CH113194A - Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen. - Google Patents

Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen.

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CH113194A
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Verfahren zur     Kompensierung    in     Wechselstromkreisen.       Messung oder     Abgleichung    nach der Kom  pensationsmethode begegnen bei der Anwen  dung in     @Vechselstramkreisen    der Schwierig  keit, dass der Phasenunterschied der beiden  zu vergleichenden. Grössen     störend;    wirkt. In  den verschiedenen Schaltungen, die für     Wech-          seistromkompensation    angegeben sind, ist da  her immer eine Kompensation der Phase für  sich allein vor der Kompensation der zu prü  fenden Grössen vorgesehen. Die zweimalige  Kompensation bedeutet nicht nur eine Ver  grösserung des erforderlichen Apparatesatzes,  sondern besonders auch einen erhöhten Ar  beitsaufwand.

    



  Durch die Erfindung wird es ermöglicht,  das wichtige Kompensationsverfahren in       Wechselstromkreisen    mit einer einzigen Ein  stellung durchzuführen. Der Einfluss der  Phasenverschiebung der beiden Vergleichs  grössen gegeneinander wird dadurch ,ausge  merzt, dass als Anzeigegerät ein solches nach  Art der     Leistungsmesser    benutzt. wird, in dem  die geometrische Differenz .der Vergleichs  grössen. deren arithmetische Differenz gleich    0 werden soll, auf die geometrische Summe  wirkt.

   Die Erfindung benutzt. dabei den  Umstand,     dass;    wenn die Grössen zweier  Ströme gleich sind, wenn also die arithmeti  sche Differenz der Ströme gleich 0 ist, die  Phasenverschiebung der geometrischen Diffe  renz gegen die geometrische Summe<B>90'</B> be  trägt, die Wirkung der geometrischen Diffe  renz auf die geometrische Summe in einem  Gerät nach Art eines Leistungszeigers, also  gleich - 0     ist.    Die     Abb.    1     zeigt    die Phasen  verschiebung der geometrischen     Summe        J,

            -f-        J2    und .der     geometrischen    Differenz     J1          -J=    mit einer     Pha.senverschiebluig    von 90  ;  bei der     Annahme,    dass     J,    und     J2    gleich gross  sind. Es. wird also, wie gewünscht, sobald  die Grössen der zu vergleichenden Ströme oder  Spannungen gleich sind, das     Messgerät    auf 0  stehen, obwohl es unter dem     Einfluss,    der im  allgemeinen nicht     verschwindenden    .geometri  schen Differenz der Vergleichsgrössen steht.

    Die Worte ,geometrische Summe" und,     "Dif-          ferenz"    bedeuten     im    Vorstehenden natürlich  nur, dass bei der einen Zusammensetzung -der      beiden Grössen die Richtung von einer dersel  ben umgekehrt sein soll, .als bei der andern,  denn es ist ja. von vornherein beliebig, in wel  chem Sinne man einen gegebenen Wechsel  arom rechnen, und ob,     mann    demnach die Re  snltierende zweier Ströme als ihre Summe  oder Differenz bezeichnen     will.     



  Als Messgerät kann grundsätzlich jede  der Leistungsmessung dienende Art von     Wech-          se2stromgeräten    benutzt werden. In erster  Linie kommen dynamometrische Geräte ohne  und mit Eisen in Frage, doch sind andere       L-istiingsmesser,    darunter     auch        elektrometri-          sehe,    nicht ausgeschlossen. Es kann dabei,  ,je nach Art der Schaltung, auch angebracht  sein,     Messwandler    zu verwenden, um die     Ver-          (),leichcurössen    in dem einen oder andern Sinne  zusammenzusetzen.

   Die in den Messgeräten       @-orhandenen    Phasenverschiebungen zwischen  einem Strom und der ihn erzeugenden Span  nung einerseits, oder zwischen einem Feld  und dem es erzeugenden Strom anderseits       sind:    in vielen Geräten praktisch zu vernach  lässigen, können aber auch erforderlichenfalls  mit bekannten Mitteln     ausgegliohen    werden, so       rlass    der Zweck der Erfindung, die Einstel  lung der Phase bei der Einzelmessung zu  vermeiden, völlig gewahrt bleibt.

   Der Ein  fluss der     Phasenversehieljung    zwischen. den  beiden     Vergleichsgrössen    auf     die        Empfind-          liehkeit    der Anzeige ist nur ein     geringer.        Ain          ungünstigsten    ist eine     Phasenverschiebung          z    an<B>90'.</B> Denkt:

   man sich bei dieser     Vell-          s        e        -hie        bung        von        den        beiden        zunächst        gleichge-        n     dachten Vergleichsströmen oder -Spannungen  den Betrag der einen ein     -wenig    verändert, so  erkennt man, dass zur Anzeige im Instrument  eine Komponente dieser Änderung kommt,  deren Grösse das 1     :V2fache    = - 0,707  fache der ganzen Änderung ist.  



