig so hoch, dass die lä,ngtsen Stran- gen mit Oberstock 5 und Unterstock 6 so locker eingesetzt werden können, dass zwi schen Stock und Garn in der Höhenrichtung ein Gesamtzwischenraum bleibt von 4 cm, so dass unten und oben je 2 cm Zwischenraum gerechnet werden kann.
Der Strangen muss ringsum gleichviel Ausdehnungsraum haben, damit die Badflüssigkeit überall gleichmässig leicht durch die Fäden dringen kann. Natür lich kann man nach diesem Grundsatz auch 3, 1 cm Zwischenraum geben. Die 4 cm Zwischenraum unten und oben zusammen ge rechnet, werden durch die senkrechte Wech selbewegung ausgeglichen. Wo Strangen bis I1? cm zur Bearbeitung gelangen, können auf die Kerblatten 3 Zwischenlatten 7 und Hilfskerblatten 8 aufgelegt werden, welche es erlauben, nach obigen Grundsätzen Garn einzuhängen.
Die gleichzeitige Bearbeitung von kurzen und langen @Strangen gestattet sich jedoch mit wenig Ausnahmen nur in der Bleicherei. Wo man nur mit zwei Strang längen zu rechnen hat, lä,sst man sich zweck mässig zweierlei obere Kerblatten herstellen. Per Einsatzkasten ein Paar niedere für die kürzeren Strangen, ein Paar höhere für die längeren Strangen. Hat man zweierlei Strang längen in denselben Kasten einzubringen, so benützt man mit Vorteil obere Kerblatten mit liefen Kerben und zweierlei Oberstöcke.
Für die kürzeren Strangen halbrunde Metall stöcke, für Bleichereizwecke Glasstöcke oder Holzstöcke mit Gips- oder Bleifüllung, für die längeren Strangen Oberstöcke von dem in Fig. 19 dargestellten Querschnitt, die so ziel höher sind, als die längeren Strangen länger sind als die kürzeren. Diese hohen Oberstöcke sind zweckmässig aus einem Holz hergestellt, das nicht leicht splittert.;, Sie sind im Profil seitlich eingebuchtet und, im Ver gleich zur Garntragflä=che des Kopfes, mit etwas schmälerem Fuss ausgerüstet.
Diese Fassonierung (Fig. 19) bezweckt, dem Bad Möglickheit zu geben, zwischen Fäden und Stock zu gelangen. Für 8trangen, die länger sind als 65 cm, aber kürzer als 112 cm, wer den dann mit Vorteil Hilfsstöcke 9 - ge braucht. Hierbei werden die Oberstöcke und die Hilfsstöcke so zusammengebunden, dass die Bänder zwischen den Stöcken so viel kürzer sind als die Garnstrangen, als man den Garnstrangen Ausdehnungsraum zu geben hat (Fig. 7).
An die Hilfsstöcke 9 werden dann die Unterstöcke 6, welche an den Enden angebrachte Hanf- oder Baumwollbänder tra gen, die mit Schlaufen versehen sind, ange hängt und wie sonst in die Kerben der un tern Kerblatten 4 gesteckt.
Für gewisse Zwecke können mit Vorteil Unterstöcke aus Metall verwendet werden, deren Enden abgebogen und nur etwa 2 mm stark sind. Sie werden (s. Fig. 6, 8) wie die Hilfsstöcke 9 an die Oberstöcke 5 gebunden.
Die Einsatzkästen ruhen in Tragbügeln 10, deren Anzahl je nach ,der Länge der Ein satzkasten verschieden gross gewählt werden kann und die als Kastenträger und äussere Wandstützen zugleich dienen. Sie sind oben über die Farbkasten hinaus zu Haken umge bogen (Fig. 1, 2, 3). Inwendig sind auf dem untern Steg der Tragbügel 10 innere Wand stützen befestigt in Form von rechteckigen Jochen 11. Die Tragbügel 10 und die Joche 1.1 bilden zusammen. Nuten, in denen die Längswände des Einsatzkastens ? befestigt werden und in denen auch .die aufgesetzten Zwischenlatten 7 Hilfskerblatten 8 und Füll- latten 12 Raum und Standsicherung finden.
Die Holzkerblatten (Fig. 9) sind aus drei Teilen zusammengeschraubt. Die beiden Sei tenteile sind aus wagrecht, der Mittelteil aus senkrecht verlaufendem Holz hergestellt, wo bei der äussere Teil beiden Kerblatten 3 zu gleich als Sicherung gegen Längsverschie bung für die Stöcke dient. Bei den Nerb- latten 4 wäre eine solche Sicherung beim Ab stocken hinderlich.
Die Metallkerblatten (Fig. 10) bestehen nur aus zwei Teilen, einem stärkeren Teil als Träger, einem schwächeren als Sicherung gegen die Stockverschiebung.
Die gegen das Triebwerk gerichtete Stirnwand der Einsatzkasten ist mit den Sei tenwänden verzinkt oder besser genutet und in letzterem Falle durch Querschrauben an die Seitenwände gepresst.
