CH113618A - Verfahren und Vorrichtung zur Zündung bei Explosionsmotoren. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Zündung bei Explosionsmotoren.

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CH113618A
CH113618A CH113618DA CH113618A CH 113618 A CH113618 A CH 113618A CH 113618D A CH113618D A CH 113618DA CH 113618 A CH113618 A CH 113618A
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Egbert Von Lepel
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Egbert Von Lepel
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  Verfahren und Vorrichtung zur Zündung bei Explosionsmotoren.    Bekanntlich beruht das Versagen der Zün  dung in     Explosionsmotoren    sehr häufig dar  auf, dass sich auf der Oberfläche des     Karzen.-          isolators    oder zwischen den Polen der  Funkenstrecke     in    der Zündkerze Nieder  schläge von Russ,     0l    oder Feuchtigkeit bil  den, die einen     Nebenschluss    zu der Funken  strecke darstellen.

   Ist der     Ohmsche    Wider  stand solcher Nebenschlüsse gross im Ver  gleich zu dem     Wäderstande,    den die Zünd  kerzenfunkenstrecke darstellt, so fliesst nur  sehr wenig Strom über den     Shuntweg.    Wird  der     'Widerstand    des,     Shuntweges    jedoch all  mählich kleiner, so steigt der prozentuale  Anteil, der von dem ganzen verfügbaren  Strom über den     Shuntweg    geht, allmäh  lich an.  



  Bei einem     gewissen    Wert des     Ohmschen          -\Viderstandes    des     Shuntweges        wird    daher     ein     so grosser Prozentteil des ganzen verfügbaren  Stromes über den     Shuntweg    fliessen, dass die  Potentialdifferenz, welche zur Bildung des  Funkens erforderlich ist, nicht entstehen  kann.  



  ES     wurde        min        zunächst    festgestellt, dass    der Stromanteil, der durch den.     Shuntweg          fliesst,    die Wirkung hat, den     Ohmschen    Wi  derstand des     Shuntweges    herabzusetzen.  Diese     Wirkung    ist durch die durch den  Strom erzeugte starke Erhitzung der dün  nen     SeMcht,    welche den     Shunt    bildet, zu  erklären.  



  Durch den Zündstrom selbst     wird    also  der     Ohmsche    Widerstand einer dünnen lei  tenden Schicht, welche sich als     Shunt    zur       Zündkerzenfunkenstrecke    befindet, mit der  Zeit sehr stark vermindert, so dass der     Anteil     des Stromes, der den     Shuntweg    durchfliesst,  ständig wächst.  



  Grundlegend für die vorliegende Erfin  dung     wurde    ausserdem festgestellt, dass die  Dauer jedes     Zündstromimpulses    bei den bis  her üblichen     Zündeinrichtungen        verhältnis-          mässig    lang ist.  



  Der Grund hierfür ist der folgende: Der  Strom     wird    bei     den:    üblichen     Hochspannungs-          zündapparaten    - mögen sie als Zündspulen  bei     Batteriezündung    oder als     Magneto    aus  gebildet     sein-,durch    das     elektromagnetische     Kraftfeld eines     Eisenkernes    erzeugt.      Die sekundäre Wicklung auf dem Eisen  kern hat eine sehr hohe Selbstinduktion,  damit die hohe     Spannung    erzeugt     -werden     kann, die erforderlich ist, um den Anfangs  widerstand der Funkenstrecke der Kerze zu  durchbrechen.  



  Sobald der Funke entsteht, sinkt aber  sofort der hohe Anfangswiderstand der  Funkenstrecke auf einen relativ kleinen       Wert.    Es bildet sieh daher ein Lichtbogen  aus, der für die sekundären Windungen der  Spule quasi einen Kurzschluss bedeutet.  Durch die also praktisch kurzgeschlossene  sekundäre Spule wird das magnetische Kraft  feld im Eisen sehr lange aufrecht erhalten,  so dass es seine Energie nur sehr langsam  und in Form eines langdauernden sehwachen  Stromes abgeben kann.  



  In .der Praxis ist die Zeit, während wel  cher der Zündstrom     fliesst,    viel länger, als es  für die Zündung nützlich ist.  



  Die     Fig.    1 stellt schematisch den Verlauf  der Spannungskurve 1 an einer in     gutem     Zustande befindlichen Zündkerze unter nor  malen Verhältnissen während     eines        Ziind-          impulses    dar. Es ist daraus zu sehen,     da13     die Spannung während des ersten Augen  blickes mit einer gewissen Geschwindigkeit  zu dem Werte ansteigt, der zum Durch  brechen der Funkenstrecke nötig ist.

