CH112916A - Einrichtung zur Beheizung und Kohlensäuredüngung von Warmhäusern und Frühbeeten mittelst einer Feuerung. - Google Patents

Einrichtung zur Beheizung und Kohlensäuredüngung von Warmhäusern und Frühbeeten mittelst einer Feuerung.

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CH112916A
CH112916A CH112916DA CH112916A CH 112916 A CH112916 A CH 112916A CH 112916D A CH112916D A CH 112916DA CH 112916 A CH112916 A CH 112916A
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Eugen Ketterer
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  Einrichtung zur     Betreizung    und     gohlensäuredüngung    von     Warmhäusern    und     Frühbeeten          mittelst    einer Feuerung.    Es ist bekannt, die Luft von Warm  häusern und Frühbeeten zwecks     Steigerung     des Pflanzenwuchses mit Kohlensäure an  zureichern, welche aus den Abgasen einer  Feuerung gewonnen wird.

   Die     Erfindung     betrifft nun eine Einrichtung, welche es er  möglicht, die     Düngung    und     bleichzeitig    die       Beheizung    von     Warmhäusern    und Frühbeeten  mittelst einer     Feuerung    so zu betreiben, dass  trotz der     gegensätzlichen        Anforderungen,     welche durch die Heizung und     Düngung    an  diese Feuerung im Betriebe gestellt werden,  eine     wirl.schaftlich    und     düngtechnisch    gün  stigere Arbeitsweise erreicht wird als bisher.  



  Bei Nacht ist der Bedarf an Heizwärme  für das Warmhaus     naturgemäss        grösser    als  bei Tage, so dass ein lebhaftes Feuer unter  halten     werden    muss, welches     entspreehend     grosse     öleiigen    von Abgasen, mithin auch von  Kohlensäure     erwibt.    Da.

   die     Düngung    mittelst  Kohlensäure bei Nacht zwecklos ist, viel  mehr     erfahrunoIsgemäss    nur bei Tage, am  besten bei Sonnenlicht,     wirkt.    so wird die       während    der Nacht erzeugte     Kohlensäure       gewöhnlich zur     Deckung    eines Teils des Ta  gesbedarfes     aufgespeichert.    Man führt zu       diesem        Zwecke    die     Abgase    stetig der bei sol  chen     Anlagen    vorhandenen     Karbonatlösung     zu, welche die in     ihnen    enthaltene Kohlen  säure aufnimmt;

   die so entstehende     Bika.r-          bonatlösung    wird dann erhitzt, so dass sie die  Kohlensäure wieder abgibt, und letztere wird  dem     Z\Tarmliause        stetig        zugeführt.     



  Anders liegen die Verhältnisse während  des     Tagesbetriebes.    Am     Tage    ist wegen     deur     höheren Aussentemperatur der Bedarf an       Heizwärme    für das Warmhaus     gering,    der  Bedarf an Kohlensäure jedoch zu     Zeiten    so  hoch, dass - je nach Art .des Brennstoffes   die Ausbeute der Nacht nicht hinreicht, um  in     genügendem    Grade düngen zu     können.    Bei  dem erwähnten     geringen    Heizbedarf muss  natürlich die     Feuerung    niedrig behalten wer  den. um eine.

       Überheizung    des     -Warmhauses     zu vermeiden, das niedrige Feuer ergibt je  doch .einmal nur eine     geringe        Menge    von  Abgasen und ferner. was besonders unwirt  schaftlich ist, einen verhältnismässig geriiige-           ren    Gehalt dieser     Abgase    an Kohlensäure  als bei hohem Feuer,

   weil bei     niedrigem     heuer Eine     unvollkommene        Verbreilnunb    und       3usnutzünb    des     Brennstöfles        stattfindet.    Die  Heizung bei     Tage    nutzt also weder den  Brennstoff aus, noch trägt sie in     gehörigem     Masse zur     Gesanitl-zolilensliiireerzeubunb    der       Anlage    bei.  



  Die     Erfindung    gibt nun ein Mittel an die       Hand,    den beschilderten     Tagesbetrieb    und  somit die     Gesamtwirtschaftlichkeit    solcher       Anlagen        zu_    verbessern, indem sie es ermög  licht, trotz der beringen     Beheizung    während  des-     Tages        die:

      bleiche     vollstä.ndibe        Ausnut-          zung    des Brennstoffes und     clen        bleichen    Ho  hen     Kohlensäuregehalt    der Abgase zu erzie  len,     wie    bei dem im     Nachtbetrieb    unterhal  tenen lebhaften Feuer.

   Dies wird     erfindungs-          gemäss    dadurch erreicht,     da.ss    die     Feuerung     mit einem teilweise     stillebbaren        CT'esailiti'oste          versehen    ist, so     dass    bei     beriiigeni        Heizbefarf     die. Feuerung in     einem    diesem     Bedarfe    eilt  sprechenden Teil     stillbelebt    werden, in ihrem       verbleibenden    Teil jedoch ebenso lebhaft un  terhalten werden     kann,    wie bei hohem Heiz  bedarf.

