Einrichtung zur Betreizung und gohlensäuredüngung von Warmhäusern und Frühbeeten mittelst einer Feuerung. Es ist bekannt, die Luft von Warm häusern und Frühbeeten zwecks Steigerung des Pflanzenwuchses mit Kohlensäure an zureichern, welche aus den Abgasen einer Feuerung gewonnen wird.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, welche es er möglicht, die Düngung und bleichzeitig die Beheizung von Warmhäusern und Frühbeeten mittelst einer Feuerung so zu betreiben, dass trotz der gegensätzlichen Anforderungen, welche durch die Heizung und Düngung an diese Feuerung im Betriebe gestellt werden, eine wirl.schaftlich und düngtechnisch gün stigere Arbeitsweise erreicht wird als bisher.
Bei Nacht ist der Bedarf an Heizwärme für das Warmhaus naturgemäss grösser als bei Tage, so dass ein lebhaftes Feuer unter halten werden muss, welches entspreehend grosse öleiigen von Abgasen, mithin auch von Kohlensäure erwibt. Da.
die Düngung mittelst Kohlensäure bei Nacht zwecklos ist, viel mehr erfahrunoIsgemäss nur bei Tage, am besten bei Sonnenlicht, wirkt. so wird die während der Nacht erzeugte Kohlensäure gewöhnlich zur Deckung eines Teils des Ta gesbedarfes aufgespeichert. Man führt zu diesem Zwecke die Abgase stetig der bei sol chen Anlagen vorhandenen Karbonatlösung zu, welche die in ihnen enthaltene Kohlen säure aufnimmt;
die so entstehende Bika.r- bonatlösung wird dann erhitzt, so dass sie die Kohlensäure wieder abgibt, und letztere wird dem Z\Tarmliause stetig zugeführt.
Anders liegen die Verhältnisse während des Tagesbetriebes. Am Tage ist wegen deur höheren Aussentemperatur der Bedarf an Heizwärme für das Warmhaus gering, der Bedarf an Kohlensäure jedoch zu Zeiten so hoch, dass - je nach Art .des Brennstoffes die Ausbeute der Nacht nicht hinreicht, um in genügendem Grade düngen zu können. Bei dem erwähnten geringen Heizbedarf muss natürlich die Feuerung niedrig behalten wer den. um eine.
Überheizung des -Warmhauses zu vermeiden, das niedrige Feuer ergibt je doch .einmal nur eine geringe Menge von Abgasen und ferner. was besonders unwirt schaftlich ist, einen verhältnismässig geriiige- ren Gehalt dieser Abgase an Kohlensäure als bei hohem Feuer,
weil bei niedrigem heuer Eine unvollkommene Verbreilnunb und 3usnutzünb des Brennstöfles stattfindet. Die Heizung bei Tage nutzt also weder den Brennstoff aus, noch trägt sie in gehörigem Masse zur Gesanitl-zolilensliiireerzeubunb der Anlage bei.
Die Erfindung gibt nun ein Mittel an die Hand, den beschilderten Tagesbetrieb und somit die Gesamtwirtschaftlichkeit solcher Anlagen zu_ verbessern, indem sie es ermög licht, trotz der beringen Beheizung während des- Tages die:
bleiche vollstä.ndibe Ausnut- zung des Brennstoffes und clen bleichen Ho hen Kohlensäuregehalt der Abgase zu erzie len, wie bei dem im Nachtbetrieb unterhal tenen lebhaften Feuer.
Dies wird erfindungs- gemäss dadurch erreicht, da.ss die Feuerung mit einem teilweise stillebbaren CT'esailiti'oste versehen ist, so dass bei beriiigeni Heizbefarf die. Feuerung in einem diesem Bedarfe eilt sprechenden Teil stillbelebt werden, in ihrem verbleibenden Teil jedoch ebenso lebhaft un terhalten werden kann, wie bei hohem Heiz bedarf.
Ihre Heizwirkung wird infolgede- sen, wie gewünscht, beriii:;e r, der anteilige holilensäure,rehalt der Abgase bleibt jedoch ebenso hoch wie bei lebhaftem Gesamtfeuer.
