Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb. Die Erfindung betrifft eine Schaltungs anordnung für Fernsprechanlagen mit Wäh lerbetrieb und Trennen einer ganz oder teil weise hergestellten Verbindung nach Ablauf einer bestimmten Zeit.
Sie besteht darin, dass den über Vorwahl organe erreichten Verbindungseinrichtungen Schaltmittel zugeordnet sind, welche von Zeitschalteinrichtungen beherrscht werden und unter gewissen Voraussetzungen Um schaltungen an einem der im Verbindungs aufbau vorgeordneten Vorwahlorgane (z. B. Weiterschaltung des II.VW), herbeiführen, durch welche die belegte Verbindungsein richtung freigegeben wird.
Auf den Zeichnungen sind zwei Ausfüh rungsbeispiele unter Fortlassung aller für das Verständnis der Erfindung nicht in Be tracht kommenden Teile dargestellt.
In der Abb. 1 sind zwei in Reihe lie gende Vorwähler, sowie das abgehende Ende einer von der Untervermittlungsstelle zur Hauptvermittlungsstelle führenden Verbin dungsleitung dargestellt. Bei Freigabe der. Verbindungsleitung wird der zweite Vor wähler bei diesem Ausführungsbeispiel in eine besondere Signalstellung weitergeschal tet.
Bei dem in der Abb. 2 veranschaulichten Ausführungsbeispiel sind ebenfalls zwei in Reihe liegende Vorwähler, sowie die Schalt einrichtung am abgehenden Ende einer zur Hauptvermittlungsstelle führenden Verbin dungsleitung dargestellt. Der zweite Vor wähler ILVW wird beim zur Wirkungkom- men der, die Freigabe der belegten Verbin dungsleitung herbeiführenden Schalteinrich tungen auf eine zu einer internen Verbin dungseinrichtung führende Verbindungslei tung weitergeschaltet.
Es sei zunächst die Wirkungsweise der auf der Abb. 1 dargestellten Schaltung nä her beschrieben. T7z ist der Teilnehmer einer Vermittlungsstelle .mit Wählerbetrieb, der über Wähler<I>I.</I> und II.VW, Übertrager Z7e und nicht dargestellten Nummernstromstoss- empfänger Verbindungen mit Teilnehmern verschiedener Zonen herstellen kann, A und B sind die Brückenrelais des anrufenden Teilnehmers und B,. das vom nicht darge stellten gerufenen Teilnehmer beherrschte Brückenrelais.
MS ist ein Mitlaufschaltwerlz, welches durch die vom rufenden Teilnehmer zur Einstellung der Nummernstromstoss- empfänger abgegebenen Stromstösse gleichzei tig mit diesen auf die die gewählte Ver bindung enthaltende Verkehrszone<I>I, 11</I> oder III eingestellt wird. ZE ist ein Zeitschalt- werk, welches nach einer bestimmten Zeit einheit, z. B. alle drei Minuten, um einen Kontakt weitergeschaltet wird. AbS ist ein Schaltwerk, welches nach Ablauf einer be stimmten Zeiteinheit in Verbindung mit dem Relais ZR die Zählung der gewählten Ver bindungen bewirkt.
Der Drehmagnet D,2ns ist dem Schaltwerk MS, der Drehmagnet D3abs dem Schaltwerk AbS zugeordnet. Das Relais G bewirkt die Abtrennung der Ver bindung zum gerufenen Teilnehmer und die Inbewegungsetzung des Schaltwerkes AbS. Die Relais TR und<I>HR</I> bewirken bei einer gewaltsamen Trennung einer Verbindung in Verbindung mit einem Hilfsrelais H die Um schaltung des Prüfstromkreises der Vor wähler und Trennung des Prüfstromkreises für den II.VW,
wodurch gleichzeitig die Wideranschaltung des Drehmagnetes D die ses Vorwählers erfolgt und dieser auf einen bestimmten Kontakt 58 weitergeschaltet wird. In dieser Stellung des zweiten Vor wählers erhält der anrufende Teilnehmer von dem Summer BSu ein Signal, welches ihn veranlassen soll, seinen Hörer aufzu legen, um die Auslösung des belegt gehal tenen zweiten Vorwählers und seines ihm vorgeordneten Vorwählers I.VW zu veran lassen.
