CH114186A - Verfahren zur Herstellung einer Doppelverbindung aus Theobromincalcium und Salicylsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Doppelverbindung aus Theobromincalcium und Salicylsäure.

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CH114186A
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer Doppelverbindung aus     Theobrominealeium     und     Salieylsäure.       Durch die Entdeckung der Herz- und  Gefässwirkung des     Calciums    hat die Herstel  lung einer Verbindung Bedeutung gewon  nen, welche dieses Element zugleich mit dem  physiologisch ähnlich wirkenden     Theobro-          min    in einer therapeutisch besonders wirk  samen Form enthält.  



  Die einfache Verbindung des     Theobro-          mins    mit     Calciumhydroxyd    oder einem     Cal-          eiumsalz    dürfte zwar in bezug auf die reine  Gefässwirkung beider Bestandteile ohne  weiteres gute Ergebnisse liefern, in bezug  auf die     Nierenwirkung,    d. h. also die     Diurese,     liegen die Verhältnisse aber nicht so ein  fach. Das     Theobromincalcium,    welches seit  langem bekannt ist, wirkt nach Gram       (vergl.    therapeutische Monatshefte 1890,  S. 12) als     Diureticum    nicht genügend zuver  lässig.

   Auch die neueren Arbeiten über die       diuretische    Wirkung des     Calciums    zeigten  kein übereinstimmendes Ergebnis     (vergl.     C.     Röse,        Münch.,        med.        Wochenschr.    1917).  Ebenso fand Prof.     Starkenstein,    dass unter       Caleiumwirkung    oft eine Verzögerung 'der       ZVasserausseheidung    erfolgt     (Therap.    Halb-         monatshefte    1921,     S.    586).

   Auch     schmek-          ken    -diese Verbindungen recht schlecht. Die  Erfinder stellten sich daher die Aufgabe,  zu prüfen, ob nicht durch ein besonderes       Calciumsalz,    dessen Säurekomponente selbst  therapeutische 'Wirkungen ausübt, die     diu-          retische    Wirkung und auch der Geschmack  günstig beeinflusst werden könnte.  



  Zahlreiche vergleichende Versuche haben  ergeben, dass man das genannte Ziel tatsäch  lich erreichen kann, wenn     man    gemäss dem  Verfahren     Theobromincalcium    mit neutralem       Calciumsalicylat    in molekularem Mengen  verhältnis vereinigt.

   Das     salicylsaure    Salz  wirkt hier nicht etwa durch Erhöhung der  Löslichkeit und     Resorbierbarkeit    des Theo  bromincalciums, wie man dies bisher von  den     Theobromin-    und     Theophyllinalkalidop-          pelsalzen    einschliesslich dem     Diuretin    ange  nommen hat (siehe zum Beispiel     therap.    Mo  natshefte 1890, S.

   19,     Abs.    5), sondern es  wird durch die gleichzeitige     Einwirkung     von     Theobromincalcium    und     Salicylsäure     auf die Nieren die     diizretische    Wirkung we  sentlich verstärkt, etwa im Sinne der Theo-           rie    der Arzneimittelkombination von     Bürgi.     Doppelsalze mit andern Säuren, etwa das  kürzlich bekannt gewordene mit 2     Mol.     milchsaurem Kalk, zeigen diese Verstärkung  der     diuretischen    Wirkung nicht, was auch  nach den vergleichenden Versuchen von     Röse     verständlich ist, welcher fand,

   dass milch  saurer Kalk auf die     Diurese        "im    Durch  schnitt aller Versuchsreihen mehr hemmend  als fördernd wirkt".     (Münch.,        med.    Wochen  schrift 1917, S. 315, Zeile 53/55.)  Diese neue Doppelverbindung des Cal  ciumsalicylats ist in Wasser ziemlich schwer  löslich, wodurch sie auch den Magen we  niger belästigt als die leicht löslichen Salze.

