Empfangsanlage für elektrische Signale. Die Erfindung betrifft eine Empfangsan lage für elektrische Signale und ist verwend bar zum Empfang sowohl von radio-telegra. phischen oder -telephonischen Signalen aller Art, als auch von Signalen, die durch Lei- tungstelephon- und Telegraphenanlagen über mittelt werden.
Mit der Anlage können auf genannte Art übertragene Signale in '.]Cele- phoninstrumenten oder in aufzeichnenden Vor richtungen empfangen werden ohne mit die sen Instrumenten durch Draht verbunden zu sein, so dass eine Mehrzahl von Personen die Signale empfangen kann, die sich an belie bigem Ort innerhalb der Reichweite des Ap parates befinden, wobei die Personen ruhen oder umhergehen können.
Die Anlage erreicht dies dadurch, dass sie die empfangenen elektrischen Ströme mit- telst Röhrenverstärker verstärkt und dann in einen Konduktor (Leiter), z. B. in Form ei nes Gitters oder Netzwerkes, geleitet werden, um. ein elektrostatisches Feld zu erzeugen, das sich wie die empfangenen Ströme ver ändert. Auf diese eise können dann, ent sprechend den empfangenen Signalen, im ei nen Anzeigeinstrument, z. B. in einem 14Iag- nettelephon, das sich im Feld befindet, Strö me erzeugt werden, welche genügen, um das Instrument zur Wirkung zu bringen.
In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh rungen der Erfindung beispielsweise darge stellt, und zwar ist: Fig. 1 ein Schaltungsschema einer gemäss der Erfindung gestalteten Anlage, Fig. 2 eine abgeänderte Schaltung, Fig. 3 ein Aufriss (zum Teil im Schnitt), der den Kopfhörer gemäss Fig. 1 in grösserem 11lassstabe wiedergibt; Fig. 4 ist eine schaubildliche Darstellung, Fig.5 ein Grundriss einer abgeänderten Hörerausführung, die insbesondere für Damen bestimmt ist; Fig. 6 ist ein Schaltungsschema mit ei ner anderen Ausführungsform eines Verstär kers;
Fig. 7 ist ein Schema eines - Teils einer anderen Ausführung mit einem Autotrans formator und zwei verteilenden Netzen; Fig. 8 ein ähnliches Schema einer wei teren -Ausführung, Fig. 9 ein Schaltungsschema, welches ei nige Stufen in anderer Ausführungsform der Empfängereinrichtung wiedergibt; Fig. 10 ist ein Schnitt nach Linie X-X in Fig. 11;
Fig. 11 ist ein Schnitt nach Linie XI-XI in Fig. 10 und zeigt eine vorzugsweise ange wendete Ausgestaltung eines, eine hohe Im pedanz aufweisenden Hörers, der in Verbin dung mit der Erfindung Benutzung findet; Fig. 12 ist eine Darstellung ähnlich Fig. 3 eines Kopfhörerpaares, bei welchem ein Kristallgleichrichter benutzt wird.
Die Antenne 1 in Fig. 1 ist an eine Ab zweigstelle der Induktanz 2 angeschlossen, die induktiv mit der Sekundärspule 3 im Uitterkreise der Hochfrequenzverstärkerröhre 4 gekoppelt ist. Der Gitterkreis wird durch den Kondensator 5 abgestimmt. Der Ano denkreis der Röhre 4 ist auf die ankommen den Signale durch die Induktanzspule 6 und den veränderlichen Kondensator 7 abgestimmt, und ist mit der zweiten Röhre 8 durch den SchaWi- 9 und den Kondensator 10, und durch den hohen Widerstand 11, der auch als Gitternebenschluss dient, verbunden.
Der Schalter 9 verbindet in der untern Stellung die Induktanz 3 und den Kondensator 5 rin mittelbar mit dem Gitter der zweiten Röhre 8, wodurch nach Wunsch die Hochfrequenz- verstärkerröhre 4 ausgeschaltet werden kann. Von der Anode der Röhre 8 führt eine Ver bindungsleitung 12 zur Induktanz 2, welche ei nen Regelkondensator 13 enthält und somit eine veränderliche kapazitive Rückkoppelung zwi schen Anode der Rühre 8 und Gitter der Röhre 4 schafft, oder falls diese aus dem Stromkreise ausgeschaltet ist, zum Gitter der Röhre B.