Dasselbe Signal erhält der anru fende Teilnehmer, wenn er mit der Aussen dung der die Einstellung der Nummern stromstossempfänger veranlassenden Strom stösse zu lange zögert, nur dass in diesem Falle die Umschaltung des ILVW über einen Kontakt eines Magnetes AK einer Zeit schalteinrichtung erfolgt.
Die Betriebsweise ist folgende: Beim Abnehmen des Hörers seitens des Teilneh- mers Tra erfolgt in an sich bekannter Weise die Einstellung der beiden Vorwähler I.Vlh und II.VW, wodurch folgender Stromkreis geschlossen wird:
Erde, Batterie, Kontakt 1r, Wicklung 1I des Relais<I>T</I> und Wicklung des parallel hierzu liegenden Relais Z, Schaltarm \?,Kontakt 3, Relais R1, <I>T,,</I> Ruhe liontakt<I>537r.,</I> Schaltarm 4, Kontakt 5, Kon takt 61a-, MTicl@lung <I>I</I> des Relais C, Kontakt 7ms, Erde. Parallel zur Wicklung I von C liegen die Widerstände 8, 9. Die Relais T und T, werden erregt und schalten durch Schliessen ihrer Kontakte 10t, 11t, 12t, und 13t1 die Sprechadern durch. Der rufende Teilnehmer Tra ist jetzt mit den Speiserelais A und B verbunden.
Der Zähler Z kann in dem beschriebenen Stromkreis nicht erregt werden. Das Relais C im Übertrager Ue wurde ebenfalls im genannten Stromkreis erregt und schliesst über seinen Kontakt 14e einen Haltestromkreis für seine zweite Wiclz- lung Il. der nach Erregung des Relais<I>A</I> und Öffnen des Kontaktes 15a und Schlie ssen des Kontaktes 16a über die Wicklung 1 des Relais V verläuft. In diesem Stromkreis kommt dann auch das Relais V zum An sprechen. Der rufende Teilnehmer gibt jetzt die für die Herstellung der gewünschten Verbindung benötigten Stromstösse ab.
Bei jedesmaligem Abfall des Relais A im Über trager kommt ein Stromkreis für den Dreh magneten D,2i2.s des Mitlaufschaltwerkes <I>MS</I> zustande: Erde, Ruhekontakt 17a, Arbeits kontakt 182>, Kopfkontakt 19kins, Wicklung U, Wicklung des Drehmagnetes D,nas, Bat terie, Erde. Das Relais V,, welches in dem die Relais V und C (Wicklung 11) enthal tenden Stromkreis bei Schliessung des Kon taktes 15a erregt wurde, bleibt während der Dauer der Stromstösse erregt.
Gleichzeitig mit dem Mitlaufschaltwerk NS wurden auch die andern Nummernstromstossempfänger im Amt eingestellt, indem die abgehenden Strom stösse über Erde, Kontakt 21a, Kontakt 22e und über die abgehende Leitung nach einem Stromstossempfangsrelais eines nächsten Nummernstromstossempfängers weitergegeben wurden.
Nach jeder Stromstossreihe wird über den Widerstand TV und über die Kon takte 23v,. und 37g durch Unterbrechen des Kontaktes 23v, über die untere Sprechader der Steuerstromstoss übertragen. Es sei an genommen, dass die vom anrufenden Teil nehmer gewünschte Verbindung in der drit ten Verkehrszone liegt, so dass der Kontakt arm kms des Mitlaufschaltwerkes MS nach Beendigung der Stromstösse auf den Kon takt 3ms zu stehen kommt.
Der gewünschte Teilnehmer wird nun in bekannter Weise angerufen. Meldet er sich, so spricht das Relais B, an. B,, schliesst dann folgenden Stromkreis für das Relais V,: Erde, Ar beitskontakt<I>24b1,</I> Wicklung von V2, Bat terie, Erde. Durch Schliessen seines Kontak tes 26v2 stellt es über den bereits geschlos senen Kontakt 25v des Relais V einen Halte stromkreis für sich her.
Das Relais B, berei tet ausserdem einen Stromkreis für den Mag net Deze der Zeitschalteinrichtung ZE vor, der geschlossen wird, sobald der zum Bei spiel von einem Uhrwerk abhängige Zeitkon takt 27uk geschlossen wird, welches bei spielsweise alle drei Minuten erfolgt: Erde, Drehmagnet D,ze, Kontakt<B>29e,</B> Kontakt 30b,, Kontakt 31 tr, Kontakt 27uk, Batterie, Erde.