   Da  während dieser Zeit die kleine Eigen  kapazität der Zündanlage wie ein Konden  sator wirkt und aufgeladen wird, so ent  steht bei     Beginn    des Funkens eine     kurze,     starke,     oszillatorische    Entladung über die  Funkenstrecke, die Kurve der Spannung  geht daher unter die     Null-Abszisse.    Diese  Entladung ist gedämpft, und je nach dem  Grade ihrer Dämpfung oszilliert die Span  nung einmal oder mehrmals durch Null.

    Durch den Strom entsteht eine sehr starke       Ionisierung,    welche den Widerstand des       CTasweges    sehr stark     vermindert,    so dass sich  ein Lichtbogen bei verhältnismässig niedri  ger     Spannung    zwischen den Kerzenpolen  bildet. Die Spannungslinie 1 des     Diagrain-          mes        Nr.    1 verläuft daher nach der Oszil-         lation    für eine lange Zeit     fast    parallel der  Abszisse.  



       ZV,        ähreiic1    dieser ganzen Zeit durchfliesst  ein Teil des Stromes den     Shuntweg    an der  Kerze,     wenn    ein solcher sich gebildet     hat.     und daher wirkt der Strom während dieser  ganzen Zeit reduzierend auf den Widerstand  des     Shuntweges.     



  Gemäss vorliegender Erfindung wird ein  neues Verfahren gegeben, welches folgendes  ermöglicht: 1. den Stromanteil. der durch  den     Shuntweg        flie13t    und daher für die Zün  dung verloren geht, sehr beträchtlich zu ver  mindern;     ?.    die Zeit,     während    welcher das       elektromagnetiscllf#    Feld seine ganze Energie  hergibt, sehr beträchtlich abzukürzen, so dass  der Zündstrom nicht länger fliesst, als es für  die Zündung nötig ist, dass der Strom da  für aber     während    dieser kürzeren Zeit sehr  viel stärker ist.  



  Das neue Verfahren beruht darauf, dass  der lange Dauerstrom, der normalerweise die  Zündkerze wie beschrieben durchfliesst, un  terdrückt     -wird,    indem mit dem     Hoclispan-          nungskreis    eine Einrichtung verbunden     -wird,          welche    den     Stroinfluss    jedesmal sofort nach  seiner Entstehung unterbricht:

   und welche  gleich nach der Unterbrechung den St.rom  fluss wieder herstellt.     Werin    dieses abwech  selnde Unterbrechen und Wiederherstellen  des Stromflusses geschieht, so kann der Strom  der Sekundärspule des Zündapparates nicht  als Dauerstrom fliessen, sondern er wird in  eine Reihe schnell aufeinander folgender  kurzer Impulse     zerlegt.    Hierzu kann im  Prinzip jeder genügend schnell wirkende       Stromunterbrecher    benutzt werden.  



  Bei jeder Unterbrechung     tvird    dabei die  Kapazität der     Zündanlage    aufgeladen. Die       Fig.    2 stellt schematisch den Verlauf der  Spannung an der Kerze, während eines     Zünd-          stromimpulses    des Zündapparates nach dem  neuen Verfahren dar. Aus     Fig.    2 ist zu  sehen, dass bei dem ersten Schliessen des  Stromkreises die     Spannung    sehr viel     steiler     als normal zu dem für die     Durchbrechung     der Funkenstrecke der Kerze erforderlichen  Wert: ansteigt, weil durch die Ladung der      in dem Drahte vorhandenen Kapazität rela  tiv viel Strom sofort verfügbar ist.  



  Dann beginnt der Strom     oszillatorisch    über  die Funkenstrecke der Kerze zu fliessen, weil  der durch die Drahtkapazität gebildete kleine  Kondensator sich entlädt. Sobald der Licht  bogen, der dann normalerweise auftreten  würde, sich bilden will, wird der Strom  fluss durch die Wirkung des Unterbrechers  verhindert. Die Spannung an der Kerze ist  also nun für eine kurze Zeit gleich     1ru11.     



  Gleich darauf wird der Stromkreis durch  den Unterbrecher wieder geschlossen,     und     derselbe Vorgang wiederholt sich, solange der  Zündapparat Strom liefert.  