In dem Anodenkreise der Röhre 8 befindet sich eine Hochfrequenzdrosselspule 14, welche da für sorgt, dass die Hochfrequenzschwingungen durch die Verteilungsleitung 12 hindurchge- hen. Die Koppelung zwischen der Röhre 8 und der dritten Röhre 15 erfolgt mittelst eines Niederfrequenztransforinators 16, das Gitter der Röhre 15 ist mit (äitterbatterie 17 ausgestattet.
,rede der folgenden Niederfre- quenz-Verstär#hungsrüliren 18 und 19 ist mit der vorhergehenden Röhre durch Niederfre- quenztransformatoren 20 und 21 gekoppelt, und jede weist eine Gitterbatterie, 22, 23, auf.
Es ist ersichtlich, dass die Sekundär- wicklung des Niederfrequenztransformators 21 an ihrem oberen Ende an das Gitter der Rühre 1') angeschlossen ist, während das un tere Ende durch einen lZondensator 24 an die Anode der Röhre 18 angeschlossen ist, d. h. an das Hochpotentialende der Primär wicklung des Transformators 21. Ein Gitter- nebenschlusswiderstand 25 hilft dazu, das Git ter der Röhre 19 auf einem geeigneten ne gativen Potential gegenüber dem Faden der Röhre 19 zu halten.
Infolge dieser Verbin dung durch den Kondensator 24 ist das Hi;r- frequenzpotential, das an das Gitter der Rüliru 19 angelegt wird, die Summe des Hochpoten tials von Hörfrequenz am Punkt 26 und des elektromagnetisch induzierten Potential\ in der Sekundärwicklung des Transformators 21.
Das Potential ain Punkt ,'36 sollte in jedem Augenblick in Phase niit dem sein. welches am Ende der Sekundärwicklung erzielt wird, an welches der Punkt durch den Kondensa- tor 24 angeschlossen ist.
Ein zweiter Aufwärtstransfurmator 27 ist in den .Anodenkreis der Rühre 19 gelegt und in gleichartiger Weise angeordnet, d. h. das untere Ende seiner Sekundärwicklung ist durch einen Kondensator 28 an die Anode der Rühre 19 angeschkssen. Die Seli:
undä.r- wicklung des Transformators <B>2</B>7 weist Ab zweigungen auf, die mit den Knüpfen eines Drehschalters 29 in Verbindung sind, statt dessen können andere Mittel Anwendung fin- den, um das Verhältnis der Sekundär- und 1'riniärwicl.:
lungen des Transformators zii s-ur- ändern. Die -#N'irkung der beiden Rühren 18 und 19 besteht in einer Verstärkung der Energie, die aus den ankommenden Signalen herrührt, und in der Anlegung eines Hoch potentials, welches >ich bei Hörfrequenz än dert,
an ein aus Draht bestehendes Netzwerk oder ein oder mehrere Gitter 30, welche mit der Sekundärwicklung des Transformators 27 durch den Schalter 29 in Verbindung stehen. Der Punkt, an welchem das Netz 30 an die Sekundärwicklung angeschlossen ist, richtet sich nach der Fläche des benutzten Netzes.
Dieses kann aus einem fein gezogenen Draht in Gestalt eines Netzes bestehen und zwi schen Gummiblättern oder Schichten von fe stem Papier angebracht sein, welche mit einander verklebt sind, und die unter Tep pichen verborgen oder unter der Decke des Raumes angehängt sein können. Das Netz kann aber auch aus in die Teppiche einge webten oder unmittelbar an den Fussboden angebrachten Drähten bestehen, oder kann in sonst geeigneter Weise in den Räumen untergebracht sein, in welchen die Signale vernehmbar gemacht werden sollen.
Der Aufwärtstransformator 27 ist zwar in Fig. 1 nahe bei der Röhre gezeichnet, er kann aber örtlich nahe dem Punkt sitzen, an welchem die Signale verteilt werden sollen, wie dies in Fig. 2 veranschaulicht wird.
Ein Abwärtstransformator 77 liegt hier zwischen der Röhre 19 und den Leitern 78, so dass diese, welche den Transformator 77 und die Primärwicklung des Transformators 27 verbinden, verhältnismässig niedere Poten tiale aufzunehmen haben und deshalb in ei nem Bleikabel geführt werden können. Die eine Lieferungsklemme. des Empfängers be steht in dem Arm des Schalters 29, die zweite Klemme 31, welche geerdet ist, ist in Fig. 1 als durch einen Zweigweg-Konden- sator 32 mit dein unteren Ende, d. 1r. mit dem Niederpotentialer)de der Primärwicklung des Transformators 27 verbunden, dargestellt.