Bei jedesmaligem Ablauf einer Ge- sprächszeiteinheit, also alle drei Minuten, werden die Schaltarme der Zeitschaltein- richtung ZE um einen Kuntakt weiterbe wegt, so dass, wenn diese Fortschaltung zwei mal geschehen ist, sein Schaltarm 46 auf den Kontakt 38ze zu stehen kommt. Beim Auftreffen auf diesen Kontakt sei angenom men, dass hiermit die Grenze der Belegungs- zeit der benutzten Verbindungsleitungen er reicht ist.
In der jetzt eingenommenen Stel lung der Zeitschalteinrichtung ZE kommt folgender Stromkreis für das Relais TR <I>zu-</I> stande: Erde, Arbeitskontakt 33v, Wider stand w1, Schaltarm knas, Kontakt _ 3nzs, Schaltarm 46, Kontakt 38ze, Kontakt 45, Kontakt 32hr, Wicklung TR, Batterie, Erde.
Das Relais TRI spricht an, schaltet durch Öffnen seines Kontaktes 31tr den Dreh magneten Deze der Zeitschalteinriehtung ZE ab und schliesst den Kontakt 34t, so dass nach Ablauf der Gesprächszeiteinheit über Zeit kontakt 27uk folgenden Stromkreis für das Relais G geschlossen wird: Erde, Wicklung von G, Arbeitskontakt 34tr, Kontakt 27uk, Batterie, Erde.
Das Relais G gelangt in dem angeführ ten Stromkreis zum Ansprechen und stellt über seinen Kontakt 35g folgenden Halte stromkreis für sich her: Erde, Wicklung von G, Arbeitskontakt 35g, Arbeitskontakt 36v, Batterie, Erde. Das Relais G bewirkt durch Öffnen seines Kontaktes 37g die Un terbrechung der Verbindung; während am Kontakt 38g ein über die Induktionswick lungen der Relais<I>A</I> und<I>B</I> verlaufenden Summerstromkreis geschlossen wird. Der Summerstrom wird auf die Relaiswicklun gen von A und B übertragen und gelangt über die Sprechleitungen zum Hörer des an rufenden Teilnehmers.
Ausserdem bewirkt das Relais G durch Schliessen seines Kon taktes 39g die Herstellung folgenden Strom kreises für den Drehmagnet D3abs des Ab greifschalters Abs: Erde, Arbeitskontakt 39g, Arbeitskontakt 40v2, Ruhekontakt 46f, Wicklung von D3abs, Ruhekontakt 42zr, Batterie, Erde. Durch D3abs wird folgen der Stromkreis für das Relais ZR herge stellt: Erde, Arbeitskontakt 43d3, Wicklung von ZR, Batterie, Erde.
Hierdurch wird, sobald der Abgleifschalter einen Schritt fortbewegt wird, sofort wieder der Dreh magnet D3abs durch Öffnen des Kontaktes 42zr abgeschaltet und dieser Stromkreis wie der hergestellt, sobald ZR durch Öffnen des Kontaktes 43d3 abgefallen ist. Dieses ab wechselnde Spiel setzt sich so lange fort, bis der Schaltarm des Abgreifschaltwerkes Abs den letzten Kontakt 45 seiner Kontakt reihe erreicht hat.
Hierauf wird folgender Stromkreis gebildet: Erde, Kontakt 33v, Widerstand W,, Schaltarm kms, Kontakt 3ms, Schaltarm 46, Kontakt 38ze, Kontakt 45, ,Schaltarm 44, Wicklung des Relais F, Batterie, Erde.
Das Relais ZR hatte bei je desmaligem Ansprechen über seinen Kon takt 51 zr den Widerstand 9 kurzgeschlos sen, wodurch der über die Schaltarme 2 und 4 der Vorwähler fliessende Strom derart ver stärkt wurde, dass der Zähler Z zum Aiispre- ehen kommt, und zwar so oft, wie der Ab greifsehalter Ab8 fortgeschaltet worden ist. Das Relais F spricht im angeführten Strom kreis an und schaltet durch Öffnen seines Kontaktes 46f des Drehmagnetes D3abs ab.