Die Einsatzkästen müssen bequem mit wenig Zeitversäumnis beladen werden kön nen. Zu diesem Behufe ist zweckmässig ihre eine Stirnwand abnehmbar angeordnet (Fig. 7). Zwei Haken<B>13,</B> an dieser Stirnwand be festigt, dienen: zum Anhängen .der Wand an den Querstab des betreffenden Joches 11. Zwei Schrauben 14 (Fig. 2 und 7), deren Köpfe in die vertikalen Schenkel des betref fenden Tragbügels 10 und Joches 11, konisch eingenutet und autogen verschweisst sind, treten durch die abnehmbare Stirnwand. Die Wand ist oben mit Nutleiste (nicht darge stellt), unten mit Aufsatzleiste versteift.
Der hölzerne Einsatzkasten, die Stöcke und das ausgeschleuderte oder getrocknete Arbeitsgut schwimmen beim Einsetzen in das Bad, namentlich solange die Wände nicht nass sind. Es sind darum an den beiden Stirn wänden der in Fig. 4 und 7 dargestellten Ein satzkasten Gewichtstaschen GT vorgesehen, in welche Bleitafeln eingesenkt werden, in der Weise, dass das Gewicht wechselbar ist. Längs beiden Seitenwänden der Stirnwände sind Leisten aufgesetzt. An diese Leisten und an die untere Versteifungsleiste sind die Taschenbretter angeschraubt.
Die Gewichtstaschen GT können auch entbehrt werden, wenn der weiter unten be schriebene Querstab 20 an beiden Querseiten des Einsatzkastens an die Tragschienen 17 angebracht wird. Die Gewichte könnten als dann an diesen Stäben angehängt werden. Der an der einen Seite angebrachte Quer stab 20 muss jedoch abnehmbar auf die Trag schiene 17 aufgelegt sein, weil die Stirnwand auf der gleichen Seite .ebenfalls abnehmbar sein muss.
Die Gewichtstaschen und die Flüssigkeit machen die abnehmbare .Stirnwand schwer. An die Haken 13 sind darum Haken 15 mit befestigt, die dazu dienen, diese Wand mit Hilfe einer stationären Aufzugvorrichtung, deren Seile oder Ketten handlich nahe aus zuheben und anzubringen.
Die Beschläge der Einsatzkasten sind zweckmässig aus Kupfer hergestellt. Für gewisse Zwecke der Färberei werden zweck mässig Kupfer- oder Eisenkasten als Färbe kasten verwendet. In solchen Fällen wird der Einsatzkasten aus gleichem Material herge stellt und bedarf keiner Gewichtstaschen. Auf den Querwänden -der Holzeinsatz kasten sind Riegel 16 angebracht (Fig. 2, 4 und 5). Sie dienen dazu, die Füllatten tief zu drücken, damit die Stöcke nicht aus den Kerben der obern Kerblatten steigen kön nen.
An den Tragbügeln 10 sind auf beiden Längsseiten des Einsatzkastens mit dem Ka sten parallele Tragschienen 17 angebracht. Diese Tragschienen 17 sind für Bleiche- und Diazobäder zweckmässig aus Holz, für Alkali bäder aus Eisen hergestellt. An die Trage schienen 17 sind die Haken 18a, 18b; 19a, I.9b angebracht. An der stillen Seite ist an den Tragschienen 17 ein Querträger 20 be festigt und an diesem mit Büchsen die Dop pelhaken 21. Das Anbringen von je zwei Ha ken an jeder Tragschiene 17 und von Dop pelhaken am Querträger 20 hat zum Zweck, dass der Einsatzkasten sowohl wenn er nur aufgezogen, als auch wenn er transportiert wurde, in beiden Fällen genau senkrecht über dem Bleiche- bezw. Färbekasten hängen kann.
Über dem Bleiche- bezw. Färbekasten (Fig. 1, 3, 5, 6 und 7) sind Rollensupports mit Seil- bezw. Kettenrollen 22a, 22b so ver ankert an Decke oder Gerüst, dass die Seile oder Ketten senkrecht zu den Haken 18 und äussern Haken 21a, 21b :des in den betreffen den Bleiche- oder Färbekasten eingesetzten Einsatzkastens abfallen. Weiter sind an dem selben Gerüst oder Decke Rollensupports 23 verankert. In letzteren ruht die Welle 24. Auf Welle 24 sind die Seil- oder Kettenrol len 25 aufgekeilt. Über die Rollen 22 und 25 sind vier Seile oder Ketten 26 gezogen (Fg. 1, 3 und 4).
Unterhalb der Rollen 25 sind die Seile oder Ketten 26 mit einem Stab 27 verbunden. An den Stab 2:7 ist ferner Seilstumpf 28 befestigt. Dieser Stab 27 dient eventuell auch zum Anhängen von Gegen gewichten, wenn zum Beispiel Einsatzkästen aus Kupfer oder Eisenblech oder Metall farbstöcke benützt werden. An Seil 28 ist die Seilkuppel 29 gebunden. Die Seile wer den zweckmässig mit geschmiedeten Zwingen schlaufen (Fig. 11) an. den Gegenständen be- festigt, da die Seilschlaufen. schneller bre chen. _ Die Seilkuppel dient zur Regulierung der wirksamen Länge des Seils 28.