Die Klemme 31 kann auch unmittelbar an die Fadenbatterie 33 .des Verstärkers ange schlossen sein. In Fig. 2 ist eine Klemme der Sekundärwicklung des Transformators 27 durch Rückverbindungen 79, 80 geerdet, statt örtlich geerdet zrr sein.
Der Zweck der Benutzung von Kapazitäts gittern oder Netzen, wie 30, ist die Erzeu gung eines elektrostatischen Feldes, welches rnit Hörfrequenzen schwingt, und welches elektrostatische Ladung beträchtlicher Gröläe in jedem beliebigen isolierten leitenden Kör per induziert, welche in dein elektrostatischen Kraftlinienfelde vorhanden sind.
Diese indu zierten Ladungen werden einen gleichartigen Hörfrequenz-Charakter aufweisen, wie die elek trostatischen Ladungen, welche dem Drahtnetz 30 zugeführt werden.<B>Es</B> wurde bereits er wähnt, dass um diesen zu einer möglichst hohen Spannung zu bringen, das Überset zungsverhältnis des Transformators 27 mit- telst des Schalters 29 geändert werden kann.
Das durch das Netzwerk 30 erzeugte elek trostatische Feld sucht elektrostatische La dungen zu induzieren, und wenn ein paar isolierter und leitender Körper in dem Feld angeordnet wird, so kann eine Potentialdif ferenz zwischen ihnen erzeugt werden, die fähig ist, Telephonströme hervorzurufen, wenn sie elektrisch leitend über die Spulen eines Hörers 34 verbunden werden. Somit kann eine Person, die telephonischen oder telegr-a- phischen Nachrichten hören, ohne dass irgend eine materielle Verbindung zu dem Radio empfänger besteht.
Wie in den Zeichnungen, insbesondere in Fig.3 dargestellt ist, bestehen die beiden Körper verschiedener Kapazität gegen Erde aus dem Kopfband 35 des Telephons und der Oberfläche des Körpers der den Kopfhö rer benutzenden Person. In dem Beispiel nach Fig. 1 und 3 wird die Verbindung mit dem Körper des Benutzers durch die metallische Hörmuschel 36 hergestellt, während die an dere Hörmuschel 36a aus isolierenden Stof fen besteht. Die Muscheln 36 und 36 a sind auf die Kapseln der beiden Hörer aufge schraubt, und der Körper 37 ist mittelst ei nes Verbindungsdrahtes an das eine Ende der Hörspule 39 angeschlossen.
Die Spulen 39 und 40 sind in Reihe geschaltet und mit Hilfe eines Leiters 4.1, der rings um das Kopfband 35, jedoch von ihm isoliert, herum führt, und in Reihe rnit den Spulen 42, 43 des andern Hörers geschaltet. Die Spule 43 steht in Verbindung mit dein Gehäuse der anderen Hörmuschel 44, welche unmittelbar reit dein Kopfband 35 verbunden ist.
Das Kopfband ist isoliert vorn Körper des einen Hörers 37 durch eine Isolierbüchse 45, somit liegen alle vier Teleplronspulen in Serie zwi- sehen dem Kopfband 35 einerseits und dem Körper des Benutzers durch die Muschel 36 anderseits. Infolge der verschiedenen Ka pazität des menschlichen Körpers und des Kopfbandes 35 wird ein Strom von einem zum andern Teil durch die Wicklungen 39, 40, 42, 43 fliessen, sofern sich die Telephone in dem veränderlichen elektrostatischen Felde befinden, welches durch das Netzwerk 30 er zeugt wird.
Diese Ströme werden die gleiche Frequenz aufweisen wie .das elektrostatische Feld und werden demnach in dem Kopfhö rer 34 die Signale wiedergeben, mögen sie nun ein Telegramm, ein Gespräch oder Mu sik sein, welche an der Antenne 1. eingehen.