Das Relais F schliesst weiter über seinen Kontakt 47f folgenden Stromkreis für das Relais<I>HR:</I> Erde, Arbeitskontakt<I>47f,</I> Ar beitskontakt 48g, Wicklung von<I>HR,</I> Bat terie, Erde. Das Relais<I>HR</I> spricht an, schliesst über seinen Kontakt 49h1 und den be reits vorher geschlossenen Kontakt 501-r einen Stromkreis für die Wicklung 1 des Hilfsrelais 1I:
Erde Widerstand w--, Arbeitskontakt 51b, Arbeitskontakt 4911.r, Arbeitskontakt 50t1, Schaltarm 5 7 des II.V TI', Wicklung I von H, Arbeitskontakt 52r1, Wicklung von<I>D,</I> Bat terie, Erde. Das Relais H wird erregt und schaltet durch Öffnen seines Kontaktes 531t und Schliessen seines Kontaktes 62h, den Haltestromkreis für die beiden Vorwä,hler um.
Das Relais<I>HR</I> unterbricht ferner durch Offnen seines Kontaktes 32h1 den Strom kreis für das Relais TR. TR öffnet nach einer Weile seinen Kontakt 50t1- und unter bricht hierdurch den Prüfstromkreis für den Wähler II.VW, wodurch T, zum Abfallen gebracht wird und seinen Kontakt<B>5611</B> schliesst. Hierdurch wird der Unterbrecher erneut an den Drehmagneten D des Wäh lers II.VIV angeschaltet,
worauf dieser seine Schaltarme weiterschaltet. Das Relais H hatte über seine Doppelarbeitskontakte 541b einen Stromkreis für seine zweite Wicklung hergestellt, wodurch der Haltestromkreis für den Wähler I.VIV aufrecht erhalten bleibt. Sobald der Schaltarm 57 des II.VIV den letzten Kontakt 58 erreicht hat; wird T1 über den Widerstand TV, erneut erregt und be wirkt durch Offnen seines Kontaktes 561,1 die Abschaltung des Unterbrechers RU von dem Stromkreis des Drehmagnetes D, wo durch der Wähler stillgesetzt und gehalten wird.
Da das Relais<I>H</I> (Wicklung<I>I)</I> sich über den hocliohmigen Widerstand Wp, nicht halten kann, wird es über seine dritte Wick- lung III erregt gehalten, fall; der Teilnehmer bis 7,11 diesem Zeitpunkt noch nicht seinen Hörer aufgelegt hat. Dann wird über die Induktionsspule und die dritte Wicklung von II ein Su mmer BSrc an die Leitung an geschaltet, um den Teilnehmer ztt veranlas sen, seinen Hörer aufzulegen.
Sowie die Kon taktarme des ILVIV beim Weiterdrehen die für die Sprechverbindung eingenommene Koiitali:tstellung verlasen haben, fallen die Relais A und B ab. Das Relais A bewirkt durch Schliessen seines Kontaktes 15a eine dauernde Kurzschliessung des Relais C (Wicklung I1), wodurch diese und bei Un terbrechung des Kontaktes 14c auch die Re lais V und V1 abfallen.
Durch den Abfall von V wird dessen Kontakt 631, geschlossen und hierdurch der Drehmagnet Dlrrrs des llit- laufschaltwerkes 1IS in folgenden Strom kreis eingeschaltet: Erde, Ruhekontakt 63r, Kopfkontakt 64kw.s, Unterbrecherkontakt 65d, Wicklung von Dlins, Batterie, Erde, worauf das Mitla.uf:chaltwerh 11s in seine Ruhestellung zurüclzgebraclit wird.
Durch den Abfall von C wurde auch über seinen Kontakt 66c folgender Auslösestromkreis für das Zeitschaltwerk ZE hergestellt: Erde, Wicklung von D-#._e, Kontakt<B>66e,</B> Unter brecherkontakt 67d". Kopfkontakt 68kze, Ruhekontakt 69z1, Batterie,
Erde und da durch dieses in seine Ruhestellung zurückge- braelit. Nach Abfall von V. durch Öffnen des Kontaktes ?5r wird der Auslösestrom- kreis für den Abgreifschalter ABS herge stellt: Erde, Kopfkontakt 70kabs, Unter brecherkontakt 711, Kontakt 72v. Wicklung von D;abs, Kontakt 4?zr, Batterie, Erde.
