CH113207A - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gegenständen aus dünnem Material in Formen durch Fluidumsdruck. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gegenständen aus dünnem Material in Formen durch Fluidumsdruck.Info
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gegenständen aus dünnem Material in Formen durch Fluidumsdruck. Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Her stellen von Gegenständen aus dünnem Ma terial, wie zum Beispiel Metall, Leder, plasti schen, faserigen oder sonst formbaren Sub stanzen, vermittelst Fluidumsdruck, welcher das Material in einer Form drückt. Diese Form kann eine Vertiefung oder Aushöhlung haben, welcher der dem Material zu geben den Gestalt entspricht.
Sie kann auch .ein zusammengesetzter Körper sein oder ein Rah men oder eine nach oben offene Konstruktion mit einem ringartig oder .anders geformten Halter zum elastischen Fassen des Materials, wobei der Druck in der Form radial und gleichmässig nach .aussen wirken kann.
Das unbearbeitete Material kann flach oder von U-förmigem Querschnitt sein, oder irgend eine natürliche Biegung aufweisen, wenn es zwischen Flächen, welche seinen. Rand hal ten, eingelegt wird, und die zum Halten die nenden Flächen können auch entsprechend den natürlichen Biegungen des Materials ge wellt oder gerippt .sein, das heisst sie können Biegungen jeder Form haben, die kein Fal ten des Materials bewirken.
Beim Verfahren nach vorliegender Erfin dung lässt man den Fluidums druck (unter welchem Ausdruck durch ein Gas, Dampf oder durch Wasser, Öl, Quecksilber, Teer, Spirituosen, Flüssigkeitsmischungen oder durch flüssigen Zement verursachter Drück inbegriffen ist), direkt auf eine Seite des zu formenden Materials einwirken und hält letz teres lose zwischen Teilen der Form, so dass ,der Rand des Materials unter Wirkung des Druckes nach innen zu gleiten kann,
und fer ner verhindert man ein Entweichen des Flui dums durch Vorsehen einer Packung aus flexiblem Material, in einer Nut eines Teils der Form eingesetzt.
Die Form kann einen mit einer Kammer versehenen Block aufweisen, und es kann .ein biegsamer Sack oder eine sonstige Einlage verwendet werden. Die Packung kann bei spielsweise ein geschlossener, .aus Gummirohr bestehender Ring sein oder in manchen Fäl len ein aus Leder oder sonstigem flexiblem Material hergestelltes .Stück, das .im Schnitt U-Form hat, und! ,dessen offene Seite nach in nen: gekehrt ist.
Die Packung wird durch den Fluidumsdruck zweckmässig gegen eine obere Fläche des zu formenden Materials und die benachbarte Fläohe des Blockes so ge drückt, dass ein Entweichen von Flüssigkeit zwischen dieser Fläche des Blockes und des Materials vermieden wird.
Im Block ist zweckmässigerweise eine Kammer gebildet, welche mit einem Zufuhrventil für Druck fluidum und einer mit Ventil versehenen Aus trittsröhre in Verbindung steht; die Kammer kann auch wegbelassen werden, nämlich dann, wenn der Block nahe der Unterseite des zu formenden Materials sich befindet, wo bei der Druck beim Einlassen sofort denjeni gen Teil des zu formenden Materials empor hebt, welcher der Einlassöffnung gegenüber liegt, so d,ass alsdann der Druck gleichmässig auf die Unterseite des zu formenden Mate rials sich verteilt.
Die zum Beispiel aus Matrize und Block bestehenden Teile der Form sind vorteilhaft derart beweglich zueinander angeordnet, dass das zu formende Material eingesetzt und der fertige Gegenstand weggeschafft werden kann. Es können Mittel zum Bewegen eines der Teile der Form und zum Halten der Teile in der richtigen Arbeitslage zueinander vor gesehen werden. Solche Mittel müssen je doch stark genug sein, um dem Flüssigkeits druck Widerstand leisten zu können.
Die sich gegenüberliegenden, zwischen Matrize und Block befindlichen Halteflächen, welche auch Plätteflächen genannt werden können, oder eine dieser Flächen, sollte derart getragen werden. dass das zu formende Material zwi schen ihnen genügend fest gehalten werden kann, aber dem Rand des Materials bei An wendung des Druckes doch die Möglichkeit gegeben ist, statt dünner gezogen zu werden (wodurch die Gleichmässigkeit der Dicke das Gegenstandes beeinträchtigt würde), nach einwärts gleiten zu können, ohne jedoch da bei gefaltet zu werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, in welcher Fig. 1 einen Block und eine Matrize im Schnitt darstellt mit einem eingesetzten dün- nen Material, welches zum Pressen bereit liegt; Fig. 12 zeigt die gleichen Teile im Schnitt, wobei das Material entsprechend der Form der Matrize gepress't ist.
Mit A. ist der Block bezeichnet. Er be sitzt eine Druckkammer B, um welche eine Rinne C läuft. Eine im Block befindliche C>ffnung D steht irr Verbindung mit einer nicht gezeigten Röhre, welche mit einem Be hälter für Druclzfluidum verbunden ist. Die Röhre kann verzweigt sein und auf einer Ab zweigung ein Ventil haben, um den Zulass .des unter Druck Gehenden Fluidums zu über wachen, sowie ein Ventil auf einer andern Verzweigung, welches, wenn geöffnet, das erwähnte Fluidum entweichen lässt; ein pas sender Luftauslass ist auch vorgesehen. Mit E ist die Matrize bezeichnet.