Es hat sich herausgestellt, dass bei einer solchen Verbindung eine beträchtliche Nei <B>gung</B> zur Entstehung von Verzerrungen vor liegt, wenn telephonische Nachrichten emp fangen werden, und es wird angenommen, dass das aus der vergleichsweise niedrigem Impedanz der resultierenden Kapazität der leitenden Körper für das induzierte Poten tial verhältnismässig hoher Hörfrequenz her rührt, während die Impedanz verhältnismässig sehr gross für niedere Hörfrequenzen ist. Das Ergebnis ist beispielsweise, dass die Wirkung, die bei Frequenzen von beispielsweise 5000 entsteht, verhältnismässig gross ist gegenüber der Wirkung, die bei einer Frequenz von 200 entsteht.
Infolgedessen ist das Ansprechen der Telephone 34 keineswegs proportional den Schwankungen im elektrostatischen Felde, wenn nicht Schritte unternommen werden, um diese Verzerrung auszugleichen. Bei der Ausführung bei Fig. 1-3 ist, zwecks Be richtigung dieser Verzerrung ein Kondensator 46 vorgesehen, dessen eines Ende mittelst des Leiters 4 7 mit dem Kopfbügel 35 ver bunden ist, während das andere an dein Kör per 3,7 des einen Kopftelepbons und infolge dessen über die Muschel 36 mit dem Körper des Benutzers in Verbindung steht.
Das Er gebnis ist, dass der Kondensator in eisern Nebenschluss zrr den Wicklungen 39, 40, 42, -13 zwischen den leitenden Körpern gelegt ist, die ihrerseits aus dein Kopfbügel und dein Ii;;r-per bestehen. Infolge dieser Anordnung wird ein gleichförmigeres Ansprechen der Te lephone 34 über einen grösseren Frequenz bereich hin erzielt, als es ohne Kondensator möglich wäre.
Ist der Kondensator 46 von geeigneter Kapazität ausgewählt worden, so bietet er eine kleine Impedanz für Ströme hoher Hörfrequenz, aber eine hohe Impedanz für Ströme niederer Frequenzen, und infolge dessen finden Ströme höherer Hörfrequenz ei nen verhältnismässig leichten Durchgang durch den Kondensator 46 und ihre Einwirkung auf die Telephone wird beträchtlich herabgedrückt. Die Ströme niederer Frequenz finden dage gen keinen leichten Durchgang durch den Kondensator 46 und müssen durch die Tele- phonspulen hindurchfliessen.
Das Gesamter gebnis ist ein allgemeines Ausgleichen in dem Ansprechen über einen grossen Bereich von Frequenzen. Weiter wirkt die Anwen dung eines derartigen Kondensators auf diese Herabsetzung der natürlichen Frequenz der Telephonwicklungen 39, 40, 42, 43, so dass auch ans diesem Grunde ein stärkeres An sprechen bei niederen Frequenzen erreicht wird. Der Kondensator 46 ist schematisch als in einem der Telephonkopfstüeke enthal ten dargestellt; findet sich aber kein Platz für einen Kondensator der erforderlichen Ka pazität innerhalb des (lehäuses, so kann er auch auf dein Kopfbügel 35 oder sonst an passender Stelle angebracht werden.
Selbst verständlich muss der Kopfbügel 35 gegen den Leiter 41. und gegen den Kopf des Trägers isoliert werden, er ist deshalb zweckmässig in einer isolierenden Hülle aus Gummi, Le der oder sonstigen biegsamen Isolierstoffen eingekapselt.
Die Erfindung kann auch für die Über- rrrittlung voll Mitteilungen in Zügen und Schiffen benutzt werden. Die Gitterwerke oder Netzwerke 30 können z. B. bei Zügen an den Wagendecken angebracht sein, oder unter den Sitzen, oder hinter den Rücken lehnen, wie es sich gerade als zweckmässig ergibt.
Vorrichtungen, wie sie in Fig. 1 dar gestellt sind, können auch in I@isenbahnsta- tionen oder in Signalzellen untergebracht sehr, wobei die Verteilungsleitung oder -Leitungen 'entsprechend dem Gitterwerk 30, welche mit dem Verstärker verbunden sind, auf Masten angebracht oder auf Isolatoren abgestützt werden, die längs der Strecke angeordnet sind.
Die Energie in diesen Verteilungslei tungen kann in bekannter Weise elektrosta tische Induktionen auf einen Draht übertra gen, der längs des Zuges läuft, und wel cher seinerseits dann mit den Gittern oder den Netzen verbunden ist, die entsprechend dem Gebilde 30 sich im Zuge vorfinden.
