CH113942A - Zum Anzeigen von Niederspannungen geeigneter Apparat. - Google Patents

Zum Anzeigen von Niederspannungen geeigneter Apparat.

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CH113942A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Zum Anzeigen von Niederspannungen geeigneter Apparat.    Die Erfindung bezieht sich auf einen  Apparat,     welcher    zum Anzeigen von Nieder  spannungen, wie diese in     Niederspannungs-          verteilnetzen    sowohl für Wechselstrom, wie  für Gleichstrom allgemein üblich -sind, ge  eignet ist.  



  Man hat schon vorgeschlagen. zum An  zeigen von Hochspannungen mit hoher Fre  quenz einen     Spannungsanzeiger    herzustellen,  in dem eine leuchtende Entladung auftritt,  wenn der eine Pol des Apparates an die hohe  Spannung und der andere Pol in Reihe mit  einer Kapazität an Erde gelegt wird.  



  Gemäss der Erfindung wird eine mit  einer     Edelgasfüllung    versehene Entladungs  röhre, deren Elektroden sich in so geringer  Entfernung voneinander befinden, dass in der  Röhre nur     negatives    Glimmlicht auftritt,  in Reihe mit einer sehr grossen Impedanz  innerhalb eines mit leitenden Enden ver  sehenen röhrenförmigen, isolierenden Man  tels angeordnet.

       Wird    ein     Ende.eines    solchen  Apparates mit einem unter Spannung stehen  den Leiter in Kontakt gebracht und wird  das andere Ende mit     der    Hand berührt, so    dass der menschliche Körper, als Impedanz  vorgeschaltet, den Stromdurchgang vermittelt,  so wird in der Entladungsröhre eine     Glimm-          entladung    auftreten, welche das Vorhanden  sein einer Spannung in bezug auf die Erde  anzeigt.  



  Bei Entladungsröhren von der- angegebe  nen Art können so geringe Werte der     Zünd-          spannung    erreicht werden, dass der Apparat  zum Beispiel schon zur Spannungsanzeige  in     Verteilnetzen    von 110 Volt Gleichstrom  verwendbar ist. Es bestehen verschiedene  Mittel zur Herabsetzung der Zündspannung  der Röhre. So werden zum Beispiel die Zu  sammensetzung, die Form und die Entfer  nung der     Elektroden    voneinander, sowie der       Druck    und die Zusammensetzung ,der Gas  füllung einen grossen Einfluss darauf aus  üben.

   In bezug darauf ist zu bemerken, dass  die Herabsetzung der Zündspannung dadurch  gefördert werden kann, dass für die Herstel  lung der Elektroden ein leicht Elektronen  aussendender Stoff. wie zum Beispiel Mag  nesium,     gewühlt    wird, ferner, dass der Ab  stand zwischen den Elektroden klein gewählt      wird und dass eine oder beide     Elektroden     mit einem zugespitzten Ende versehen wer  den.

   Ein anderes Mittel zur Herabsetzung  der Zündspannung ist beispielsweise eine       Grasfüllung,    die aus einem Edelgas mit einer  geringen Beifügung von einem andern Edel  gase besteht, dessen     Ionisierungsspannung     niedriger ist.

   als die Spannung, bei der der  erste unelastische Stoss im     erstgenannten    Gase       auftritt.    Als Beispiel einer solchen Gas  füllung kann Neon (gegebenenfalls mit un  gefähr 95 % Helium vermischt, in wel  cher Zusammensetzung Neon aus der Luft  gewonnen wird), mit einer     geringen    Zu  fügung von Argon erwähnt     werden.     Schliesslich wirkt     eine    Herabsetzung des  Gasdruckes günstig auf die Herabsetzung der       Zündspannung.     



  Die mit der     Entla:clungsröhre    in Reihe       ,gesehaltete    Impedanz     bezweckt    die     Beschriin-          kung    des durch     dein    Apparat geführten Stro  me: auf einen ganz geringen Wert, so dass  der Apparat ungefährlich     wird,    auch wenn       Umstände    herrschen, bei welchen der     Wider-          ,tand    des menschlichen Körpers sehr gering  ist. Für den Betrieb des Apparates genügt  schon ein Strom von der     Grössenordnung          von    0,1.

   Miniampere; zumal wenn die Röhre  an der Stelle. wo die Entladung auftritt,  verengt     wird.    so dass die leuchtende Ent  ladung konzentriert     wird,    ist bei einer sol  chen     Stromstärke    die     Glimnie@ntl < idung    in  der Röhre schon     sehn    deutlich     wahrnehmbar.     Die Impedanz ist also von der Grössen  ordnung eines     Megohms    zu wählen.

   Als sol  che kann eine auf einem Isolator angebrachte,       äusserst    dünne, leitende Schicht verwendet  werden, die zum Beispiel     ,durch        Zerstäubung     des leitenden Stoffes auf der Innenfläche  des isolierenden     Mantels    erhalten     \,,    erden  kann.  



  Braucht der Apparat, wie zum Beispiel  an Orten, wo nur ein     Wechselstromverteil-          netz    besteht. nur     zi.im    Anzeigen von     Wech-          selspannungen    zu dienen, so kann ein Kon  densator in Reihe     finit    der Entladungsröhre  innerhalb des isolierenden Mantels angeord  net sein. Mit Rücksicht auf den obenerwähn-         ten    Wert der     Impedanz    soll diese     Kapazität     bei einer Periodenzahl 50 von der Grössen  ordnung von 0,003     Mikrofarad    gewählt wer  den.

