CH112827A - Verfahren zur Herstellung der Schallschrift auf Platten etc. für Sprechmaschinen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Schallschrift auf Platten etc. für Sprechmaschinen.

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CH112827A
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A-G Tri-Ergon
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Tri Ergon A G
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B27/00Editing; Indexing; Addressing; Timing or synchronising; Monitoring; Measuring tape travel
    • G11B27/005Reproducing at a different information rate from the information rate of recording
    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor

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  • Recording Or Reproducing By Magnetic Means (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung der Schallschrift auf Platten     etc.    für Sprechmaschinen.    Die Erfindung betrifft die Herstellung  der .Schallschrift auf Platten     etc.    für Sprech  maschinen.  



  Bei der Schallschrift auf den gebräuch  lichen .Schallplatten ist die Form der Schall  wellen mehr oder weniger verzerrt und na  mentlich die hohen Frequenzen, die für die  Schallwellen besonders charakteristisch sind,  sind hier unvollkommen .aufgezeichnet, und  zwar infolge des Eigengewichtes     des    Sti  chels, sowie der zugehörigen, sich bewegen  den Teile einschliesslich der Membran durch  die der Stichel in Bewegung gesetzt wird,  wodurch der Stichel beim Ausstechen der  Rinne     verhindert        wird,    sich genau in Über  einstimmung mit allen Schallschwingungen  zu bewegen.

   Aus diesem Grunde war es  bisher kaum möglich, eine Schallschrift her  zustellen,     -die    den charakteristischen     Klang     eines Musikinstrumentes oder bei der Sprache  die Konsonanten genau     wiedergibt.     



  Nach dem neuen Verfahren werden nun  diese     Übelstände    vermieden, und der Schall  wird     unverzerrt    unter Wahrung aller Be  standteile höchster Frequenz genau aufge  zeichnet. Dies     geschieht    gemäss dem Ver-    fahren dadurch, dass die .Schallzeichen von  einer auf nicht mechanischem Wege erhal  tenen     Phonographenaufzeichnung    bei ver  langsamtem Tempo auf elektromagnetischem  Wege in mechanische Schwingungen eines  Aufzeichnungsstichels umgewandelt werden.  



  Als eine auf nicht mechanischem Wege  hergestellte     Phonographenaufzeichnung    kann  man zum Beispiel eine auf einem durchsich  tigen -Film photographisch hergestellte Auf  zeichnung oder aber     einen    magnetischen  Aufriss auf     einem    Metalldraht oder Metall  band     benützen.     



  Verwendet man beispielsweise eine ge  naue, auf einem     transparenten    Film     lae_r\s;e-          stellte    photographische Schallaufnahme, so  kann man das Verfahren beispielsweise wie  folgt ausführen: Man bewegt das     Filmband          aal    einer Lichtquelle vorbei, wobei das durch  gehende Licht auf eine lichtempfindliche  Zelle fällt, .durch die ein schwingender elek  trischer     .Strom    in einem Stromkreise erzeugt  wird.

   Bewegt sich der Film mit einer Ge  schwindigkeit an dem Licht vorbei, die gleich  der ist,. mit der er beider photographischen       Aufnahme        h@ewegt        wurde,    so ändert     sich:    der      von der Zelle erzeugte Strom in genauer  Übereinstimmung mit den     urspiün.gliclien     Schallschwingungen.

   Wird     agegen    der  Film nur mit.     '/i"o    jener     Geschwindigkeit        r:ii     dem Licht     vorbeibewegt,    so     ändert    sich der  im Stromkreise .der Zelle erzeugte Strom im  Verhältnis zu den Änderungen     des    ursprüng  lichen     Schalles,    jedoch nur mit.

   '1"" der Fre  quenz, so dass eine Schalls     -hwingun"sfre-          quenz    von<B>10000</B> in der Sekunde als eine  Schwankung oder Fluktuation     von    nur     1()()     in der     Sekunde    in dem elektrischen     Strome     auftreten wird.  