An die Seilkuppel 29 ist der Verbindschenkel des Kurbelzapfenlagers 30 angelenkt. Das Kur belzapfenlager 30 ist mit Kurbel 31 verbun den. An Stelle von Kurbel 31 und Kurbel zapfenlager 30 kann ein Exzenter bezw. eine Exzenterzwinge namentlich dann mit Vorteil treten, wenn man die Transmissionswelle für die zum periodischen Heben und Sen ken -der Einsatzkasten dienenden Triebwerke einer Reihe von Bleich- bezw. Färbekasten niedrig genug anbringen kann, so dass es möglich ist, die äusserst langsam gehenden Triebwerke durch Ankuppeln an die Trans mission direkt, statt indirekt durch Riemen in Bewegung zu setzen (Fig. 3,
4 und 6). Ob Kurbel oder Exzenter müssen beide zu be quemer Öffnung eingerichtet sein. Kurbel zapfenlager und Exzenterzwinge (die Über weisungen 34-36 sind bei dieser nicht ein geschrieben) sind darum einerseits mit Schar nier 33, anderseits mit angelenkter Ver- schlussschraube 34 (Fig. 6 und 7) ausgerüstet, die am Deckel des Kurbelzapfenlagers bezw. an der einen Hälfte der Exzenterzwinge an gebracht ist,
während der andere Teil des Kurbelzapfenlagers bezw. der Exzenter zwinge einen Verschlussflügel 35 mit Schlitz S besitzt. An der Schraube 34 befindet sich eine Flügelmutter 36.
Die Kurbel 31 ist auf die zwei Wellen stücke 37a, 37b aufgekeilt,- die in den Lagern 38 ruhen. Letztere können auf Support 39 verschraubt oder mit ihnen zusammenge gossen sein. Auf Welle 37b sind auch die Leer- und Vollrollen für den Transmissi.ons- riemen angebracht und letztere natürlich mit Riemenschiebung versehen. Wird ein Exzen ter auf Welle 37 montiert, so ist dieser zweck mässig mit einer Passivkuppel zusammenge gossen und frei rotierbar, während die Ak tivkuppel mit Gleitnut versehen frei auf der mit Gleitkeil ausgerüsteten Welle 37 ver schoben werden kann (Fig. 3, 4 und 6).
Hin ter der Doppelkurbel oder hinter dem Exzen ter, etwas erhöht, sind an derselben Wand oder Gerüst, an der die Transmissionssup- ports befestigt sind, zwei Supports 139 (Fig. 3, 6 und 7) angebracht, an deren En den sich die Ösen 40 befinden. Die Ösen 40 geben einem beliebigen, genügend starken Stock Stütze, der hinter das Seil 28 gesteckt wird, wenn man den Einsatzkasten hochzieht mit der nachfolgend beschriebenen Trommel und Trommelantrieb der stationären Aufzug vorrichtung. Die Seile oder Ketten 26 sind weiter verbunden mit Trommel 41 (Fig. 3).
Wenn Gelenkketten verwendet werden, müs sen auf Trommel 41 Richtgeräte aufgezogen werden, damit die Gelenkkette sich richtig aufrollt,. nicht spiralt. Die Trommel 41 ist auf Welle 42 gekeilt. Letztere ruht in den Lagern 43, die auf Support verschraubt sind. Die Welle 42 wird in Gang gesetzt durch das Schneckengetriebe 44 (Fig. 1, 4), dessen Schnecke auf Welle 45 montiert ist. Die Welle 45 ruht in den Lagern 46a, 461a die auf Support 47 verschraubt sind. An Welle 46 kann eine Handkurbel 48 gesteckt werden.
Der Transport der Garne von Kasten zu Kasten ist in der Bleicherei und Färberei ziemlich häufig notwendig. Zum Transport der Einsatzkästen ist nun ein Laufkran vor handen, mit dem eine Anzahl in gleicher Flucht angeordneter Bleiche- bezw. Färbe kasten bedient werden kann. An der Decke sind die beiden 1-Träger 49 in der Weise be festigt, dass die Seile oder Ketten 26 über sie hinweg gehen. Auf den untern, äussern Flanschen der Träger 49 (Fig. 2, 6, 7) laufen je zwei Rollen 50, die mit Zapfen in zwei Paar Supports 51 Stütze finden. Von den zwei Paar Supports 51 ist jedes Paar an einer Traverse 52 verschraubt. Die Traversen 52 sind ihrerseits mit Supports 53 verbunden.
