Itontaktvorriclitung für Stromübertragung. Bei den bisher bekannten Kontalltvorrich- tungen für Stromübertragungen sind die Kontakte selbst in der Regel als federnde Teile ausgebildet. Dies hat den Nachteil, dass die Kontaktorgane durch Erhitzen ihrer Federkraft verlustig gehen und so beim Er lahmen der federnden Kontakte sich Kon taktunsicherheiten ergeben.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kontaktvorrichtung für Strumübertra- U el, bei welcher der genannte Übelstand <B>9</B><I>nu</I> dadurch behoben werden soll, dass paarweise angeordnete Kontaktträger aus Isolationsma terial, die mit einander gegenüberliegenden und in Gegenüberstellung verharrenden, star ren Kontakten versehen sind, unter Wirkung nicht zur Stromleitung dienender Feder gegeneinander gepresst sind, und dass zwi schen ihnen ein drehbarer Körper vorgesehen ist, bei dessen Drehung die einander ent sprechenden Kontakte in und ausser leitende Verbindung miteinander gebracht werden.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in zwei verschiedenen Ausfüh rungsbeispielen dargestellt, und es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des ersten Aus führungsbeispiels mit teilweisen Schnitten, Fig. ? einen teilweisen Längsschnitt nach der Linie Q1- < 1 der Fig. 1, Fig. 3 bis 8 zeigen Schnitte nach den Linien B-B, C-C usw.
der Fig. 2; Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht des zweiten Ausführungsbeispiels mit teil weisen Schnitten, Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie H-H und Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 9.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 8, einer Kontaktvorrichtung für vier Strom leitungen und drei Stromkreise, ist der Deckel 1 des auf den Fuss 2 aufgesteckten Gehäuses $ mittelst der Aussengewinde tragenden, aus elektrisch leitendem Material hergestellten Führungsstangen 4, 4', 4", 4' mit dem Ge häuseboden 5 verbunden. Fuss 2, Gehäuse und Deckel 1 sind aus Isolationsmaterial her gestellt.
Die Vorrichtung weist paarweise gegen überliegende, aus nicht leitendem Material hergestellte Kontaktträger 6, 7; 6', 7' und 6", 7" auf. Die Kontaktträger 6, 6, 6" sind mittelst Muttern 8 ortsfest an den Führungs stangen 4, 4, 4" und 4"' befestigt, während die Kontaktträger 7, T, 7" parallel zu Sich selbst auf den Führungsstangen verschiebbar sind und mittelst der Stromleitung nicht die nenden Feder 9 gegen die Kontaktträger 6 bezw. 6', 6" gepresst werden. Die Kontakt träger tragen paarweise gleichachsig ange ordnete Kontakte 1.0, 10', 11, 11', 12, 12' und 13, 13', deren\ Kopfteile je gegeneinander ge richtet sind und über die Kontaktträger vor stehen.
Die Kontakte 10 stehen mit der Füh rungsstange 4 mittelst je einer Lamelle 14 in leitender Verbindung, während der Kon takt 11 in ähnlicher Weise mit der Führungs- stange 4', der Kontakt 12 mit der Führungs stange 4" und der Kontakt 13 mit der Füh rungsstange 4' in leitender Verbindung steht. Die auf den Kontaktträgern 7 bezw. 7' und 7" angeordneten Kontakte stehen mittelst Brücken 15 je in leitender Verbindung mit einander.
Zwischen den paarweise gegenüber ange ordneten Kontaktträgern sind scheibenartige Drehkörper aus Isolationsmaterial vorge sehen. Diese sind auf der mit quadratischem Querschnitt versehenen Stange 16 montiert, welch letztere durch sie nicht berührende Bohrungen der Kontaktträger hindurchge führt ist. Die Drehkörper 17 sind mit den Kontakten entsprechend angeordneten Aus brechungen 18 versehen, deren gegeneinander gerichtete Ränder mit Zuschärfungen ver sehen sind, um das Einführen der Dreh körper zwischen die Kontakte und das Von einanderabheben derselben zu ermöglichen. Die ,Stange 16 steht mit dem Schaltknopf 19 in Verbindung. 20 sind zum .Anschluss der Leitungen dienende Klemmen.