  Dieser sich entsprechend den Schall  schwingungen, aber in stark verminderter  Frequenz     ändernde    Strom wird nun zur Re  gel.ung oder Steuerung     der        Bewegung        eines          Ausführungsstiftes,        .der    die     Aufzeichnung     auf einer Wachsplatte oder dergleichen ver  mittelt.

   Infolge der vergleichsweise     la.ng-          sanien    Bewegung des Stiftes werden von ihm   < alle     Stromschwankungen    genau wiedergeben  und diese     la.ngsaine    Bewegung überwindet  alle     Trägheitswirkungen,    die     sonst        auftreten     würden, wenn nämlich     Hochfrequenzbewe-          gungen    durch den     Stift    wiedergegeben     wer-          den    müssten.

   Indem so die Aufzeichnung     -auf     der sich     entsprechend-    langsam bewegenden  Platte erfolgt, kann darnach die     Wiedergabe          dieser    Aufzeichnung bei einer     CxtSehwinflli;'-          keit    erfolgen, die so- weit vergrössert ist,     dali     der Schall mit richtiger Frequenz     wieder-          gegoben        wird.     



  Auf der     Zeichnung    werden zwei Ausfüh  rungsbeispiele einer     Vorrichtung    zur     Durch-          führun,des    neuen Verfahrens     da.rgesi:ellt.     Es sind: \       Abb.    1 eine     schematische.        Da.rstelliing    der  ersten Ausführungsform, und       Abb.    2 eine gleiche Darstellung .der     z.wr@i-          ten        Ausführungsform.     



  In der Vorrichtung nach     Abb.    1 wird  ein Film f benützt, auf dem die     Schallzeichen     photographisch erzeugt,     sind,    und zwar in  Gestalt von quer verlaufenden     Schwärzun-          giln    oder     dunklen    Streifen, wobei die     ver-          schieclene    Stärke des     Schalles    dem     verschie-          den@        Gra.rle    der     Schwärzung        entspricht.    und    der Schall in sehr genauer,

       verzerrunbsfreier          We:se        festgelFgt    wird. Dies kann beispiels  weise     derai    i erfolgt sein,     da.ss    der Schall  durch ein     Mikrophon        besonderer        Art,        das          ohne        Trägheit:.    ist,     aufgezeichnet    wird.

   Der       akustisch        modulierte    Strom aus diesem     31i-          krophcn    lässt sich     duicli        Valz-tiumröliren-_'er-          stäiker        verstärken,    und der verstärkte Strom       nio        duliert        dcment:

  spreehend    die     Liclitwi.,liting     einer     Leuchtgasquelle.    deren Stärke     rin        übri-          g,-n    konstant ist und lediglich durch den zu  geleiteten,     ahuatisclt    modulierten Strom<B>ge-</B>  ändert     wird.    Das Licht     dieser        Lichtquelle     fällt auf einen     empfindlichen    Film, der mit  gleichförmiger     Greseliwindigkeit    vor dem  akustisch     geänderten        Lichtstrahl    vorbeige  führt wird.

   So     bildet    sich ein     Schallaufzeich-          nungsne.,ativ.    Von     diesem    wird. dann     das     Positiv in     Form    des     lihoto.Tapliischen    Schall  filmes f     (Abb.    l.) kopiert.  



       Dieser        Filia    /'     tvird    durch eine Triebvor  richtung, die     eine    den Film     mitnehmend;#     Stiftrolle     r    mit     Kegelradantrieb    f'.     Selnel-          kentrieb   <I>s</I> und     Klotor        ne        besitzt,    mit     gleieb-          fGriniger        @cschwir:

  dig@heit        angetrieben.    Die       Antriebsge        scliwindi        gkeit    ist stark vermindert  im Vergleich zur     Geschwindigkeit,        finit    der  das     phot:ogrri.phisclie    Schallnegativ bei     seinf#i          Hrcrstellun"        mittelst    des     al@ustiscli    geänder  ten     Lichtes        sieh        beweg:

  .    Die Geschwindig  keit des     Filmes        j-'    in     Abb.    1 kann     beispiels-          weise.        '/1""    der     Geschwindigkeit    betragen,     finit     der das     Ne-al:iv        lierlestellt    wurde.  