Zur Erhöhung der Festigkeit sind die Sup ports 53 mit einer Traverse 54 verschraubt. Die zwei so entstandenen Hängegerüste, von denen in Fig. 2 eines sichtbar ist, sind nun (Fig. 4, 6, 7) durch quer zu den Trägern 49 verlaufende Schienen 55a, 55b zu einem Wa gen verbunden. Die zwei Paar Supports 53 sind mit ihren abwärts gerichteten Lagern 56 Träger der Trommelwellen 57. Letztere sind mit Gleitkeil oder mit Gleitnut versehen. Zwischen den Supports 53 sitzt auf den Trommelwellen 57 je eine Trommel 58, deren Büchsen entsprechend der Trommelwelle 57 mit Nut oder Keil versehen sind.
Die Trom melwellen 57 sind nach einer Seite über die Supports. 53 hinaus verlängert, und auf diese Verlängerungen sind die Schneckenräder 59 aufgekeilt (Fig. 6, 7). Weiter ist an jedem Wagenteil ein Support 53 mit Traversen 60 und 61 verbunden (Fig. 2, 4), als Fortset zung von den Traversen 52 und 54, und an diese je ein Support 62 befestigt. Support 62 dient als Träger der verlängerten Trom melwelle 57. Zwischen Supports 53 und 62 läuft eine Rolle 63 auf einem Zapfen ge keilt, der im Support 64 rotiert. Die Sup ports 62 sind mit einer den Schienen 55 pa rallel laufenden Schiene 65 verbunden.
An den Schienen 55, 65 sind die Supports 66a, 66u verschraubt (Fig. 4, 6, 7). In den Sup ports 66a, 66b ruht die Schneckenwelle 67. Auf Schneckenwelle 67 sind die Schnecken 68a, 68b gekeilt. Die Schnecken 68a, 68b greifen in die Schneckenräder 59. An der stillen Seite (Fig. 2, 3, 6, 7) ist an Supports 53 und 62, sowie an .die Traversen 60, 61 der Langsupport 69 zweimal verschraubt. Der Langsupport 69 besitzt eine Verlänge rungsschiene, die weiter hinten beschrieben wird. Langsupport 69 ist ein weiterer Trä ger der Schneckenwelle 67.
An Schnecken welle 67 ist ausserhalb des Langsupports 69 eine Kettenrolle 70 aufgekeilt (Fig. 2, 4, 6, 7). An dem untern Ende der Verlängerungs schiene des Langsupports 69 ist ein Zapfen 71 in einer Büchse 72 verankert oder ver schweisst und trägt die Kettenrolle 73. Die beiden Kettenrollen 70 und 73 sind durch Kette 74 miteinander verbunden. Die Nabe der Kettenrolle 73 ist verlängert, und an diese verlängerte Nabe kann die abnehui- ba.re Handkurbel 75 gesteckt werden.
Wo Handstickgarne zum Bleichen und Färben gelangen, da müssen die Bleiche bezw. Färbe- und die Einsatzkasten bedeu tend höher sein, und es würde der Langsup- port 69 von den Tragschienen 17 beim Kran transport gehemmt; er wird darum dann kür zer hergestellt und eine Verlängerungsschiene 76 in eine Längsnut des Langsupports 69 eingepasst. Der Langsupport 69 ist ferner mit Führungsnuten N für Führungsgeräte oder Flanschen 78 der Verlängerungsschiene versehen. Die Verlängerungsschiene 76 trägt, wie erwähnt, den Zapfen 71. Die Verlänge rungsschiene 76 muss für den Arbeits- und den Transportstand gesichert werden kön nen. Sie hat darum zwei Riegelösen Bö in einer Flansche.
Eine Riegelöse<B>Bö</B> befindet sich auch am untern Ende des Langsupports 69. In die zur Deckung gebrachten Riegel ösen Bö steckt man jeweils den Riegel 79. Um die Trommeln 58 sind je zwei Seile oder Ketten 80 geschlungen. Die Enden der Seile oder Ketten 80 werden mit Zwingenschlau- fen bezw. mit Endgelenken an die Haken 19 und die innern Haken 21 des Einsatzkastens gehängt, vor dem Aufzug und Transport. Werden als Ketten 80 sogenannte Gelenk ketten verwendet, so müssen auf den Trom meln 58 ebenfalls Richtgeräte angebracht werden.
Es kann im Winter vorkommen, dass die Kranbestandteile voll Dampfniederschläge hängen, die beim Transport auf die gebleich ten oder hellfarbigen Waren herabfallen und Rostflecken erzeugen würden. Es ist darum ein Schutzdach vorgesehen. Zu diesem Zwecke sind Zwingen 81 (Fig. 2) an den Seilen oder Ketten 80 befestigt, auf denen Querlatten 82 aufliegen. Auf den Querlat ten 82 liegen Längslatten 83, die als Träger des Schutzdaches dienen. Die Dachbretter sind durch Latten 84 unter sich verbunden.
Der Transport des Laufkranes wird auf folgende Weise bewerkstelligt: Dem Be schrieb vorausgeschickt sei, dass es vorteil hafter ist für einen grossen Betrieb, die gleich langen Kästen in einer Flucht zu stellen, damit der Laufkran keiner Vorrichtung be darf, welche es ermöglicht, Einsatzkästen ungleicher Länge zu transportieren, indem die bezüglichen Veränderungen bei jedem Transport wieder Zeit versäumen. Sind meh rere Reihen zueinander paralleler Bleiche bezw. Farbkästen vorhanden, so wird zweck mässig für jede Reihe ein besonderer Lauf kran angeordnet, damit kein Transport in einer Reihe auf einen Transport in einer an dern Reihe warten muss.
