CH114362A - Spannungssicherung. - Google Patents
Spannungssicherung.Info
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Description
Spannungssicherung. Als Spannungssicherung für Schwach stromleitungen verwendet man neuerdings meist gasgefüllte Röhren, die eine Zündspan- nung haben, welche oberhalb der Betriebs spannung liegt, so dass die Sicherungen für gewöhnlich keinen Strom verbrauchen. Tre ten aber infolge irgend welcher Störungen, zum Beispiel infolge atmosphärischer Ein flüsse oder infolge von Berührung oder In duktion von Starkstromleitungen, höhere Spannungen auf, so setzt die Entladung ein, so dass die Spannung auf einen unschäd lichen Betrag zurückgeführt wird.
Diese Spannungssicherungen leiden an verschiedenen Mängeln; und zwar verlaufen sehr häufig die Entladungsströme nach scharf gezackten Kurven. Weiter ist oft beim Parallelarbeiten zweier Röhren, an welchen gleiche Spannungen liegen, der Stromverlauf in beiden Röhren völlig von einander verschieden. Etwas günstiger ver halten sich in dieser Beziehung .Sicherungen mit drei Elektroden, bei welchen also die beiden Entladungsstrecken in demselben Gas- raum liegen, ohne dass bei den bekannten Anordnungen die .Mängel völlig beseitigt werden.
Gemäss der Erfindung werden die ge nannten Nachteile durch zweckmässige An ordnung der Elektroden vermieden. Ein gehende experimentelle Untersuchungen ha ben ergeben, dass ein besonders günstiges Ergebnis, d. h. ohne Zacken verlaufende Entladungsströme und auch gleichmässiges Einsetzen der beiden Teilentladungen bei Sicherungen mit drei Elektroden erreicht wird, wenn die wirksamen Flächen, d. h. die einander zugekehrten Flächen der Elektro den die Form von Zylindern mit parallelen Achsen haben, deren Krümmungsradien gleich oder nahezu gleich sind.
Die Elek troden können also Vollzylinder oder -Teile von Zylindern, Kreiszylinder oder auch EI- lipsenzylinder sein. Weiter hat sich heraus gestellt, dass bei Verwendung solcher Elek- trodenform zwar mit verschiedenem Mate rial gute Ergebnisse erzielt werden, dass man aber 'mit besonderem Vorteil Eisen ocls@r Eisenlegierungen verwendet.
Gasfreies Eisen und reines Elektrolyteisen haben sich ain besten bewährt, auch ein Eisenüberzug aiif Zylinderelektroden aus anderem Metall gibt gute Ergebnisse.
In der Abb. 1 ist als Bleispiel eine Aus führungsform mit drei Elektroden .in einem Glasgefäss im Längs- und Querschnitt sche matisch dargestellt, welche zum Beispiel in der Schaltung nach Abb. 2 als Sicherung für einen Schwachstromapparat Verwen dung finden kann; Abb. 3 bis 5 sind Oszillo- gramme, welche die durch die erfindungs gemässe Anordnung erreichten Vorteile er läutern sollen.
Die drei Elektroden<I>f, g,</I> 1a in Fig. 1 Ne stehen aus Zylindern von gleichen Durch messern mit parallelen Achsen und sind in dem Glasgefäss i. so angeordnet, dass ihre Achsen im Querschnitt, gemäss den beiden Querschnittsschemata die Ecken eines gleich seitigen oder auch gleichschenkligen Drei eckes bilden, wobei im zweiten Falle die zu erdende Elektrode lt die Spitze des Drei eckes bildet.
In Abb. 2 sind die Elektroden f und g alt die Adern<I>a</I> und<I>b</I> einer Doppelleitung angeschlossen, während h an Erde liegt. Er hält die Leitung a, b eine unzulässige Span nung gegen Erde, so verhindern die zwi schen<I>f</I> und 7a und zwischen g und<I>h.</I> über gehenden Entladungsströme, dass Teile des zii schützenden Apparates t hohe Spannung regen Erde führen.
Die Oszillogramme (Abb. 3 bis 5), in -elchen die Wirkungsweise der Spannungs sicherung dargestellt ist, sind so aufgenom men worden, dass zwischen die Elektroden f und g einerseits und 1z anderseits eine genü gend hohe Wechselspannung gelegt wurde. I und II sind die Teilentladungsströme, III ist der Strom durch den Apparat t (gemäss .1bb. 2).
Abb. 3 zeigt die Kurve für Elektrolyt eisenelektroden, welche als parallele ebene Platten ausgebildet waren, wobei h in der Mitte zwischen f und g lag. Obwohl ein Ma terial verwendet worden ist, das sich bei ge- eigneter Elektrodenform und -anordnung vorzüglich bewährt, setzen infolge der un- giinstigen Elekt:
rodenform die beiden T'eil- entladungen I und 1I zu verschiedenen Zei ten ein, so dass die Kurve III zu Anfang der Periode eine Zacke hat. i.#-uclt sind die Teil entladungen in der zweiten Hälfte der Pe rioden nicht ganz gleich. so dass sich wäh rend dieser Zeit ein nahezu konstanter Stö rungsstrom ergibt.
Abb. d zeigt die Oszillogramme einer Spannungssicherung mit der Elektroden anordnung nach Abb. 1. Die Elektroden be stehen aus Aluminium. Die Teilentladungen setzen zwar "rleiehzeitig ein, aber der Ver lauf der Teilströme ist unregelmässig, so dass auch hier unregelmässige Störströme III fliessen.
Abb. 5 zeigt die Kurven einer Röhre, bei welcher Eisenelektroden nach Abb. 1 ange ordnet sind. Die Teilentladungen I und II haben fast identischen Verlauf, so dass der störende Strom III praktisch verschwindet.
Da die Elektrodenzylinder meist einen verhältnismässig geringen Durchmesser ha ben, können sie unter Umständen vorteilhaft in ihrer vollen Stärke in das Glasgefäss ein geschmolzen und so als Stromdurchführun gen benutzt erden, wodurch die Massen herstellung der Spanninigssicherung verein facht und verbilligt wird. Besonders geeig net sind hierfür<B>'</B> ;;ewisse Eisenlegierungen (z. B. Eisen-3Iolvbdän-Iiobalt), welche sich ohne Schwierigkeiten gasdicht in das Glas einschmelzen lassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Spannungssicherung mit parallel gestell ten Elektroden in einem gasgefüllten Ge fäss, dadurch gekennzeichnet, dass die Ach sen der Elektroden im Querschnitt die Eclwit eines gleichschenkligen Dreieckes bilden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Spannungssicherung narb Patentanspruch, dadurch gchennzeichnet, dass die Elektro den runden Querschnitt haben. Spannungssicherung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Elektroden aus eisen haltigem Material bestehen. 3.Spannungssicherung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden mit ihren Enden direkt durch die Gefässwand hindurchgeführt sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE114362X | 1924-04-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH114362A true CH114362A (de) | 1926-05-01 |
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ID=5653770
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH114362D CH114362A (de) | 1924-04-23 | 1925-04-06 | Spannungssicherung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH114362A (de) |
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1925
- 1925-04-06 CH CH114362D patent/CH114362A/de unknown
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