  Ein Strahl     aus    einer konstanten Licht  quelle     l    fällt auf eine     kb-ine        Fläelie.    des :ich  bewegenden Filmes, und zwar zweckmässig  durch einen nicht     gezeinlineten    vorgeschal  teten engen     Querschlitz,    geht     durrli    den Film  und wird in seiner Intensität genau nach  dem     verschiedenen        Grarle        .der        Schwä        rzun,

       der     betreffenden    Filmstelle     geändert.        das     heisst     eni:sprccliencl    der wechselnden     Undurch-          sielitigkeit    der queren     Schallaufzeichnun,-:,#-          streifen    auf     dein    Film.  



  Das     durch;geherfle        Lieht    fällt auf eine       lichtempfindliche    Zelle.     :V,    die zum Beispiel  als     photoelektrischic    Zelle mit Alkalimetall-           kathoade    oder als     ,Selenzelle    ausgebildet sein  kann und einen Strom erzeugt, der entspre  chend den     Schwärzungsänderungen    im Film  sich     ändert    oder schwankt.

   Da. sich der Film  hier nur, wie angenommen, mit     1/10o    Ge  schwindigkeit gegenüber der Geschwindigkeit  bei der photographischen Aufnahme bewegt,  so haben auch die durch die Zelle z erzeug  ten Änderungen oder     Schwankungen    des  Stromes nur eine Frequenz von     1/0o    der ur  sprünglichen     Schallsehwingungsfrequenz.    So       wird:,    wenn letztere zum Beispiel au einer  Stelle des Filmes 10000 in .der Sekunde be  trägt, in dem durch- .die Zelle z erzeugten  Stromes eine Frequenz von nur 100 in der  Sekunde auftreten.  



  Der von der Zelle     erzeugte,    .Strom wird  durch Vakuumröhren     R1    und     R2    verstärkt.  Die     Schaltungen    dieser Röhren sind so: be  schaffen,     da.ss    auch ganz langsame Änderun  gen im Strome genau proportional verstärkt  werden.     Dies    wird .dadurch erreicht,     da.ss    die  Zelle     r    mit dem ersten Verstärker durch  eine     Widerstandskupplung        R1    und die Röhre       R1    mit der Röhre     R''    durch eine Widerstands  kupplung     r2    verbunden sind.

   Die Gleich  stromquelle ist in Reihe mit der Zelle z ge  schaltet, und die üblichen     Batterien    sind in  die     Anodenkathodenstromkreise    der beiden       Verstärkerröhren    eingeschaltet.  



  Der verstärkte Strom fliesst von der       Pla1:t!,    oder     Anode    der     Verstärkerröhre          R'    zur     Steuerungsvorrichtung    für den Stift       i..    Diese Vorrichtung besitzt eine in den       Leistun, < ;

  sstromkreis    der Röhre R\ eingeschal  tete elektromagnetische Spule     fl.    Der Stift i  ist so angeordnet.     dass    er durch die     Betäti-          ,frung    der Spule seitliche Bewegungen     emp-          fän--t,    die den ursprünglichen Schallschwin  gungen entsprechen, aber in ihrer Frequenz       entsprechend    der Geschwindigkeitsverminde  rung des Filmes f bei seiner photographi  schen Bearbeitung herabgesetzt sind.  



  Der Stift     i        .schneidet    die     Spiralnut    oder  Rinne in die Platte p, während deren Dre  hung durch ein Kegelgetriebe     f2    der das  Schneckenrad s tragenden Welle ein. Das  Getriebe erteilt der Platte eine Geschwin-         digkeit,    die der langsamen Bewegung des  Filmes f entspricht. Die Platte kann wie ge  wöhnlich aus Wachsmasse bestehen, sie kann  aber auch aus einer härteren Masse herge  stellt werden, da hier nicht mehr, wie bei der  bisherigen     Schallschrifterzeugung,    die Schall  wellen allein die Energie liefern, die den  Stift     betätigt.     