   Der Kondensator braucht also nur sehr       geringe        Abmessungen    aufzuweisen.  



       Uni    den Apparat ohne Gefahr auch zum  Anzeigen von höheren     Wechselspannungen     brauchen zu können,     können    eine oder     nieli-          rere    abnehmbare Kappen aus isolierendem  Stoff auf einem der Enden des Mantels     @iii-          geordnet    sein.  



  Die Zeichnung     ,stellt        beispielsweise        einen     Apparat zum     Anzeigen    von     Wecheelspan-          nungen    dar.  



       Innerhalb    eines zum Beispiel aus     Ebonit     oder ähnlichem Stoff hergestellten, isolieren  den Mantels 1 ist eine     Entladungsröhre     des oben     beschriebenen        Typs    angeordnet.  



  Eine für den     Zweck    der Erfindung     (re-          eignete        Entladun"srölu-e    kann zum     Beispiel     mit Elektroden, deren Enden aus.     3iagnesiuiii     bestehen und     ungefähr   <B>0,5</B>     nim        voneinander     entfernt sind und mit     (--inFr    aus Neon     mii     einer Beifügung von ungefähr 1      .0-        Ar@,oii          bestehenden        Gasfüllung,

      deren Druck     inis-          fähr    20 mm     Quecksilbersäule        belrä.gt.        ver-          sehen    sein.  



  Zum     Konzentrieren    des     Glimmlichte.        i>1:     die Röhre an der     Stelle,        wo    die     Entladun     auftritt,,     stark,        verengt.        Iin        isolierenden        Han-          tel    ist eine     spaltfö        rmigc        Offnung.    3     vorge-          sehen,    durch welche die Entladung     sichtbar     ist.

   Damit nicht einfallendes Licht der deut  lichen Sichtbarkeit der Entladung schadet,  wird die Öffnung     zweelimässigerweise    schmal  gewählt.  



  Die Elektroden I sind in die Enden der       Entladungsröhre        eingeschmolzen    und durch       federnde,    Teile 5 beziehungsweise mit einem  metallenen     Absclilussstiiclze    6 und einem Kon  densator 7 verbunden. Dieser Kondensator  kann aus zwei Streifen Metallfolie und zwei  isolierenden Papierstreifen bestehen; diese  Streifen werden aufgerollt, so dass der  Kondensator nur sehr wenig Raum bean  sprucht und daher innerhalb, des     Mantels    an  geordnet werden     kann,    wie in der     Zeichnun-          dargestellt    ist:.

   Der     andere    Belag des Kon-           densators    ist in leitender Verbindung mit  dem Metalldeckel 8 gebracht,  Wird das     Abschlussstiick    G mit     einem     unter Spannung stehenden Gegenstand., des  sen Spannung angezeigt werden soll, in lei  tende Verbindung     gebracht    und wird der  Deckel 8 geerdet, wozu eine Berührung mit  der Hand     genügt,    so wird eine Entladung  in der Röhre 9 stattfinden, welche Entladung  durch die vorgeschaltete grosse Impedanz auf  eine Glimmentladung mit geringer Strom  stärke beschrankt wird.  



  -Der Spannungsanzeiger gemäss der Er  findung kann ohne weiteres für Nieder  spannungen von ungefähr<B>110</B>     Volt    Wechsel  oder Gleichspannung und höher benutzt wer  den, während der Apparat für höhere Wech  selspannungen eingerichtet werden kann, in  dem man, auf einem der Enden eine Kappe. 9  aus     isolierendem    Stoff anordnet. Dadurch  wird ein     TZ--ondeiisator    mit geringer Kapazi  tät mit     dem.    Apparat in Reihe geschaltet,  wodurch also zur Beschränkung des Stromes  eine sehr grosse Impedanz vorgeschaltet wird.  Auch für sehr hohe Wechselspannungen  kann der Apparat. verwendet werden, und ist  dann     gegebenenfalls    mit mehreren isolieren  den Kappen auf einem Ende oder auf beiden  Enden versehen.

   Dabei ist es nicht nötig,  die Spannung führenden Teile mit dem einen  Ende des Apparates zu berühren; denn es  tritt schon eine Entladung auf, wenn das  Ende sich in der Nähe dieser Teile befindet,  wobei die zwischenliegende Luft als Di-         elektrikum    einer in Reihe geschalteten Ka  pazität wirksam ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Zum Anzeigen von Niederspannungen geeigneter Apparat, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einer Edelga.sfüllung versehene Entladungsröhre, deren Elektroden sich in so geringer Entfernung voneinander befinden. dass in der Röhre nur negatives Glimmlicht auftritt, in Reihe mit einer grossen Impedanz innerhalb eines mit leitenden Enden ver sehenen röhrenförmigen, isolierenden Mantels angeordnet ist. UNTERANSPRÜCEE: 1.
    Apparat nach Patentanspruch, zum An zeigen von Wechselspannungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kondensator in Reihe mit der Entladungsröhre innerhalb des isolierenden Mantels angeordnet ist. 2. Apparat nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss zwecks gefahrloser Benützung beim Anzeigen höherer MTech- selspannungen mindestens eine abnehm bare Kappe aus isolierendem Stoff auf mindestens einem Ende des Mantels ange ordnet ist.
CH113942D 1924-05-09 1925-03-20 Zum Anzeigen von Niederspannungen geeigneter Apparat. CH113942A (de)

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