CH113738A - Verfahren zur Herstellung von Bleiacetaten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bleiacetaten.

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CH113738A
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Rudolf Plaueln
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Rudolf Plaueln
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  Verfahren zur Herstellung von Bleiacetaten.    Man kennt bereits Verfahren zur Oxyda  tion von metallischem Blei in Essigsäure oder  in essigsaurer Bleilösung mit Luft zum Zwecke  der Gewinnung neutraler oder basischer Blei  zuckerlösungen.  



  Bei den     bekannten    Verfahren ging     inan     entweder- so vor, dass man zwei nebeneinan  der angeordnete und miteinander verbundene,  geschlossene Gefässe mit zerkleinertem Blei  füllte, die Löseflüssigkeit wechselweise von  einem in das andere drückte, und in das je  weils von Löseflüssigkeit entleerte dann Luft       einpresste;    oder dass man ohne besondere Be  wegung der Löseflüssigkeit, diese innerhalb  eines geschlossenen Gefässes über locker auf  Horden gepacktes, metallisches Blei goss und  Luft in die Flüssigkeit     einpresste,    wobei das  zu behandelnde Blei entweder über dem Flüs  sigkeitsspiegel oder auch unter demselben ge  lagert sein konnte.

   Ein Übelstand dieser be  kannten Verfahren besteht darin, dass in  ganz kurzer Zeit das Blei zu oft steinharten  Massen zusammenbackt. Ein dauernd inni  ger Kontakt zwischen eingeblasener Luft und       Gesamtarbeitsbleimenge    ist aber für jedes    Oxydationsverfahren erste Voraussetzung.     Man     war deshalb genötigt in Zeitabschnitten von  zwei bis drei Tagen die zusammengebacke  nen Bleimassen zu     verhacken    und aufzu  lockern, damit neue     Luftdurchatreichkanäle     und neue     .Angriffsflächen    für die Oxydations  mittel entstanden. Dies musste innerhalb der  Gefässe durch Menschenhand erfolgen, was  sehr schwierig ist und die Gesundheit der  damit betrauten Arbeiter in hohem Masse  gefährdet.  



  Gemäss vorliegender Erfindung finden zwei  konzentrisch     ineinanderstehende    und mitein  ander kommunizierende Gefässe Verwendung,  von welchen das innere mit Blei, zweckmä  ssig in Form von Bleifäden     (Bleidraht)    be  schickt wird, durch welches die Löseflüssig  keit infolge Einblasens von Luft mit einem  Düsenkegel vertikal von unten nach oben  und alsdann durch den, zwischen dem Blei  behälter und dem Aussengefäss vorhandenen  schmalen     Ringraum    hindurch nach unten ge  führt wird.

   Bei diesem     Verfähren    mit zwangs  läufiger und ununterbrochener Kreislaufbewe  gung der Löseflüssigkeit erübrigt sich der so      gesundheitsschädliche     Aufhacküngsprozeh    der  Bleimassen und es braucht nicht mit höheren  Drucken gearbeitet zu werden.  



  Auch in seiner Wirtschaftlichkeit ist es  den bekannten Verfahren überlegen, da ei  nesteils ein dauernd inniger Kontakt zwischen  der eingeblasenen Luft und der Gesamtmenge  der im Bleibehälter untergebrachten Bleifä  den, sowie eine kontinuierliche,     gleichmässige     Kreislaufbewegung der Löseflüssigkeit auf  rechterhalten wird. Durch die zwangsläufig  stattfindende innige     Durchgasung    steigt die  Oxydationswirkung derart, dass sogar das bis  jetzt nicht zu verwendende, schwer     oxydier-          bare,        antimonhaltige    Rohblei, sowie Altblei  in gleicher Weise und Wirtschaftlichkeit wie  das bis jetzt verwendete sehr teuere, doppelt  raffinierte -Weichblei verarbeitet werden.  



  Die wirtschaftlichen und technischen Vor  teile des neuen Verfahrens bestehen beson  ders in folgendem  1. Innerhalb 6--8 Stunden werden aus  einer     Gesamtausgangsmenge    von 10-12<B>Ton-</B>  nen metallischen Bleies, 1,75 Tonnen neutraler       beziehungsweise    basischer Bleizucker erhalten,       während    bisher zur     Erzielung    desselben     Re-          sultates    eine Ausgangsmenge von 30-40  Tonnen metallischen Bleies und eine Arbeits  zeit von 8-15 Stunden erforderlich waren.  