An den Enden einer Flucht gleich langer Kästen sind am Gerüst oder an den Wänden je zwei Doppelsupports 85 verankert, die mit den Üsen 86 korrespon dieren, welche an den Trommelwellensup- ports 5ä und 62 angebracht sind. Die Dop pelsupports 85 tragen zwei Wellen, von denen die obere in gleicher Ebene mit ilen ()sen 86 liegt. Auf die Wellen ist je eine Seil- oder Kettenrolle 87 gekeilt. Über die Rollen 87 sind die Seile oder Ketten gezo gen und mit den korrespondierenden Osen 86 verbunden, so dass sie mit den Kranen endlos werden.
An derjenigen Seite, die nielir freien Raum bietet, sind die untern Rollen 8 7 beider Doppelsupports 85 auf eine durchgehende, gemeinsame Transportwelle 88 0-(-keilt. Werden Seile verwendet, dann ist c.; zweckmässig, bei dem einen Support die obere \Felle länger zu halten. Neben den fraglichen Supports 85 ist alsdann auf der v erlängerten Welle und damit korrespondie rend auf der Transportwelle 88 je eine Ket tenrolle 1?0 aufzukeilen und um beide Rol len eine Kette 121 zu legen (Fig. 12).
Die I?rgänzung empfiehlt sich, weil die Seilrol len 8 7 von den Seilen nur auf einem Viertel iles Umfanges gefasst werden. Die Trans portwelle 88 hat eine Verlängerung, womög- lieli nach derjenigen Seite, wo der Langsup port 69 montiert ist (Fig. 6, 7); die Verlän- ;;erung kann aber auch auf der entgegen gesetzten Seite sein (Fig. 4). Auf diesem vorspringenden Zapfen ist eine Kettenrolle 89 aufgekeilt und an passender Wand oder Gerüst ist Support 91 verankert.
Auf Sup port 91 ist Lager 92 verschraubt, und in La ger 92 ist der Zapfen 93 eingeklemmt. Auf Zapfen 93 ist Kettenrolle 94 frei aufgescho ben und gesichert. Die Nabe der Kettenrolle 94 ist verlängert. Diese Verlängerung ist be stimmt, der Handkurbel 95 als Aufsteckzap- fen zu dienen. Um die Kettenrollen 89 und 94 läuft die Kette 90.
Von besonderem Vorteil für den Bleiche rei- und Färbereibetrieb, aber schwieriger ausführbar, ist nachfolgende beschriebene Transportvorrichtung für den Laufkran, die an Stelle der eben beschriebenen treten kann (Fig. 14 bis 18). An Stelle des Supports 66 sind auf die Schienen 55, 65 die Support 96a, 96u verschraubt (Fig. 18), wovon auf diesem Kranfragment 96b sichtbar ist (Fig. 14, 1.5). Die Supports 96a, 96b tragen unten die Schneckenwelle<B>67,</B> oben die Verbin dungswelle<B>97,</B> und in der Mitte mit dem Langsupport 69 die Transportwelle 98.
Auf die Transportwelle 98 ist der Stirnkolben 99 aufgekeilt, während auf Verbindungswelle 97 der Kolben 110 sitzt. Kolben<B>100</B> über nimmt den Clang von Kolben 99 und über trägt ihn auf Verbindungswelle 97. An den Enden der Veibindungsivelle 97 sind die Kolben 101#e, 1.01ä anmontiert (Fig. 1-1, 15, 18), wovon wieder nur der Kolben 101e sichtbar ist.
Die Kolben 101a, 101ä greifen in die je auf einer untern Flansche der Trä ger 49 befestigten Zahnstangen 103, wovon die eine Zahnstange in Fig. 18 punktiert eingezeichnet ist und da, wo die Ober flansche des T-Trägers 49 angerissen, im Grundriss sichtbar ist.
Eine stärkere Belastung und Benützung der Gangsupportkontruktion verlangt auch weitere Vei;steifung. Die Supports 96 sind darum unten und oben mit den Schienen 102a, 102b verbunden (Fig. 14, 15), und die Sehiene 102a, l .()?b ist weiterhin verbunden mit Lang support 69. An derjenigen Seite, an der Langsupport 69 sieh befindet, ist auf die Transportwelle 98 eine Kettenrolle 101 ge keilt, die mittelst Kette 105 mit Kettenrolle 106 verbunden ist.