   Ihre     Heizwirkung        wird        infolgede-          sen,    wie     gewünscht,        beriii:;e    r, der     anteilige          holilensäure,rehalt    der     Abgase    bleibt     jedoch     ebenso hoch wie bei lebhaftem Gesamtfeuer.  



  Die     Zeiehnunb'        veransclmulielit    den für  die     I:rfiilclilng    in Betracht kommenden Teil       einer    zur     Ausführung    des     vorstehend        er-          wä-hnteii        Verfahren:        bestimmten        rinrich-          tunI.;'.        (-;i.#    heisst einen Ofen im     senkrechten     Schnitt.

   Der Ofen ist in seinem zur     Nei-          zung        bestimmten    Teile     als        u'armwasser-          heizofen        ausgebildet    und     besitzt    den üblichen       Wasserraum    a mit Heizrohr     h        und        Zufluss-          rohr    c für das erhitzte abfliessende und kühle  zufliessende \Wasser.

   Die     unterhalb    des in       den    'Wasserraum     a    hineinragenden     Verbren-          nuno;Sraumes        (l    angeordnete Feuerung be  steht aus zwei Kammern     c    und f, welche  durch     ü:

  hie    bis an den     Füllseha.elit        ui        rei-          inde        Querwand        h,    voneinander     vollständi"     <B>c</B>     'hc          -etrennt    sind und je     einen        Schrägrost        i.          bezw.    1:

   aufweisen. 1 und     73z        bezeichnen    die       mwehöriben        Feuertüren,        la    und o die     riehen.     
EMI0002.0109     
  
    klappen. <SEP> 1:itt(-r <SEP> deni <SEP> obern <SEP> Ende <SEP> der <SEP> Roac <SEP> i
<tb>  und <SEP> 1:

   <SEP> ist. <SEP> jr <SEP> eine <SEP> Klappe <SEP> s <SEP> anbelenkt. <SEP> Diese
<tb>  Klappen <SEP> besitzen <SEP> dieselbe <SEP> Breite, <SEP> aber <SEP> nur
<tb>  die <SEP> halbe <SEP> Län-e <SEP> -%vie <SEP> der <SEP> zubehöri.be <SEP> Rost
<tb>  und <SEP> können, <SEP> wie <SEP> bei <SEP> dem <SEP> Doste <SEP> i <SEP> punktiert
<tb>  allbedeutet <SEP> ist, <SEP> voll <SEP> unten <SEP> gegen <SEP> den <SEP> Rost <SEP> <B>-p-</B>
<tb>  klappt <SEP> werden, <SEP> so <SEP> dass <SEP> sie <SEP> cien <SEP> darüber <SEP> lie  genden <SEP> Rostteil <SEP> voll <SEP> unten <SEP> absperren.

   <SEP> Die
<tb>  Klappen <SEP> S' <SEP> @@'ea'!tell <SEP> 111 <SEP> ihren <SEP> Endlaben <SEP> durch
<tb>  strichpuliktioit <SEP> dargestellt" <SEP> Gewiehthcbel
<tb>  behalten.
<tb>  Die <SEP> @e <SEP> rbrcnnun@@sbase <SEP> bestreichen, <SEP> in
<tb>  dem <SEP> Rauine <SEP> c1 <SEP> aufsteigend, <SEP> clie <SEP> "N#@'ätide- <SEP> de
<tb>  Wasserraumes <SEP> fr. <SEP> tiefen <SEP> durch <SEP> die <SEP> Querkanäle
<tb>  <I>11</I> <SEP> in <SEP> deal <SEP> Abzub,sseliaclit <SEP> <I>t</I> <SEP> und <SEP> wurden <SEP> durch
<tb>  die <SEP> Leitung <SEP> r <SEP> der <SEP> Kohlensäurebewinnun;'s  anlabe <SEP> zubefülirt. <SEP> welche <SEP> in <SEP> der <SEP> oben <SEP> imbc  deuteten <SEP> W < :ise <SEP> arbeitet, <SEP> Die <SEP> Ehlrielitun  zur <SEP> Regelung <SEP> de. <SEP> Zuges <SEP> kann <SEP> beliebi-er <SEP> Art
<tb>  sein.
<tb>  Die <SEP> @rbeitstv;

  'isc <SEP> des <SEP> beschriebenen <SEP> Ofens
<tb>  ist <SEP> die <SEP> fol@-eilde:
<tb>  Bei <SEP> starkem <SEP> Heizbedarf <SEP> bei <SEP> Nacht <SEP> \virel
<tb>  auf <SEP> beiden <SEP> Rosten <SEP> <I>i</I> <SEP> und <SEP> <I>k</I> <SEP> lebhafte: <SEP> Feuer
<tb>  unterhalten. <SEP> Ist <SEP> der <SEP> Heizbedarf <SEP> bei <SEP> Tage
<tb>  geringer <SEP> und <SEP> beträgt <SEP> vielleicht <SEP> drei <SEP> Viertel
<tb>  des <SEP> Bedarfe:

