CH114110A - Zum Enthärten von Wasser dienende Mischung. - Google Patents

Zum Enthärten von Wasser dienende Mischung.

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CH114110A
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  Zum Enthärten von Wasser dienende Mischung.    Das Enthärten von Wasser unter Benut  zung von     Ätzalkalien    und alkalischen Salzen,  welche fällend auf gelöstes     Kalziumkarbonat,          Magnesiumkarbonat    und andere im Wasser  gelösten Kalk- und     Magnesiaverbindungen     wirken, ist bekannt.  



       Man    hat auch bereits der Seife für  Waschzwecke gleichzeitig einen Zusatz von       Alkalikarbonat    und     Alkalisilikat    gemacht,  uni an Seife zu sparen; aber dieser Zweck  wird nicht oder nur sehr unvollkommen  erreicht, da die Härtebildner des Wassers  die Neigung haben;

   zuerst sich mit der  Seife umzusetzen unter Bildung von wasser  unlöslichen und deshalb nicht schäumenden  und     wirkungslosen        Kalk..    und     Magrresia-          I'ettsäuresalzen.    Die den Gegenstand der  vorliegenden Erfindung bildende Mischung  zum Enthärten von Wasser enthält nun  neben     Ätzalkalien    und     Alkalisalzen    von  wasserlöslichen Säuren auch mindestens ein  stark dissoziierendes Salz einer wasserunlös  lichen Säure.

   Als     Alkalisalze    von wasser  löslichen Säuren kommen insbesondere Kar  bonate und     Borate    in Betracht,     urn    die     irn       natürlichen Wasser vorhandenen Sulfate und  Chloride des Kalziums und     DZagnesiums    aus  zufällen. Als stark dissoziierendes Salz einer  wasserunlöslichen Säure kann die Mischung  ein Silikat,     Aluminat    oder eine     Silizium-          Aluminium-Verbindung    der     Alkalien    oder  auch ein Gemisch solcher Salze enthalten.

    Ein geringer Überschuss des vorliegenden       Enthärtungsmittels    beim     Enthärten    von Wasser  bleibt ohne Nachteil. Denn einerseits     bewirken     die Salze von wasserunlöslichen     Säuren    mit  einem Überschuss an     Ätzalkalien,    die     floekige     Ausfällung der vorhandenen Kalk- und       Magnesiaverbindungen.    Anderseits wirkt auch  ein Ü     bersehuss    an Silikaten,     Aluminaten    oder       Alurninosilikaten    nicht schädlich,

   sondern  sichert ausser der vollständigen     -Enthärtung     des Wassers auch die Ausscheidung der  Oxyde der     Schwermetalle    (Eisen), ohne dass  man die Analyse des zu enthärtenden Wassers  genau zu kennen     braucht.     



  Ein besonderer Vorteil der     Mitverwendung     dieser     Alkaliverbindungen,    wie Silikate und       Aluminate,    besteht noch darin, dass gegebenen  falls unter weiterem Zusatz von Ton, Pflanzen-           sehleimstoffen,    Kasein und dergleichen.     Pasten     oder feste     stückförmige        Massen    hergestellt  werden können, die leicht abgeteilt und  nach einer     Gebrauchsanweisung    in dem  richtigen     Verhältnisse    verwendet werden       können.     



  Das     Enthärtungsmittel    kann beispielsweise  wie folgt erhalten werden  1 Teil Kaolin (Ton) wird in 10 Teilen       Wasser        aufgeschlemmt;    ausserdem werden  40 Teile     Wasser,        (3    Teile     Wasserglas    (Kali  und Natron technisch), 13 Teile einer       40        %        igen        Ätznatronlauge,        10        Teile        gebrannte     Soda, 18 Teile Borax vermischt und gelöst.

    Man giesst darauf beide Lösungen zusammen  und kocht auf, um die innige physikalische  Verbindung der Bestandteile zu erreichen.  



  Das geklärte Wasser wird ab- oder um  geschöpft; gegebenenfalls kann der Bodensatz  abgelassen und zu     Reinigungszwecken,    zum  Beispiel     Scheuerzwecken    verwendet werden.  



  Zur Herstellung des     Enthärtungsmittels     in Pasten oder     Stückform    werden beispiels  weise 25 Teile Wasserglas technisch und  11 Teile 40     gradige        Ätzlauge    (Natron oder  Kali), 20 Teile Borax, 40 Teile     calc.    Soda  und gegebenenfalls 4 Teile     Natron-Aluminat     mit und ohne Zusatz von etwas Ton oder       Schleimlösung    gemischt. Dann wird erhitzt  und geknetet, bis die Konsistenz eines festen  Breies     angenommen    ist. Dieser wird geformt;  die Formstücke werden getrocknet und bilden  somit ein verwendungsfertiges     Enthärtungs-          mittel.     



  In Form einer Paste oder in     Stückform     ist das     Enthärtungsmittel    am besten vor  schädlichen     Einwirkungen    der     Kohlensäure     der Luft und Umwandlung der     Ätzalkalien       bewahrt, weil die     Ac)griffsfläche    für die  Einwirkung der     Lnft    die     geringstmögliche     ist.     Selbstverstiindlich    kann man das getrock  nete     Enthärtungsmittel    auch     pulverisieren     und in luftdichter     Verpackung    haltbar und  bequem     liislich    in den Handel bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Zum Elthärten von Wasser \ dienende Mischung, dadurch gekennzeichnet, dass die selbe neben ,@tzalkalien und Alkalisalzen von wässerlöslichen Säuren aueh mindestens ein stark dissoziierendes Salz einer wasser unlöslichen Säure enthält. UNTERANSPRüCHE: 1. Alischung nach Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, daf' das stark dissoziierende Salz ein Silikat ist.
    . Mischung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das stark dissoziierende Salz ein Aluminat ist. 3. Mischuni; nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dali sie starke Ätzlauge enthält. 4. Mischung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Formung einer plastischen Mischung dieser als Bindemittel Ton zugefügt ist. 5. Mischung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass derselben als Binde mittel Pflanzenschleimstoffe zugefügt sind.
    Ei. Mischung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass derselben als Binde mittel Kasein zugefügt ist.
CH114110D 1924-01-12 1924-10-25 Zum Enthärten von Wasser dienende Mischung. CH114110A (de)

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