Die Zeiehnunb' veransclmulielit den für die I:rfiilclilng in Betracht kommenden Teil einer zur Ausführung des vorstehend er- wä-hnteii Verfahren: bestimmten rinrich- tunI.;'. (-;i.# heisst einen Ofen im senkrechten Schnitt.
Der Ofen ist in seinem zur Nei- zung bestimmten Teile als u'armwasser- heizofen ausgebildet und besitzt den üblichen Wasserraum a mit Heizrohr h und Zufluss- rohr c für das erhitzte abfliessende und kühle zufliessende \Wasser.
Die unterhalb des in den 'Wasserraum a hineinragenden Verbren- nuno;Sraumes (l angeordnete Feuerung be steht aus zwei Kammern c und f, welche durch ü:
hie bis an den Füllseha.elit ui rei- inde Querwand h, voneinander vollständi" <B>c</B> 'hc -etrennt sind und je einen Schrägrost i. bezw. 1:
aufweisen. 1 und 73z bezeichnen die mwehöriben Feuertüren, la und o die riehen.
EMI0002.0109
klappen. <SEP> 1:itt(-r <SEP> deni <SEP> obern <SEP> Ende <SEP> der <SEP> Roac <SEP> i
<tb> und <SEP> 1:
<SEP> ist. <SEP> jr <SEP> eine <SEP> Klappe <SEP> s <SEP> anbelenkt. <SEP> Diese
<tb> Klappen <SEP> besitzen <SEP> dieselbe <SEP> Breite, <SEP> aber <SEP> nur
<tb> die <SEP> halbe <SEP> Län-e <SEP> -%vie <SEP> der <SEP> zubehöri.be <SEP> Rost
<tb> und <SEP> können, <SEP> wie <SEP> bei <SEP> dem <SEP> Doste <SEP> i <SEP> punktiert
<tb> allbedeutet <SEP> ist, <SEP> voll <SEP> unten <SEP> gegen <SEP> den <SEP> Rost <SEP> <B>-p-</B>
<tb> klappt <SEP> werden, <SEP> so <SEP> dass <SEP> sie <SEP> cien <SEP> darüber <SEP> lie genden <SEP> Rostteil <SEP> voll <SEP> unten <SEP> absperren.
<SEP> Die
<tb> Klappen <SEP> S' <SEP> @@'ea'!tell <SEP> 111 <SEP> ihren <SEP> Endlaben <SEP> durch
<tb> strichpuliktioit <SEP> dargestellt" <SEP> Gewiehthcbel
<tb> behalten.
<tb> Die <SEP> @e <SEP> rbrcnnun@@sbase <SEP> bestreichen, <SEP> in
<tb> dem <SEP> Rauine <SEP> c1 <SEP> aufsteigend, <SEP> clie <SEP> "N#@'ätide- <SEP> de
<tb> Wasserraumes <SEP> fr. <SEP> tiefen <SEP> durch <SEP> die <SEP> Querkanäle
<tb> <I>11</I> <SEP> in <SEP> deal <SEP> Abzub,sseliaclit <SEP> <I>t</I> <SEP> und <SEP> wurden <SEP> durch
<tb> die <SEP> Leitung <SEP> r <SEP> der <SEP> Kohlensäurebewinnun;'s anlabe <SEP> zubefülirt. <SEP> welche <SEP> in <SEP> der <SEP> oben <SEP> imbc deuteten <SEP> W < :ise <SEP> arbeitet, <SEP> Die <SEP> Ehlrielitun zur <SEP> Regelung <SEP> de. <SEP> Zuges <SEP> kann <SEP> beliebi-er <SEP> Art
<tb> sein.
<tb> Die <SEP> @rbeitstv;
'isc <SEP> des <SEP> beschriebenen <SEP> Ofens
<tb> ist <SEP> die <SEP> fol@-eilde:
<tb> Bei <SEP> starkem <SEP> Heizbedarf <SEP> bei <SEP> Nacht <SEP> \virel
<tb> auf <SEP> beiden <SEP> Rosten <SEP> <I>i</I> <SEP> und <SEP> <I>k</I> <SEP> lebhafte: <SEP> Feuer
<tb> unterhalten. <SEP> Ist <SEP> der <SEP> Heizbedarf <SEP> bei <SEP> Tage
<tb> geringer <SEP> und <SEP> beträgt <SEP> vielleicht <SEP> drei <SEP> Viertel
<tb> des <SEP> Bedarfe:
<SEP> bei <SEP> Naelit, <SEP> so <SEP> wird <SEP> die <SEP> Klappe
<tb> s <SEP> des <SEP> einen <SEP> Rotes <SEP> an <SEP> denselben <SEP> herangele<B>g</B>t.