  Der Stift i wird durch eine ebenfalls vom       ,Motor    m aus angetriebene Schraubenspindel  w langsam in radialer Richtung über .die  Platte p     fortgeschaltet    und reisst infolgedes  sen eine seitlich wellenförmig verlaufende  Rinne     (sogenannte    Berliner Schrift) in der  Platte aus. Soll eine nach unten hin wellen  förmig gestaltete Rinne (sogenannte     Edison-          Schri:ft)    erzeugt werden, so muss der Elek  tromagnet     g    natürlich so angeordnet werden,  dass der     Stift.i    Schwingungen in senkrechter  Richtung .entsprechend den zu erzeugenden  Schallaufzeichnungen ausführt.  



  Bei dem beschriebenen Verfahren wird  der Stift i mit so geringer Geschwindigkeit  bewegt, dass keine Verzerrungen infolge der  Trägheit :des Stiftes eintreten. Die     Platte        p     kreist, wie .gesagt, bei der Aufnahme ganz  langsam. Beim Abspielen dagegen     wird    die  Platte mit gehöriger, stark erhöhter Ge  schwindigkeit gedreht, so dass die Töne in der  richtigen, dem ursprünglichen Schall ent  sprechenden     Frequenzgeschwindigkeit    wie  dergegeben werden.  



  In der zweiten Ausführungsform     (Abb.     2)     wird    eine     magnetische        @Schallwellen.au:f-          zeichnung    nach     Poulsen    verwendet. Diese  besteht aus einem band- oder drahtförmigen  Aufzeichnungsträger f' mit einer     Magneti-          sierung,    die sich in Übereinstimmung mit  den Schallschwingungen ändert.

   Es ist be  kannt, dass man eine solche Aufzeichnung  wiedergeben     kann,    indem man sie an einem  in einem Stromkreise eingeschlossenen Elek  tromagneten vorbeiführt, wodurch sich der in  dem Stromkreise erzeugte Strom     entsprechend     den Schallschwingungen ändert. In der       Abb.    2 wird der magnetische Aufzeichnungs  träger f' durch den Motor     m,    ununterbrochen  mit stark herabgesetzter Geschwindigkeit im      Vergleich     zu    der Geschwindigkeit, mit der  er bei der     magnetischen        Aufzeichnung    lief,  bewegt.

   Dieser Träger f' wird an einem       Elektroina@gneten        z:'        vorüber    geführt, der     inq     Stromkreise einer Gleichstromquelle mit  einem V     akuumröhrenverstiirker        R,'    liegt. Die  übrigen Teile der Vorrichtung sind dieselben       n=ie    in der     Abb.    1; auch die Spule     g    zum       Steuern    des Stiftes l wird hier ebenso     be-          tzitigt        wie    in der Ausführungsform nach..       Abb.    l .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung der Schall- #zehrift auf Platten ete., für Sprechmaschi nen, dadurch gekennzeichnet, dass die Schall zeichen von einer auf nicht mechanischem -Wege erhaltenen Phonographena.ufzeichnung in verlangsamtem Tempo auf elektrischem Wew- in mechanische Schwingungen eines Aufzeichnungsstichels umgewandelt werden. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Pliono- graphenaufzeichnung eine auf einem durchsichtigen Film erzeugte photogra phische Aufzeichnung ist. ?. Verfahren nach Patentanspruch, d.adureli gekennzeichnet, dass die verwendete Phono- gra.phenaufzeichnung eine magnetische Aufzeichnung ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwandlung der in der Phonogr@2plienaufzeichnnng enthal tenen Zeichen in mechanische Schwingun gen des Aufzeiohnungsstiehels unter Ver mittlung einer Verstärkereinrichtung er folgt.
CH112827D 1924-12-10 1924-12-10 Verfahren zur Herstellung der Schallschrift auf Platten etc. für Sprechmaschinen. CH112827A (de)

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