Der Abgreifschalter geht hierauf in die Ruhe stellung zuriiclz. Nachdem jetzt auch die Relais V<I>"</I> FG und IIR abgefallen sind, sind sämtliche belegten Apparate wieder in ihre Normalstellung zurückgebracht.
Sollte es der Fall sein, dass der gerufene Teilnehmer eher seinen Hörer auflegt, als bis der Abgreifschalter und der Zähler in Tä tigkeit getreten sind, so wird über den Ruhe kontakt 60b,, da B, abgefallen ist, folgender Stromkreis für das Relais G hergestellt: Erde, Wicklung von G, Ruhekontakt 70g, Arbeitskontakt 61v:, Ruhekontakt 601z.1, Ruhekontakt 59f, Batterie, Erde.
Das Re lais G schaltet jetzt in der beschriebenen Weise den Drehmagneten D3abs des Abgreif- schalters ABS ein und stellt ferner den Stromkreis für das Relais ZR her. Hierauf erfolgt, wie vorher angeführt, die Kurz schliessung des Widerstandes 9, worauf der Zähler Z in Tätigkeit gesetzt wird.
Wenn der anrufende Teilnehmer bei Her stellung einer Verbindung mit der Abgabe der die Wähler einstellenden Stromstösse zu lange wartet, so wird, um eine unnötige Be legung von Wählern und Verbindungslei tungen zu verhindern, nach einer bestimmten Zeit über den Kopfkontakt 60kms des Mit laufschaltwerkes MS ein beliebiges Zeit schaltwerk in folgendem Stromkreis einge schaltet: Erde, Arbeitskontakt 71e, Kopf kontakt 60kms, Wicklung des Magnetes AK, Batterie, Erde.
Durch dieses Zeitschaltwerk wird, falls der Stromkreis nicht schon vor her durch Öffnen des Kopfkontaktes 601cms bei der Inbewegungsetzung des Mitlauf- schaltwerkes MS unterbrochen worden ist, über den Kontakt 61ak ein Stromkreis für das Relais H gebildet,
und dieses Relais be wirkt dang in der schon beschriebenen Weise eine Unterbrechung des Stromkreises für das Relais T1 und demzufolge die Inbewegung- setzung des II.VW. .Sobald dessen Schalt arm 57 den Kontakt 58 erreicht hat, wird, der Summer BSu an die Leitung angeschal tet und der rufende Teilnehmer davon in Kenntnis gesetzt,
dass er mit der Abgabe der zu einer beabsichtigten Verbindung be nötigten Stromstösse zu lange gezögert habe und darum seinen Hörer auflegen möge.
Die Abb. 2 zeigt als weiteres Ausfüh rungsbeispiel die Anwendung der Erfindung auf Anlagen mit Haupt- und Untervermitt lungsstellen.
Bei diesen Anlagen befinden sich die durch die ersten Stromstossreihen einzustellenden Nummernstromstossempfänger sämtlich in der Hauptvermittlungsstelle, so dass bei Ein- leiturig einer Verbindung immer eine Ver- bindungsleitung zur. Hauptvermittlungsstelle belegt wird.
Am abgehenden Ende dieser Verbindungsleitung ist ein Mitlaufschaltwerk vorgesehen, welches bei Verbindungen in die eigene Vermittlungsstelle eine Umschaltung auf eine freie interne Z'erbindungseinrich- tungvornimmt und die Verbindungsleitung zur Hauptvermittlungsstelle freigibt, um ein unnötiges Belegen dieser hochwertigen Lei tung zu vermeiden.
Da die Umschaltung auf eine interne Verbindungsleitung aber erst nach Einstel lung eines oder mehrerer Nummernström- stossempfänger erfolgt, sind Anordnungen ge troffen, welche verhindern, dass eine der hochwertigen, zur Hauptvermittlungsstelle führenden Verbindungsleitungen dadurch dem Verkehr entzogen werden, dass ein Teilneh mer der Untervermittlungsstelle seinen Hö rer abhebt, ohne jedoch eine Verbindung her zustellen, oder die Sprechleitungen durch irgendeine Störung kurzgeschlossen werden.
Zwecks Beschreibung der Wirkungsweise dieser Anordnungen sei nun anhand der Abb. 2 zunächst der Fall betrachtet, dass der Teilnehmer TN2 seinen Hörer abhebt, ohne Nummernstromstösse auszusenden. So bald die Teilnehmerschleife. über einen Kontakt des Hakenumschalters geschlossen wird, spricht das Relais R des ersten Vor wählers an.