Kettenrolle 10(> ist auf den an der Verlängerungsschiene 76 des Langsupports befestigten Zapfen 71 geselio- ben. Hierbei reicht die Nabe der Ketten rolle 106 bis an." freie Ende des Zapfens 71. Die Kettenrolle 7 0 und Kette 7 4 sind auf Schneckenwelle 67 über die Kette 105 hin aus geschoben und die Kettenrolle 73 auf die Nabe der Kettenrolle 106 gesteckt. Natür lich kann man auch die Kettengetriebe 104, 105, 106 und 70, 78, 74 in der Lage vertau schen. Die Kettenrolle 73 wird dann mit verlängerter Nabe direkt auf den Zapfen 71 aufgeschoben, die Kettenrolle 104 auf Trans portwelle 98 weiter hinaus geschoben und die Nabe der Kettenrolle 106 auf die Nabe der Kettenrolle 73 gesteckt.
Bei den beiden Ket tenrollen 73 und 106 ragt die innere Nabe etwas über die äussere hinaus (Fig. 14, 15). An die beiden Kettenrollennaben ist eine in wendig gestufte Handkurbel 107 geschoben, die mit je einer Flügelstellschraube für die Kettenrollen 73 und 106 ausgerüstet ist. Die Anordnung der Transportvorrichtung des Kranes (Fig. 14 bis 18) am Kran selbst, das Aufeinanderschieben der Kettenrollen 73 und 106 und die dadurch ermöglichte An wendung der nämlichen Handkurbel für Auf zugvorrichtungen und Transportvorrichtung des Kranes bezweckt eine Vereinfachung der Arbeit.
Durch die weitere Belastung der Ver längerungsschiene 76 ist es dann geboten, für leichtere Hebung derselben zu sorgen. Es ist darum eine Zahnstange 108 mit der Ver längerungsschiene 76 verbunden, in die das Kölbchen 109 greift. Kölbchen 109 ist auf Zapfen 110 gekeilt. Zapfen 110 ruht in Büchse 111 und ist mit einem Vierkantzap- fen 112 versehen. An diesen Vierkantzap- fen 112 wird die Handkurbel 113 gesteckt. Büchse 111 kann an den Langsupport 69 an gegossen oder an ihn angeschraubt sein.
Wenn verschiedene Stranglängen zur Verarbeitung gelangen, so dass Hilfsstöcke nötig sind, oder wenn Metallstöcke verwen det werden, wobei die Stöcke beider Arten mit den obern Stöcken verbunden werden, bleiben die feinen Fäden beim Heraus nehmen der Stöcke aus den Strangen gerne an den Verbindungsbändern hängen und ver zögern die Arbeit, geben auch Veranlassung zu Schäden.
Damit die genannte Arbeit ohne Störung vor sich gehen kann, sind je nach der Ausdehnung der Bleiche- bezw. Färbe kasten an einer oder an beiden Stirnseiten der Bleiche- bezw. Färbekasten aushebbare Säulen 115 mit ausziehbaren Holzarmen 116 eingesetzt, an welche das Garn angehängt wird, worauf die Stöcke herausgenommen werden.
An den Stirnseiten der Bleiche- bezw. Färbekasten sind Schlaufen 114 (Fig. 7) so angeschraubt, -dass allfällige Dampf niederschläge etc., welche von der Säule 115 abfliessen, nicht in den Kasten gelangen kön nen. In die Schlaufen 114 werden die Säu len 115 ohne Verschraubung eingesetzt. Der Säulenfuss ist verjüngt und in die Breite ge dehnt (Fig. 13). Er gibt durch diese Kon struktion der Säule senkrecht und wagrecht festen Stand.
Die Säule 115 trägt oben eine vierkantige Öse Vö, in die der Holzarm 116 gesteckt wird. Derselbe ist mit Ausnahme desjenigen Teils, der in Öse Vö gesteckt wird, gedreht und poliert. Für Laugenbäder kann auch ein Eisenarm in Gestalt eines 2"-Rohres benützt werden, das in eine runde Öse der Säule gesteckt wird, die alsdann zweckmässig mit Flügelstellschrauben zu ver sehen wäre. Das 2"-Rohr muss an: beiden En den flach zugelötet sein.
Für kleine Geschäfte mit nur je zwei bis drei gleich langen Farbkästen kann es sich empfehlen, am Laufkran eine Vorrichtung zu haben, welche erlaubt, Einsatzkästen ver schiedener Länge mit demselben Kran zu transportieren. Zu diesem Behufe befestigt man an den Schienen 55a, 55b zwei Supports mit Seilrollen als Reserve in der Weise, dass die Seile senkrecht zu den Haken 19 der ein gesetzten kürzeren Einsatzkasten abfallen, und an der Traverse 54 zwei Haken. Dann legt man über die Reserverollen je ein Re serveseil und hängt es an die Haken an Tra verse 54.
Alle Handkurbeln 48, 75, 95, 107 sind nur so hoch gelegen, dass sie von dem auf dem Boden stehenden Arbeiter erfasst werden können.
<I>Arbeitsweise:</I> Die Strangen werden zuerst an je zwei Stöcke gehängt, wobei jedesmal ein Stock 5 oben und ein Stock 6 unten in das Gehänge kommt. Hat man Garne von verschiedener Länge, so werden für die kürzeren Garnstrangen Hilfhstöcke 9 oder Metallstöcke mit abgebo genen Enden benützt, die drei bezw. zwei Stöcke in der beschriebenen Weise zusam- mengehängt und immer Stock 5 und Stock 6 bezw. Metallstock am gleichen Ort auf eine Tragbahre gelegt - oder direkt im Einsatz kasten aufgehängt.