Die Erfindung kann auch in Verbindung mit einem gewöhnlichen Leitungstelephon- kreise verwendet werden, in welchem Falle die Leitungsströme verstärkt werden, ehe sie dem Netzwerk 30 zugeführt werden, und zwar in ähnlicher Weise, wie es in Verbindung mit Fig. 1 erläutert ist.
Fig. 4 und 5 geben eine abgeänderte Aus führung des Telephons nach Fig. 3 wieder. Das Telephon besteht hier aus einer einzigen Telephonkapsel49, die an einem Handgriff 50 sitzt. Der Körper, der durch den Kopf bügel 35 in Fig. 3 geliefert wurde, ist durch einen Fächer 51 ersetzt, der aus Seide be stehen kann und eine Anzahl von strahlen förmig angeordneten Drähten 52 aufweist, oder der auch irgend ein Muster in Flitter werk oder irgend einen metallischen Stoff aufweisen kann. Der Fächer kann in eine Vertiefung 53 im Griff 50 eingeklappt werden.
Wie dargestellt, ist eine Verbindung zu den Drähten 52 durch den Acbsbolzen 54 mit ei nem Ende der Telephonspulen hergestellt worden. Das andere Ende der Spule ist mit dem metallischen Teil 55 des Handgriffs 50 verbunden, der von dein Benutzer fest erfasst werden muss, um die notwendige- Verbindung zum Körper des Benutzers herzustellen. Der Kondensator 46 ist in diesem Falle als in eine Vertiefung des Handgriffs 50 eingelassen dargestellt. Es ist einerseits mit dem me tallischen Teile 55 und von hier aus mit dem Körper des Benutzers verbunden, und ander seits durch einen Leiter 56, durch den Zap fen 54 mit den Drähten 52, so dass die elek trischen Verbindungen genau denen entspre chen, die in Fig. 3 dargestellt wurden.
Na- türlich können auch, um die Änorclnung ei nes zweiten Drahtes 57 in Griff unnötig zu machen, Kondensator 46 und metallischer Teil 55 des Handgriffs mit den Drähten 52 am unteren Ende des Fächers 51 verbunden werden. Ferner kann, um eine Benutzung des Telephons beispielsweise von Damen zu ermöglichen, die Handschuhe tragen, die eine Isolierung der metallischen Teile 55 herbei zuführen suchen. würden, eine zweite Verbin dung am einen Ende der Telephonwicklung zum Körper des Benutzers durch die Hör muschel 36 geschaffen werden, die dann lei tend gemacht werden würde.
Es ist nicht unbedingt notwendig, weder bei der Anord nung bei Fig. 3 noch bei Fig. 5, dass die ganze Fläche der Hörmuschel leitend ist. Sie kann einen dünnen Überzug eines isolierenden Firnisses erhalten, der in diesem Falle als Dielektrikum dienen würde, so dass der Strom, der vom Kopfband 35 oder Fächer 51 zum Körper des Benutzers fliesst, ein Kapazitäts- Strom sein würde.
In Fig. 6 ist ein Verstärker dargestellt, in welchem der Niederfrequenzstrom eines Radioempfängers oder sonstigen Quelle be nutzt wird, um die Schwingungen in einem Hochfrequenz-Generatorkreise zu steuern. In Fig. 6 werden Hörfrequenzsignale der Primär wicklung eines Niederfrequenz-Transformators 58 zugeführt, dessen Sekundärwicklung durch einen Gitternebenschluss-Widerstand 59 mit dem Gitter der Schwingungsröhre 60 verbun den ist. Die Anode der Röhre 60 wird ge speist durch Strom aus der Hochspannungs batterie 61 durch Hochfrequenzdrosselspule 62.
Ein Zweigweg-Kondensator 63 verhindert, dass die Hochspannung das Gitter der Gleich richterröhre 64 erreicht. Das Gitter der Röhre 60 hat einen Zweigleitungskreis, der einen Kondensator 65 und eine Spule 66 enthält. Diese ist mit der Anodenspule 67 gekoppelt, und zwar zum Zwecke der Rückkoppelung, um die Schwingungen, in der Röhre 60 zu erzeugen. Diese Schwingungen werden durch die Röhre 64 gleichgerichtet, deren Gitter durch die Batterie 68 auf geeignetem Poten tial gehalten wird.