Dieses schliesst in bekannter Weise den Stromkreis des Drehmagnetes, welcher die Schaltarme schrittweise über die Kontakte, an welche die Verbindungsleitun gen zu dem nachgeordneten zweiten Vorwäh- ler ILV f' angeschlossen sind, hinbewegt, bis ein freier ILVW gefunden worden ist.
Dann spricht das Relais T,2 über den Kontakt 73r2, seine Wicklungen<I>I</I> und II, den Kontakt 74t3 und über die Wicklung des Relais Rg an und unterbricht den Drehkreis des ersten Vorwählers. An den Kontakten 754 und 76t2 werden die Sprechleitungen auf den II.VW durchgeschaltet,
und am Kontakt 774 wird durch Kurzschliessen der hoch- ohmigen Wicklung<I>I</I> von TZ der Besetztzu- stand für den belegten ILVW hergestellt.
Das Relais I13 schliesst an seinem Kontakt 78r-3 über die Kontakte 79,1c.,, 80d4 und 81t den Stromkreis des Drehmagnetes D4, wel cher die Schaltarme<I>a, b, c, d,</I> e des zweiten V orwählers schrittweise fortschaltet, bis ein freier Übertrager Ue, gefunden worden ist.
Jetzt spricht das Relais T3 über den Kon takt 82y3, seine Wicklung 1 und II, Kontakt 83a,, Prüfarm c, Prüfleitung cl, Kontakt .18s und über die Wicklung I des Relais C, und den Kontakt 85v3 an.
Das Relais T3 schaltet an seinen Kontakten 86t3 und 87t3 die an kommende Sprechleitung über die Schalt arme ca und<I>b</I> auf die Verbindungsleitungen ct,, b, zum Übertrager Ue, durch. Hier spre chen die Relais A" und<I>Ba</I> an.
Das über den Prüfstromkreis eingeschaltete Relais C, schliesst an seinem Kontakt 88c, einen Halte stromkreis für seine Wicklung 1I, welcher sieh von Batterie über die Kontakte 89s und 88c,, Wicklung Il von C,, Kontakt 90a2 und über die Wicklung des Relais V3 zur Erde erstreckt.
Das Relais V3 spricht an, während das Relais V4 durch den Kontakt 90a2 kurzgeschlossen ist. Über den Arbeits kontakt 91v3, den Ruhekontakt 92v4 und den Schaltarm ins, des Mitlaufschaltwerkes wird der Drehmagnet Ds erregt, welcher den Schalt arm von IIIS, mit dem Kontakt<I>I</I> in Berüh rung bringt. Der Schaltarm des Mitlaufschalt- werkes 111S,
schliesst jetzt über die Kon takte 91-z-3 und 9?t@4 einen Stromkreis für das Relais<I>AL,</I> welches an seinem Kontakt 93c, das Anlassrelais In des Zeitschalters ZS betätigt. Am Kontakt 94,1n wird der Drehmagnet D, von ZS über den Langsam unterbrecher Uli eingeschaltet, welcher den Schaltarm des Zeitschalters ZS schrittweise über die Anschlusskontakte der Umschalt relais hinwegbewegt.
Sobald der Kontakt 3 erreicht ist, wird der über den Kontakt 95 , vorbereitete Stromkreis für das Relais Usn, geschlossen. Dieses Relais schliesst an seinem Kontakt 9611111,<I>,</I> einen Haltestromkreis für sich selbst und bereitet am Kontakt 97,11111, den Stromkreis des Umschaltrelais U7112 vor. Sobald der Schaltarm von ZS fast eine volle Umdrehung gemacht hat, wird der Strom- kreis für das Relais Urrr- über den Kontakt 2 des Zeitschalters geschlossen.
Das Relais<I>Um=</I> spricht an, schliesst über seinen Kontakt 98mu@ einen Haltestromkreis für sich selbst und erregt über den Kontakt 99aarrz2 das Re lais Ur, welches über die Kontakte<B>88e,</B> und 89s mit Batterie in Verbindung steht.