  Aus dem schematischen     SpanDungsdia-          gra.mm        Fig.    2 ersieht man an der Form der  Spannungskurve 2, dass der Zündstrom, der  bei jeder Unterbrechung die vorhandene  Kapazität der     Zündanlage    auflädt, in Form  von starken, kurzen     oszillatorischen    Strom  stössen auftritt., deren Periodenzahl durch  die vorhandene Kapazität und die Selbst  induktion der Leitungen gegeben ist, und  dass zwischen diesen Stromstössen     Zeiten    lie  gen, in welchen keine Spannung an der  Kerze vorhanden ist.  



  Daher fliesst ein sehr viel kleinerer An  teil des ganzen Zündstromes durch den etwa  vorhandenen     Shuntweg,    als es normal der  Fall sein würde. Dieser Anteil ist besonders  klein auch deswegen, weil die starken Strom  stösse durch sehr starke     Ionisierung    den  Widerstand der Kerzenfunkenstrecke beson  ders stark vermindern. Der kleine Anteil des       oszillatorischen        Hoehfrequenzstromstosses,    der  den     Shuntweg    trotzdem durchfliesst, hat nicht  nur keine schädliche, verkohlende Wirkung  auf die     shuntende    Schicht, sondern er be  seitigt diese Schicht sehr schnell, wie die  Erfahrung gezeigt hat.  



  Der zweite Vorteil des neuen Verfahrens  liegt: darin,     cla.ss    der normalerweise gleich  nach der Bildung     das    Funkens auftretende       Kurzsehlussstrom    nicht entstehen kann, so       class    daher das elektromagnetische Feld nicht  behindert     -#vird.        augenblic-klieh    seine ganze  elektrische Energie zu liefern.    Wenn man die     Fig.    1 und 2 vergleicht,  so sieht man, dass die ganze Zeit des     Ent-          ladevorganges    abgekürzt ist.  



  In Wirklichkeit ist die Verkürzung sehr  viel stärker, als es in den     Zeichnungen    zu  erkennen ist; denn bei genügend schnell er  folgenden Unterbrechungen und Schliessun  gen des Stromkreises kann die ganze Ent  ladungszeit auf weniger als den zehnten Teil  der normalen Zeit herabgesetzt werden.  



  Da diese Eigenschaft. des neuen Verfah  rens eine sehr bedeutende Energiekonzen  trierung darstellt und dadurch, eine ebenso       bedeutende    Erhöhung der     Zündstromstärke     verursacht, so ist sie noch wichtiger als die  Verhütung des Kurzschlusses der     Zünd-          herzen.    Denn dieses     Argument    macht die  Anwendung des neuen     Zündverfahrens    auch  für solche     Motore    vorteilhaft, welche nicht  unter Öl oder     Russ    an .den Kerzen leiden.  



  Zur Ausführung des neuen Verfahrens ist  jede     Unterbreehereinrichtung    geeignet, wel  che genügend oft den Stromkreis zu öffnen  und zu schliessen erlaubt. Solche Einrichtung  könnte im Prinzip auch als mechanisch be  triebene Unterbrecher ausgebildet sein.  



  Es ist     selbstverständlie-h,    dass, wie bei  jedem     Unterbreeher    eine genügend grosse  Kapazität der Stromquelle parallel liegen  muss, um während der Zeit der Öffnung des  Kreises die     während)    dieser Zeit gelieferte  Energie aufzuspeichern.  



  Es     ist    klar, dass diese Kapazität um so  kleiner     sein        kann,    je kürzer die Zeit der  Unterbrechung ist.  



  Da man nicht beliebig grosse Konden  satoren bei Zündapparaten verwenden kann,  weil die Energie, welche von Zündapparaten  geliefert wird, von der Anzahl der in der  Zeiteinheit erforderlichen Zündungen abhängt,  und da. ausserdem grosse Kondensatoren für  so hohe Spannungen teuer sind, so besteht     ein     Interesse, den     Kondensator    möglichst klein  zu machen.

   Ausserdem soll aber nicht nur  die     Öffnungszeit,    sondern auch die Schlie  ssungszeit möglichst kurz sein, damit der       Kurzschlussstrom    nicht     schädlich-wirkt.        Aiis         diesen Gründen ist derjenige Stromunter  brecher der beste \für das neue Verfahren,  welcher die grösste Anzahl von     Öffnungen    und       Schliessungen    des     Stromkreises    in der     Zeil-          einheit    erlaubt.  