   <SEP> bei <SEP> Naelit, <SEP> so <SEP> wird <SEP> die <SEP> Klappe
<tb>  s <SEP> des <SEP> einen <SEP> Rotes <SEP> an <SEP> denselben <SEP> herangele<B>g</B>t.
<tb>  Die <SEP> Glut <SEP> auf <SEP> dem <SEP> darüber <SEP> befindlichen <SEP> Rost  teil <SEP> wird <SEP> infolge <SEP> der <SEP> Absperrung <SEP> der <SEP> Zug  luft <SEP> in <SEP> kurzer <SEP> Zeit <SEP> ersticken, <SEP> und <SEP> die <SEP> Heiz  wirkung <SEP> wird <SEP> um <SEP> den <SEP> Betra- <SEP> dieses <SEP> abge  deckten <SEP> Rostteils <SEP> @@'erinber. <SEP> Fällt <SEP> der <SEP> Bedarf
<tb>  an <SEP> Heiznil.' <SEP> weiter. <SEP> etwa <SEP> bis <SEP> auf <SEP> die <SEP> Hälfte
<tb>  des <SEP> Nachtbedarfe, <SEP> so <SEP> wird <SEP> durch <SEP> Schliessen
<tb>  der <SEP> zu <SEP> dem <SEP> lmreits <SEP> teilweise <SEP> abbedeckteii
<tb>  Roste <SEP> -#,ehöriben <SEP> :

  lsehentür <SEP> <I>-it,</I> <SEP> bezw. <SEP> o <SEP> das
<tb>  Feuer <SEP> der;';inz-ii <SEP> Hälfte <SEP> des <SEP> CT <SEP> esamtrostes
<tb>  zttm <SEP> Erstielzcr. <SEP> Wehracht. <SEP> Bei <SEP> noch <SEP> @'er@ne  rein <SEP> Heizbedarf <SEP> kann <SEP> sodann <SEP> noch <SEP> die <SEP> Klappe
<tb>  s <SEP> der <SEP> ;Indern <SEP> Rosthälfte <SEP> an <SEP> diese <SEP> geklappt
<tb>  werden, <SEP> so <SEP> dass <SEP> nur <SEP> noch <SEP> ein <SEP> -Viertel <SEP> der <SEP> Ge  sa@n@rostflä-ch@arbeitet. <SEP> Durch <SEP> Zurüclilebeli
<tb>  der <SEP> Klaplleri <SEP> s <SEP> und <SEP> Offnen <SEP> der <SEP> Aschentüren
<tb>  iz <SEP> bezw. <SEP> o <SEP> kann <SEP> das <SEP> Feuer <SEP> in <SEP> kurzer <SEP> Zeit
<tb>  wieder <SEP> ;

  estei@'ei@ <SEP> werden. <SEP> Lt <SEP> vorher <SEP> (-in
<tb>  banzpr <SEP> R.ot <SEP> 1 <SEP> oder <SEP> 1, <SEP> stillgelegt- <SEP> worden, <SEP>  ,         wird sein Feuer dadurch wieder angefacht,  dass das Feuer des im Betrieb befindlichen  Rostteils durch den     Schüttkegel    des Brenn  stoffes am untern Ende     des    Füllschachtes  auf den     bisher    stilliegenden Rost übergreift.  



  Da bei den     beschilderten        Regelungen    der  Rostfläche die     Zugverhältnisse    bei gleichem  Brennstoffe stets die bleichen bleiben kön  nen, so ergibt sich, wie ohne     weiteres    erkenn  bar, auch bei verkleinerter Rostfläche stets  dieselbe Verbrennung, das heisst der Brenn  stoff     wird    stets voll ausgenutzt und der Ge  halt der Abgase an Kohlensäure bleibt trotz  verschieden starker Heizwirkung des Ofens  gleich hoch.  



  Statt der Unterteilung des Gesamtrostes  in zwei voneinander unabhängige Teile kön  nen natürlich. falls     besondere    Verhältnisse  es erfordern, auch drei und mehr solcher  Teile vorgesehen werden. Auch können die    Klappen s noch unterteilt werden derart, dass  zum Beispiel statt des halben Rostes zwei  oder drei einzelne Viertel seiner .Fläche für  sich abgesperrt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Beheizung und Kohlen- säuredüngunb von Warmhäusern und Früh beeten mittelst einer Feuerung, dadurch ge kennzeichnet, dass die Feuerung mit einem teilweise stillegbaren Gesamtrost ausgerüstet ist, so dass die Heizwirkung der Einrichtung nach Bedarf durch teilweises Stillegen des Gesamtrostes vermindert, die anteilige Koh- lensäureausbeute aus der Feuerung jedoch durch lebhaftes Feuer in ihrem weiter bren nenden Teile aufrecht erhalten werden kann.
CH112916D 1924-05-09 1925-03-18 Einrichtung zur Beheizung und Kohlensäuredüngung von Warmhäusern und Frühbeeten mittelst einer Feuerung. CH112916A (de)

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