In den Fig. 1 bis 8 ist die Vorrichtung bei ausgeschalteten Stromleitungen darge stellt. Wird der Schaltknopf 19 um eine Achtelsdrehung in linksläufigem Sinne ge dreht, so legen sich die Ausbrechungen 18 des zwischen den Kontaktträgern 6 und 7 vorgesehenen Drehkörpers zwischen die gegenüberstehenden Kontakte 10, 10' und 11, 11'.
Dadurch wird dem Kontaktträger 7 ermöglicht, sich unter Wirkung der Feder 9 näher gegen den Kontaktträger 6 zu be wegen, und zwar soweit, bis sieh die Kontakt teile 10, 1.0' bezw. 11, 11' berühren, wodurch der Stromkreis zwischen der Führungsstange 4 und der Führungsstange 4' geschlossen wird, ohne dass die beiden übrigen Strom kreise, einerseits zwischen der Führungs stange 4 und der Führungsstange 4", ander seits zwischen der Führungsstange 4 und der Führungsstange 4"' geschlossen werden, in dem durch die beiden andern Drehkörper 17 die Kontakte der andern E'ontaktträger von einander entfernt gehalten bleiben.
Durch entsprechendes Drehen des Schaltknopfes 19 kann in ähnlicher Weise die eine oder die andere der beiden andern Leitungen einge schaltet werden, unter Anschluss der beiden übrigen Leitungen.
Die Kontakte und die Ausbrechungen könnten auch in andern gegenseitigen Lagen angeordnet sein, zum Beispiel so, dass alle drei Leitungen gleichzeitig eingeschaltet und unterbrochen werden können, oder dass zum Beispiel bei einer Viertelsdrehung des Schaltknopfes nach rechts eine Stromleitung und bei einer weitern Viertelsdrehung im gleichen Sinne die übrigen Stromleitungen eingeschaltet werden.
Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig. 9 bis 11 ist das durch den Deckel 21 oben angeschlossene Gehäuse 22 mit einem zur Befestigung dienenden Fusswulst 23 nach unten hin offen. Von den paarweise vorge sehenen Kontaktträgern 24, 25 und 24', 25' sind die Kontaktträger 24, 24' an den ge windetragenden Führungsstangen 26 mittelst Muttern 27 unverrückbar festgehalten, wäh rend die Kontaktträger 25, 25' nach der Längsrichtung der Führungsstangen ver schiebbar sind und durch die Federn 28 gegen die Kontaktträger 2.1, 24' gedrückt werden.
Die Führungstangen dienen hier nietet zur Stromleitung. Zur Stromleitung dienen vielmehr die mit ihren Köpfen gegeneinander gerichteten Kontakte 29, welche Mittel zur Aufnahme von Leitungsenden tragen. Die auf der mit quadratischem Querschnitt ver- sehenen, den Schaltknopf 33 tragenden Welle aufgesteckten Drehkörper 31 sind mit leiten den Teilen 32 versehen, und es sind diese den Kontakten 29 gegenüber so angeordnet, dass sie beim Drehen des Schaltknopfes 33 zwi schen die Köpfe der Kontakte 29 gelangen, wodurch die leitende Verbindung zwischen den Kontakten 29 hergestellt wird.
Die vorstehend beschriebenen und darge-, stellten Ausführungen der Kontaktvorrich tung ermöglichen auch, Ströme verschiedener Spannung oder verschiedener Tarifierung ein zeln oder gemeinsam mittelst einer und der selben Schaltvorrichtung zu schalten. So könnte beispielsweise bei der zweiten Aus führungsform nach Fig. 9 bis 11 der durch den Drehkörper 31 schaltbare Strom als Be leuchtungsstrom und der durch den Dreh körper 32 ein- und ausschaltbare Strom als Heizstrom dienen und beide Ströme in Span nung und Tarif verschieden sein.
Es ist auch vorgesehen, nur die äussersten Kontal@tträger 6" bezw. 24' auf den Führungsstangen fest zuklemmen, während die übrigen Kontakt träger paarweise durch die zwischen ihnen liegenden Federn im gewünschten Abstande voneinander gehalten sind. Durch die darge stellten und vorstehend beschriebenen Kon taktvorrichtungen wird gegenüber solchen mit federndem, übereinander greifenden Kon taktorganen der Vorteil erreicht, dass die Funkenbildung wesentlich vermindert wird und ein Erwärmen der Kontakte nicht ein tritt.