<tb> Die <SEP> Glut <SEP> auf <SEP> dem <SEP> darüber <SEP> befindlichen <SEP> Rost teil <SEP> wird <SEP> infolge <SEP> der <SEP> Absperrung <SEP> der <SEP> Zug luft <SEP> in <SEP> kurzer <SEP> Zeit <SEP> ersticken, <SEP> und <SEP> die <SEP> Heiz wirkung <SEP> wird <SEP> um <SEP> den <SEP> Betra- <SEP> dieses <SEP> abge deckten <SEP> Rostteils <SEP> @@'erinber. <SEP> Fällt <SEP> der <SEP> Bedarf
<tb> an <SEP> Heiznil.' <SEP> weiter. <SEP> etwa <SEP> bis <SEP> auf <SEP> die <SEP> Hälfte
<tb> des <SEP> Nachtbedarfe, <SEP> so <SEP> wird <SEP> durch <SEP> Schliessen
<tb> der <SEP> zu <SEP> dem <SEP> lmreits <SEP> teilweise <SEP> abbedeckteii
<tb> Roste <SEP> -#,ehöriben <SEP> :
lsehentür <SEP> <I>-it,</I> <SEP> bezw. <SEP> o <SEP> das
<tb> Feuer <SEP> der;';inz-ii <SEP> Hälfte <SEP> des <SEP> CT <SEP> esamtrostes
<tb> zttm <SEP> Erstielzcr. <SEP> Wehracht. <SEP> Bei <SEP> noch <SEP> @'er@ne rein <SEP> Heizbedarf <SEP> kann <SEP> sodann <SEP> noch <SEP> die <SEP> Klappe
<tb> s <SEP> der <SEP> ;Indern <SEP> Rosthälfte <SEP> an <SEP> diese <SEP> geklappt
<tb> werden, <SEP> so <SEP> dass <SEP> nur <SEP> noch <SEP> ein <SEP> -Viertel <SEP> der <SEP> Ge sa@n@rostflä-ch@arbeitet. <SEP> Durch <SEP> Zurüclilebeli
<tb> der <SEP> Klaplleri <SEP> s <SEP> und <SEP> Offnen <SEP> der <SEP> Aschentüren
<tb> iz <SEP> bezw. <SEP> o <SEP> kann <SEP> das <SEP> Feuer <SEP> in <SEP> kurzer <SEP> Zeit
<tb> wieder <SEP> ;
estei@'ei@ <SEP> werden. <SEP> Lt <SEP> vorher <SEP> (-in
<tb> banzpr <SEP> R.ot <SEP> 1 <SEP> oder <SEP> 1, <SEP> stillgelegt- <SEP> worden, <SEP> , wird sein Feuer dadurch wieder angefacht, dass das Feuer des im Betrieb befindlichen Rostteils durch den Schüttkegel des Brenn stoffes am untern Ende des Füllschachtes auf den bisher stilliegenden Rost übergreift.
Da bei den beschilderten Regelungen der Rostfläche die Zugverhältnisse bei gleichem Brennstoffe stets die bleichen bleiben kön nen, so ergibt sich, wie ohne weiteres erkenn bar, auch bei verkleinerter Rostfläche stets dieselbe Verbrennung, das heisst der Brenn stoff wird stets voll ausgenutzt und der Ge halt der Abgase an Kohlensäure bleibt trotz verschieden starker Heizwirkung des Ofens gleich hoch.
Statt der Unterteilung des Gesamtrostes in zwei voneinander unabhängige Teile kön nen natürlich. falls besondere Verhältnisse es erfordern, auch drei und mehr solcher Teile vorgesehen werden. Auch können die Klappen s noch unterteilt werden derart, dass zum Beispiel statt des halben Rostes zwei oder drei einzelne Viertel seiner .Fläche für sich abgesperrt werden können.