  2. Das Verfahren wird ohne Anwendung  von Drück durchgeführt und es wird das     Zu-          sarnmenbacken    und das deshalb bisher not  wendige zeitweise Aufhacken der Bleimassen  vermieden.  



  <B>3</B> Das Verfahren ermöglicht die Verar  beitung schwer     oxydablen,        autimonhaltigen     Roh- sowie Altbleies mit der gleichen Schnel  ligkeit, in welcher die Verarbeitung des be  sten, doppelt raffinierten und     teueren    Weich  bleies erfolgt.  



  Die Zeichnung veranschaulicht eine bei  spielsweise Ausführungsform der bei der Durch  führung des neuen Verfahrens Verwendung fin  denden Apparatur. In einem     zy        lindrischen    Gefäss       a    von etwa 7 in Höhe und 2 in Durchmesser  steht konzentrisch ein unten und oben     offe-          ner,    am besten nach oben verjüngt zulaufen-    der     Bleiaüfnahumebehälter        L,    aus Holz oder  Kupferblech in der Grösse von etwa 6 in Höhe  und 1 in Durchmesser.

   Im Innern dieses Blei  behälters befindet sieh am Boden die     Luft-          düsenkonstruktion    c in Form eines Dreifusses,  welcher auf einem perforierten Rohrkranz ver  bindend aufmontiert ist. An diesem Bleibe  hälter ist unten jede zweite     Bottichdaube    um  b cm verkürzt. Im oberen Teile seines Man  tels befindet sich dagegen     unmittelbar    unter  dem Flüssigkeitsspiegel ein etwa 10 cm brei  tes Band von     Durchbrechungen    oder Durch  lässen e.

   Der Bleibehälter ist ziemlich bis  zum oberen Rande     finit    Blei (10--12 Tonnen)  beschickt in Form von Draht oder dergleichen  und bis zum Band der     Durchbrechungen    oder  Durchlässen     P    mit Löseflüssigkeit (Essigsäure  oder essigsaurer Bleilösung) beschickt.

   Die  Pressluft tritt durch den seitlichen Rohrstut  zen     d    in den Düsenkegel     c    und durchströmt,  auf die     Querschnittsflä        che    des     Bleiaufnahme-          behälters        gleichmässig    verteilt und     auseinan-          dergezogen,

      die in diesem befindlichen     Blei-          inassen    in aufsteigender     Richtung.    Die sich  im     Innern.    des Bleibehälters durch     Aufnahme     von Bleioxyd bildende     Bleioxydlauge    wird  durch den Auftrieb der Luft zum Austritt  durch die     lIanteldurclibrechungen    e gezwun  gen in die spezifisch leichtere, im Aussenbe  hälter     befindliche    Lauge     einzutreten    und ei  ner. kontinuierlichen Kreislauf in senkrechter  Richtung zu beschreiben.  



  Hierdurch wird das jeweils     verwendete     Lösungsmittel stets bis zur     völligen    Sätti  gung mit Blei. angereichert. Die je nach dem  verwendeten Lösungsmittel (Essigsäure oder  essigsaure     Bleiliisung)    so     erhaltenen        neutralen     oder basischen     Bleiziicl,ei#IGsungen        (Bleiace-          täte)    können dann entweder auf kristallini  schen Bleizucker oder auf Bleiweiss weiter  verarbeitet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Bleiace taten aus metallischem Blei mit Hilfe von Luft in Gegenwart von Essigsäure oder neu traler, essigsaui@ei- Bleiltisiiiig, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Löseflüssigkeit infolge Ein blasens der Luft mit einem Düsenkegel im Kreislauf kontinuierlich durch das Blei ver tikal von unten nach oben und durch einen Zwischenraum zwischen dem schmalen, turm- artigen Reaktionsgefäss und dem konzentrisch darin angeordneten Bleibehälter nach unten geführt wird.
CH113738D 1923-10-30 1924-08-06 Verfahren zur Herstellung von Bleiacetaten. CH113738A (de)

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