Niederfrequenzverände- rungen im Potential des Gitters der Röhre 60 modulieren die erzeugten Hochfrequenz- schwingungen, welche dann nach Gleichrich tung durch die Röhre 64 dein Hochspannungs- lieferungs-Transformator 27 zugeführt werden, der genau dem Transformator 27 nach Fig. 1 entspricht. Man kann auch die Verteilungs netzwerke an die Enden der Sekundärwick lung des Transformators 27 anschlichen, wäh rend der Mittelpunkt der Sekundärwicklung geerdet ist.
In diesem Falle können die bei den Netze unter Fussböden übereinandergela- gert angebracht werden. Weiter noch kamt nach Fig. 7 ein Autotransformator 27a an statt des Transformators 27 Benutzung fin den. Der mittlere Teil der Wicklung des Autotransformators 27a dient als Priinärwiek- lung, während die äusseren Teile die Sekun därwicklung bilden.
In diesem Falle sind Kondensatoren 81, 82 in einem Stromkreis mit der Wicklung des Transformators 27a und die Verteilungsgitter 30a, 30b und Erde ge legt, um zu verhindern, dass die Hochspan nungsgleichströme, die der Anode der Röhre 19 von der Batterie 83 zugeführt werden, ei nen anderen Weg finden, als durch den mitt leren oder Primärteil der Wicklung des Trans formators 27a. In Fig. 8 ist ein Autotrans formator 27a in einem System mit einem ein fachen Netzwerk dargestellt.
Ein Konden sator 81 ist für den gleichen Zweck wie in Fig. 7 vorgesehen, im übrigen ist das Sy stem das gleiche, wie es anhand der Fig. 1 beschrieben wurde und bedarf keiner wei teren Beschreibung. , Die Verzerrung, die entstehen kann, wenn der Kondensator 46 nach Fig. 3 weggelassen ist, kann teilweise oder ganz in den Vakuum röhrenverstärker selbst korrigiert werden. Beispielsweise ist in Fig. 9 der Verstärker so dargestellt, dass er geeignet ist, eine (xe- genverzerrung zu der zu erzeugen, die aus dem Kapazitätsstrom in dem Telephon her rührt, d. h. der Verstärker ist so angeordnet, dass er die Impulse von hoher Hörfrequenz vermindert.
In Fig. 9 ist ein Teil eines Ver stärkers mit drei Vakuumröhren 4, 8 und 15 veranschaulicht. Die Koppelung zwischen der Gleichrichterröhre 8 und der Niederfrequenz- röhre 15 geschieht durch eine Drosselspule 14. Ein Kondensator 69 ist in Brücke zur Dros selspule 14 gelegt, er hat eine solche Kapa zität, dass er einen ziemlich leichten Durch weg für Impulse von hoher Hörfrequenz er gibt.
Das Ergebnis ist, dass die Hochfrequenz- Impulse, geschwächt zur nächsten Rühre 15 herüber gelangen, mit dein Ergebnis, dass die schliesslich dem Netzwerk 30 zugeführten Impulse entgegengesetzt zu der Verzerrung, welche durch die Kapazitätsströme zwischen dem Kopfbügel der Telephone und dem Kör per des Benutzers herbeigeführt wird, ver zerrt sind. Das Schluhergebnis, ist. dass die eine Verzerrung die andere aufhebt, und es wird eine verhältnismässig verzerrungsfreie Ge sprächswiedergabe gehört.
Die übrigen Tei le in Fig. 9 entsprechen dem allgemein ein geführten (-x'ebi-aiieh und bedürfen keiner Ein zelbeschreibung.
Infolge der Geringfügigkeit der elektro statischen Kapazität des Kopfbügels 35 in Fig. 3 oder der Drä fite 52 in Fig. 4 wird man vorzugsweise Telephonhörer von aussergewöhn lich hoher Impedanz verwenden und solche, die so gebaut sind, dass sie die Anwendung einer Wicklung von grösseren Ausdehnungen gestatten, als es bei der gewöhnlich üblichen Hörerform möglich ist. Ein solches Instru inent hoher Impedanz ist in Fig. 10 und 11 wiedergegeben.