  Die     Abb.    2 bis     .4    zeigen Ausführungs  beispiele von Schaltungen gemäss der Erfin  dung, bei denen als Anzeigegerät ein     Dc-          namometer    angenommen ist.  



       Abb.    2 zeigt das Schema einer Strom  messung durch Kompensation gemäss der Er  findung. Der     bekannte    regelbare Strom     J1       wird den     Klemmen    1, 2 entnommen, der uri  bekannte zu messende,     J--,    den Klemmen 11,  12. Die Stärkedes regelbaren     bekannten,    Stro  ines     wird    angegeben durch den Stromzeiger  3, der zur Regelung dienende Widerstand ist       iriit    4 bezeichnet.

   Das Dynamometer enthält       unter    sich gleiche Feldspulen 5 und 15, deren  jede von einem der beiden Vergleichsströme  in     demselben    Sinne durchflossen wird, so dass  das Feld von der Summe beider Ströme er  regt wird. In dem Felde ist beweglich eine  Doppelspule angeordnet., deren beide Hälften  G und 16 von den Vergleichsströmen in ent  gegengesetzter Richtung durchflossen wer  den, so     da.ss    die Doppelspule wirkt     wie    eine  einzige Spule, die von der Differenz beider  Ströme durchflossen wird.

   In der     Abb.    2  hängen die beiden Stromkreise in der als  widerstandslos anzunehmenden     VerbindÜngs-          leitung    7, die zu     einem    gemeinsamen. Pol der  beiden Spulen 6 und     1_6    führt, zusammen.  Die     Wirkun-,    bleibt dabei dieselbe, als ob  die beiden     Stromkreise        -etrennt    wären.  



  In     Abb.    :3 ist     Mine    Spannungskompensa  tion dargestellt. An den     Klemmen   <B>1</B> und 2  liegt eine bekannte Spannung, deren Grösse  durch den Spannungsmesser 3 angegeben       -wird.    An     diese        anges^hlossen    ist ein Span  nungsteiler 4.

   Zwischen dein einen Pol 4'  desselben     und    dem beweglichen Kontakt 4"  ist die eine Feldspule 5 eines     dynamometri-          schen    Gerätes angeschlossen, während die an  dere Feldspule 15 an der zu messenden Span  nung liegt, die     zwischen    den Klemmen     11     und 12     herrscht.    Im Feld ist eine     bewt        @,-          liche    Spule 6 angeordnet, die     von    einem  Strom     durchflossen        wird,

      der der Differenz  der     beiden        Vergleichsspannungen        entspricht.     Um     dieses    zu     gewinnen,    ist der eine Pol des       Spannungsteilers,    nämlich 4', mit dem einen  der Pole, zwischen denen die Prüfspannung  herrscht, durch die Leitung 7 kurzgeschlos  sen, und die Spule 6 ist.     zwischen    den Gleit  kontakt 4" und den andern Pol 11 der Prüf  spannung gelegt.

   In gleicher Weise,     wie     eine Spannung durch Kompensation gemes  sen wird, kann     bekannter-weise    auch ein  Strom gemessen     werden,    indem man zur Mes-           sung    den     Spannungsabfall        benutzt,    den der  Prüfstrom in einem bekannten     Widerstande     hervorruft.  



       Mit    den Kompensationsschaltungen eng  verwandt ist ein grosser Teil der     0-Schaltun-          gen,    bei denen das Messgerät in einer Quer  verbindung zwischen zwei Stromzweigen  liegt, wie zum Beispiel in einer Wh     catstone-          schen        Brücke.     



  Die     Abb.    4 zeigt die Anwendung des       Kompensationsverfahrens    gemäss der Erfin  dung auf eine bekannte brückenähnliche An  ordnung (D. R. P. Nr. 349099), die zur     Mes-          ,#ung    von     Erdungs-    und Ausbreitungswider  tänden     dient.    Von dem Induktor 1 wird ein  Strom     il        durch    die Primärwicklung 2 eines  Stromwandlers über den     Prüfwiderstand,    in  diesem Falle den Ausbreitungswiderstand  einer Erdplatte 3 und zurück durch die  Hilfserde 4 geschickt.

   An die     Sekundär-          spule        i;        des    Stromwandlers     ist    ein Wider  stand 6 angeschlossen mit einem Gleitkontakt  7 zur Abnahme einer regelbaren Spannung  zwischen dem     Gleitkontakt    und, .dem einen  Ende 8 des Widerstandes 6, das mit. der  Erdplatte kurzgeschlossen ist.