Dann werden die Seile oder Ketten 80 des Laufkranes in die Ha ken 19 und innern Haken 21 des zu benüt zenden Einsatzkastens eingehängt, mit Hand kurbel 75 die Seile oder Ketten 80 so weit angezogen, dass man die Seite oder Ketten ?6 aushängen kann. Nun werden bei Benüt zung eines Einsatzkastens nach Fig. 2, 7 die Schrauben 14 an der abnehmbaren Taschen wand gelöst, zwei Seile oder Ketten 26 an die Haken 15 angehängt, die Handkurbel 48 sorgsam gedreht, so dass die Wand sich löst und über den Bleiche- bezw. Farbkasten hin ausschwenkt. Man lässt sie hängen. Nun wird der Einsatz hoch gehoben mit Hand kurbel 75.
Wo das notwendig, ist die Ver längerungsschiene 76 ein wenig zu lockern, Riegel 79 aus den Ösen 13ö zu ziehen, die Verlängerungsschienen zu heben, bis die un tere Öse Pö an der Verlängerungsschiene mit der Öse am Langsupport 69 stimmt; dann wird der Riegel 79 eingesteckt. Hierauf wird mit Handkurbel 95 der Laufkran an freien, hierzu bestimmten Platz transportiert, wenn notwendig die Verlängerungsschiene wieder herabgelassen, dann mit Handkurbel 75 der Einsatz so tief gesenkt, dass das Ein setzen der Stöcke in die obern Kerblatten 3 "ut geht.
Bei Benützung der Transportvorrichtung nach Fig. 14 bis 18 wird man etwa in fol gender Weise arbeiten: Wo es notwendig ist, wird zuerst mit Handkurbel 113 die Ver längerungsschiene 76 gehoben und gesichert.
Dann wird Handkurbel 107 zuerst durch An ziehen der entsprechenden Flügelmutter mit derjenigen Kettenrolle verbunden, die zum Antreiben der Aufzugvorrichtungen des Laufkranes dient, und der Einsatzkasten mit Handkurbel 107 hochgezogen, hierauf mit dem Anzug der Flügelschrauben der Handkurbel<B>107</B> gewechselt, so dass die Kur bel nun auf die Transportvorrichtung wirkt, der Kran transportiert, wo nötig die Ver längerungsschiene wieder gesenkt und ge sichert, der Anzug der Flügelschrauben aber mals gewechselt und der Einsatzkasten ge senkt.
Arbeitsweise, wo verschiedene Kasten längen mit demselben Kran bedient werden müssen: Man rollt zuerst die Seile oder Ket ten 80 von den Trommeln 58 und hängt sie an die Haken an Traverse 54, nachdem man die Reserveeile abgehängt hatte, befestigt die Reserveseile an den Trommeln 58 und fährt weiter wie beschrieben. Ist der Ein satzkasten am gegebenen Platz, hängt man die Stangen in den Einsatzkasten, die Stöcke 5 in die Kerben der obern Kerblatten 3, die Stöcke 6 in clie untern Kerblatten 4. Hat man Strangen ;anderer Länge als vorher, so wechselt man die Kerblatten.
Man benützt, wenn das Garn kürzer ist, eine niedrigere, wenn es länger ist, eine höhere Kerblatte 3; eventuell legt man eine Zwischenlatte- 7 vor der Kerblatte 3 ein. Hat man zweierlei Stranglängen einzusetzen, so sucht man sich obere Kerblatten mit tiefen Kerben und neben Bambusstöcken mit Gips- oder Blei füllung, hohe OberstöclLe, benützt für das kürzere Garn die gefüllten Stöcke, für das längere Garn die hohen Oberstöcke und hängt ein wie beschrieben.
Arbeitsweise mit Metallstöcken: Bei Benützung dieser Stöcke versetzt man den Ein#atzliasten zum Beladen nur, wenn man stehende Bäder hat, andernfalls wird er im Bleiche- bezw. Färbekasten hän gend beladen, da die Stöckgehänge von oben in den Einsatzkasten eingehängt werden können.
Hat man zwei Hauptlängen Stran- gen einzu,etzen, so werden, nachdem das kurze Garn eingehängt ist, auf die Nerblat- ten 3 Zwischenlatten 7 und auf diese die Hilfskerblatten 8 aufgelegt und man fährt weiter mit Einsetzen. Am Schluss werden Füllatten 12 aufgelegt und die Riegel 14 ge schlossen, damit beim Eintauchen Füllatte und Stöcke nicht, sondern nur das Garn ein wenig emporsteigen kann.