Am Kontakt 101irr wird ein Stromkreis für das Umschaltrelais U, des zweiten Vorwähler geschlossen, welcher sich von Erde über den Kontakt 10?arna@, die Wicklung des Relais S, die Kontakte 103h, und 10-1f, Leitung d, Schaltarm d des Vorwäblers und über die Wicklung 1 des Relais U, nach Batterie und Erde erstreckt.
Das Relais L', unterbricht an seinem Kontakt 83rr, den Sperrstromkreis für den Übertrager L7e,, so dass das Relais T3 im zweiten Vorwähler abfällt.
Die Kon takte 86t-, und 87t:, unterbrechen den Strom kreis fürdie Relais _L und B3 im Übertra ger, während am Ruhekontakt 74t3 das Re lais B3 über die Wicklung 1I von T, und den Kontakt 77t2 von neuem eingeschaltet wird. Im Übertrager L%c, wird beim Ansprechen des Relais S der Sperrstromkreis am Kontakt .18s geöffnet und am Kontakt 89s der Halte stromkreis für die Relais C, und V3 unter brochen.
Gleichzeitig fällt das Relais UR, in folge der Öffnung seines Stromlzrü#ises am Kontakt 89s ab. Durch den Kontakt 91 i#G wird das Relais<B>AL</B> zum Abfallen gebracht, welches seinerseits das Relais -In- aberregt, während letzteres den Drehkreis des Zeit schalters ZS unterbricht. Am Kontakt 95a, wird der Haltestromkreis des Relais U>n, geöffnet, welches abfällt und den Halte stromkreis des Relais, Um. am Kontakt 9711111, unterbricht.
Das Mitlaufsehaltwerk 1115 wird in bekannter Weise in die Ruhelage zurück geführt. Jetzt sind alle Schalteinrichtungen des Übertragers in die Ruhelage zurückge kehrt, so dass derselbe für den weiteren Ver kehr freigegeben ist.
Es sei noch erwähnt, dass die Zeitschalt- einrichtung ZS für sämtliche oder für je eine Gruppe von abgehenden Verbindungs leitungen vorgesehen ist. An den weiteren Kontakten 4, 5 usw. des Zeitschalters ZS sind daher die Umschaltrelais anderer Über trager angeschlossen. Gleichfalls kann das Anlassrelais An über die Kontakte weiterer Relais AL, von denen einer bei 105a,. gezeigt ist, eingeschaltet werden.
Im zweiten Vorwähler wurde nach An sprechen des Relais U, und Abfallen des Re lais T3 der Drehmagnet D, über den Kontakt 1062s, eingeschaltet, dessen Stromkreis. gleich zeitig als Haltestromkreis für die Wicklung II von U, dient. Der zweite Vorwähler wird nun so lange weitergeschaltet, bis eine freie, zu den internen Verbindungseinrichtungen (Gruppen- oder Leitungswähler) führende Verbindungsleitung gefunden wird. In die sem Fall spricht das Relais T3 in Reihe mit der Wicklung III des Relais<I>U,</I> an.
Dieser Stromkreis verläuft von Batterie über den Kontakt 82r3, die Wicklungen I und Il des Relais T3,_ Kontakt 107u,., Wicklung III des Relais U" Schaltarm e und über die Prüf leitung c2 der nachgeordneten internen Ver- bindungseinrichtung nach Erde. An den Kontakten 86t3 und 87t3 werden die Sprech leitungen über die Schaltarme a und b zu den internen Verbindungsleitungen a2 und b2 durchgeschaltet.
Durch diese Umschaltung wird ein un nötiges Belegen hochwertiger Verbindungs leitungen, das sind für den Fall des ange führten Beispiels Verbindungsleitungen zur Hauptvermittlungsstelle, verhindert. An den internen Verbindungseinrichtungen, welche nun belegt worden sind, können Schaltein richtungen vorgesehen sein, welche ein Alarmzeichen nach einer bestimmten Zeit einschalten, wenn innerhalb dieser keine Nummernstromstösse ausgesandt worden sind.
Sind die Anschlussleitungen einer Teil nehmerstelle durch irgendeine Störung kurz geschlossen oder hat die a-Leitung Erd- schluss, so treten, wie-aus der vorangegange nen Beschreibung leicht zu ersehen ist, die selben Vorgänge ein. Diese sollen, da sie in genau derselben Weise wie oben beschrieben, vor sich gehen, nicht näher erläutert werden.