  Die Funktion eines. für das     vorliegende          Verfahren    geeigneten     Unterbrechers    bestellt  darin, dass er periodisch den     Widerstand    des  Zündstromkreises zwischen den Werten  "nahezu null und praktisch unendlich" ver  ändert. Es     ist    nicht erforderlich,     .dass    der  Unterbrecher selbst seinen     \Viderstand        voll     null bis unendlich     verändert:.,    wie dies bei  normalen mechanischen Unterbrechern mei  stens der Fall ist.

   Es genügen sehr starke  und plötzliche     Veränderungen    des Wider  standes für den vorliegenden Zweck; es ist       daher    möglich, eine Gasstrecke als veränder  lichen Widerstand, also als     Unterbrecher,    für       diesen    Zweck auszubilden, wenn     sie    die  Eigenschaft hat, bei grosser     Stromstärke     ihren Widerstand auf     nahezu    null zu redu  zieren und sehr schnell bei     abnehmendeFTi,     Strom ihren, hohen     Anfangswiderstand    wie  der zu erlangen.  



  Diese Eigenschaft besitzt eine     CTaSStreeli(,     in um so höherem Masse, ,je kürzer sie ist.  Mit den bekannten     Löschfunkenstrecken     lassen sich bis zu etwa. 8000     Unterbrechungen     des Stromes in der Sekunde erzeugen,     wenn     die Länge der Strecke. wie üblich, etwa 0,1  bis 0,2 mm     beträgt    und     wenn        ein    entsprechend       ;

  rosser    Kondensator parallel zur sekundären  Wicklung des Zündapparates geschaltet     wird.     Aber die Unterbrechungen sind nicht ge  nügend regelmässig und zuverlässig, und die  Funktion solcher normalen     Löschfunken-          strecken    ist nicht. genügend sicher, selbst  wenn ihre     Elektrodenflächen    aus Silber     be-          tehen,    weil die: Funken die glatten<B>EI</B>     lek-          trodenflächen    verbrennen und .daher kleine       Erhöhungen    hervorrufen,     welche    bald zu  einem Kontakt     zwischen    den Elektroden  führen.

   Den Abstand noch kleiner zu machen  als 0,1. mm ist- aus diesem     Grunde        überhaupt          citisgecchlossen.     



  Es wurde nun festgestellt, dass     solche.          11etalle,        wie.    Aluminium, Magnesium, Zinn und    auch Wolfram und deren     Legierungen,    das  heisst Metalle, deren beim     Funkenstromdurcli-          gang    erzeugte     Oxyde    nichtleitend sind, sich be  sonders zur     Herstellung    von schnell wirken  den automatischen     Unterbrecherfunkenstrek-          ken    eignen, da, der Abstand     zwischen    solchen  Elektroden sehr viel kleiner gemacht wer  den kann, weil die Berührung der einmal  oxydierten.

   Flächen untereinander bei solchen  Metallen keinen Kurzschluss herbeiführt.  Man kann mit solchen Metallen zuverlässig  arbeitende Funkenstrecken herstellen, deren  Funken nur     wenige    Tausendstel eines Milli  meters lang sind, so dass das     Potentialgefälle          zwischen    je     zwei    Elektroden praktisch nur  aus dem Kathodengefälle besteht.  



  Daher wird die     Ionisierung    dieser     Fun-          henstrecken    ausserordentlich schnell beseitigt.  Sie brauchen nicht die bei     Löschfunken-          strecken    üblichen grossen Flächen zu haben  und erfordern     h@#üif#    besondere Kühlung.  



       Der        Absta.i?d    kann in bekannter     Wei-"e.     zum Beispiel durch Glimmer oder Papier  oder sogar durch     die        Oxydschielit    selbst. auf  recht erhalten     werden.     



       Voll    diesen Funkenstrecken schaltet     inan     eine Anzahl in Serie und     legt    diese An  ordnung. ohne     dass        ei.n    extra Kondensator  erforderlich ist. in den     Zündstromkreis,        a.ni     besten ,je     eine-    Serie solcher Strecken     dicht     vor jede Zündkerze. Da die Anordnung we  nig Raum beansprucht. kann sie auch in die  Kerze eingebaut. werden.

   Es     genügt    aber  auch, eine solche Serie von Funkenstrecken  vor dem Verteiler einzuschalten, v     oraus-          gesetzt,    dass dann die Kapazität der Zünd.       anlage    vor der     Funkenstreekenserie    gross ge  nug ist, uni den Strom während der Unter  brechungen aufzuspeichern.  