    Hierdurch unterscheidet sie sich auch von  der (im     Chem.    Zentralblatt<B>1919,</B> 111, Seite       1)57,    Mitte, beschriebenen) Doppelverbin  dung von     acetylsalicylsaurem        Calcium    mit       Theophyllin,    welche durch ihre leichte Lös  lichkeit ebenso leicht Erbrechen erzeugt  wie     Theophyllin    selbst.

   Die bisher vielfach       g-ehebte    Befürchtung, dass durch die     Schwer-          !öslichkeit    die Aufsaugung im Darmkanal  behindert würde, hat sieh als irrtümlich     her-          ousgestellt,    denn die Untersuchung der     Aus-          sehei.dungsprodukte    im Harn hat ergeben,  d ass sie ebenso vollständig im Darm gelöst  und aufgenommen werden wie die leicht  löslichen Verbindungen.

           Beispiel.:     10     gr        Theobromincalcium    werden mit  8     gr    neutralem     Caleiumsalicylat    fein     zusam-          rn.engerieben    und die Masse dann mit wenig       Wasser    angefeuchtet. Die anfänglich dünn  breiige Masse wird allmählich dickbreiig  und hart. Die Masse hat in diesem Zustande  noch einen bittersüssen Geschmack und ist in  etwa der zwanzigfachen Menge Wasser lös  lich.

   Lässt man diese wässerige     Lösung        hiai-          rlere    Zeit stehen oder erwärmt sie, so     schei-          det    sich daraus die schwer lösliche Verbin  dung aus     Theobromincalcium    und     Salicyl-          si.ure    ab.    Die erhaltene Substanz stellt ein unter  dem Mikroskop einheitlich     kristallinisch    er  scheinendes, in     Wasser    schwer     lösliches     Pulver dar.

   Durch seinen milden Geschmack  und     seine    gute Verträglichkeit beim Ein  nehmen unterscheidet es sich vorteilhaft von  den bisher bekannten Doppelsalzen des Theo  bromins, die wegen ihres stark     laugenhaft          bitteren    Geschmackes von vielen Patienten  nur unwillig genommen und oft schlecht ver  tragen werden.  



  Die Analyse ergab folgende Zahlen:  48 %     Theobromin,    bestimmt nach     Kjel-          dahl;    37      .'@        Salicylsäure,    bestimmt durch       Ausäthern    nach Zersetzen mit Säure;

   11       Calcium,    bestimmt als     Sulfat    in der Asche,  berechnet für eine     Verbindung    aus ,je ein       Mol.        Theobromin,        S@ilicylsäure    und     Calcium:     5l_1,5     %,        38,2        ',0'    und     11,22        'ö.     



  Aus der     Analyse    ergibt sich, dass nur  ein     Mol.    = zwei     Xquiv        a.lente        Caleium    auf je  ein     -Mol.        Theobromin    und     Salicylsäure    vor  handen sind, statt,     wie    man bei der stark al  kalischen     Reaktion    der     l1utterla.uge    hätte  erwarten können, drei     Xquivalente.    In     wel-          eher    Weise dieses     C'.aleiummolelzül    gebunden  ist,

   konnte bisher mit Sicherheit nicht     erinit-          telt    werden, doch erscheint es     wahrsehein-          lic.h,    dass hier eine     isomere        Verbindung    von       Theobromin    mit     basischem        Calciumsalicylat          vorliegt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung einer Theo bromin und Calcium enthaltenden Dolipel- verbindung, dadurch gel@ennzeichnet, dass man Theobromincalcium mit neutralem Cal ciumsa.licylat in molekularem Mengenver hältnis vereinigt.
    Die erhaltene Verbindung ist ein in Wasser seli-,ver lösliches, kristalli nisches Pulver von mildem Geschmack und diuretischer Wirkung und enthält ein Mol. = zwei Äquivalente Calcium auf je ein Mol. Theobro.min und Sa.licylsäure.
CH114186D 1924-07-12 1924-07-12 Verfahren zur Herstellung einer Doppelverbindung aus Theobromincalcium und Salicylsäure. CH114186A (de)

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