Es sei nun kurz die Wirkungsweise der dargestellten Anordnung für den Fall einer normalen Verbindung beschrieben. Die Schaltvorgänge bis zur Einschaltung des Re lais ALL und der Fortschaltung des 1M'tlauf- schaltwerkes BIS", auf den ersten Kontakt sind die gleichen wie in der vorangegan genen Beschreibung. Sobald nun der an rufende Teilnehmer Nummernstromstösse aussendet, fallen die Relais A2 und BZ bei jedem Stromstoss ab.
Am Kontakt 108a2 werden die aufgenommenen Stromstösse über den Kontakt 109c,. und die Verbindungslei tung<I>Va</I> zu dem ersten Nummernstromstoss empfänger der Hauptvermittlungsstelle über tragen, während am Kontakt 90a2 der Kurz schluss für die Wicklung des Relais V4 auf gehoben wird; so dass dieses anspricht.
Am Kontakt 9'v, wird der Stromkreis für das Relais<I>AL</I> unterbrochen, welches das Relais <I>An</I> aberregt. Dieses unterbricht den Dreh kreis des Zeitschalters ZS, welcher darauf hin stillgesetzt wird.
Gleichzeitig unter bricht der Kontakt 95a1 den Haltestrom kreis des Relais Uryra,, falls dieses bereits angesprochen haben sollte, Die vom Re lais A2 aufgenommenen und am Kontakt 108a2 an die Nummernstromstossempfänger der Hauptvermittlungsstelle weitergeleiteten Stromstösse werden gleichzeitig am Kontakt 110a2 auf den Drehmagneten DS des 1Mit- laufschaltwerkes iUS, übertragen.
Dieses er hält also dieselbe Anzahl .Stromstösse wie der erste Gruppenwähler in der Hauptver mittlungsstelle. Die weiteren Schaltvorgänge hängen nun von der Anzahl der Stromstösse in den einzelnen Stromstossreihen ab. Wird beispielsweise das Mitlaufschaltwerk US, durch die erste Stromstossreihe auf einen der Kontakte n eingestellt, so wird nach Be endigung dieser Stromstossreihe und nach dem Abfallen des Relais V4 das Relais F er regt.
Der Stromkreis für dieses Relais ver läuft von Erde über den Arbeitskontakt 91.v3, Ruhekontakt 92v,, :Schaltarm von NS,, Kon takt n und über die Wicklung des Relais F nach Batterie und Erde. Das Relais F öff net an seinem Kontakt 104f die zum zwei ten Vorwähler führende Umschaltader d" so dass keine Umschaltung auf internen Ver- kehr mehr erfolgen kann. Gleichzeitig wird am Kontakt 111f ein Haltestromkreis für das Relais I' geschlossen.
Wurde das Mitlaufschaltwerk jedoch durch die erste .Stromstossreihe auf den Kon takt ra, eingestellt, so wird nach Beendigung der Stromstossreihe das Relais<I>UR</I> auf fol gendem Wege erregt: Erde, 91v3, 92v4, Schaltarm von JIS" n" <I>UR,</I> 88c,, 89s, Bat terie und Erde. Das Relais UR bereitet an seinem Kontakt 1012a7 den Umschaltestrom- lueis vor, während am Kontakt 112ur der Haltestromkreis geschlossen wird.
Erfolgt nun durch die nächste .Stromstossreihe die Einstellung des Mitlaufschaltwerkes auf den Kontakt 7a2, so wird das Umschaltrelais U, des zweiten Vorwählers auf folgendem Wege erregt: Erde, 91v3, 92v4, Schaltarm von 11151, o" <I>s,</I> l0lzcr, 1031a-., 104f, d" <I>d,</I> 1 von<I>U"</I> Batterie und Erde.
Der weitere Verlauf der Umschaltung ist der gleiche wie für den eisten Fall des unnötigen Belegens einer hoch- jvertigen Verbindungsleitung beschrieben und soll daher nicht weiter betrachtet werden.
Wird das Mitlaufschaltwerk durch die zweite Stromstossreihe von der Stellung 7a1 auf eine andere als n, eingestellt, so erfolgt zwar eine Vorbereitung der Umschaltung am Kontakt l0lur, aber das Umschaltrelais U, des zweiten Vorwählers kann nicht erregt erden, da. für dasselbe kein Stromkreis über den Schaltarm von MS, zustande kommt.