  Es genügt-, bei einer Serie     voll    solchen  sehr kurzen Funkenstrecken dafür .eine Ka  pazität     voll    etwa. 80 cm,     beziehungsweise     von 80 bis 50     i#,filzromikrofara,ds.    Bei     Au-          bringung    der     Anordnung    dicht     all    der       Kerze    ist     diese        kleine    Kapazität immer  als     natürliche    Kapazität     der        *        Leitungen          vorhanden.    Die  <RTI 

   ID="0004.0103">   erforderliche        Kapazität    kann       deswegen    so klein sein, weil der so kon-           struierte    automatische Stromunterbrecher  mehr als 100,000 Unterbrechungen und  Schliessungen des Stromkreises. in einer Se  kunde auszuführen vermag.  



       Fig.    3 stellt eine Ausführungsform des  neuen Apparates in natürlicher Grösse im       Schnitt    dar. Die isolierende Röhre 3 ist mit  den Anschlüssen 4 für die Zündkerze und  5 für das Zündkabel versehen. In Kontakt  mit diesen Anschlüssen befinden sich die  kleinen     Elektroden    6, zwischen denen die  Entladungen auftreten.     Fig.        3a    zeigt den  gleichen Apparat in Ansicht. In dieser Fi  gur sind. bei 7 kleine Schaulöcher angedeutet,  welche man zur Beobachtung der Entladung  anbringen kann. Selbstverständlich lässt sich  die Ausführung dieses Apparates beliebig  variieren.  



       Fig.    4 zeigt, wie     deT    Apparat in die       Zündleitung    eingeschaltet wird, unter der  Voraussetzung eines Motors,     mit    zwei Zy  lindern. In     dieser    Figur bedeutet 8 die Hoch  spannungsstromquelle. 9 den Verteiler. 10  je einen der neuen Stromunterbrecher, 11 je  eine Zündkerze.  



  Die Anzahl der bei jeder Serie zu ver  wendenden Funkenstrecken hängt von der  Leistung des Zündapparates ab. Bei nor  malen Zündapparaten genügt es, vier sol  che     Strecken    in     Serie    zu benutzen, wenn jede  dieser Strecken etwa fünf     Hundertstel    Milli  meter lang     ist,    oder einige Strecken mehr,  wenn sie mit kleinerem Abstand eingestellt  sind.  



  Nur für sehr starke     Zündenergien    nimmt  man besser noch mehr Strecken in Serie  und für sehr schwache Zündapparate genügen  auch weniger. .  



  Um eine kurze Bezeichnung für     diese     neue Anordnung zu geben, wird sie     im     Folgenden als Stromwandler bezeichnet;  diese Bezeichnung entspricht ihrer Funktion,  denn sie     verwandelt    den     schwachen    Strom  impuls des     Magnetos    in eine Reihe starker,  kurzer,     oszillatorischer    Stromstösse.  



  Die     Anforderungen"    welche     ein    solcher  Stromwandler zu     erfüllen    hat, sind ganz    andern     Grades    als diejenigen, welche bei der  normalen Verwendung     in    der     Funkentelegra-          phie    die     Löschfunkenstrecken    zu erfüllen  haben. Die Löschfunkenstrecken brauchen  nur unter ganz besonderen und durch die  Kopplung mit der Antenne geregelten Bedin  gungen zu funktionieren, und versagen be  kanntlich, wenn sie ohne Antennenkreis ar  beiten sollen, weil .dann die ganze     elektrische     Energie in     ihnen    selbst vernichtet werden  muss.

   Ausserdem brauchen sie bei jeder  halben Periode des speisenden Wechsel  stromes nur einmal zu durchschlagen und  haben dann Zeit, ihre     Entionisierüng    bis  zur nächsten halben Periode zu einer Zeit  zu vollziehen, während welcher die Span  nung des Wechselstromes gleich null ist.

    Bei einem speisenden     Wechselstrom    von  500 Perioden pro Sekunde brauchen sie also  nur 1000 mal in der Sekunde zu zünden  und zu löschen,     während    der Stromwandler  in der Lage sein muss, unter     sehr-wechseln-          den    Bedingungen, zum Beispiel bei verschie  dener Kompression des Gases an der Kerze,  bis etwa. 1.00,000 Unterbrechungen und  Schliessungen in der Sekunde     auszuführen,     obgleich die hohe Spannung des Zünd  apparates nicht bei jeder Unterbrechung  durch Null geht.