Ein Alittelkern 70 besteht aus einem Hohlzylinder, und ein Aussenkern 71 besteht aus einem Hohlzylinder von etwa dem dreifachen Durchmesser des Innenzylinders 70. Der Raum zwischen den beiden Zylindern ist vollkommen durch die Telephonwicklung 72 angefüllt. Die Röhren 70 und 71 bilden die Polfortsätze eines Ringteil-Dauermagnetes 73. Die Gesamtlage des Magnetsystems ge genüber der Membrane 74 ist durch eine Schraube 75 einstellbar. Die Membran 74 ist in geringem Abstande von dem Ende des Mittelkerns 70 und des -äusseren Zylinders 71 angebracht, die vorzugsweise die gleiche Höhe aufweisen.
Die Endet) der Wicklung 72 sind zu einem Klemmenpaar geführt, welche ent weder auf dem Telephongehäuse oder in sei- nem Innern angebracht sein können. Der Dauermagnet 73 erhält den Mittelkern 70 und den Aussenzylinder 71 auf entgegengesetzter Polarität, so dass ein dauernder Zug auf die Membrane 74 ausgeübt wird. Die Telephon ströme erzeugen Schwankungen, in der Aus übung der Zugkraft auf die Membrane und verursachen Schwingungen darin, welche den Schwankungen des Telephonstromes entspre chen.
Bei dieser Gestalt des Hörers ist der magnetische Zug in der Mitte der Membrane lokalisiert, woraus sich eine grössere Emp findlichkeit ergibt, weil die Kräfte an Punk ten angreifen, welche am leichtesten in Be wegung zu setzen sind. Bei den gewöhnli chen Telephonhörern ist das nicht der Fall, weil hier der magnetische Zug auf zwei Punkte gegenüber der Membranmitte ein wirkt. Die Wirksamkeit des magnetischen Kreises wird dadurch verstärkt, dass die Wick lung 72 durch den Aussenzylinder 71 um schlossen wird, so dass sowohl das innere wie das äussere magnetische Feld nutzbar gemacht werden, die durch die Ströme in der Wick lung 72 erzeugt werden.
Innen- und Aussen zylinder sind längs ihrer Seiten eingeschnit ten, um das Kreisen von Wirbelströmen zu verhüten. Wenn ein Körper gemäss Fig. 10 und 11 mit einem System gemäss Fig. 1 be nutzt wird, so würde gleichfalls ein Konden sator 46 wie bei Fig. 4 erforderlich werden.
Bei einem System aber, wie es bei Fig. 9 wiedergegeben ist, ist kein Kondensator in dem Hörer notwendig, wenn der Kondensator 69 die gesamte notwendige Korrektion lie fert. Schafft der Kondensator 69 aber nur einen Teil Korrektur der Verzerrung, so würde auch hier bei dem Telephon bei Fig. 10 und 11 ein Kondensator Anwendung finden.
Naturgemäss können Telephone niederer Impedanz mit einem Telephontransformator in bekannter Ausgestaltung zusammen mit irgend einem der dargestellten Ausführungs beispiele Benutzung finden.
Eine weitere Ausgestaltung eines geeig neten Kopfhörers zur Anwendung bei der Erfindung ist in Fig. 12 wiedergegeben. Diese Instrumentenform dient zur Verwendung mit einem Verstärker, der keinen Gleichrichter einschliesst, so dass das elektrostatische Feld, das vom Netzwerk 30 erzeugt wird, dann zum Beispiel mit der Frequenz des Schwingungs trägers für die Hörfrequenz eines Telephons schwingen kann. In Einzelausführungen ist die Ausgestaltung nach Fig. 12 die gleiche wie nach Fig. 3 und es sind infolgedessen auch übereinstimmende Bezugsziffern ver wendet. Dazu ist aber noch ein Kristallde tektor 76 bei der.
Anordnung nach Fig. 12 vorgesehen, und ersichtlich liegt dieser in der Verbindung 38, welche die Hörerspule 39 und den Kondensator 46 an das Gehäuse des Telephonhörers und weiter an den Körper des Benutzers anschliesst. Das Ergebnis ist, dass der Kristalldetektor in den Kreis der Hochfrequenzströme eingeschaltet ist, welche zwischen dem Körper des Benutzers und dem Kopfbiigel oder den Drähten 52 in Fig. 4 fliessen. Hierdurch wird eine Gleichrichtung in den Telephonen selbst statt im Verstärker herbeigeführt. Der Kristall<B>76</B> ist nach der Darstellung in die Kapsel des einen Kopf hörers hineingelegt.
Er kann gleich gut in einen kleinen Behälter gesetzt werden, der an dem Kopfbügel oder sonst geeigneter Stelle befestigt ist.