Der besetzte Einsatzkasten wird unter Beobachtung der beim Hertransport nötigen Manipulationen an den Kurbeln zurück transportiert, die abnehmbare Wand mit Kurbel 48 ein klein wenig gesenkt, nun der Einsatz angestemmt, die Haken 13 an das Joch 11 eingehängt, die Wand tief gezogen und angepresst. Dann werden die Muttern -in die Schrauben 14 gebracht und angezogen.
Mit Kurbel 75 bezw. 107 wird der Einsatz kasten gesenkt, die Seile oder Ketten 80 werden gelöst, die Seile oder Ketten 26 ein gehängt, die Kurbel oder der Exzenter des betreffenden Triebwerkes einen Augenblick ausgeschaltet, Kurbelzapfenlager 30 oder die Exzenterzwinge geschlossen und Kurbel oder Exzenter wieder eingeschaltet.
Wenn man ängstlich darauf zu achten hat, dass der Einsatzkasten im Bad vom ersten Moment an arbeitet, also steigt und sinkt, tut man gut, den am Laufkran hängenden Einsatz kasten in den leeren oder bloss mit Wasser gefüllten Bleiche- bezw. Färbekasten einzu setzen, dann das Triebwerk auszuschalten, die Seile oder Ketten zu wechseln, mit Hand kurbel 48 den Einsatzkasten hoch zu ziehen, wobei man mit der einen Hand das Seil 28 gegen sich zieht, bis man mit der andern Hand einen Stock hinter das Seil 28 in die Ösen 40 schieben kann, und lässt nun hän gen, bis das Bad hergerichtet ist.
Nachher greift man wieder das Seil 28, zieht den Stock aus den Ösen 40 und senkt mit der an dern Hand den Einsatzkasten, der nun so fort zu arbeiten beginnt.
Ist der Posten fertig, so zieht man den Einsatz mit Handkurbel 48 hoch, steckt einen Stock hinter das Seil 28, zieht die Stöcke 6 heraus; da sie keine Sicherung haben, geht das. Nun lässt man den Einsatz wieder sinken und steckt ab, wie von Hand. Wird nach dem letzten Farbband noch ge spült in einem andern Kasten, so wird analog wie beim beschriebenen Transportvorgang, in cla,s Spülbad transportiert und dort abge steckt, wenn gespült ist.
Hat man Strangen mit Hilfsstöcken 9, so setzt man die Säule 115 in die Schlaufe 114, dann den Arm 116 in die Öse Vö. Nun hängt man die Strangen, indem man sie mit der einen Hand ausweitet, an den Arm 116, behält das Garn in der Hand, weitet mit der Hand und mit dem Arm 116 und zieht die Stöcke ohne Hindernis heraus.
Beim Mustern von Diazoware bedient man sich einiger Porzellanstöcke, die wie die beschriebenen Metallstöcke beschaffen sind und dann auch keiner Unterstöcke 6 be dürfen.
In der Schwarzfärberei der Seide, in der Strangwollfärberei und beim Färben in Al kalibädern von Baumwollgarnen bedient man sich mit Vorteil der erwähnten Metallstöcke, um ungeniert mustern und freier arbeiten zu können. Die Einsatzkasten bedürfen als dann keiner untern Kerblatten 4, keiner obern Hilfskerblatten 8 und keiner abnehm baren Wand.
Der Einsatzkastenhub soll zweckmässig 10 cm betragen und der Einsatzkasten per Minute zirka drei Doppeltouren machen. Von schneller Bewegung würden die Fäden ver wirrt und von straffem Anzug ungleich ge färbt.
Die Nützlichkeit der beschriebenen Ein richtung wird in der Strangfärberei und -bleicherei namentlich da, wo man mit kal ten Bädern arbeitet, oder wo man die rost erzeugenden, gasförmigen Chemikalien, die etwa den Bädern entsteigen, fürchten muss, wie in der Bleicherei, Mercerisation, beim Absäuern der Küpe und Schwefelfarben.
beim Diazotieren, beim Beschweren und Ab dunkeln der für Schwarz bestimmten Seide, ferner da, wo man die Bäder nicht auf Koch hitze treiben oder höchstens zweimal auf kochen muss, wo also der mit dieser Einrieh- tung bedingte vermehrte Dampfverbrauch nicht zu sehr in die Wagschale fällt, ein leuchten, wenn man bedenkt, dass ein Mann bequem zwei Kasten bedienen kann, deren Ausdehnung bei Handarbeit jeder für sich zwei bis acht Mann erforderte.
Eine weitere, sehr willkommene Verbesserung gegenüber der Handarbeit und der Umziehmaschine liegt in der absoluten Schonung der Ge spinste, da sie, wie das Studium und die Praxis ergeben wird, weder beschädigt, noch verwirrt, noch ungleich gefärbt werden können, letzteres sofern nicht allzu viel Ware auf einen Kasten genommen wird.
Beim Diazotieren und Bleichen wirkt das gegen Rost und Schmierfetttropfen berech nete Dach (Fig. 2) als Schirm gegen die so ehr gefürchteten Sonnenstrahlen. Ein tape ziertes Packtuch am Dach befestigt und ringsum gezogen, hüllt Ware Lind Bad in vollständiges Dunkel.