Sie ist mit einem Luftauslasskanal F versehen. Mit G ist das gerade unter Druck. befindliche Ma terial bezeichnet. Eine aus biegsamem Mate rial, beispielsweise aus einer geschlossenen Gummiröhre hergestellte Packung, wie R.inb II, ist in die Rinne C eingepasst. Das zu pressende Material wird an seiner Unterseite dem Fluidumsdruck ausgesetzt. Die Stärke des Druckes und die Zeit seiner Anwendung variieren natürlich je nach Beschaffenheit des Materials.
Es kommen dab-i Stärkt. Diekc# und physikalische Eigenschaften des 31ate- rzals in Frage. Die Packung ändert während des Druckverfahrens ihre Form, wie in Fig. \? ersichtlielr ist.
Das Verfahren lässt da, wo eine Matrize angewendet wird, deutlielr die Wirkung des Druckes auf das zu formende Material er kennen. Ist die Matrize durch einen nach oben offenen Rahmen ersetzt, so bewirkt der Druck entweder ein Zusammenpressen oder ein Dehnen gewisser Teile des Materials.
Werden die Teile .ss und E vermittelst einer Schraube oder durch sonstige zur Vor richtung gehörende Mittel gegeneinander be wegt, so wird zweckmässig diese annähernde Bewegung derart begrenzt, da.ss zwischen den Teilen ein Spielraum von ungefähr der Dicke des dünnen Materials bleibt, so dass die Kau- ten des Materials ohne Faltenbildung nach innen gleiten können.
Sollte sich jedoch diese Regulierung infolge .des hohen angewendeten Druckes, welcher die Teile A und E ausein ander zu bringen sucht, .als ungenügend er weisen, so dass ein Falten des Randes des Materials eintreten würde, so kann eine elastische Substanz, z. B. Gummi, aussen an den genannten Teilen angeordnet werden, das heisst über dem Teil E oder unter dem Teil A, wodurch ein elastisches Fassen des Materials herbeigeführt und die notwendige Gleitmöglichkeit geschaffen ist.
Wenn auch das Material als über dem Block befindlich dargestellt ist, da. diese Lage die geeignetste ist, so ist die gegensei tige Anordnung von Matrize und Block von nebensächlicher Bedeutung. Die zum Plätten dienenden Flächen der Matrize können zum Beispiel vertikal sein, das heisst sie könnten sich statt oben auf dem Block, auch an den Seiten desselben befinden.
. Die Erfindung eignet sich für die Her stellung einer Menge von Artikeln, z. B. von Pfannendeckeln, Filzhüten, Fibre-Koffern, Motorwagenkörpern und Schutzblechen, ge triebenen Lederartikeln, Zimmerdecken-Ver- zierungen, getriebenen Papp-Plakaten, Stra ssenschildern, Nummernblechen für Motor fahrzeuge. Bei Anwendung für die Herstel lung der letztgenannten Artikel kann die Matrize aus verschiedenen Teilen bestehen, welche auswechselbar und einstellbar zuein ander sind, um die Anordnung der Drucker typen zu erleichtern.
Die Matrize kann ent weder hohl, konvex oder gerippt und so ge schaffen sein, d:ass in dem zu formenden Ma- terial Verstärkungs- oder Verzierungs=Sub- stanzen mit eingegliedert werden .können, wie bei der Herstellung von verstärkten Zement blöcken, von Filzhüten mit Seidenzusatz oder für die Verstärkung von Gebissen durch steife Einlagen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Gegen ständen aus dünnem Material in Formen vermittelst Fluidumsdruck, dadurch ge kennzeichnet, dass man diesen Fluidums- druck direkt' auf eine Seite des dünnen Materials einwirken lässt .und letzteres an seinem Rand lose zwischen Teilen der Form hält, so dass der Rand des Ma terials unter Wirkung des Druckes nach innen zu gleiten kann, und ferner durch Vorsehen einer Packung aus flexiblem Material, in einer Nut des einen Teils der Form eingesetzt,ein Entweichen des Fluidums verhindert.' II. Vorrichtung zur Ausführung,des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Form derart ausge bildet ist, dass das dünne Material mit seinem Rand lose gleitbar zwischen Tei len der Form einsetzbar ist und die Form mit Mitteln versehen ist, um -den Flui- dumsdruck direkt auf eine Seite des ein gesetzten Hateriäls wirken zu lassen und ferner eine Packung aus flexiblem Ma terial, in einer Nut des einen Teils der Form eingesetzt, vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH113207T | 1925-04-01 |
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| CH113207D CH113207A (de) | 1925-04-01 | 1925-04-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Gegenständen aus dünnem Material in Formen durch Fluidumsdruck. |
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| CH (1) | CH113207A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1011239B (de) * | 1952-07-01 | 1957-06-27 | Distillers Co Yeast Ltd | Verfahren zur Herstellung von kuppelfoermigen, zerbrechbaren Diaphragmen und Vakuumstuetzen als UEberdrucksicherung fuer Druckgefaesse |
| DE1473632B1 (de) * | 1964-07-03 | 1970-10-22 | Texas Instruments Inc | Monostabiler Schnappmembranschalter und Verfahren zu seiner Herstellung |
-
1925
- 1925-04-01 CH CH113207D patent/CH113207A/de unknown
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| DE1011239B (de) * | 1952-07-01 | 1957-06-27 | Distillers Co Yeast Ltd | Verfahren zur Herstellung von kuppelfoermigen, zerbrechbaren Diaphragmen und Vakuumstuetzen als UEberdrucksicherung fuer Druckgefaesse |
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