   Ausserdem verbraucht bei  der sonstigen Verwendung eine Serie von       Löschfunkenstrecken    die ganze Spannung der  Stromquelle, während der Stromwandler nur  einen sehr geringen Teil der vorhandenen  Spannung verbrauchen darf. Bei jeder Schlie  ssung des Stromwandlers     erfolgt    eine partielle  Entladung des magnetischen Feldes, wäh  rend bei den     Löschfunkenstrecken    in der       Funkentelegraphie    jedesmal das ganze  Magnetfeld entladen wird. Es ist     klar,    dass  auch beim Stromwandler jede einzelne     Pa,rtial-          entladung    des Feldes um so stärker wird,  je grösser die Kapazität ist; welche die La  dung während der Unterbrechung aufnimmt.

    Daher wird     die    ganze Zeit, während welcher  das magnetische Feld verbraucht werden  kann, um so kürzer, je grösser die Kapazität  gemacht wird, und um so weniger partielle  Entladungen sind dafür erforderlich.      Ebenso nimmt die Zahl :der     Partia.l-          (;ntladungen    und die ganze Zeit des Energie  umsatzes ab, je mehr Funkenstrecken in Serie  angewendet werden.  



  Die Zahl der in Serie verwendbaren  Funkenstrecken ist jedoch dadurch limitiert,       dass    man am Stromwandler selbst so wenig  Spannung wie möglich verlieren will.  



       Es    ist ein Vorteil des neuen Stromwand  lers, dass er die ganze Zündenergie steuert  und dabei nur so wenig Spannung     verbra.uvtit     wie eine normale Funkenstrecke von etwa       @.?    bis 0,4 Millimeter Länge unter gewöhn  liebem Luftdruck.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Zündung bei @xp@osioi@s- motoren mit elektromagnetischem Hoc1i- pannnngs7ünclappa,rat, dadurch gekenn zeichnet, dass die Energie des elektro magnetischen Feldes des.
    Hochspannungs- zünda.pparates in Form von elektrischen Partialentladungen an den Zündkerz.@n wirksam gemacht wird, so dass der Strom, den jeder magnetische Impuls des Zünd apparates erzeugt, die Zündkerze als eine Reihe kurzer Stromstösse. durch fliesst.
    1l._ Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass hohe Widerstands schwankungen des Zündstromkreises mit- telst einer Reihe von Gasstrecken be wirkt werden, bei welcher Reihe das Ansteigen des Widerstandes bei abneh mendem Strom so schnell erfolgt,
    dass sie in Verbindung mit einer parallel zur Stromquelle liegenden Kapazität eine Reihe von Stromunterbrechungen und damit .eine Rcilie von Partialentladungen bei jedem ni < < gnPtiseben Impuls des Zündapparates ergibt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I. da durch gekennzeichnet, dass die Partial entladungen. durch mindestens einen in dem Hochspannungskreis der Zündanlage vorgesehenen Stromunterbrecher bewirkt werden, indem. letzterer den genannten Hoelispannun':,I@reis während jedes mag netischen; Impul#@,# mehrfach unterbricht und schlietä1. ?.
    Verfahren nach Patentan-spruch I, da durch gel@ennzeiclinct. dass die Partial entladungen .durch periodische hohe Wi- derstandsscli 'ankungen im bewirkt: werden. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I. dadurch gekennzeichnet, dass als Elektro- denmaterial für die Gasstrecken solche Materialien verwendet werden, deren beim Funkenstromdurchga.ng erzeugte Oxyde nichtleitend sind, damit die Länge der einzelnen Gastrecken ungewöhn lich kurz sein kann.
    .1. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unterau spruch '), dadurch gekenn zeichnet, dass die Abstände der Elektro den der Gasstrecken durch die Ozyd- schicht selbst aufrecht erhalten werden. 5. Vorrichtunb nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahl der Gasstrecken und deren Entionisie- rungsgeschwindigheit so bemessen sind.
    dass als parallel zur Stromquelle liegende Kapazität die natürliche Kapazität der Zündanlage genügt.
CH113618D 1924-08-18 1924-12-01 Verfahren und Vorrichtung zur Zündung bei Explosionsmotoren. CH113618A (de)

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CH113618D CH113618A (de) 1924-08-18 1924-12-01 Verfahren und Vorrichtung zur Zündung bei Explosionsmotoren.

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