   Der Schleif  kontakt 7 ist     über    das     Anzeigegerät    9 mit  einer in den Erdboden gesteckten Sonde 10  verbunden, und es soll der Schleifkontakt so  weit verschoben werden, dass die Spannung       zwischen    den Punkten 8 und 7 gleich der       zwischen    den Punkten 3 und 10 ist, dass also  das Anzeigegerät den Strom 0 zeigt.

   Diese  Absicht war bisher nicht völlig     ausführbar,     wenn man als Anzeigegerät ein empfind  liches     We.chselstromgerät    in gebräuchlicher  Weise, Telephon oder     Vibrationsgalv        ano-          meter,    von denen praktisch in .dem vorlie  genden Falle nur das erstere in Frage kommt,       verwendete.    Dies rührt daher, dass infolge  des Phasenfehlers des Stromwandlers die       Spannung    zwischen den     Punkten    8 und 7  nicht genau phasengleich ist mit der zwischen  den Punkten 3 und 10.

   Gemäss der Erfin  dung wird als     Anzeigerät    ein Gerät nach       Art    eines Leistungsmessers verwendet, dessen  Feld von der Summe der beiden Ströme     J1          und        J"    proportional der     Summe    der beiden    Ströme     J3        zwischen    den     Punkten    3 und 10  und     J3        zwischen    den Punkten 8 und 7 erregt       wird.    Die bewegliche Spule liegt     zwischen     dem Gleitkontakt 7 und der     Sonde    10,

   also  an der Differenz der     Spannungen    an den  Widerständen zwischen 8     un.d    7 und zwi  schen 3 und 10. Der     Strome,    in der beweg  lichen Spule ist. nicht nur der Differenz der  Spannungen an den Widerständen, sondern,  wenn man im     Messwandler    ein Übersetzungs  verhältnis 1 :1 und die Widerstände als       praktisch    induktionsfrei voraussetzt, auch der  Differenz der Ströme     J3    und     J4    in en bei  den Widerständen proportional.

   Das An  zeigegerät     reagiert    also gemäss der Erfindung  nicht auf die Phasenunterschiede in dem       Messwiderstand    6 und dem     Erdungswider-          stand,    sondern lediglich auf den Unterschied  der Grösse der Spannungen an diesen Wider  ständen.  



  Die     Verwendung    eines Leistungszeigers,  also eines     Messigerätes    mit doppelseitigem  Ausschlag, bietet in dieser Schaltung vor  der Verwendung des Telephons oder     Vibra-          ticnsgalvano-meters        einen,    weiteren Vorteil.  Sobald die Schaltung zusammengebaut ist,  ist jedem Regelungssinn ein     bestimmter    Dre  hungssinn .des Zeigers zugeordnet, so, dass  man aus der Stellung des Zeigers auf den  ersten Blick erkennen kann, in welchem  Sinne die Regelung erfolgen muss, während  man beim Telephon und     Vibrationsgaivano-          meter    die einzuschlagende     Richtung    erst aus  probieren muss.

    



  In der praktischen: Ausführung des Ge  rätes     gemäss    der Erfindung     lä.sst    sich unter  Umständen noch insofern eine Vereinfachung  herbeiführen, dass .das     M.essgerät    mit andern  Geräten, die die beiden für ihm     wirksamen     Ströme     führen,        konstruktiv    vereinigt. wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur go.mpensierung in Wech selstromkreisen, dadurch gekennzeichnet. ,dass die geometrische Summe und geome trische Differenz der beiden Vergleichs grössen, Ströme oder Spannungen, zur EMI0004.0001 Xt'irlz:
    unb <SEP> aufeinander <SEP> in <SEP> einem <SEP> Anzeige -_rät <SEP> nach. <SEP> Art <SEP> der <SEP> Leistungsmesser <SEP> ge bracht <SEP> werden, <SEP> das <SEP> hei <SEP> einer <SEP> Pliasenver schiebung <SEP> der <SEP> beiden <SEP> Grössen <SEP> von <SEP> <B>90'</B> <tb> den <SEP> Wert <SEP> 0 <SEP> anzeigt, <SEP> und <SEP> dass <SEP> eine <SEP> Regel orrichtung <SEP> für <SEP> die <SEP> bekannte <SEP> Vergleichs grösse <SEP> derart <SEP> eingestellt <SEP> wird, <SEP> -dass <SEP> das <SEP> An zeigegerät <SEP> auf <SEP> 0 <SEP> zeigt. <tb> 1T. <SEP> Einrichtung <SEP> zur <SEP> Ausübung <SEP> des <SEP> Verfali rens <SEP> nach <SEP> Patentanspruch.
    <SEP> behennzeieh- net clureli ein für die Messung der Lei stung bei Wcclisel.strom geeignetes An- zeigegerät und eine Regelvorrichtung für die bekannte Vergleichsgrösse.
CH113194D 1924-02-02 1925-01-09 Verfahren zur Kompensierung in Wechselstromkreisen. CH113194A (de)

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